Es wieder so weit… der schlimmste Tag meines Lebens jährt sich – nun bereits zum 10. Mal.

In Teilen mag dieser Text Euch bekannt vorkommen, da ich auch in den letzten Jahren darüber geschrieben habe. Seid nachsichtig mit mir und nehmt es als Mittel der Trauer-Bewältigung.

Mein Schmerz und meine Trauer haben sich über die Jahre verändert. Es ist nicht mehr diese Wut, die lange Zeit so allgegenwärtig war. Wut auf den Arzt, auf das Krankenhaus, wie das Krankenhaus mit meinen Eltern umgegangen ist, auf mich selber, wie Menschen uns gegenüber reagiert haben. Es ist auch nicht mehr dieser permanente Kloß im Hals. Es ist nicht mehr dieses Gefühl, beim bloßen Gedanken an sie in Tränen auszubrechen… und trotzdem ist das Vermissen omnipräsent. Vielleicht, weil unsere Verbindung so eng und so stark war, weil ihre Spuren sich auch zehn Jahre später noch durch meinen Alltag ziehen. Continue Reading…

selfie-mit-lungenentzundung Es ist später Vormittag an einem nasskalten Tag Anfang Januar. Mir brennt die Brust und ich schleiche auf dem Rückweg meiner ersten Dusche seit Tagen am Spiegel vorbei. Ich will nur noch ins Bett. Ich bin müde.

Aber ich bleibe stehen. Mein Spiegelbild hat mich nachhaltig erschreckt. Ich starre mich an. Faszinierend gruselig. Wie kann man innerhalb so kurzer Zeit so gewaltig an Gewicht verlieren? Ein klapperige Alte zuckt im Spiegel mit den Schultern. Sie sieht mitgenommen aus.

Kein Wunder. Mit Lungenentzündung sieht man nicht taufrisch aus. Wenn mich so jemand sehen könnte. Das wäre der Beweis, dass ich nicht immer total insta-tauglich aussehe! Ich versuche ernsthaft ein Selfie zu machen. Die Idee ist halbgar und schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt.

Aber während ich wieder unter die Decke krabbel, sinniere ich über Authentizität, Schönheit und Echtheit, das Siechtum und das Ende der Welt nach, bis ich einschlafe. Continue Reading…

Hallo Ihr Lieben,

mir fiel zwar erst auf der Arbeit ein, dass heute der 12. Aber besser spät als gar nicht…

Für die, die es nicht kennen: am 12. eines Monats zeigen viele Blogger (und Twitterlinge) 12 Bilder aus ihrem Alltag. Also, wer mag, kann mit mir durch einen ganz normalen Donnerstag schlendern 🙂

Die Murmels sind in der letzten Zeit von Mittwoch auf Donnerstag bei ihrem Papa. Daher ist mein morgendlicher Ablauf donnerstags etwas anders als an der übrigen Wochentagen. In der letzten Tagen bin ich fürchterlich müde. Obwohl ich gestern (und auch vorgestern) für meine Verhältnisse sehr früh im Bett war, habe ich heute morgen mehrere Anläufe gebraucht, um hoch zu kommen.

Also hieß es im Schweinsgalopp Kater versorgen, Duschen, Kaffee für unterwegs und los. Schnell noch tanken und ein Brötchen holen und es fast pünktlich zur Arbeit schaffen. Pünktlich ist ja relativ, wenn man Gleitzeit hat. Ich versuche an den Tagen, an denen ich die Murmels nicht in die Kita bringen muss, um 7.00 Uhr anzufangen. Wenn ich die Murmels abholen muss, schaffe ich meine tägliche Arbeitszeit von 8 1/4 Stunden nicht und muss die Zeit abends oder an anderen Tagen (also mittwochs) nachholen. Continue Reading…

Alles nur Illusion?

Murmelmama —  11. Januar 2017 — 3 Kommentare

Die Perlenmama Janina hat einen ganz tollen Beitrag über Schein und Realität im Internet geschrieben.

Der Artikel hat mich angesprochen, ohne dass ich mich angesprochen gefühlt habe… Das ist doch mal ein Satz 🙂

Soll heißen, sie hat bei mir einen Nerv getroffen und ich musste beim Lesen ganz oft nicken. Ich fühle mich insofern NICHT angesprochen, da ich mich für ziemlich authentisch halte und eigentlich selber schon das Gefühl habe, über all das zu schreiben, was gerade irgendwie blöd ist und – zumindest hier auf dem Blog – dem Schönen viel zu wenig Raum zu geben. Continue Reading…

Die liebe Andrea vom Blog Runzelfüßchen hat einen Beitrag über das „Motzen“ geschrieben…

Zum einen darüber, dass sie in einer sehr anstrengenden krankheitsgeplagten Phase ihr Runzelfüßchen angemotzt hat, aber auch darüber, dass sie das Gefühl hat, alle anderen Mütter seien immer so perfekt und motzen ihre Kinder nie an.

Liebe Andrea, lass Dir sagen, ich glaube, ich motze schon viel früher UND Du bist nicht alleine! Fühl Dich von Herzen umarmt! ❤ Continue Reading…

 

#wmdedgT bedeutet: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?„ Frau Brüllen will es wissen und so gibt es heute mal wieder ein Protokoll eines durchschnittlichen Tages bei uns. Die sind nicht spektakulär derzeit.

5:50 Uhr // Nachdem der Traummann sich durch die Nacht geschlagen hat und damit seine fiebernde Frau, etwas Schlaf finden möge, kämpfe ich mich aus dem Bett. Krümel erklärt die Nacht für beendet.

6:10 Uhr // Mit frischer Windel im Schlafanzug verabschiedet der Krümel seinen Papa. Wir haben nun theoretisch eine knappe Stunde, bevor die Zwillinge wach werden oder geweckt werden müssen. Das wäre die Zeit zum Wachwerden meinerseits und den Vorbereitungen von Frühstück und Kindergartendosen unter Beifall des Krümels. Aber soweit kommen wir nicht.

6:25 Uhr // Die Großen sind wach. Und haben Laune. Richtig viel Laune. Der Sonnenschein will sofort angezogen werden und Zähne putzen! Die Prinzessin will nichts hören und sehen. Der Krümel klettert auf dem Klo herum und ich hätte gerne erstmal die Augen offen.

7:10 Uhr // Ich kann nicht mehr ganz nachvollziehen, wie das geschehen konnte, aber wir sitzen am Frühstückstisch. Angezogen. Alle. Continue Reading…

So mein erster Beitrag 2017 und nebenbei der erste nach langer Abstinenz. Ich hatte ja zwischendurch immer wieder reichlich gute Vorsätze, mal wieder zu schreiben. Der Kopf platzt manchmal nachts vor Ideen, die niemand dann stenografiert und abtippt. (Was ich dringend abprangern möchte!)

Und ich wollte euch dringend noch was zu diesem 2016 schreiben, das vermutlich im Nachinein ein extrem wichtiges Jahr für mich gewesen ist. Zumindest gemessen an den übernatürlichen Kräften, die mir gewachsen sind, meiner neuen Stresstoleranz, einem neuen Müdigkeitsrekorden, wundervollen Begegnungen und hoffentlich bleibenden Freundschaften. Ich habe 2016 verdammt viel (kennen)gelernt.

Aber dann hätte ich auch unser für 2016 typisches Weihnachtsfest verbloggen müssen, für welches der Begriff Chaos gar nicht mehr ausreicht. (Bin mir aber eh nicht sicher, ob man unseren Jahreswechsel mit wieviel humorvoller Kreativität auch immer, als festlich bezeichnen könnte.) Scheiß was drauf, wir haben überlebt!

2017 wird alles besser!

Oder auch nicht. Aber es geht weiter und so schlecht war 2016 schließlich nicht. Naja… jedenfalls wollte ich unbedingt Andrea antworten, die sich verdammt einsam fühlt in ihrem Menschsein. Sie motzt ihre Kinder an. Sie will das nicht und sie weiß es selbstverständlich besser. Continue Reading…