Marmorkuchen nach Familienrezept

Kuchen-Klassiker aus Omas Küche: Der Marmorkuchen

Früher, also in diesem Leben vorher, diesem Leben als Kinderlose, damals eben, damals habe ich ständig gebacken. Ich liebe Kuchen. Ich esse ihn verdammt gerne und ich backe verdammt gerne.

Ich habe das mit den Fertigkuchen und Backmischungen, den Tiefkühltorten und Gedöns nie verstanden!

Ist doch kein Ding auch mal gleich vier Torten fix selbst zu produzieren und macht doch auch noch Spaß! (Ich lache gerade ziemlich hysterisch, während ich das tippe.) Da braucht zum Geburtstag niemand einen Kuchen mitbringen, das mache ich alleine. Ehrensache!

Wie sich die Zeiten doch ändern! 😉

Ich vermute, es gab hier Phasen in den letzten vier Jahren, in denen ich monatelang keinen Kuchen selbst gebacken habe, keine Kekse und erst recht keine Torte. Das erwacht erst wieder so langsam.

Und da blitzte neulich in meinem Kopf dieses Kuchenrezept auf. Marmorkuchen. Ich mag mich früher bevorzugt an Torten ausgetobt haben, aber Marmorkuchen ist einfach ein Klassiker. So klassisch, dass das Rezept meiner Oma in meinem Kopf gespeichert blieb über all die Jahre.

Ich habe meinen ersten Marmorkuchen seit Jahren richtig zelebriert. In Omas alter Backform gebacken – glasiertes Steingut. Und muss euch nun das Rezept einmal aufschreiben, denn Marmorkuchen bleibt einfach genial und bringt sofort dieses Gefühl familiärer Wärme. Da werde ich selbst schon ziemlich hachz bei.

Marmorkuchen

von der Kerstin ihre Omma das Rezept

MarmorkuchenZutaten:
  • 250 g Margarine
  • 250 g Zucker
  • 1 El Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier
  • 375 g Mehl
  • 125 g Speisestärke
  • 1 Päckchen Backpulver
  • knapp 1/4 l Milch
  • 3 EL Backkakao
  • 1 EL Vanillezucker
  • eine Handvoll Schokotropfen oder gehackte Schokolade
Zubereitung:

Man nehme: Margarine (hier braucht es bei diesem Kuchen wirklich keine Butter, obwohl Omma ja immer auf Butter schwor) und Zucker (damit ist auch der Vanillezucker gemeint) und rühre das ganze kräftig.


Rühren darf übrigens auch der Thermomix. Der macht das bei mir ganz prima. Stufe 5 oder so. 😉


Anschließend kommen die 5 Eier nacheinander (oder für Faule auch alle auf einmal) rein, Salz druff und wieder rühren. Kräftig rühren!

Nun folgt das Mehl. Wie ich mir das übrigens gemerkt habe? Ganz einfach, es ist ein Pfund Mehl in diesem Kuchen. Aber damit er schön locker und fein wird, ersetze ich ein Viertel durch Speisestärke. Das macht dann 375 g Mehl und 125 g Speisestärke. Es geht aber auch mit einem Pfund Mehl pur. Das wird dann mit dem Backpulver gemischt, theoretisch alles gesiebt und in den Teig gegeben. Bei der anschließenden Rührerei kommt die Milch dazu.

Bitte nur soviel Milch, dass der Teig anschließend schwer reißend vom Teigschaber tropft. Zuviel Milch hinterlässt im Kuchen Schlieren.

Ungefähr die Hälfte des Teigs kommt in die gut gefettete und gemehlte Gugelhupfform. Die verbleibende Hälfte wird nun mit Kakao und Schoko-Tropfen, einem kleinen zusätzlichen Schuss Milch und Vanillezucker zum dunklen Teig vermischt.

Dann die dunkle Teighälfte auf die helle Teighälfte in die Form geben. Mit dem Stil eines langen Löffels das Marmormuster in den Kuchen ziehen. Dann darf das Ding in den vorgeheizten Backofen bei 160° C Umluft. Mein Ofen braucht 80 Minuten, bis der Kuchen dann perfekt ist. Aber bitte testet einfach selber mit der Stäbchenprobe.


Holzstäbchen rein in den Kuchen, rausziehen und wenn kein Teig mehr dran klebt: FERTIG!


Anschließend lasse ich den Kuchen mindestens eine Viertelstunde in der Form auskühlen, bevor ich ihn stürze.

Marmorkuchen kann mit Schokoguß verziert werden, muss aber absolut nicht. Puderzucker ist mit Kindern etwas weniger schmierig. 😉

Viel Spaß beim Nachbacken!
Eure Kerstin

Familienrezept: Marmorkuchen wie von Oma

 

 

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

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