Meine Motivation

Kerstin —  17. Juni 2014 — Hinterlasse einen Kommentar

Eigentlich wollte ich später hier starten. Eigentlich. 

Denn ich bin noch zu nichts gekommen. Mein Blog ist bisher eine Baustelle, bei der ich es gerade eben so geschafft habe, dem Kind einen Namen zu geben. Twitter sei Dank.

Aber Mama on the rocks hat ganz aktuell über ihre Motivation zu bloggen geschrieben und das lässt mich gerade nicht los. Also schreibe ich.

Warum möchte ich schreiben?

Ich schreibe schon ewig. Als Kind für mich im Tagebuch und in endlosen Briefen. Als Jugendliche dann für die Lokalzeitung. Und ich schrieb einfach immer weiter; analog und digital, wissenschaftlich und auf Nonsens-Niveau, unterhaltsam und sentimental, privat und öffentlich. Schreiben gehört für mich zum Leben und ähnlich wie es @MamaOTR für sich beschreibt, strukturiert es meine Gedanken.

Warum dann nun im Blog verpackt?

Ich bin Zwillingsmama. Nicht nur Zwillingsmama – aber eben auch Zwillingsmama. Und die beiden Mäuse machen gerade einen ganz erheblichen Teil meines Lebens aus. Sie füllen meine Gedanken und bestimmen meinen Alltag.

Doch nicht nur sie allein. Die Tatsache Mutter zu werden und zu sein, verändert viele Dinge und konfrontiert einen mit völlig neuen Erfahrungen und Fragen. Dass das Chaos gleich im Doppelpack bei uns einzog, hat meinem Gefühl nach den Effekt verstärkt. Seit dem Tag, an dem wir von unserem doppelten Glück wussten, und noch mehr, seit unser Umfeld davon wusste, stürmen Fragen und Vorurteile auf uns ein.

Man hört, dass Zwillingsschwangerschaften ein heikles Risiko seien, dass es quasi zwangsläufig mit Kaiserschnitt ende. Man könne sich glücklich schätzen, wenn man annähernd Richtung Termin rücke. Man wird gefragt, wie groß der Schock sei und ob man sich ängstige. Später schwanken Mit-Mütter in diversen Baby-Gruppen zwischen Mitleid „Und du hast auch noch zwei!“ und bewundernder Anerkennung „Wie du das nur packst?!“.

Hey Leute, Zwillinge sind toll! Zwillingsmama zu sein ist wunderbar!

Ja, Zwillinge sind einer mehr. Einmal mehr Freude und einmal mehr Glück. Ein Windelpo und ein Mündchen mehr.

Wer keine hat, kann es sich kaum vorstellen. Aber hier herrscht nicht mehr Chaos und Stress als in den meisten Familien mit Kindern im ersten Jahr.

Vielleicht kann ich werdenden Zwillingsmüttern ein paar Sorgen nehmen? Vielleicht kann ich die Frage beantworten „Wie schaffst du das eigentlich?„. Vielleicht kann ich aufschreiben, wie wunderbar chaotisch das Leben mit einem Doppelpack ist. Denn die Antwort auf diese Frage ist gleichzeitig sehr einfach und sehr kompliziert:

Es ist einfach so und so ist es gut. Ich habe mich vom ersten Moment an gefreut und hatte warum auch immer nie Zweifel, dass es perfekt ist, wie es ist. Es klappt einfach. Mal mehr und mal weniger gut. Wie bei allen Familien. Warum das so ist, kann ich nicht erklären, aber ich kann versuchen, darüber zu schreiben. Ich lasse euch teilhaben.

Vielleicht kann ich dann einmal ähnlich zwitschern wie @Mama_arbeitet heute.

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Kerstin

Beiträge

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

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