Ohne Papa bin ich in der Unterzahl

Wiebke hat auf ihrem Blog zur #Paparade aufgerufen. Sie fragt sich, ihre Leser und andere Elternblogger, warum Väter so wichtig sind und beantwortet es auch gleich.

Jetzt möchte ich mich an meiner Antwort auf diese Frage versuchen:

Angeblich war ich während meiner Schwangerschaft entspannt. Alles fake!

Ohne den damals noch zukünftigen Zwillingspapa wäre ich sicher ein Nervenbündel gewesen. Irgendjemand musste mir jeden Tag sagen, dass alles gut wird und dass ich auch als überdimensionale Wasserbombe wunderschön aussehe. Er schmiss den Haushalt als ich ab dem vierten Monat schon den halbstündigen Gang zur Toilette als sportliche Meisterleistung empfand. Unterdrückte seine Überschäumende Begeisterung, als ich die letzten 12 Wochen auf die Frage, was ich heute denn essen wolle, immer und immer wieder ohne Ausnahme SALAT antwortete. Er war mein zuverlässiger allabendlicher Salatlieferant, der es geschafft hat, allen Befürchtungen zum Trotz nicht zum Kaninchen zu mutieren.

Tademstillen heißt so, weil man das nur zu zweit hinkriegt

Die ersten Wochen unserer Zeit zu viert hat er Fütterung für Fütterung seinen Teil dazu beigetragen. Als in den ersten Wochen noch mit Flasche gefüttert wurde, hat er nur leise geflucht, wenn er wieder zielsicher das Kind erwischt hatte, das eine komplette Stunde für seine Portion Muttermilch brauchte. Als es nach vier oder fünf Wochen an das Abenteuer Tandemstillen ging, hat er mir die Würmchen frisch gewickelt in die riesige Kissenburg, die ich um mich herum errichtet hatte, gelegt. Wir drei hatten Zeit genug das mit dem Stillen zu üben, weil wir die ersten drei Monate den vierten Mann als Assistenten hatten.

Eine Nacht mit Zwillingen kann sehr kurz oder auch lang sein

Zwillinge teilen sich vieles geschwisterlich, auch gerne mal den Job, die Eltern wach zu halten. Solidarisch stand Papa jedes Mal mit auf, wenn der Sonnenschein gestillt werden musste, um ihn zu wickeln. (So lange das eben nachts noch regelmäßig nötig war) Auch nach dem Abstillen wurden unsere Nächte bekanntlich nicht ruhiger und so fanden wir irgendwann zu einem Schichtsystem, dass jedem Elternteil zumindest ein paar wenige Stunden am Stück verschafft.

Die Rettung am Ende eines langen Tages heißt Papa

Papa wird immer stürmisch begrüßt. Papa spielt anders mit den Zwergen und ist eine willkommene Abwechslung nach einem Tag mit Mama. Die freut sich, endlich mal nicht mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen und kann kurz durchatmen, bevor es an den allabendlichen Zieleinlauf geht.

Ohne Papa gäbe es die Familie nicht

Für mich ist das der wichtigste Punkt. Ohne meinen Mann wäre ich nicht vollständig. Ohne ihn wäre ich nicht glücklich. Ohne ihn gäbe es die Zwerge nicht. Ohne ihn wäre alles doof! PUNKT


 

Im Rahmen der Blogparade gab es schon eine ganze Reihe spannender Beiträge. Ganz besonders möchte ich euch den Gastbeitrag der Murmelmama auf MomsOffice empfehlen. Tanja beschreibt unglaublich gefühlvoll ihre Sicht als alleinerziehende Zwillingsmutter auf die Vaterrolle. Lesen!

 

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

4 comments

  1. ein toller Text. Ich habe zwar keine Zwillinge aber meine zwei halten uns auch sehr auf Trab. Ohne meinen Mann geht hier auch nichts. Ich bin nicht ich selbst, wenn er nicht da ist.

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