Die besten Beiträge 2014

Ich wollte euch etwas zu lesen geben. Was dann geschah, holte mich aus dem Urlaub zurück!

Ja, eigentlich hatte ich mich für 14 Tage in den Blog-Urlaub verabschiedet. Aber dann suchte ich nach tollen Beiträgen anderer Blogger, die es verdient hätten noch einmal geteilt zu werden, die zwingend nochmal gelesen werden müssen, die einfach toll sind. Denn auch während des Blog-Urlaubs wollte ich euch via Facebook und Co Lesestoff bieten.

Ich teile dort gerne und recht oft, was ich so ganz subjektiv als lesenswert erachte. Doch bei zwei Wochen ganz ohne eigene Beiträge brauchte ich mehr! Mehr Material! Ich zwitscherte also…

Was dann passierte, lies mich mit offenem Mund staunen! (so vermutlich die heftigen Texter) Eine kleine Lawine rollte auf mich zu! Und jeder einzelne Beitrag ist es wert, gelesen zu werden! Nehmt euch also viel Zeit, eine Tasse Tee oder Kaffee und klickt euch durch die Blogs. Denn natürlich musste ich sie dann alle listen und meinen Blog-Urlaub dafür unterbrechen. 😉

Um auf dieser Liste zu landen, reichte eine Empfehlung durch einen anderen und dass ich den Link nicht übersehen habe. Nach völlig subjektiven Kriterien, habe ich den ein oder anderen Beitrag noch kommentiert. Bei der Masse habe ich aber einige auch schlicht gelistet.

Lesenswert sind sie alle! Und die Sammlung zeigt eindrucksvoll, dass Elternblogs wahnsinnig vielfältig und alles andere als trivial sind. Viel Spaß beim Lesen!


 

Was hat uns 2014 bewegt? #ElternBlogPost2014

Im April geisterte der Hashtag #selbstgeboren durch die Blogs. Selbstgeboren ohne Eingriffe von außen – nur so sei eine Geburt eine wahre, echte, gute Geburt. Die Wellen schlugen hoch durch die Elternblogs und ich möchte hier exemplarisch einen wunderbar ausgeglichenen Beitrag von Anja (von guten Eltern) verlinken, die als Hebamme und Mutter genau weiß, dass es nicht immer so läuft, wie sie das viele erträumen würden. Sehr berührend finde ich persönlich den Erfahrungsbericht von Anna (berlinmittemom). Ich hatte richtig Gänsehaut als ich las, dass die Geburt ihres zweiten Kindes, die Wunden der ersten traumatischen Geburt heilen konnte.

Monate später ist die selbstbestimmte, ambulante Geburt auf Janinas Liste gelandet: 5 Dinge, die sie bei der Geburt ihres 2. Kindes anders machen würde. Ich wünsche der Herzmutter diesselbige genauso wie weniger Druck in der Schwangerschaft, die Kraft Probleme zu akzeptieren und ein ruhiges Wochenbett. 😉

Alex schreibt im Herbst einen Brief an seine kleine Tochter und wünscht ihr, dass sie hoffentlich niemals diese Angst erleben wird, die er als Kind durchleiden musste. Bei der Ausreise aus einem Staat, der seine Eltern verzweifeln lies, es ihnen unmöglich machte zu bleiben. Damals als er mit seinen Eltern die Familie, Freunde, Heimat für immer zurücklassen musste, um in eine unbekannte Zukunft zu fliehen. Damals 1985 als die Mauer Deutschland noch schier unüberwindbar trennte.

Ich hatte den Beitrag von Séverine im August gar nicht gelesen (zu diesem Zeitpunkt war ich total offline) und nun taucht er in meiner Sammlung auf und ich kämpfe mit mir. Die sonst so lockerflockige Mama on the rocks berichtet von dem Umgang mit den Thema Fehlgeburt. Wie geht das Leben nach zwei Fehlgeburten weiter? Wie geht man damit um? Ich werde selbst eher selten persönlich hier. Aber genau einen Tag und einen Monat nach Séverine habe ich damals das gleiche Schicksal mit ihr geteilt. Und ich konnte es niemandem erzählen. Es dauerte, bis ich mich öffnen konnte. Nichts half da mehr, als die darauf folgende Schwangerschaft und die Geburt unserer Zwillinge!

Christine (mama arbeitet) schrieb es nach eigener Aussage nur schnell runter, es musste ihr von der Seele. Doch dann machte ihr Beitrag über Armut und ihre ganz alltäglichen Auswirkungen seine Runde im Netz, wurde geteilt und retweetet, zitiert und wieder geteilt.


Worüber haben wir 2014 nachgedacht? #ElternBlogPost2014

Im November erscheint ein unglaublich dämlicher Artikel in der Presse. So dumm, so unfassbar falsch, so bösartig – Ich werde weder zitieren noch verlinken. Susanne ruft auf ihrem Blog geborgen-wachsen dazu auf, gegen Gewalt gegen Kinder zu schreiben und viele folgen. Mir persönlich blieb vor allem Béas Beitrag über gewaltfreie Erziehung in Erinnerung: „Dein Kind wird deinem Beispiel folgen, nicht deinem Rat„.

Die Optimistin schreibt aus eigener bitterer Erfahrung über eine Kindheit voller Gewalt.„Das ist keine Erziehung, das ist Qual,“ formuliert sie es auf dem Mittsommar-Blog. Und sie macht sehr nachdrücklich klar, dass Gewalt nicht immer körperlich sein muss. All diese Verletzungen, die man einer Kinderseele zufügen kann, ohne auch nur einmal wirklich im Wortsinne zu schlagen, lassen mich sprach- und fassungslos zurück.

Man kann nicht sagen, dass der Text über ihren analogen Tod heiter ist, aber am Ende muss man dann doch mit Patricia lachen. Die Beschreibung ihrer digitalen Bestattung fällt vermutlich eher unter schwarzem Humor, aber es ist vor allem ganz großartiger, feiner Humor! DasNuf kann kaum etwas schreiben, was mir nicht gefallen würde. (ganz subjektiv musste das jetzt sein)

Den Muttertag mochte ich noch nie leiden. Ich wurde von meiner Mutter früh entsprechend instruiert, ihr nicht nur einmal im Jahr dankbar zu sein und ich übernahm ihre Abneigung. Frau Mutter schreibt mir daher aus der Seele in ihrem Brief an den Muttertag. Ein wirklich überflüssiger Tag, wenn man Müttern nicht das ganze Jahr über Wertschätzung entgegen bringt.


Worüber haben wir 2014 gelacht? #ElternBlogPost2014

Unvergessen ist Rikes Sommerurlaub als Wal gestrandet im Brandenburgischen. Die Klimaerwärmung verschafft ihr bei subtropischen Temperaturen einen (n)ostalgischen Aufenthalt in einem komfortablen Papp-Bungalow, in dessen Klo nur Teile der hochschwangeren Urlauberin passten. Wunderbar charmant berichtet sie von diesem wahrlich nicht erholsamen Urlaub mit ihren Männern.

Wenn man einmal gelesen hat, wie Christian Halloween erlebt hat, dann möchte man nirgendwo anders mehr feiern als bei dem Familienbetrieb zu Hause. Dabei geht es weniger um rauschende Feste und ausgelassene Partys, nein man möchte nur eine Zuschauertribüne, wenn der Herr des Hauses am Tag des Grusels zum Home Office verdonnert wurde. Der arme Kerl verzweifelt herrlich an den Geistern, die er gar nicht rief.

Loriot hätte seine helle Freude an einer Autofahrt mit ihren Eltern und die Auftragsmama gibt es ganz brutal und ungeschönt an uns weiter. Wir lesen und grinsen und sind ihr einfach dankbar für diese kurzweilige Fahrt zum Einkaufszentrum.

Mara behauptet, wenn Männer vom Mars seien, dann sei ihrer von einem seltsamen Spiralnebel drei Galaxien weiter. Wer diesen Dialog liest, dem fällt es schwer dies anzuzweifeln. Möglicherweise gibt es dort oben tatsächlich intelligentes Leben?

Buddenbohm und Söhne sind krank. Genaugenommen ist Sohn II krank, aber auch Vater muss daheim bleiben und zum Arzt. Denn diese Art der elterlichen Krankenwache muss ärtztlich bescheinigt werden. Wenn man über die Reaktionen Mitreisender über das sich übergebende Kind nachdenkt, dann ist der Text sicher nicht lustig. Aber ich habe ihn trotzdem in diese Kategorie gepackt und gelacht.


 

Und dann wird es am Ende doch egozentrisch!

Ich habe dann doch aus Neugier in meine eigene Blog-Statistik geschaut und muss sagen, dass sie so gar nicht meine „Wertigkeit“ widerspiegelt. Unter den TOP 5 der meistgeklickten Blogbeiträge auf dem Chaos² sind meine Favoriten nicht dabei. 🙁 Das Zwillingseltern-Bullshit-Bingo kommt auf deutlich über 10.000 Aufrufe, während der Beitrag zum Umgang mit Kinderfotos im Social Web knapp 500 geschafft hat.

Nachvollziehen kann ich es, denn mir ist schon klar, warum der eine so oft geteilt/geklickt wurde und der andere eher schwere Kost für wenige Interessierte zu sein scheint, aber schade ist es trotzdem.

Da werde ich mich 2015 mehr anstrengen müssen, euch mit meinen Herzens-Themen zu erreichen.

 

Guten Rutsch und Frohes Neues!!!

Eure Kerstin

 


Kleine Anmerkung: Ihr müsst meinen Beitrag hier nicht teilen, aber lest die Beiträge und teilt, was euch gefällt, belustigt, berührt fleißig über Facebook, Twitter oder wo auch immer ihr euch rumtreibt, denn jeder einzelne Beitrag hier ist auch 2015 noch lesenswert! Nicht heute, nicht morgen, sondern immer wieder.

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

3 comments

  1. Superschön gemacht – da nehme ich mir morgen besonders viel Zeit, um das alles zu lesen.. vielen Dank für die ganze Mühe !! Sehr wertvoll !!
    Liebe Grüße
    Linda

  2. Hallo 🙂
    Ich habe mich gerade unter deinen Links gefunden und freue mich sehr! Die Idee an sich ist schon super; habe dich jetzt unter meinen Lesezeichen gespeichert und werde die anderen Blogbeiträge auch in nächster Zeit nachlesen. Danke für die Mühe!
    Lieben Gruß
    Christine

    1. Hallo Christine,
      es freut mich, dass es dir gefällt.
      Aber die Beiträge sind auch wirklich alle auf ihre eigene Art gelungen.
      LG Kerstin

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