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Rezension Andrea Harmonika

VERLOSUNG: Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne!!11!

Nun hat die Andrea Harmonika ein Buch geschrieben. Krass. War ja auch überfällig, denn so gute Texte muss man über kurz oder lang zwischen zwei Buchdeckel pressen.

Das geschriebene Wort wird zwar nicht besser, wenn man es druckt, aber es adelt dann doch ein wenig und trägt kluge Worte intelligenter Menschen raus aus der Welt der schrulligen Online-Menschen in Wirklichkeit. Oder so ähnlich.

Ich selbst bin ja Lesestoff-Suchtie auf seit vier Jahren anhaltendem Entzug, denn irgendwie lässt man mich nicht mehr so richtig lesen. Nur noch häppchenweise. Aber ich tue mir ja derzeit schwer die Ruhe an und so habe ich abends, als ich im Flur – zwischen zwei Zimmertüren auf dem Boden sitzend- gut sichtbar und permanent „alles gut, ich sitze hier noch, ja ich passe auf, schlaf doch bitte, mach die Augen zu dann klappt das eventuell auch, ja ich bin hier, jaaaa“ vor mich hinmurmelte, mir die Andrea auf meinen Ebook-Reader* gezogen.

Das zählt jetzt nicht wirklich als gedruckt, auch wenn so ein elektronisches Buch ein Buch ist, aber ich bin der Unterhaltung auf mittlerem Niveau ja auch schon als Fangirl gefolgt, als es nur so nen popeliges Blog war. Weils nämlich guter Stoff ist. SO!

die großartige Andrea Harmonika stellt ihr Buch vor

Ein Buch in appetitlichen Häppchen

Bei dem literarischen Erstlingswerk der begnadeten Autorin handelt es sich um eine in Buchdeckeln gepresste Sammlung amüsanter Texte. Der ein oder andere war schon online nachlesbar, verliert seinen Reiz aber in Buchform auf keinen Fall!

Denn die Texte sind nicht nur oft humorvoll und immer verdammt klug, sie hängen auch nicht irgendwie zusammenhanglos im Buch. Es ist ein Gesamtkunstwerk mit Überleitungen und Rahmengeschichten. Die einzelnen Kapitel passen sich zwar bequem der Aufmerksamkeitsspanne einer übermüdeten Mutter (oder einem ebenso erschöpften Vater) an, lassen sich aber auch grandios in einem durch lesen. Hätte man die Zeit dazu!

Dann kann man nämlich auch über mehrere Kapitel verfolgen, wie Andreas Story mit der Arschbombe wirklich weiterging! Die tapfere Frau hat sich nämlich nicht nur ihren Ängsten, der Wasserscheu und dem Schweinehund gestellt, nein! Am Ende schwimmt sie ganz grandios mit Charme und schmutzigen Tricks bei einer sportlichen Großveranstaltung beinahe um den Sieg mit. Also zumindest um den Sieg über sich selbst.

Eine die überlebt hat!

Während ich noch mitten in der Phase „durchwachte Nächte“ stecke, macht es mir Mut zu lesen, dass es Eltern gibt, die diese Phase überlebt haben. Andreas Kinder können schlafen! Also mittlerweile. Sie kennt aber auch die anderen Zeiten, als das von Schlafmangel degenerierte Hirn kaum klare Gedanken zulies.

Und sie verspricht uns Kleinkind-Eltern eine rosige Zukunft, schreibt von heißem Kaffee, der heiß getrunken wird ohne eine Runde durch die Mikrowelle gedreht zu haben. Berichtet von Restaurantbesuchen, bei denen man dazu kommt, tatsächlich selber zu essen und nicht nur Schnitzel der Kinder zu schneiden, flüchtenden Kindern unter Tischen anderer Gäste nachzujagen und mit Feuchttüchern am Ende Erbsen vom Boden aufzuklauben.

Die Frau versteht mich (und mein Leben)

Ihr könnt euch gerne bildlich vorstellen, wie ich da auf dem Fußboden zwischen drei Kinderbetten hocke, auf meinem neumodischen beleuchteten Ebook-Reader diese verheißungsvollen Worte lese. Da kommen einem doch fast Tränen vor Vorfreude!

Ich schwelge in Zukunftsträumen mit meinen Kindern, die begeistert mehr als Nudeln mitohnealles essen. Dann werde ich auch nach ihren Tipps endlich großartige Geburtstage feiern, denn die sind seit hier dieses Mutterding losging tatsächlich für den Arsch.

Müttergeburtstage sind, mit Verlaub, ganz große, öde Scheiße. Wenn Sie nämlich nicht am Abend vorher bis 22.30 Uhr in der Küche gestanden haben, um sich selbst ein Rührkuchenherz zu backen und die Happy-Birthday-Wimpelkette über den selbst eingedeckten Frühstückstisch zu hängen, ist das Einzige, was den kommenden Morgen von allen anderen unterscheiden wird, Ihr Alter.

Mit Andrea möchte ich in Würde altern und in ein Schweigekloster eintreten

Vielleicht lassen wir das mit dem Schweigen sein, aber ich liebe diese Yogahosen auf dem Sofa tragende Sportnull, die offensichtlich dasselbe Parfum trägt wie ich (zumindest wird ein Flakon davon in ihrem Kapitel über die verlorene Ehre des Fräulein Prysselius geopfert), beim Triathlon eine gnadenlos gute Figur (die eines angeschossenen Nilpferds) abgibt und auch die ganz nachdenklichen Töne kann. Letztere gehen einem dann schwer ans Herz.

Aber das mit dem Altern hat noch Zeit. Bei mir. Und bei ihr.

Bis dahin kann Andrea noch zwei oder drei Bestseller schreiben, sich bei Pinterest Inspirationen für pastellfarbe Einhorntorten holen und das goldene Schwimmsportabzeichen der Söhne mit Heißklebepistole an den Badehosen befestigen.

Ich werde die Bücher alle lesen, auf Schlaf hoffen und meine Kinder verliebt anschauen, wenn sie denn endlich mal kurzzeitig alle drei schlafen.


Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne: Vom Sinn und Unsinn mit Kindern
Autorin: Andrea Harmonika
Verlag: Bastei Entertainment
ISBN: 978-3404609673

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Ich darf eines verlosen!!!

Verlosung

Wenn ihr gewinnen wollt, dann kommentiert doch diesen Beitrag bis zum 23.03.2018 und erzählt mir, für wen ihr das Buch gerne haben möchtet. Lest ihr es selber oder verschenkt ihr es weiter?

Ihr müsst über 18 Jahre alt sein, um mitzumachen und damit ich euch im Falle eines Gewinnes erreichen kann, gebt bitte eine korrekte E-Mail-Adresse an. Diese wird auch nur für die Gewinnbenachrichtigung verwendet und nicht öffentlich sichtbar.

Viel Glück!
Eure Kerstin
UPDATE: Gewonnen hat Silke Sebold!

Da sich Silke leider nicht gemeldet hat, habe ich heute (16.4.18) erneut ausgelost und Sindy gezogen.


Anmerkung zur Transparenz: Das Buch habe ich selbst käuflich erworben. Der Gewinn für euch wird mir dankenswerterweise (also vor allem Dank Andrea <3 )vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Solltet ihr das Buch (oder den E-Book-Reader) über die mit *markierten Links bei Amazon erwerben, erhalte ich eine kleine Provision. Euch kostet das NICHTS. Mir bringt es im besten Falle ein paar Cent, um die anfallenden Kosten des Blogs zumindest im Promillebereich wieder reinzuholen. Danke.

Bilder: Die im Beitrag verwendeten Bilder hat mir Andrea zur Verfügung gestellt. Danke!