Tag: Geschwister

Das 1. Advents-Wochenende in Bildern

Advent. Advent, ein Lichtlein brennt!

Dieses Wochenende war ziemlich anstrengend und schlaflos, trotzdem haben wir am Ende noch gemeinsam die Kurve gekriegt. 😉

Samstagmorgen starten wir noch ganz entspannt und schluffig. Der Traummann hat gemeinsam mit unser Frühaufsteherin das Frühstück gezaubert und wir wollen nur ein wenig dekorieren am Vormittag. Read more

Unsere ersten Schritte als Mini-Großfamilie: Der kleine Bruder

Prinzessin und Sonnenschein wussten, was passieren würde. Wir hatten oft genug darüber gesprochen und auch fleißig Bücher gelesen. Sie waren keineswegs überrascht, als eines morgens die Oma statt Mama oder Papa in ihr Zimmer kam. Natürlich! „Baby tommt. Mama in Tantenhaus is.“ Das Thema war geklärt und sie nahmen es wie selbstverständlich, ja irgendwie schon als überfällig hin.

Leider hat es der Papa abends nicht mehr rechtzeitig nach Hause geschafft, dass sie ihn noch gesehen hätten. Der Krümel kam erst, als die Zwillinge schon lange wieder schlummerten. Problemlos hatten sie sich von den Omas ins Bett bringen lassen. Am nächsten Morgen stürmten sie quasi gleich nach dem Frühstück die Säuglingsstation. Prinzessin kam schon aufgeregt nach ihrem Bruder rufend vorneweg gelaufen. Sonnenschein hatte sein heiliges Playmobil-Motorrad dabei. Sie stürzten sich regelrecht auf den Krümel, Mama war weit weniger interessant.

Sie mussten ihn streicheln und umarmen, küssen und drücken, dass einem Angst und Bange werden konnte, denn Zweijährige können sehr stürmisch in ihrer Zuneigung sein. Aber der Krümel nahm es hin. Ein wenig enttäuschend war nur, dass selbst das blinkende Blaulicht des Motorrads ihm keine Reaktion entlocken konnte. Dabei hatte es der Sonnenschein extra für ihn mitgebracht und das soll was heißen, denn damit darf sonst NIEMAND spielen.

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Unsere ersten Schritte als Mini-Großfamilie

Heute vor zwei Wochen ging die lange erste gemeinsame Nacht zu Ende. Der Krümel hatte sie auf meiner Brust verbracht. Laut schimpfend, dass man ihn dann doch so ins Leben katapultiert hatte. Wäre es nach ihm gegangen, er hätte vermutlich gerne noch ein paar Stunden oder gar Tage weiter immer wieder Anlauf genommen, angetestet und nochmal kurz pausiert. Aber 12 Stunden nach dem Blasensprung war der Anstupser nun einmal fällig geworden. Was kann ich dafür, dass mein Körper dann gleich genervt den Sprint hinlegt?!

Den darauf folgenden Tag und die komplette nächste Nacht verschlief er dann erschöpft. Und seitdem sind wir im stetigen Wechsel zwischen „Wow, der pennt ja NUR!“ und „Kann der Krümel vielleicht endlich mal schlafen?!“. Aber eigentlich wollte ich euch ein wenig darüber erzählen, wie das denn nun so ist, so mit einem einzelnen Baby. Und mit den beiden „Großen“, die sind ja auch noch da und nun eben große Geschwister. Tja…

Baby schläft

Ein chilligen Einling zum Verwöhnen

Und dann noch nen chilligen Einling zum Verwöhnen wünschte sich der Zwillingspapa mal vor vielen Monaten, unsere Zwillinge waren selbst erst wenige Wochen alt. Lassen wir mal außen vor, dass wir uns auch riesig über ein weiteres Doppelpack gefreut hätten (hat nicht sollen sein), ich selbst hätte nicht mit großen Unterschieden gerechnet. Ich habe die Zwillinge nicht als so extrem anstrengend empfunden, hatte aber eben nie den Vergleich. Jetzt hab ich ihn.

Es ist unfassbar einfach, einen reif geborenen Einling zu stillen! Ich bin schockiert. Mein größtes Problem war, dass die Milchbar quasi sofort wieder mit dem alten Angebot die Türen öffnete – 1,5 Jahre nach Geschäftsaufgabe – und der einzige Kunde eben kein Großabnehmer war. Aber seit wir uns aufeinander eingestellt haben, kommen die nimmersatte Raupe und ich super klar. So nen Einling kann man ja quasi im Vorbeilaufen stillen! Keine Burg aus Stillkissen bauen, kein Geturne und Gezappel, bis alle richtig positioniert sind. Einfach Krümel schnappen und zack, da hat er auch schon die Zapfstelle anvisiert und lässt garantiert nicht mehr los, bis er in Rekordgeschwindigkeit vollgetankt hat.

Auch so ein Unterschied: Die Zwillinge waren fit nach der Geburt, aber sehr zart und an der Nahrungsaufnahme nicht sonderlich interessiert. Sie haben wochenlang ziemlich unmotiviert und nur wenig effizient vor sich hingenuckelt. Das scheint auch nicht an der unerfahrenden Erstmama gelegen zu haben, denn der Krümel beweist nun, dass es auch unter den Babys einfach echte Naturtalente gibt. Hoffentlich gewöhnt er sich diesen rasanten Zug bis zur Pubertät und Entdeckung der hopfenhaltigen Genussmittel ab. Sonst wird das noch spannend.

Was die Stillerei allerdings wiederum etwas spannender macht: Wir haben immer höchst interessiertes Publikum. Sonnenschein und Prinzessin müssen sich dann auch immer an die Mama kuscheln und genau gucken, was der Krümel da macht und wie er das macht. Und natürlich müssen sie ihn ganz dringend jetzt eben küssen und umarmen und streicheln. Geht gar nicht anders. Sonnenschein erklärt auch prima, warum er nicht aus der Brust trinkt, sondern nur das Baby: Sonnenschein darf nämlich schon Pizza essen und Sokolade und Musli und Nubeln und Bonbons und Eis und Sokolade und MAMA ICH WILL SOKOLADE!!! Prinzessin will auch haben. Natürlich.

Vergessen? Verdrängt?

Man vergisst und man verdrängt so einiges. Zum Beispiel weiß man, dass ein Baby nachts ständig wach wird, aber wie sich so ein Stillabstand von 90 Minuten anfühlt, das hat man verdrängt. Das fühlt sich nämlich an wie 2 Minuten! Und der Schlafmangel tut fast körperlich weh.

Das kann nur der himmlische Duft so eines Zauberwesens heilen. <3

Ansonsten hat der Krümel bisher auch keinen Rhythmus. Mal schläft er eine Stunde und mal vier am Stück, mal sind die Nächte die Hölle und mal sind sie total ok. Tagsüber würden böse Zungen behaupten, dass er einfach so mitlaufen würde. Aber die haben keine Ahnung, denn der Krümel kann überhaupt noch gar nicht laufen! Geschweige denn das Tempo seiner Geschwister mithalten.

Er schläft meistens einfach. Abgelegt im Laufstall, der quasi als Sicherung vor der Neugier der Zwillinge dient. Eine Wiege wie bei den beiden war uns eben wegen der beiden zu riskant. Die hätte gerne mal nen Überschlag hingelegt oder hätte beim nächsten Rugby-Turnier Bruder gegen Schwester beim Finale im Wege gestanden.

Abends wenn die beiden im Bett sind, holt der Mini dann die Anhänglichkeit raus und spielt „der-den-man-nicht-ablegen-kann“ bis in die frühen Morgenstunden. Das ist auch schön, wenn er sich seine Portion Nähe holt, und ich genieße es, suche aber noch nach einer Stunde am Tag, in der ich schlafen darf. Wenn mir dieser Antrag auf Schlaf demnächst mal bewilligt würde, wäre ich die glücklichste Frau der ganzen Welt*.

Eigentlich wollte ich euch noch was zu den Geschwistern erzählen, aber jetzt habe ich schon soviel geschrieben und gleich kommen die „Großen“ mit Papa wieder von ihrem Friseurtermin zurück und der Krümel zieht auch schon wieder sein Näschen so kraus, als wolle er sagen: Mama macht dich startklar, ich hab gleich ein Hüngerchen.

Ich nutze daher die verbliebenen 2 Minuten, um eine kurze Pause zu machen.

Herzliche Grüße, Eure Kerstin

*Ich glaube, ich bin schon längst die glücklichste Frau der Welt, aber das würde so vermessen klingen. Tun wir mal diplomatisch tun und behaupten, ich wäre am zweit- oder drittglücklichsten. Wir kennen ja die Wahrheit, aber PSSSST! Müssen ja auch die Kinder nicht unbedingt spitz kriegen, dann bemühen sie sich nicht mehr so. 😉

Babybauch

Wenn ein kleines Geschwisterchen kommt…

Heute im Chaos-Mutterschutz ein Gast-Beitrag von Steffen aka PapaPelz und damit quasi als krönendes Finale einen schreibenden Herrn in der illustren Runde meiner Gastautoren, über dessen Beitrag ich mich wahnsinnig freue. Denn er erinnert mich in ganz vielen Dingen an unsere letzten Monate mit dem stetig wachsenden Bauch und der großen Frage: Wie vermitteln wir das den Zwillingen?

Ich erkenne da viel wieder und lege euch auch sonst die Geschichten von PapaPelz sehr ans Herz!


Babybauch
Die Holde und ich kommen ja aus zwei ziemlich unterschiedlichen Familien: Während Anne als Einzelkind in dritter Generation (immer genau ein Mädel) mit immerhin einem Onkel väterlicherseits aufwarten kann, hab ich ein geringfügig breiteres Spektrum: Vater schimpft acht Menschen Geschwister, Mutter hatte sieben davon vorzuweisen. Alle davon nicht wenig vermehrungsfreudig. Da frag ich mich: Wie haben die das damals den Kindern gesagt, dass da noch ein Kind unterwegs ist? Read more

Hurra! Unser kleiner Bruder ist da!

Heute gibt es statt einen der tollen Gastbeiträge im chaotischen Mutterschutz ein paar Zeilen von mir. Aus gutem Grund:

Der Krümel ist da!

Vor gut zwei Wochen setzte uns der jüngste Spross in andauernde Alarmbereitschaft und ließ durch immer wieder aufkommende Wehen und Abfeuern sämtlicher Anzeichen einer nahenden Geburt keinen mehr schlafen. Selbst die Omas verfielen in Schlaflosigkeit, da jede Nacht, zu jeder Stunde ein Anruf hätte kommen können: Es geht los! Und dann hätte auch für sie, bzw eine von ihnen der Große-Geschwister-Sitter-Dienst begonnen.

Hänge btw am CTG und warte auf eine Aussage zum Thema, ob ich nochmal nach Hause darf oder hier bleibe. #krümelkommt
10:30 AM – Aug 24, 2015

Aber es passierte… nix.

Heute wieder ziemlich Wehen und gerade was im Auge, weil ich nochmal den Gastbeitrag von @aluberlin gelesen habe. Ach… #krümelkommt
2:40 PM – Aug 28, 2015

Meine Tochter ist überzeugt:
„Mama heute Krankenhaus. Baby tommt.“
Nichts bringt sie von dieser Prognose ab.

14:41 – 28. Aug. 2015

Jede Nacht rissen mich gemeine Wehen aus dem Schlaf und hielten mich schmerzhaft über Stunden wach, aber regelmäßig waren sie selten. Und waren sie das, dann waren sie schwach. Möööp.

Der zukünftige Beitrag wird den Titel haben „Wie der Krümel sich nicht aufraffen konnte – ein Drama in 40 Akten“ #krümelkommt
9:34 AM – Sep 1, 2015

Donnerstag in den frühen Morgenstunden, nachdem Mama gerade in den Schlaf gesunken war, feuerte der Krümel den letzten Joker aus seiner Trickkiste „Anzeichen einer nahenden Geburt“ ab: Plitsch! Patsch! Nass!

Oma anrufen, Kreißsaal anrufen, duschen, Tasche nehmen, Wickelunterlage auf den Beifahrersitz und ab geht es! Yeah! Sogar der Storchenparkplatz am Krankenhaus war frei! Der Chaos-Clan war startklar. Nur der Krümel nicht. Der hatte die Ruhe weg.

12 Stunden CTG, Frühstück, Spazierengehen, CTG, Treppen steigen, Spazieren gehen, Kaffee trinken, CTG, Spazieren gehen, Treppen steigen, genervt rumsitzen, CTG, rumsitzen, … und immer fein eine ganz heftige Wehe je 30 Minuten. Der Rest fiel unter „Weh-Weh-chen“… Möööp!

Also ein kleiner Anstoß aus der Trickkiste des Kreißsaal-Personals. CTG, 2 Stunden spazieren gehen, WEHEN!, Kreißsaal, Turbo!!! und eineinhalb Stunden später hatte die Hebamme nen Hörschaden, der Zwillingspapa mehrere Scheidungsgründe und der Krümel war da. <3

3300 duftende Gramm. 😍 #krümelkommt
Allen Beteiligten geht es gut.

00:36 – 4. Sep. 2015

Mit fast exakt auf den Tag genau 2 Jahren und 2 Monaten sind die Zwillinge große Geschwister geworden und kamen am nächsten Morgen schon jubelnd mit Papa herbei gestürmt. Vor Aufregung konnten sie keine Sekunde die Finger vom Brüderchen lassen und Prinzessin brach in Tränen aus, als sie wieder gehen mussten. Nein, sie schrie nicht MAMAAAAA!!! Auf keinen Fall wollte sie ihren Bruder zurücklassen.

Krümel kommt heim!

Jetzt sind zwei aufgeregte Zweijährige, die ein Säugling belagern und intensiv begutachten möchten, nicht das Erste, was einem unter „erholsame Ruhe im Wochenbett“ einfallen würde, aber sie sind meine großen Babys. <3 <3 Und da ich Ruhe eh langweilig finde, Mama und Krümel topfit waren und uns die Sehnsucht trieb, waren wir keine zwei Tage nach dem rasanten Showdown auch schon wieder daheim.

Hier war ein Insta-Bild eingefügt, bis ich es aus Datenschutzgründen entfernte.

Aufregend wäre die Familienzusammenführung auch in drei Wochen noch gewesen. 😉 Also warum warten.

Die beiden kleinen „Großen“ sind ganz tolle Geschwister. Natürlich müssen wir uns erst hier im neuen Alltag und neuer Familienkonstellation zusammenfinden, aber es klappt gar nicht schlecht. Wir geben uns alle große Mühe. Später schreibe ich da bestimmt auch noch was dazu. Bis dahin genießen wir die ganzen ersten Male, wie den ersten Ausflug zu fünft:

Hier war ein Insta-Bild eingefügt, bis ich es aus Datenschutzgründen entfernte.

Ich bin unendlich glücklich hier in unserer kleinen eigenen Welt gerade. 💕
Zwischen Babypups und Kleinkindsabberkuss gefangen quasi.
12:48 PM – Sep 8, 2015

Eure Kerstin,

die wahnsinnig gerührt DANKE! sagt für all eure lieben Glückwünsche, die uns erreicht haben!


Freitag geht es mit tollen Gästen hier im chaotischen Mutterschutz weiter. Freut euch unter anderen auf Zeilen vom frühen Vogerl und dem Papa Pelz. Alle bisherigen Beiträge der Gäste in meinem Mutterschutz, findet ihr hier.