Tag: Weihnachten

Oh du lieber Weihnachtstrubel! #WiB 50/2017

Advent, Advent, die dritte Kerze brennt. Naja, bei uns brennen drei frische Kerzen, denn irgendwie waren die zwei ersten schon runtergebrannt, aber wer nimmt das so genau.

Dieses Wochenende war quasi der Beleg für meinen letzten Beitrag, in dem ich ja darüber schrieb, dass man nicht alles schafft, wenn man langsamer macht. Und dass manche Dinge gemacht werden müssen. Wenn man sie nicht JETZT macht, muss man sie später machen.

Aber fangen wir mal vorne an: am Freitag.

Christbaum schlagen auf Gut Halstenberg

Freitag habe ich nämlich vieles NICHT gemacht. Ich habe den Vormittag mit einer Freunde beim Kaffee vertratscht (nicht den ganzen, aber einen Großteil) und am Nachmittag ging es mit drei Generationen in den Wald zum Christbaumschlagen.

Es hat bei uns schon Tradition, dass wir auf Gut Halstenberg den Baum aus der Schonung holen. Gemeinsam mit Oma und Opa.

Die Kinder bewunderten die Gänse, Esel, Schafe, Ziegen,… durften Pony reiten und es gibt herrliche Bilder, wie sie am Lagerfeuer im Wald Bratwurst essen, während wir Erwachsenen am Glühwein nippten. Nur sind die nicht Blog-tauglich, da dort auch reichlich andere Kinder rumturnten. 😉

Es war jedenfalls ein wunderbar entspannter Nachmittag. Sehr matschig, aber schön.

Die erste Ladung mit Jacken und Schneehosen landete abends in der Waschmaschine.

Samstag gilt dann wirklich als Wochenende, oder?

Ich musste aber erstmal nachholen, was ich am Freitag so alles nicht gemacht hatte. (SPOILER: geschafft habe ich davon aber bei weitem nicht alles) Ich verbrachte den Vormittag also im Büro, der Rest der Familie zog aufs Einkaufstour durch die Stadt.

Sonnenschein sucht sich einen neuen Pulli aus

Am späten Mittag tauchen die Kinder im Büro auf. Sonnenschein sucht sich ein Klimperklein-Buch aus dem Regal, um sich neue Klamotten auszusuchen. „Den Pulli wünsche ich mir, Mama! Den musst du jetzt nähen!“

Er war etwas unwirsch, dass ich meinte, das ginge jetzt nicht SOFORT. Ich bräuchte dafür Zeit und erstmal passenden Stoff. „Dann gehen wir jetzt eben Stoff kaufen!“

Wir gingen stattdessen zum Adventsbasar der örtlichen Kirchengemeinde und setzten die gesunde Ernährung des Vortages fort. Feine selbstgemachte Marmelade des Frauenvereins gabs für das Sonntagsfrühstück dann auch noch. Ewig blieben wir aber nicht, da Krümel aktuell einen etwas anstrengenden Fluchtinstinkt aufweist und wir es irgendwann leid waren, ihm zur Straße nachzusprinten.

Daheim geht die nächste Ladung Winterjacken aufgrund von massivem Mayonaisebefall in die Maschine.

Abends suche ich Adressen für die Weihnachtskarten raus und bin ziemlich nah am Wasser gebaut, als ich die ganzen Karten dieses Jahres durchsehe. Soviele Menschen haben an uns gedacht. Ich bin so dankbar. <3

Sonntagsbrunch und ich mache nicht einmal ein Foto von meinem Milchkaffee oder dem feinen Leckerein. Habe aber eine grandiose Zeit mit Freundinnen. <3 So schön. So wichtig. So wertvoll.

Ein Baby ist dabei. Zuckersüß und duftig. Ansonsten sind wir kinderfrei!!!

Zu Hause warten nur drei Familienmitglieder auf mich. Sonnenschein ist auf einem Kindergeburtstag eingeladen und hat somit andere gesellschaftliche Verpflichtungen.

Spontan landen wir auf dem nächsten Mini-Weihnachtsmarkt, denn meine Freundin fragte an. Wir verbingen eine nette gute Stunde dort und sauen die nächste Winterjacke mit Kakao ein. UND essen selbstverständlich Pommes. Heute reicht aber eine Pommes für alle. Alles hat seine Grenzen.

Die Familie findet am späten Nachmittag samt Freundin wieder zusammen. Wir kochen tatsächlich endlich mal wieder und die Kinder singen mit dem Besuch Weihnachtslieder.

Ach so darf das weitergehen!

Euch eine wunderschöne Woche und lasst euch nicht stressen beim Endspurt zum Fest! Hier sind auch nicht alle Geschenke zusammen, alle Arbeit erledigt und alle Verabredungen perfekt gemacht. 😉

Eure Kerstin


Mehr Wochenende-in-Bildern gibt es bei geborgen-wachsen.

Manchmal kann man nicht gleichzeitig für sich und für alle anderen dasein

das achtsame Dilemma eines liebevoll, beschissenen Gewissens im Advent

Nicht nur im Advent, aber gerade im Advent droht der Stress. Lassen wir den Konsumstress mal außen vor. Niemand muss wie bekloppt nach Geschenken rennen und alles perfekt dekoriert haben.

Das wissen wir. Es ist schick, das nicht zu tun und alles selbst zu klöppeln. Dass es eventuell stressig sein könnte, alle kleinen Nettigkeiten selbst zu basteln, nähen und zu backen, geschenkt!

Irgendwie ist immer zu wenig Zeit.

Zeit zu entspannen, zu genießen, achtsam zu sein. Ein liebevoller Mitmensch zu sein, ein liebevoller Vater, eine liebevolle Mutter, eine achtsame Tochter, eine hilfsbereite Freundin.

Man muss sich selbst lieben, um andere lieben zu können. Man muss auf sich selbst achten, um wirklich gut auf andere achten zu können. Da bin ich vermutlich ein absolut perfektes Beispiel, denn dieses Jahr bin ich zwangsweise oft weit über meine Grenzen hinaus gegangen. Habe einfach weiter funktioniert, versucht alles zu geben, wenn doch eigentlich nichts mehr ging.

Auf mich selbst achten? Auf meine eigenen Bedürfnisse? Auf meine eigene Gesundheit? Dafür war keine Zeit und auch keine Energie übrig.

Das kann nicht gut gehen. Ist es auch nicht.

Aber wie geht es anders?

Klar, man kann auf den Perfektionismus scheißen und auch mal den Haushalt Haushalt sein lassen. Ist ja eigentlich auch total schick. Dann ist es hier halt chaotisch, dass ich die erste bin, die das ramdösig macht, dass es nervig ist, wenn morgens frische Socken im Wäschekorb gesucht werden müssen, dass es vielleicht gemütlicher wäre ohne dreckiges Geschirr auf der Spüle? Ist doch so herrlich unperfekt! Hashtag #mehrrealitätaufinstagram

Ich könnte mich darin üben eine perfekt unperfekte Hausfrau zu sein, damit kokettieren. Ich könnte soviel… und soviel lassen.

Ich kann viele Dinge tun, die mir gut tun und andere Dinge dafür sein lassen.

Natürlich kann ich ganz entspannt mit meiner Familie zu Ende frühstücken und den Vormittag genussvoll verbummeln, aber dann kann ich nicht für die kranke Nachbarin morgens schon Schnee schippen.

Natürlich kann ich mich mit Freundinnen zu Kaffee treffen und ein wenig quatschen, aber dann kann ich in der zehn weitere Punkte auf der ToDo abhaken. Dann Anrufe nicht getätigt, Texte nicht geschrieben, die Kinderhose wieder nicht geflickt,…

Natürlich kann ich einfach eine Pause machen, ein Buch lesen, einen Tee trinken, aber dann schaffe ich es heute nicht mehr zur Post und der Einkauf müsste spät abends erledigt werden.

Natürlich kann ich den PC abends auslassen, mich aufs Sofa kuscheln und früh schlafen gehen, aber dann bleiben die E-Mails unbeantwortet.

Es gibt Dinge, die muss man erledigen. 

Es gibt Dinge, die sollte man erledigen.

Und es gibt Dinge, die würde man gerne erledigen.

Sich Zeit nehmen für diese Dinge. Sie genießen. Sie auskosten. Bewusst erleben. Bewusst langsamer machen bedeutet, dass man weniger macht. Man macht es intensiver, vielleicht entspannter, aber man macht weniger. Ergibt in der logisch Konsequenz, dass irgendwas durchs Raster fällt.

Was bleibt am Ende liegen?

Die Prioritäten setzt jeder anders. Es kann im Haushalt mehr liegen bleiben, es kann auf aufwendige Weihnachtsdekoration verzichtet werden, man kann Kekse kaufen statt zu backen, man muss keine Geschenke selber basteln, man kann sich mehr auf seine Familie fokussieren,…

Aber dann kommt bei mir immer das schlechte Gewissen.

Mir machte es Jahr für Jahr selbst sehr viel Freude, Weihnachtskarten zu basteln, zu schreiben und zu verschicken. Ich freue mich selbst sehr über Weihnachtskarten und liebevolle Grüße.

Letztes Jahr habe ich erstmals darauf verzichtet und es fühlte sich doof an. Diese kleinen lieben Grüße. <3 Sie fehlten mir, auch wenn sie bei uns von anderen ankamen.

Ich denke an dich. Ich wünsche dir von Herzen ein Frohes Fest.

Ich möchte das so vielen Menschen sagen. Ich möchte kleine Geschenke verpacken, mit einem Buch auf dem Sofa entspannen, möchte Kekse backen und in Tütchen packen, kleine Aufmerksamkeiten verschicken.

Ich möchte hilfsbereit und aufmerksam sein.

chaotischer Advent im Jahre 2017

Dieses Jahr war nicht unser Jahr und es darf am Ende ganz still ausklingen. Wir machen nur, was gemacht werden muss. Wir machen, was uns gut tut, worauf wir Lust haben, wofür Zeit ist.

Wir backen Kekse mit der Patentante, wir treffen uns zum Mittagessen in der Stadt, ich verabrede mich mit Freunden, gehe mit den Kindern zum Krippenspiel, vielleicht schreibe ich auch Weihnachtskarten, aber vermutlich bastle ich sie nicht selber.

Vielleicht nehme ich sogar einfach gesammelte Reste und kaufe nicht einmal neue? Aber ich schreibe sie, denn das macht mir die meiste Freude daran.

Und ich freue mich darauf, dass 2017 nun bald zu Ende ist, das andere Jahre kommen, soviele Jahre folgen werden. Und es wird Jahre geben, in denen deutlich mehr überschüssige Energie vorhanden sein wird. Es wird Jahre geben, in denen ich mehr geben kann, mehr machen kann. Ohne dass es sich stressig anfühlt.

Und wer langsamer macht, macht eben weniger. 

Eure Kerstin


Ich bin nicht allein mit diesen Gefühlen, auch Alu denkt die Tage darüber nach, dass es sich manchmal echt fies anfühlt, wenn man Dinge eben NICHT tut. Wie Weihnachtskarten schreiben.

Bratapfelkuchen Rezept

winterlicher Bratapfelkuchen ohne Backmischung

Ich liebe Bratäpfel, ich liebe Kuchen und ich liebe es zu backen.

Backmischungen fand ich immer ziemlich überflüssig, aber diese eine – die Bratapfelkuchenbackmischung – kaufte ich dann doch immer wieder, denn ich liebte diesen Kuchen. Dabei zeigt genau diese Backmischung, wie überflüssig ebendiese sind.

Man spart weder Zeit, noch Geld mit Backmischungen und muss maximal ein paar Trockenzutaten weniger abwiegen. Doch die Arbeitsschritte bleiben gleich, die aufwendigeren Zutaten bleiben gleich. Also habe ich vor Jahren schon nach einen Rezept gesucht, wie man den Bratapfelkuchen ganz ohne Backmischung zaubern kann und hier ist es:


Da es den Kuchen am letzten Wochenende bei uns gab, habe ich heute das Rezept schnell verbloggt. Vernünftige Fotos folgen bei Gelegenheit. 😉


REZEPT: Bratapfelkuchen

Knetteig

Die Zutaten:

  • 200g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 75g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 100g Butter

Die Zutaten zu einem Knetteig verarbeiten. Das schafft ein Mixer oder auch der Thermomix auf Stufe 4 in kurzer Zeit. Anschließend kurz per Hand zusammenkneten und gut die Hälfte des Teiges in der Springform ausrollen. Mehrfach mit einer Gabel einstechen.

Den Boden bei 160° C (Umluft) für ca 15 Minuten blind vorbacken.

Blind backen bedeutet: Man nehme ein wenig Backpapier, decke den Boden damit ab und gebe zwei Handvoll trockene Hülsenfrüchte obendrauf. Man muss diese nicht jedes Mal nach dem Backen entsorgen. Ich kippe die nach dem Backen und auskühlen immer wieder in ein Glas zurück.

Füllung

Die Zutaten:

  • 6-10 Äpfel (idealerweise tatsächlich 10 sehr kleine Äpfel)
  • 2 EL Rum oder besser noch O-Saft, denn die Kinder wollen davon ja auch etwas essen
  • 75g Rosinen
  • 2 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 50g Zucker
  • 800g Schlagsahne

Die Rosinen müssten am Vorabend in einer kleinen Schüssel eingeweicht werden. Entweder mit Rum oder alternativ mit O-Saft.

Mit der übrigen Hälfte des Knetteigs auf dem vorgebackenen Boden einen Rand formen. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse ausstechen und sie aufrecht auf dem Boden verteilen. Sind die Äpfel größer, dann viertel ich sie und stelle sie so in die Form, um möglichst viel Platz mit Äpfel auszufüllen.

Anschließend die eingeweichten Rosinen darauf verteilen.

600g Schlagsahne in einem Topf erhitzen. Mit den übrigen 200g Zucker und Puddingpulver verrühren, in die kochende Sahne einrühren, kurz aufkochen und heiß über die Äpfel in die Form gießen. (Ich mache auch das mit dem Thermomix, kann aber gerade keine exakte Minutenzahl dafür angeben. Ihr schafft das schon.)

Die Kuchenform ein paar Mal auf die Arbeitsfläche klopfen, damit der Pudding sich in der Form verteilt und in alle Lücken fließt. Je nach Geschmack könnt ihr auch noch gehobelte Mandeln auf den Kuchen streuen, muss man aber nicht.

Den Kuchen bei 160° Umluft weitere 65 Minuten fertig backen.

Vor dem Anschneiden sollte der Kuchen wirklich abgekühlt sein, sonst fließt euch der Sahnepudding entgegen. 😉


Der Kuchen ist nicht schnell gemacht, hat massig Kalorien, aber er ist wahnsinnig lecker und im Winter ein MUSS auf dem Kaffeetisch. <3

Ich wünsche euch guten Appetit!
Eure Kerstin

REZEPT: köstlicher Bratapfelkuchen für die Kaffeetafel im Winter

Manchmal bin ich echt fies. Isso.

So mein erster Beitrag 2017 und nebenbei der erste nach langer Abstinenz. Ich hatte ja zwischendurch immer wieder reichlich gute Vorsätze, mal wieder zu schreiben. Der Kopf platzt manchmal nachts vor Ideen, die niemand dann stenografiert und abtippt. (Was ich dringend abprangern möchte!)

Und ich wollte euch dringend noch was zu diesem 2016 schreiben, das vermutlich im Nachinein ein extrem wichtiges Jahr für mich gewesen ist. Zumindest gemessen an den übernatürlichen Kräften, die mir gewachsen sind, meiner neuen Stresstoleranz, einem neuen Müdigkeitsrekorden, wundervollen Begegnungen und hoffentlich bleibenden Freundschaften. Ich habe 2016 verdammt viel (kennen)gelernt.

Aber dann hätte ich auch unser für 2016 typisches Weihnachtsfest verbloggen müssen, für welches der Begriff Chaos gar nicht mehr ausreicht. (Bin mir aber eh nicht sicher, ob man unseren Jahreswechsel mit wieviel humorvoller Kreativität auch immer, als festlich bezeichnen könnte.) Scheiß was drauf, wir haben überlebt!

2017 wird alles besser!

Oder auch nicht. Aber es geht weiter und so schlecht war 2016 schließlich nicht. Naja… jedenfalls wollte ich unbedingt Andrea antworten, die sich verdammt einsam fühlt in ihrem Menschsein. Sie motzt ihre Kinder an. Sie will das nicht und sie weiß es selbstverständlich besser. Read more

Super-Mutti-Skills: Tiefenentspannt durch den Weihnachtswahnsinn

Kluges Zeitmanagement und knallharte Prioritäten! So machen das die Profis!

Die managen ihre kleinen und großen Unternehmen, delegieren gekonnt Aufgaben, verhandeln als Kommunikationsprofis geschickt und behalten in Krisensituationen einen klaren Kopf. Das sind unsere Führungspersönlichkeiten! Unsere Mütter der Nation!

Also zumindest kommt der Vergleich von Müttern mit den Managern kleiner Familienunternehmen immer gut an. (Wer fing denn eigentlich damit an? Die mit den Staubsaugern?) Er ist auch gar nicht so falsch.

Ok, ich halte mein Zeitmanagement für ausbaufähig, es will kaum jemand erledigen, was ich so delegiere, und möglicherweise ist das mit dem klaren Kopf dank aktuellem Schlafmangelpegel selbst in völlig total krisenfreien Zeiten eine Utopie, aber der Rest? Passt schon, oder?

Die Sache mit den Prioritäten

Also nu ist es ja so, dass man als Eltern immer auf Lücke arbeitet. Würde man alle Dinge aufschreiben, die man dringend erledigen muss, relativ dringend erledigen sollte, gerne mal endlich erledigt hätte, schon ewig vor sich herschiebt, unbedingt eigentlich seit Wochen mal wieder gerne tun würde, schon ewig nicht mehr dazu gekommen ist zu machen und in einer ruhigen Minute sich mal gönnen würde, … Read more