Das Christkind im Interview mit Zwillingsmama Anni von EinerSchreitImmer

Kerstin —  20. Dezember 2014 — 3 Kommentare

Was wünscht sich eigentlich das Christkind zu Weihnachten? Wie hat das Internet die Arbeit des ältesten Gabenbringers verändert? Und woher kommen eigentlich die vielen Socken zu Weihnachten? Fragen über Fragen, die das Christkind im Exklusiv-Interview mit Anneliese Attersee (einerschreitimmer) gerne beantwortet.


Liebes Christkind – danke, dass Sie sich kurz Zeit genommen haben für dieses Interview!

Ja, es geht momentan rund – ich habe leider nur kurz Zeit. Aber Sie dürfen mich fragen, weil ich weiß, dass Sie brav waren.

Woher wissen Sie das?

Ich habe so meine Informanten. Die neuen Technologien helfen mir da sehr gut. Meine Arbeit hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Früher musste ich von Familie zu Familie fliegen, um zu wissen, wer brav war und wer nicht. Die Wunschzettel kommen heute alle per E-Mail und die Eltern schicken mir SMS, ob die Kinder artig waren oder nicht. Wir entwickeln gerade eine APP fürs nächste Jahr: die X-Mas-App – da können ganze Familien dann abstimmen ob das Kind brav war oder nicht und welche Geschenke es bekommen soll. Das ist sehr praktisch. Meine Mitarbeiter können himmlisch programmieren. Ein Segen! 

Christkind

Und was ist mit Facebook?

Was weiß schon Facebook, was ich nicht weiß?

Achso – Entschuldigung – ich vergaß….

Jajaaaa…. Ihr Erwachsenen – ihr glaubt ja nicht an mich! Und ich muss das Ganze dann wieder ausbaden. Weil, wenn ich keine ordentlichen Wunsch-Mails von den Erwachsenen bekomme, dann gibt’s eben Socken, Krawatten oder Unterwäsche. Davon haben wir genug auf Lager. Mir ist das ja egal. Aber Beschwerden will ich dann keine hören!

Sie haben also Geschenke auf Lager?

Ja, für jene, die uns keine Wunschzettel schicken. Wir schlagen jedes Jahr im Weihnachtsschlussverkauf zu und bunkern die Geschenke dann schon für das nächste Jahr. So günstig kommt man nie wieder an kleine Aufmerksamkeiten. Und bei den Mengen, die meine Mitarbeiter und ich einkaufen, haben wir sowieso Sonderkonditionen ausgehandelt.

Apropos Masse – wie steht es um die Konkurrenz aus den USA? Santa Claus?

Ach – Konkurrenz ist ein hartes Wort. Ich würde Santa eher einen Mitbewerber nennen. Wir haben beide unsere Märkte. Außerdem sind wir mit der Auslieferung viel besser aufgestellt. Denn erstens liefern wir schon am 24. Dezember aus und nicht am 25. unsere Geschenke. Und zweitens verlangen wir weder Kekse noch Milch. Wissen Sie: Ich kenne Santa persönlich. Er ist ein netter alter Mann – aber alleine das mit den Rentieren ist ja sowas von veraltet! Wir testen jetzt übrigens schon Geschenk-Anliefer-Drohnen.

Gönnen Sie sich nach dem Weihnachtsstress wenigstens einen kleinen Urlaub?

Ich fahre erst nach Heilig-Drei-König in die Ferien. Ich treffe mich jedes Jahr mit dem Osterhasen in einem schicken kleinen Wellnesshotel. Wir besprechen dann die Dienstpläne und die Geschenkverteilungen. Meister Lampe ist nämlich meistens spätestens ab März nicht mehr ansprechbar. Er ist ein kleiner Angst-Hase, bekommt schnell rote Flecken und Panik-Attacken.

Ach, da gibt es also richtige Branchentreffen?

Ja, manchmal kommt auch die Zahnfee. Die ist aber oft schwer zu erreichen, weil sie ja das ganze Jahr über im Dauereinsatz ist.

Was mögen Sie am meisten an Ihrem Job?

Ach – ich habe im Sommer frei. Die Arbeitszeiten sind während des Jahres sehr flexibel. Das ist schon eine nette Sache…

Was wünscht sich eigentlich das Christkind zu Weihnachten?

Ich hätte gerne einen neuen Heiligenschein. Vielleicht aus LED – die alten Birnen flackern schon so schrecklich…. Meine Flügel sollten außerdem dringend zum 10.000 Kilometer-Service und zum Friseur sollte ich auch mal wieder dringend…. Aber bitte keine Socken!


Hat euch das Interview gefallen? Dann findet ihr mehr von Anneliese auf ihrem Blog einerschreitimmer.com oder auf ihrer Facebook-Seite!

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Kerstin

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Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

3 Antworten zu Das Christkind im Interview mit Zwillingsmama Anni von EinerSchreitImmer

  1. 

    Sehr süß! Wobei ich ja den Weihnachtsmann vorziehe… der kommt nämlich zu uns. Und hat sogar ein Flugzeug! Von wegen veraltet. Pah. Einen ganz modernen Düsenjäger. Mit Rentiernase vornedrauf. Habe ich zumindest meinem Großen erzählt.

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  2. 

    Hihi… Weihnachtsmann ist eh ok. Netter alter Mann… Ich bin halt mit dem Christkind groß geworden…. 😉

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  3. 

    Wow, so einen Interwiev-Partner bekommt man nicht alle Tage. 🙂 Bei uns gibt es auch nur the One and Only >Christkind<. Der Coca-Cola Man kommt uns nicht ins Haus 😀 🙂

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