Grüße aus dem OFF an die Versatel

Kerstin —  28. August 2014 — Hinterlasse einen Kommentar

Hier ist es still gewesen in letzter Zeit. Verzeiht es mir.

So ein Umzug fordert eben jede Menge Zeit und Energie, selbst wenn man nicht mit zwei Kleinkindern umziehen würde. Zusätzlich sind wir ins Mittelalter gezogen und haben den Flecken Erde erwischt, an dem die Versorgung mit mobilen Daten eher nicht möglich scheint.

Ergänzend ergaben sich kleinere Probleme mit unserem Festnetz-Anschluss und zack ist man offline. Nachdem ich heute diverse Male tief ein und ausgeatmet habe, wollte ich gerade dann doch ein paar Worte dazu los werden. Aber die Facebook-Seite der Versatel erlaubt keine Beiträge der „Fans“ und der Twitter-Account wirkt leicht vernachlässigt. Dann eben hier: 

Liebe Versatel!

Wir sind umgezogen und mit uns unser Anschluss. Sollte ja eigentlich kein Problem sein, oder?

Ich habe aber nun vier Mal in zwei Wochen jeweils vier Stunden zu Hause gewartet, dass ein angekündigter Techniker erscheint. Beim ersten Mal war angeblich einer da und hinterließ einen Zettel im Briefkasten, dass er 40min nach der 4-Stunden-Frist vergebens Einlass ersuchte. Ich war zu Hause, saß mit meinen Kindern beim Mittagessen. Unsere Klingel stellte bisher für keinen Besucher eine besondere Herausforderung dar.

Die Hotline informierte uns darüber, dass die Telekom schuld daran sei, dass die Klingel nicht gefunden werden konnte und man einen neuen Termin mit eben diesem Unternehmen und uns vereinbaren müsse, da zwingend jemand ins Haus müsse. Nein, es sei nicht möglich, den Anschluss einfach so frei zu schalten. Letzteres löste bei mir leichten Unglauben aus, wurde aber mehrfach bestätigt.

Zum neuen Termin haben wir also wieder wild organisiert, dass wir vier Stunden lang Anwesenheit gewährleisten. Gar nicht so einfach, wenn man berufstätig ist und nebenbei auch noch zwei Kleinkinder betreuen (lassen) muss. Aber natürlich wartete ich geduldig.

Einen Zettel gab es dieses Mal nicht, aber die Hotline versicherte mir, dass unser Anschluss nun geschaltet sei, dazu müsse man ja schließlich nicht ins Haus. Ich habe ganz tief und ruhig geatmet und erst einmal versucht, die essentiellen Informationen dieses Gesprächs zu verifizieren. Wir hatten tatsächlich ein DSL-Signal. YEAH! Aber ISDN? Tot.

Der nächste Mitarbeiter des Callcenters hatte das Vergnügen eines Anrufs. Die übliche Prozedur ließ ich möglichst ruhig über mich ergehen. Bei Ihnen rufen vorwiegend Vollpfosten an, oder? Besonders bei weiblichen Stimmen scheint man zunächst einmal ausschließen zu müssen, dass sie ne Eumex nicht mit der Waschmaschine verwechseln. Ich habe dafür viel Verständnis und am Ende des Telefonats dann doch die Information, dass bei uns tatsächlich eine Störung vorliege. Ach was?

Wir bräuchten einen neuen Termin mit einem Techniker der Telekom, der dies dann beheben müsse. Natürlich müsse er ins Haus und natürlich müssten wir entsprechend brav auf ihn warten. Selbstverständlich ließ sich das ganz reibungslos organisieren und ich sitze gerne neben der Haustür, um mögliche Fehlerquellen wie die Klingel zu vermeiden. Für den Fall, dass die Störung vorher oder überhaupt irgendwann behoben würde, versprach man mir eine SMS und schickte mir auch gleiche eine Bestätigung darüber auf mein Handy, dass mein Festnetzanschluss gestört sei.

Nach Ablauf der erneuten vier Stunden habe ich dann wieder einmal meine Freunde von der Hotline angerufen. Grüße an dieser Stelle.

Man könne nichts dafür, dass sei Schuld der Telekom. Ich meine aber, dass ich mit Ihnen einen Vertrag habe, der beinhaltet, dass Sie mir einen ISDN-Anschluss und DSL-Verbindung zur Verfügung stellen und nicht die Telekom? Meinen Sie nicht, dass Sie und nicht ich ein Problem haben sollten, wenn ein Rädchen in Ihrem Getriebe hakt? Auch wenn das Rädchen Telekom heißen mag, sollte das nicht mein Problem sein. Sie verkaufen mir ein Produkt, stellen Sie sicher, dass es funktioniert. Wie auch immer.

Übrigens bräuchten wir einen neuen Termin mit … wartet… der Gag folgt… einem Telekom-Techniker! Freude meinerseits. Also wieder die Organisation, wie man vier Stunden am Stück Anwesenheit garantiert. Einen Tag später haben wir übrigens auch kein DSL mehr.

Fröhlich vor mich hin summend warte ich also wieder einmal vier Stunden heute. Nichts passiert. Nicht, dass ich irgendwas erwartet hätte, aber man hat ja so irrationale Hoffnungen, dass man endlich wieder arbeiten könne im Home Office. Eine SMS bekomme ich nicht, der Briefkasten bleibt leer. Die Hotline nimmt einen Beschwerde-Vermerk auf. Einen erneuten… Man werde sich demnächst mit mir in Verbindung setzen.

Oh da freue ich mich aber.

Da wird mir zugetragen, man bekomme ein Freizeichen, wenn man uns versuche anzurufen. Geschockt und völlig fassungslos starre ich unsere lustig blinkende Telefonanlage an. Wow! Sogar DSL-Signal. Und ich kann raustelefonieren!

Da muss die Telekom ohne Wissen der Versatel eine Möglichkeit gefunden haben, durch Wände zu gehen und von mir unbemerkt, das Haus betreten haben. Warum nochmal musste ich heute Vormittag wieder vier Stunden  warten? Und warum habe ich nur durch Zufall bemerkt, dass aktuell gerade unser Anschluss funktioniert?

Service stelle ich mir anders vor und unsere gemeinsamen Tage sind gezählt. Aber diese Information haben Sie ja schon postalisch erhalten. Von meiner Seite aus werde ich noch prüfen, ob das Ende unserer Geschäftsbeziehung nicht noch ein wenig beschleunigen kann, denn mir ist die Lust vergangen, mich auf Ihr Unternehmen verlassen zu müssen. Auch wenn das alles Schuld der Telekom ist und derer Mitarbeitern.

Herzlichen Dank noch für die SMS gegen Abend, dass mein Störung behoben wurde.

Gruß, Kerstin

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Kerstin

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Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

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