Tag: Kuchenrezept

Rezept für den Käsekuchen vom Blech und andere schnelle Kuchen

Schneller Käsekuchen mit Mandarinen vom Blech (und noch mehr Kuchen)

Es gibt ja so Sachen, die kann ich nicht. Da mangelt es mir klar an Kompetenz. Daher würde ich euch nicht empfehlen, mich als Einkaufsbegleitung für das nächste große Fashion-Shopping zu buchen. Ich tauge auch nicht für stylische Food-Fotos. Also als Fotografin oder Stylistin. Weder noch. Food ist essen und essen wird gegessen. ZACK.

Aber backen kann ich. Vor allem kann ich pragmatische Kuchen backen, die mal eben fix mit minimalem Aufwand ein möglichst nettes Ergebnis bringen. Habe ich die Tage mal wieder, denn wir hatten ja ein Geburtstagskind

bunter Schokokuchen zum Kindergeburtstag für den dritten Geburtstag

Kuchen-Content zum 3. Geburtstag

An Krümels Geburtstag selber gab es morgens einen schlichten Schokokuchen vom Blech, denn da zählt vor allem die süße Deko. In den Kindergarten hat er Mini-Amerikaner mitgenommen. Die sind klein, süß und schnell gemacht.

Für den Besuch der Familie am Nachmittag habe ich es mir leicht gemacht und einen schicken Lettercake (ja, so schimpfen sich die Teile, auch wenn es Zahlen sind, behauptet man auf Instagram) gefaked. Ich sags ja: pragmatisch. Meine hier sehr schweigsame Co-Autorin Tanja hatte mir den Tipp gegeben, doch mal auf Pinterest bei einem Tiefkühltortenhersteller mit bekanntem Namen nach Ideen zu gucken.

PERFEKT! Denn Krümel wünschte sich Erdbeerkuchen. Ausdrücklich. Im September. Eigentlich eine totale Katastrophe so rein saisonal und regional gedacht, aber das Kind hatte doch Geburtstag. Und Geburtstagskinder sind eben König.

Fake-Letter-Cake // Erdbeerkuchen aus Tiefkühlsahneschnitten
Du darfst dir die Idee gerne auf PINTEREST merken. <3

Rezept für den Fake-Zahlen-Kuchen

Zutaten
  • Erdbeer-Joghurt-Schnitten aus der TK-Abteilung des Supermarktes
  • frisches Beerenobst – weil das Kind es so will!
  • roter Tortenguss
Zubereitung

Kuchen aus der Packung nehmen und feststellen, dass eineinhalb Pakete ausreichen, um eine große 3 auf einem schicken Holzbrett zu legen.Während der TK-Kuchen von jetzt an auftauen kann, oben drauf das selbstverständlich abgewaschene Beerenobst äußerst dekorativ verteilen. Tortenguss anrühren und ein wenig drüber kleckern. Bloß nicht zu ordentlich dabei sein, denn es darf runterlaufen. Ist gerade modern so. Sagte man mir.
Nun nur noch abwarten, bis der Kuchen auftaut, die Gäste da sind und den Kuchen vernichten. 


Kindergeburtstag light

Jetzt wollte das Krümelchen aber auch so einen tollen Kindergeburtstag wie seine Geschwister haben. Und so beschloss seine Mutti (das bin ich!), dass wir eine Mini-Version veranstalten könnten. Aber bitte nicht zuviel Aufwand und Chaos, denn Krümelchen hat eigentlich gerade genug mit seiner Eingewöhnung zu tun. Und seine Mutti auch…

Was macht denn einen Kindergeburtstag in Krümels Augen aus?
Ganz wichtig: Luftballons! Kuchen! Geschenke! Kinder!
Auf Einladungen und Spielchen kann man verzichten. Also dachte ich. Und hatte auch recht damit.

Ich lud also zwei Freundinnen mit ihren Söhnen ein, von denen eine die Juli ist und die andere auch Juli (oder so ähnlich) heißt und theoretisch auch eine Cousine ist, aber das macht ja nicht weniger Freundschaft. Jetzt hatte ich also Kinder eingeplant und nahm an, dass die vermutlich auch Geschenke dabei haben würden.

Fehlten noch Luftballons und KUCHEN! Nichts leichter als das. Die Kuchen zauberte ich tatsächlich in grob geschätzten dreißig Minuten und da ich dusselige Tante währenddessen bei Instagram in den Stories mit meinen unfassbaren Skills prahlte, muss ich nun ein Rezept verbloggen. Selbst schuld. 😉

schneller Käsekuchen ohne Boden vom Blech REZEPT
Rezept auf PINTERST gemerkt?

schneller Käsekuchen ohne Boden

Zutaten:
  • 250g weiche Magarine
  • 280g Zucker
  • 4 Eier
  • 2 Päckchen Vanilliepudding-Pulver
  • 2 EL Vanillezucker
  • 2 TL Backpulver
  • 3 EL Weichweizengries
  • 1000g Magerquark
  • 2-3 EL gehobelte Mandeln
  • 1 kleine Dose Madarinen oder 100g Blaubeeren oder was auch immer… man kann auch auf so obstiges Gedöns verzichten
Zubereitung

Entweder besitzt du (wie ich) eine total tolle Küchenmaschine eines Staubsaugererstellers aus dem Bergischen oder du nimmst eine andere Küchenmaschine oder den Mixer.

Jedenfalls verrührst du erst Margarine und Zucker, dann im nächsten Schritt die Eier darunter und dann alles bis auf Obst und Mandeln zu einer Masse. Ich bin ja faul und haue alles in den Topf, um es dann auf Stufe 6 eine Minute lang kräftig zu mixen. Klappt auch.

Die Masse kommt auf ein Blech, das du bitte vorher gut eingefettet und mit den gehobelten Mandeln bestreut hast. Auf die Masse kannst du jetzt optional den Inhalt einer abgetropften Dose Mandarinen verteilen oder ein paar Blaubeeren. Kannse aber auch weglassen. Was du nicht weglassen solltest, ist das Backen:

60 Minuten bei 160°-170° Ober-/Unterhitze

Der Kuchen muss auf dem Blech etwas abkühlen, bevor du ihn schneiden und servieren kannst!


schnelle, bunte Mini-Amerikaner für den Kindergeburtstag

Ach und überraschenderweise gab es außerdem noch: Mini-Amerikaner. 😉 Mit denen hatte ich begonnen und während die im Ofen buken, habe ich die Masse für den Käsekuchen gerührt, der dann direkt im Anschluss reinkam. Inklusiv der sehr routinierten Zuckerguß-Verteil-Aktion auf den Amerikaner kam ich so auf grob 30 Minuten. Natürlich dauerte es dann noch ungefähjr so lange, bis auch der Käsekuchen aus dem Ofen kam, dass ich die Küche wieder sauber und die Luftballons aufgepustet hatte. Aber grundsätzlich ging dat alles fix!

Eure Kerstin

Marmorkuchen nach Familienrezept

Kuchen-Klassiker aus Omas Küche: Der Marmorkuchen

Früher, also in diesem Leben vorher, diesem Leben als Kinderlose, damals eben, damals habe ich ständig gebacken. Ich liebe Kuchen. Ich esse ihn verdammt gerne und ich backe verdammt gerne.

Ich habe das mit den Fertigkuchen und Backmischungen, den Tiefkühltorten und Gedöns nie verstanden!

Ist doch kein Ding auch mal gleich vier Torten fix selbst zu produzieren und macht doch auch noch Spaß! (Ich lache gerade ziemlich hysterisch, während ich das tippe.) Da braucht zum Geburtstag niemand einen Kuchen mitbringen, das mache ich alleine. Ehrensache!

Wie sich die Zeiten doch ändern! 😉

Ich vermute, es gab hier Phasen in den letzten vier Jahren, in denen ich monatelang keinen Kuchen selbst gebacken habe, keine Kekse und erst recht keine Torte. Das erwacht erst wieder so langsam.

Und da blitzte neulich in meinem Kopf dieses Kuchenrezept auf. Marmorkuchen. Ich mag mich früher bevorzugt an Torten ausgetobt haben, aber Marmorkuchen ist einfach ein Klassiker. So klassisch, dass das Rezept meiner Oma in meinem Kopf gespeichert blieb über all die Jahre.

Ich habe meinen ersten Marmorkuchen seit Jahren richtig zelebriert. In Omas alter Backform gebacken – glasiertes Steingut. Und muss euch nun das Rezept einmal aufschreiben, denn Marmorkuchen bleibt einfach genial und bringt sofort dieses Gefühl familiärer Wärme. Da werde ich selbst schon ziemlich hachz bei.

Marmorkuchen

von der Kerstin ihre Omma das Rezept

MarmorkuchenZutaten:
  • 250 g Margarine
  • 250 g Zucker
  • 1 El Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier
  • 375 g Mehl
  • 125 g Speisestärke
  • 1 Päckchen Backpulver
  • knapp 1/4 l Milch
  • 3 EL Backkakao
  • 1 EL Vanillezucker
  • eine Handvoll Schokotropfen oder gehackte Schokolade
Zubereitung:

Man nehme: Margarine (hier braucht es bei diesem Kuchen wirklich keine Butter, obwohl Omma ja immer auf Butter schwor) und Zucker (damit ist auch der Vanillezucker gemeint) und rühre das ganze kräftig.


Rühren darf übrigens auch der Thermomix. Der macht das bei mir ganz prima. Stufe 5 oder so. 😉


Anschließend kommen die 5 Eier nacheinander (oder für Faule auch alle auf einmal) rein, Salz druff und wieder rühren. Kräftig rühren!

Nun folgt das Mehl. Wie ich mir das übrigens gemerkt habe? Ganz einfach, es ist ein Pfund Mehl in diesem Kuchen. Aber damit er schön locker und fein wird, ersetze ich ein Viertel durch Speisestärke. Das macht dann 375 g Mehl und 125 g Speisestärke. Es geht aber auch mit einem Pfund Mehl pur. Das wird dann mit dem Backpulver gemischt, theoretisch alles gesiebt und in den Teig gegeben. Bei der anschließenden Rührerei kommt die Milch dazu.

Bitte nur soviel Milch, dass der Teig anschließend schwer reißend vom Teigschaber tropft. Zuviel Milch hinterlässt im Kuchen Schlieren.

Ungefähr die Hälfte des Teigs kommt in die gut gefettete und gemehlte Gugelhupfform. Die verbleibende Hälfte wird nun mit Kakao und Schoko-Tropfen, einem kleinen zusätzlichen Schuss Milch und Vanillezucker zum dunklen Teig vermischt.

Dann die dunkle Teighälfte auf die helle Teighälfte in die Form geben. Mit dem Stil eines langen Löffels das Marmormuster in den Kuchen ziehen. Dann darf das Ding in den vorgeheizten Backofen bei 160° C Umluft. Mein Ofen braucht 80 Minuten, bis der Kuchen dann perfekt ist. Aber bitte testet einfach selber mit der Stäbchenprobe.


Holzstäbchen rein in den Kuchen, rausziehen und wenn kein Teig mehr dran klebt: FERTIG!


Anschließend lasse ich den Kuchen mindestens eine Viertelstunde in der Form auskühlen, bevor ich ihn stürze.

Marmorkuchen kann mit Schokoguß verziert werden, muss aber absolut nicht. Puderzucker ist mit Kindern etwas weniger schmierig. 😉

Viel Spaß beim Nachbacken!
Eure Kerstin

Familienrezept: Marmorkuchen wie von Oma