Mama mistet aus! Projekt „Kinder-Klamotte verkaufen“

Kerstin —  30. Juni 2015 — 7 Kommentare

Ich bin kein Jäger und Sammler! Im Gegenteil!

Ich bin ein kleiner Ordnungsfetischist, der aufgeräumte und übersichtliche Räume und Schränke liebt. Ich muss in meiner Wohnung atmen und auch zur Ruhe kommen können (letzteres ist ein ziemlicher Brüller, oder? Ruhe als Kleinkindmama gnhihihi). Ich hasse rumstehendes Gedöns und Krimskrams-Ecken. Selbst hinter den Schranktüren höre ich damit nicht auf. Und da zuviel Zeugs zu zuviel Chaos führt, bin ich ziemlich gut im Ausmisten und Entsorgen, Aufräumen und Sortieren. Ich räume auch gerne um und treibe damit meinen Mann in den Wahnsinn, denn der findet nie was wieder.

Letzterer ist in dem Punkt wahrscheinlich froh, dass ich durch die Anwesenheit zweier Kleinkinder und meinem langsam etwas störenden Babybauch von allzu großem Aktivismus abgehalten werde. So nörgel ich zwar hier und da ein wenig rum, dass alles so fürchterlich, grauenhaft unordentlich ist!!! Aber nur so ein bisschen… ein kleines bisschen.

Hier ist es aber wohl offensichtlich so unordentlich, dass ich nicht einmal den roten Faden dieses Blogposts wieder finde. Der sollte nämlich eigentlich etwas mit Kinderkleidung und Säuglingsausstattung zu tun haben. Genauer:

Kistenweise Kinder-Klamotte!

Für diesen dunklen Fleck unserer jüngeren Vergangenheit kann ich viele schicke Ausreden bieten. Da war das erste Jahr mit den Zwillingen, der Schulterbruch, der Umzug, die Arbeit, der Haushalt, die wilden Kleinkinder, die Schwangerschaft,… ich kam ja nie dazu…

Das wäre aber maximal ein Viertel der Wahrheit. 😉 Tatsächlich konnte ich mich zum einen bisher nicht trennen und zum anderen bin ich damit irgendwie völlig überfordert. Und je mehr es wird, desto schlimmer! Ich weiß einfach nicht, wohin ich sie sinnvollerweise abgeben sollte und was genau davon.

So kommt es, dass ich bis heute nur die ganz kleinen Kleidungsstücke in Größe 50 und kleiner dem Krankenhaus gespendet habe (die hatten damals nichts so kleines für unsere Mäuse) und nur zufällig mal Einzelstücke an Bekannte weitergab. Der Rest – fast 20 Windelkartons mit Kleidung und die komplette doppelte Baby-Ausstattung – verteilte sich wild im ganzen Haus. Ich habe immer wieder irgendwas, irgendwo in die Ecke versteckt und den Überblick schon lange verloren.

Jetzt habe ich mir das große Ziel gesteckt bis zur Geburt des Krümelchens Herrin der Lage zu werden. 🙂 Ich möchte die Sachen aussortieren, die wir abgeben können und alles zusammen suchen, was wir für das kleine Krümelchen benötigen. Letzteres wird gewaschen und in den Schrank geräumt bzw nach Größen sortiert ordentlich gelagert. Genauso möchte ich einige Erinnerungsstücke für jedes der Kinder in jeweils eine besondere Kiste zurücklegen. Unklar ist, was ich mit dem ganzen Kram mache, der eigentlich weg kann. Ich bin in sowas ziemlich Neuling. Auf geht’s!

Schritt 1: Warenlager zusammenziehen

Babykleidung FlohmarktWir haben ein kleines Haus mit insgesamt 4 Etagen. Aussortierter Kinderkram fand sich bis vor kurzem noch auf mindestens 3 davon. Im Keller herrscht sowieso seit dem Umzug noch reinstes Chaos. Der hat nämlich nicht einmal wirkliche Wände und entsprechend nicht den Hauch einer Aufteilung. Seit dem Umzug fungiert er als schwarzes Loch für alles, was gerade im Weg herum steht. Wiederfinden??? Wenn man Zeit für eine zweitägige Expedition in den Untergrund hat, möglicherweise…

Auf dem Dachboden stellte mein Mann schon einmal das ein oder andere von den Kindern in meinem Büro ab (boah ich hasse das!), auf und im Kleiderschrank der Zwillinge, in der Abstellkammer und auch in unserem Kleiderschrank… tatsächlich sogar in Kisten in der Schlafzimmerecke fand sich Kinderkrams. Zusätzlich hatte ich aus akutem Platzmangel vor dem Umzug schon erste Babysachen bei den Großeltern zu beiden Seiten auf den Dachböden verkramt… das muss jetzt alles erst einmal an einem Ort gesammelt werden.

Schritt 2: Kisten gucken und Waren sortieren

IKEA KALAXTheoretisch könnte es an dieser Stelle durchaus kompliziert werden. Für die meisten sicherlich eine große Herausforderung, sich nicht in Erinnerungen zu verlieren und am Ende gar nichts aus der Hand geben zu wollen. Aber ich setze da große Hoffnungen in meine Routine als private Ausmist-Expertin.

Klar die Mama in mir mag kein Kleidchen der Prinzessin abgeben. Aber dann ersticken wir irgendwann in Kinderkleidung und das würde ich gerne vorher vermeiden. Außerdem haben wir ziemlich viel Kram, der dann doch irgendwie nie so genutzt oder getragen wurde, wie man es vielleicht dachte. Da gibt es Fehlkäufe und unpassende Geschenke, übersprungene Kleidergrößen und Klamotte, die nie zur Jahreszeit passte. Schauen wir mal…

Die Entdeckungsreise in die tiefe Welt der Kisten macht mir zumindest Spaß.

Schritt 3: Zeug loswerden!!!

An der Stelle wird es für mich extrem kompliziert. Ich habe damit echt keine Erfahrung. Ebay habe ich schon immer gehasst und bei meinen 5 Ausflügen in 5 Jahren auf diese Plattform, habe ich im Anschluss eine Aggressionstherapie gebraucht wegen dieser unfassbar dusseligen Usability dort. Flohmärkte finde ich eigentlich ganz cool und theoretisch kaufe ich sogar Kinderkleidung selber gerne mal gebraucht, allein verpasse ich die immer grundsätzlich. Es passiert selten, dass ich erfahre, wann so ein Kindertrödel hier in der Umgebung stattfindet und ich mir das sogar merken kann. Noch viel seltener denke ich an dem entsprechenden Termin daran.

Bisher habe ich zweimal erfolglos versucht, für einen KiTa-Trödel „eine Nummer“ zu ergattern. Ihr wisst, wovon ich spreche? Diese netten KiTa-Trödel, bei denen man zuvor seine Kleidung mit seiner eigenen Nummer, Größe und Preis versehen abgibt und die verkaufen das dann alles für einen gegen einen kleinen Anteil am Erlös. Abends holt man bequem Geld und Restposten ab. Diese Trödel sind als Käuferin für mich der Favorit, weil ich nicht von Stand zu Stand muss, sondern eine Größe an einem Tisch finde. Äh ja und ich hasse verhandeln… fällt da weg. Wäre also auch super als Verkäufer, aber ich ergatter nie so eine dumme blöde verf*** Nummer!!! 5 Minuten nach Beginn der Vergabe kommt statt eines Besetztzeichens immer die Ansage: „Tut uns leid, aber…“ Die tricksen doch! Die schieben sich die Nummer doch vorab unter der Hand zu!!!

Tja, egal… wo war ich stehen geblieben? Auf Trödel zu hoffen, ist keine so tolle Idee (s.o.), Ebay finde ich gruselig und so habe ich euch auf Facebook gefragt:

Entsprechend eurer Ratschläge versuche ich mich dann mal am Mamikreiseln. 😉 Für Zwillingsbörsen verkaufe ich nämlich zu wenig Zwillingskram. Genau genommen verkaufe ich ja erst einmal nur eine Garnitur. Und hier kommt das Outing: den Mädchenkram!

Also ich muss dann mal weg, wenigstens schonmal die ersten Sommer-Sachen der Prinzessin fotografieren und einstellen! 😉

Wenn ihr noch weitere Tipps habt: Immer her damit! Ich halte euch dann auf dem Laufenden, was in meinem Klamottenlager so abgeht.

Eure Kerstin

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Kerstin

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Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

7 Antworten zu Mama mistet aus! Projekt „Kinder-Klamotte verkaufen“

  1. 

    Juchuh, ein Junge! (Noch während ich das tippe, wird mir klar, dass ich andernfalls vemutlich „juchuh, ein Mädchen“ empfunden und getippt hätte…) 🙂

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  2. 
    Eva Dorothee 30. Juni 2015 um 13:47

    hallo Kerstin,

    Ich habe mal die verschiedenen Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen aufgelistet. Vielleicht hilft Dir das ja weiter. Schöne Grüß, Eva Dorothée
    http://www.mamaclever.de/2015/01/gebrauchte-kinderkleidung-clever-verkaufen/

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  3. 

    Ich bringe die Sachen immer zum An- und Verkauf. Wir haben einen in der Nähe, der sich auf Kinderkleidung spezialisiert hat. Zweimal im Jahr (Frühjahr-/ Sommersaison und Herbst-/ Wintersaison) alles zusammen suchen. Nicht verkaufte (wenig) wird wieder abgeholt und verschenkt oder gespendet (sog. „Kelly“-Container 😉 ) oder entsorgt.
    Ich gestehe allerdings, dass ich das bisher nur für die Kleidung des Großen gemacht habe, bei den Mädels wollte ich auch mamikreiseln, bin aber bisher nicht dazu gekommen. Ich würde mich über einen Erfahrungsbericht von dir freuen!

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  4. 

    Hier noch eine Stimme für Mamikreisel. Find ich aber auch Arbeit, weil man ja immer erst alles fotografieren und hochladen muss. Und dann Geldeingang checken, verpacken und zur Post bringen… *seufz*
    Hab mir jetzt vorgenommen, dort alles einzustellen (und bei Ebay Kleinanzeigen, das find ich besser als Ebay! ) … und was ich nicht loswerde, nehme ich mit auf einen Flohmarktstand, wenn es denn sein muss (große Lust hab ich nicht)…

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  1. Die große Flohmarkt-Challenge #12von12 « Chaos² – Familienwahnsinn im Doppelpack - Februar 12, 2017

    […] der Redaktion: Es gab immer mal wieder Anläufe sich der Problematik zu Stellen und volle Kofferraumladungen, die bei Kleiderkammern abgeladen […]

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