Titelbild zu den besten Elternblogposts

Was Mama schreibt und Papa tippt: #ElternBlogPost2015 im Februar

Leicht verspätet meine Lieblinks aus der Elternbloggerwelt im Februar:

Von überragenden Vätern und normalen Müttern

schreibt Andrea auf Runzelfüßchen und spricht dabei sicherlich nicht nur mir aus der Seele. Warum ist jeder Handgriff eines Vaters ein wahres Wunder, dass es zu bestaunen gilt? Leuchtet auch mir nicht so recht ein.

Ja, auch der Zwillingspapa ist ein moderner Papa, der nie lange überlegt hat, ob er sich aktiv am Haushalt und eben auch der Kinderbeziehung beteiligen sollte. Wir machen das gemeinsam. Nicht immer ist es exakt gleich verteilt und aktuell entsprechen wir in Teilen der klassischen Rollenaufteilung, aber das liegt dann an vielen Dingen und nicht am Geschlecht. Der Zwillingsvater geht mit seinen Kindern zum Arzt, er bringt sie ins Bett, er kocht für sie, er kam mit zum PEKiP,…

Und tatsächlich ist es dem Umfeld wie von Andrea beschrieben oft ein Lob wert. Wie toll er das macht! Und so selbstverständlich! Und so sicher im Umgang mit den Kindern! Und er putzt sogar noch Fenster! Schockierend. Und was macht seine Frau? Die Mutter der Kinder?

Bitte eine Welle für die aufopferungsvolle Frau und Mutter, die zumindest nicht deutlich weniger zum Familienwohl beiträgt. Und dann feiern wir alle Papa weiter. Der hat es sicher verdient. Der ist nämlich toll!

«Mein kleiner Maximilian-Jason kriegt noch MuMi»

Markus liest in Elternforen mit und berichtet über die interessante Spezies der Forenmuttis.

Im Internet treffen Welten aufeinander und bieten dabei mehr Unterhaltung als das Privatfernsehen beim Niveaulimbo. Manch ein Forenbeitrag hat mich schon an den Rand eines Psychologiestudiums getrieben. (Den Rand, an dem das Studium beginnt.)

Ich stöber ja auch hin und wieder in Elternforen, aber ich habe selten meine Beobachtungen so amüsant zusammengefasst gelesen, wie hier von Markus. Forenmuttis haben tatsächlich eine ganz eigene Art der Kommunikation. Sie sind Expertinnen auf ihren Gebiet, lieben Abkürzungen und habe alle die zuckersüßesten Babies und tollsten Göttergatten.

Der Kloß im Hals

Die Nieselpriem-Rike schreibt ja oft Beiträge, die mich zum Schmunzeln bringen und wie ein warmer Sonnenstrahl wirken. Dieser Beitrag tut das nicht. So gar nicht. Rike schreibt sich den Kloß aus dem Hals. Der ist schon ewig da und geht nicht weg. Er begleitet sie jeden Tag, wenn ihr Sohn in der Schule ist. Er treibt sie um, wenn sie Geburtstagseinladungen vorbereitet. Er geht einfach nicht weg.

Ständig begleitet sie der Wunsch ihren Sohn zu beschützen. Das Kind zu beschützen. Andere Kinder zu beschützen.

Habe ich dem fremden Jungen neulich vor der benachbarten Schule mit meinem Dazwischengehen geholfen, als er gehänselt und geschubst wurde von mehreren anderen Jungen? Ich fürchte, nicht. Vermutlich bezieht er alleine dafür morgen wieder eine Abreibung. Aber ich konnte nicht anders. Das war der Kloß. Irgendwo habe ich gelesen: „Kinder müssen lernen, ihre Konflikte alleine auszutragen!“. Ich finde das grausam, das sollte niemand lernen müssen. Aber wahrscheinlich spricht auch hier der Kloß.

Kinder können grausam sein. Untereinander. Mama kann nicht immer beschützen.

Empörungsfasten: Ignoranz kann auch gesund sein

Johannes bloggt streng genommen nicht nur bzw vorwiegend zu Elternthemen und das Jazzblog ist nicht direkt ein klassischer Papablog, aber er muss doch dann hier erwähnt werden. Johannes hat einen Vorsatz für die nächsten Wochen, den ich sehr begrüße und gerne teile:

„Ich nenne ihn Empörungsfasten. Einfach mal weniger aufregen, gelassener werden, Milde walten lassen, ignoranter werden und die eigene Aufregung am Ende auf die Themen zu konzentrieren, die es wirklich wert sind und die ich am Ende auch enigermaßen fundiert beurteilen kann.“

Ich bin dabei! Nach den letzten Wochen umso mehr. Nicht nur, dass mir selber Kommunikation schwer fiel, ich mochte auch oft nicht lesen – speziell auf Twitter. Warum? Ich fühlte mich teilweise soweit weg von dieser Welt und sah mit befremden eine Empörungswelle nach der anderen durch die Timeline gejagt. Über was man sich alles so (künstlich) aufregen kann, dass es überhaupt nicht wert ist.

Ich freue mich sehr zurück zu sein – auch auf Twitter. Aber diese ganze Empörung blende ich von nun an aus. Vielleicht nicht nur für die nächsten Wochen. Und widme meine Energie den – für mich – wichtigen Themen.

Eure Kerstin


Der Beitrag sollte ursprünglich am 28.02. erscheinen, aber dann hatten die Murmels Geburtstag und ich war ja auch in Köln und dann war Sonntag und Wochenende in Bildern und Montag!!! (montags geht gar nichts) und dann musste ich unbedingt noch… Naja, aber nun ist er erschienen. 😉

Wenn ihr mir eine Freude machen wollt, dann schenkt mir doch ein Herz! <3

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

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