Bilder aus der Fotobox von der Blogfamilia 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Kerstin? 05/2018 #BLOGFAMILIA

Ich weiß ja auch nicht wirklich, was ich immer so alles treibe. Meistens sitze ich abends auf dem Sofa und habe NIX geschafft und bin davon extrem platt. Deshalb antworte ich ja immer gerne, wenn Frau Brüllen fragt #wmdedgt. Dieses Mal in einer Special-Edition von der BLOGFAMILIA in Berlin.


03:00 Uhr // Tanja aka Murmelmama ist wach. Also ich weiß davon nichts, obwohl ich (hoffentlich nicht schnarchend) im selben Hotelzimmer liege. Ich verpenne das. Aber sie spielte mir diese Information im Laufe des Tages zu. Ich aber schlafe.

07:30 Uhr // Tanja ist immer noch wach und regt an, ob ich es ihr nicht nachmachen wolle. Also das mit dem Aufwachen. Mache ich gleich. Erstmal überlasse ich ihr die Dusche und mir das Bett.

08:00 Uhr // Ich bin so ein bisschen wach und meine Zimmermitbewohnerin bereits aus dem Zimmer geflogen. Ich muss mich selbst zur Dusche überreden. Mache ich auch brav und nicht sonderlich murrend, denn gleich geht es zur Blogfamilia und darauf freue ich mich. Bisschen Fassadenfarbe auftragen und anziehen kommt auch gut.

08:30 Uhr // Ich habe den Zustand erreicht, in dem man so ein Hotelzimmer verlassen kann und folge Tanjas Spuren, um sie einzusammeln.

09:00 Uhr // Am Hauptbahnhof gegenüber holen wir uns ein Brötchen und einen Kaffee aus ToGo. Und ein Taxi. Weil wegen Tanja und wegen Rücken und wegen man ist ja nicht mehr die jüngste Zwillingsmutti. 😉

09:15 Uhr // Wir schlagen im Hotel Aquino auf. Einchecken oder Akkreditieren und so. Ich habe die erste Reizüberflutung. Sooo viele Menschen, die man lange nicht gesehen hat und viel zu lange nicht gedrückt hat.

Und Luftballons. Die gibt es auch. Viele Luftballons.

09:30 Uhr // Einlass. Von den Massen (es sind vermutlich nur gefühlte Massen oder Minimassen) mitreissen lassen und ständig neue Leute, die einen drücken, die man drücken will, mit denen man redet und die man wieder aus den Augen verliert. Dazwischen latsche ich dann elegant unserer Familienministerin Dr. Franziska Giffey in den Weg, die gerade mit Mitarbeitern und Veranstaltern eine Runde zwischen den Sponsorenständen dreht.

Nicht rot werden! Lächeln. Hand ausstrecken und „Schön, dass Sie da sind.“ Gut, wenn dann zurückgelächelt wird und das ganze absolut nicht peinlich verläuft. Dafür hätte ich ja auch durchaus Talent. (verlinkt ist oben übrigens tatsächlich ein Foto dieser eleganten Aktion von mir)

10:00 Uhr // Die Blogfamilia wird hochoffiziell eröffnet. Die Bundesministerin berlinert fein und hat für den Fall der Fälle Feuchttücher im Auto. Nein, so unpolitisch bleiben die Grußworte nicht, aber so locker im Ton. Es passt zur Atmosphäre.

10:30 Uhr // Die Keynote von Teresa Bücker schließt sich daran an. Eine tolle Rede einer klugen Frau. Dazwischen Kinder, die umherrennen. Übrigens auch das der Bundesministerin (gelebte Vereinbarkeit).

11:00 Uhr // Ich ergattere dank Nina (juramama) einen Kaffee und marschiere Richtung Workshop. Ich habe mir einfach die für mich am unterhaltsamsten erscheinenden Workshops ausgesucht, denn ich hatte kein Thema dieses Jahr, bei dem ich unbedingt etwas dazulernen wollte. Ich bin nur hier, um Spaß zu haben und Leute zu treffen. (netzwerken deluxe)

11:30 Uhr // Ich bin im Tigerentenclub gelandet oder zumindest bei Johannes Zenglein im Workshop „Gut rüberkommen im Bewegtbild.“ Der Johannes vergisst das mit dem Duzen ständig und erzählt uns, dass wir mal einfach ein bisschen blöder sein sollten. Und nicht so kontrolliert. Wenn also demnächst RTL2 anruft oder ich mitten in der Nacht plötzlich beschließen sollte einen YouTubeChannel aufzumachen, kann ich nun ganz blöd locker in die Kamera gucken. Ach nein! Man soll nicht in die Kamera gucken. Zumindest nicht beim Fernsehen. Bei YouTube schon. Ich glaube, das ist mir zu kompliziert. Ich bleibe besser bei blöd gucken in Insta-Stories. Aber lustig war es. 😉

12:30 Uhr // MITTAGSPAUSE! Essen! Yeah! Mir ist dummerweise so gar nicht nach Nahrungsaufnahme. Aber ich quatsche mich erstmal mit Pippa und Juli als Zwillingsmutti-Connection im Hof fest, schaffe dann drei Blatt Salat, um in den nächsten tollen Gesprächen zu landen. Da verquatsche ich gleich auch noch den Auftritt der Heavysaurus auf dem Hof, denn ich muss noch kurz mit Jette und Bea, mit Regine und Natalia, mit Sassi und Sandy, mit Jessi und Lisa, mit Hinz und Kunz und überhaupt allen reden. (An dieser Stelle habe ich beschlossen, nicht zu versuchen, alle zu erwähnen oder zu verlinken. Ich habe mich so unfassbar über sehr viele Menschen gefreut, so tolle Gespräche gehabt. Ich würde garantiert mehrere vergessen zu erwähnen, die es wert wären, erwähnt zuwerden.)

14:30 Uhr // Ich lasse mich bzw wir lassen uns von den wiederholten, charmanten Aufforderungen Jannis in das Gebäude zurücklotsen. Die Schlagfertigkeitsqueen Nicole Staudinger spricht und schlagfertig wäre ich auch gerne mal. Ach was.

Ich würde mir saugern ein Buch von ihr signieren lassen, aber die Schlange ist mir zu lang und der nächste Workshop ruft. DAS bleibt aber am Ende des Tages als dickes SCHADE hängen. 🙁 Hätte ich mal! Sie war mir nämlich verdammt sympathisch.

15:15 Uhr // Der nächste Workshop! Mit dem Fake-Influencer Frederik Feig und viel Selbstironie. Ich empfehle euch übrigens ALLEN die Reportage mal anzusehen.

16:45 Uhr // Wir haben irgendwie etwas überzogen. Was vermutlich weniger an dem Fake-Frederik liegt, sondern mehr an dem dazwischenquasselnden Teilnehmern. Jedenfalls ist die Kaffepause schon um und es geht direkt zur Podiumsdiskussion über Digitale Familienpolitik. Die ist gut. Und interessant. Und wichtig.

Und ich bin müde. Überspannt. Reizüberflutet. Hungrig und mental abwesend. Machen wir einen Haken bei ICH BIN DURCH und nicht mehr aufnahmefähig. Ach und der Traummann hat schon zweimal versucht anzurufen und ich komme nicht dazu, zurückzurufen. Aber gleich. Auf jeden Fall.

17:45 Uhr // Aber erstmal wird der Blogfamilia Award verliehen und ich bleibe sitzen. Weil ich ihn wichtig finde. Und alles andere auch unhöflich wäre. Und ja, ich freue mich für die Preisträger 22 Monate (hier muss ich dann auch tatsächlich heulen, aber es hat ja keiner gesehen), Minimenschlein und Lächeln und Winken. Aber erwähnte ich, dass ich durch bin. Ich kann nicht mehr.

18:30 Uhr // Ich bleibe höflich sitzen bei der Verabschiedung. Weil ich die Blogfamilia toll war und man allen herzlich danken sollte. Und weil ich zu platt bin um aufzustehen. Viel zu platt.

Aber die Bar wird eröffnet!

Man staune! Ich kann wieder gehen! Und tatsächlich irgendwann auch wieder reden.

Wir sitzen auf dem Hof, ich bin so klug mir noch eine Kleinigkeit am Foodtruck zu kaufen, denn ich habe heute kaum gegessen. Es ist so ein bunter und lustiger Abend. Die Blogfamilia ist eine ziemlich einzigartige Veranstaltung, denn es ist einfach nur schön, wie gut man sich unterhalten kann. Wie nah einem Menschen sind, die man noch nie gesehen hat oder nur einmal im Jahr. Ich mag wahnsinnig naiv sein, aber mir begegnen in Zickerein oder Konkurrenz. Mir begegnen da einfach nur unheimlich tolle Menschen. Kluge Menschen. Laute Menschen. Leise Menschen. Mit den unterschiedlichsten Gesichten und riesigen Herzen.

Der Tag hätte ewig so gehen können, auch wenn ich nicht mehr gehen kann. Bin nämlich völlig durch und sitze um Mitternacht völlig verfrohren und hundemüde noch draußen in einer Berliner Lokalität mit eben diesen wundervollen Menschen. Doch mein Bett ruft!

Am Ende des Tages bleibt für mich als inhaltliches Fazit der Blogfamilia 2018:

Öffentlichkeit für die Themen rund um Kinder und Familie, Beruf und Vereinbarkeit ist wichtig. Blogs sind ein lautes und starkes Instrument, diese Öffentlichkeit herzustellen und Aufmerksamkeit für familienpolitische Themen zu genrieren. Wo ist das Private so politisch wie in der Familie? Dieser Gedanke zog sich von der Begrüßung bis zur abschließenden Diskussion am späten Nachmittag durch den ganzen Tag. Zumindest begegnete er MIR immer wieder in allen Facetten und Formulierungen.

Und in mir bekräftigt das meine Motivation zu schreiben. Ich will weiter schreiben und dabei lauter werden.

Danke

Danke an das Team der Blogfamilia. Von ganzen Herzen. Es ist eine so wunderbare Veranstaltung. So entspannt und bunt, so familiär und jaaaa auch laut (hey, da laufen wahnsinnig viele Kinder rum! und ich.) Was ihr da jedes Jahr auf die Beine stellt, ist grandios. Eine für die Teilnehmer kostenlose Veranstaltung, zum Weiterbilden und Netzwerken, zum Kennenlernen und Wiedersehen. Mit Kinderbetreuung und rundum Verpflegung. DANKE.

Danke an Bundesministerin Franziska Giffey. Auch wenn das Familienministerium die Veranstaltung schon länger unterstützt, bringt das persönliche Erscheinen der Ministerin der Konferenz zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit. Ihr Erscheinen bringt also unseren Themen, die Themen der vielfältigsten Familien, deren Problemen und Anliegen Aufmerksamkeit. Öffentliche Wahrnehmung.

Ich hatte den Eindruck, Sie fühlen sich auf der Blogfamilia wohl. Sie wirkten offen und sympathisch. Danke, dass Sie da waren.

Danke an alle Referenten. Von der insprierenden Keynote über die Workshops bis zur Abschlussdiskussion: das Programm war gelungen. Ich hätte gerne noch mehr Workshops mitgemacht und bedauere bei einigen, dass ich mich immer noch nicht zweiteilen kann (Alter, ich bin Zwillingsmutti, warum kann ich das nicht?). Dabei war meine Aufnahmekapazität schon so völlig erschöpft.

Danke an alle Sponsoren. Ohne die Sponsoren wäre die Veranstaltung so nicht möglich. Die Sponsoren bestücken nicht nur die Goodiebags, sie bezahlen die ganze Konferenz, die für uns alle kostenlos ist. Die Räumlichkeiten, die Verpflegung, die Kinderbetreuung. Sie ermöglichen auch Familienbloggern mit wenig Geld, an diesem Tag dabei zu sein. Auch ganz konkret durch Reisekostenzuschüsse. Deswegen DANKE


TOMYRossmannBund der Freien WaldorfschulenHPAXAdas Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendrabach kommunikationBetreut.deJugendherbergen zwischen NORDSEE und SAUERLANDdie Verlagsgruppe Beltzscoyophaeno und der Kosmos Verlag.


Danke an alle Teilnehmer. Ohne euch wäre die Blogfamilia ziemlich MÖÖÖÖP und eine stinknormale Konferenz. Hab euch lieb!

Eure Kerstin

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

1 comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.