Tag: Mutterschaft

Zwillingspärchen

RESPEKT! Ihr macht das großartig!

Eigentlich wollte ich gerade etwas ganz anders schreiben oder sogar was ganz anderes machen. Nämlich endlich das Thema Mutter-Kind-Kur angehen, aber dann kam mir etwas dazwischen. BEITRAG HIER ANSEHEN

Zwillinge sind ganz besonders

Zwillinge sind zwar nicht extrem selten, aber sie sind schon etwas besonderes. „Zwillinge sind eben einer mehr als sonst,“ sagte damals der Chefarzt meiner Entbindungsklinik.

Und das fasst es ganz gut zusammen. Zwillinge sind kein Grund in Panik auszubrechen, aber es ist eben einer mehr. In dem Facebook-Post habe ich einen Beitrag verlinkt, der kurz humorvoll sagt:

Es gibt keine Quasi-Zwillinge. Wer zwei Kinder mit kurzem Altersabstand hat, der hat zwei Einlinge mit kurzem Altersabstand und eben keine Zwillinge.

Zwillingseltern stehen vor besonderen Herausforderungen und das kann ich als Mutter von Zwillingen und einem Kind, das zumindest allein geboren wurde (mit dem Ausdruck Einling tue ich mir bei Krümel nachwievor schwer), so bestätigen.

Zwillinge sind eine besondere Herausforderung

Es ist eben nicht ein Baby, das gerade schreit. Es ist tatsächlich wesentlich schwieriger, zwei Säuglinge zu stillen, als nur eines. Mit Krümel an der Brust konnte ich den beiden Kleinkindern hier prima hinterherrennen, während ich bei den Zwillingen festgenagelt mit freiem Oberkörper in meiner Burg aus Stillkissen auf dem Sofa verharrte.

Man kann auch nicht mal eben so wie andere Mütter. Dnn jeder PEKiP-Kurs und jeder Einkaufsbummel mit dem doppelten Glück erfordert besondere Planung. Es ist eben immer einer mehr, auf dessen Bedürfnisse man eingehen muss.

Aber anders als in dem Beitrag muss ich sagen, dass es für uns gerade WEIL es die ersten waren, gar kein Drama war. Wir kannten es nicht anders, dann wächst man eben in diese alles-doppelt-Sache rein und gut.

Keine Zwillinge sind auch eine besondere Herausforderung

Doch wie schon Tanja hier mal schrieb, ist auch vieles sehr viel leichter mit Zwillingen. Denn anders als zwei unterschiedlich alte kleine Kinder sind Zwillinge immer in der gleichen Entwicklungsstufe.

Zwillinge sind quasi höchst effizient und damit manchmal einfacher zu versorgen als zwei Kinder mit geringem Altersabstand. Ich musste mich nur mit dem Thema Stillen oder eben Flasche oder eben Brei befassen und nicht während ich ein Kind stillte, das andere Kind belustigen und ihm kleine Reiterchen ins Leberwurstbrot schneiden.

Wenn ich mich auf der Krabbeldecke zum Idioten machte, giggelten zwei kleine Würmchen und es gab keines, das währenddessen davon rannte. Es gibt nicht das eine Kind, das schon versucht mit Bauklötzen einen Turm zu bauen, während das andere ihm ständig die Bauklötze klaut, um sie anzusabbern.

Manches ist einfacher – manches ist kompliziert

Zwillinge gehen gleichzeitig zur Tagesmutter oder später in den Kindergarten oder zur Schule. Ob nun in eine Gruppe/Klasse oder nicht. Heute fahre ich zB erst die Zwillinge in den Kindergarten und dann den Krümel zur Tagesmutter. Ich bin zweimal am Tag dafür fast eine Stunde unterwegs.

Ich finde keine Turnkurse oder Spielgruppen, die allen drei Kindern gerecht würden und muss mich daher immer zweiteilen, mir Hilfe holen oder es lassen. Unsere Kinder haben keinen extrem kurzen Altersabstand mit ihren 26 Monaten, aber die Großen sind noch nicht so alt, dass ich sie irgendwohin alleine/selbstständig schicken könnte, während ich etwas mit dem Krümel mache.

RESPEKT, dass du das so toll machst

Jede Alters-Konstellation hat ganz besondere Herausforderungen. Ich stelle es mir zB unglaublich schwierig vor, wie meine Freundin vier Kinder verteilt auf 15 Jahre zu haben. Alle mit recht großem Abstand, völlig anderen Interessen und ganz anderen Bedürfnissen.

Und sie macht das ganz wunderbar. Ich habe da sehr großen Respekt vor.

Meine Schwiegermutter hatte ebenfalls drei Kinder – mit großen Altersabständen. Ich behaupte durchaus, dass sie keine Erfahrungen hat, wie das so ist mit drei Kleinkindern daheim und den konkreten Herausforderungen. Aber ich habe riesigen Respekt vor ihr, wie sie das mit drei Kindern, dem Beruf, dem Haushalt, dem Hund und diesem ganzen Gedöns geschafft hat. Ihre Herausforderungen waren andere als meine heute.

Ich habe enormen Respekt vor meinen Freundinnen mit zwei oder drei Kindern, die sehr geringe Altersabstände haben. Wie die das immer schaffen! Das eine läuft gerade und ist auf dem besten Weg in die Trotzphase, während das kleine Würmchen ständig geschaukelt werden muss.

Nein, Zwillinge sind nicht wie zwei einzelne Kinder mit geringem Altersabstand. Aber sie sind auch nicht aus Prinzip deutlich anstrengender oder deutlich einfacher zu versorgen als zwei einzelne Kinder. Zwillinge haben ist anders. (Für mich übrigens besonders wundervoll, aber das ist meine persönliche Meinung.)

Man sollte niemals das gegeneinander aufrechnen oder die Leistungen anderer Eltern kleinreden. Wir leisten alle hier ganz Großes für unsere Kleinen. Ihr habt alle meinen Respekt!

Eure Kerstin

 

Ob Mamas auch sexy sein können?

Es gibt sie, die Ausnahmen, klar.

Die Muttis, die den Ausdruck Mutti verdient haben und mit Geburt ihres ersten Kindes vergessen, dass sie auch einmal eine andere Frau waren. Aber ich halte sie für ziemliche Exoten. Man zitiert sie in Filmen, wenn es zu mühsam wäre, die Rollen komplexer zu stricken. In der Realität sind Frauen hoch komplexe Wesen, die als Mama nur noch einen (sehr wichtigen) Aspekt zu ihrer Persönlichkeit hinzufügen. Frauen sind vielschichtig und können liebevolle Mama, treue Freundin, kluge Intellektuelle, knallharte Geschäftsfrau und leidenschaftliche Geliebte zugleich sein.

SchwangerschaftBevor ich Mutter wurde, war mir mein Aussehen nicht total egal. In meinen Schwangerschaften war mir meine Optik nicht völlig wurscht. Und ja, auch als Mutter dreier Kinder werde ich mich wohlfühlen wollen in meinem Körper. Ich möchte (und werde) hübsch sein, mich attraktiv und ganz sicher auch begehrenswert fühlen. Ob meine Ansichten dazu dem Allerwelts-Geschmack entsprechen, sei dabei hinten angestellt.

Aber was verändert sich beim eigenen Blick auf den Körper durch die Mutterschaft, fragt sich Bettina. Sie stellt damit eine Frage, die ich mir überhaupt noch nie gestellt habe.

Sehe ich mich heute anders? Behandle ich mich vielleicht auch anders?

Ganz sicher habe ich heute einen irren Respekt vor meinem Körper, den ich früher so nicht hatte. Ich weiß, was er geleistet hat und was er leisten kann. Es gibt wenig, was einem das so bewusst vor Augen führt wie eine Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. Mein Körper ist ein kleines Wunderwerk.

2014-10 WIB SelfieAber natürlich möchte ich mich in diesem Wunderwerk auch wohlfühlen. Dieses Wohlfühlen hat wenig mit dem Gewicht zu tun. Ich selber gehöre zu den Menschen, die gar keine Waage zu Hause besitzen. Mein Körper muss sich für mich gut anfühlen und nicht irgendwelchen Normen entsprechen. Zahlen sind mir egal. Nach zwei Schwangerschaften mit teils absurd irren Gewichtszunahmen ist mein Körper heute sicherlich nicht mehr so wie zuvor. Macht aber nichts.

Ich würde mich nur freuen, wenn ich irgendwann in den nächsten Jahren wieder in einen Großteil meiner Kleidung passen würde. Die gefiel mir nämlich bisher immer gut. Um das zu erreichen, werde ich wie bei den Zwillingen zuvor aber nicht hungern. Ich mag keine Diäten und bin ein Genussmensch. Sport finde ist super. In der Theorie. Meist gucken mein Schweinehündchen und ich zum Beispiel Bundesliga und gönnen uns dazu ein lecker Pils.

Gut sitzende Kleidung, die einem steht und der eigenen Figur schmeichelt, ist der Knackpunkt!

Es gibt für jede Figur die passende Mode, in der man sich so richtig wohlfühlen kann. Wenn es zwickt und zwackt, man ständig den Sitz korrigieren muss, hat man schon etwas falsch gemacht. Ich bin zum Beispiel ziemlich groß und kann daher bei Hosen fast jede Form gut tragen. Leggings sind mir allerdings sehr suspekt. Bei Oberteilen und Kleidern muss ich aufpassen. Wird es zu rüschig oder zart, dann sehe ich darin aus wie Walross Walpurga. Ich bin nämlich überhaupt nicht „zierlich“ gebaut.

Das hat sich im Vergleich zu „vorher“ nicht verändert.

Ich verwende heute auch genauso viel oder wenig Make-Up wie zuvor. Ich schminke mich nach wie vor gerne, habe Phasen in denen ich gar nicht ungeschminkt vor die Tür trete, weil mir meine Haut sonst zu blass erscheint oder ich zu müde wirke. Und ich habe Phasen wie die aktuelle, in denen die leichte Sommerbräune mir in Verbindung mit den Schwangerschaftshormonen als Hautbehandlung reichen.

Meine Haare sehen morgens eine Bürste und ich trage Schmuck, Accessoires und schicke Schuhe. Ja, ich will attraktiv sein. Ja, ich möchte mich hübsch fühlen. Für mich hat sich wenig verändert durch die Kinder in diesem Punkt. Hin und wieder höre ich auch Komplimente und natürlich freuen die mich. Das sind kleine Aufputschmittelchen, die uns den Tag versüßen, oder?

Ganz ehrlich? Ich sehe nicht mehr aus wie früher. Ich bin älter geworden und ich bin Mama. Stolze Mama.

Mein Bruder sagt, dass mein Aussehen nur jemand als frisch und entspannt bezeichnen könne, der mich früher nicht kannte. Ich sähe müde aus. Sehr müde. Seit zwei Jahren.

Und ja, mein Bauch ist aktuell zwar ziemlich straff, aber exakt das Gegenteil von flach. Er ist kugelrund und findet sicher auch nicht exakt wieder in seine vorherige Form zurück.

Damit komme ich klar. 😉 Ich bin stolz auf meinen Bauch und meinen Körper und ich bin tatsächlich müde. Verdammt müde. Und glücklich.

Eure Kerstin

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