Krümel getestet: die neue Outdoor-Babytrage von BabyBjörn

Kerstin —  7. Juli 2016 — 6 Kommentare

Cuxhaven mit BabyBjörn (2).JPG

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„Das Dritte läuft so mit,“ sagte man uns schon in den ersten Tagen nach Krümelchens Geburt. Ja, so ein drittes Kind muss sich vermutlich in vielen Dingen anpassen und den eingespielten Alltag einfach mitmachen. Aber Babys laufen meist nicht in den ersten Wochen, Monaten, achwas im ganzen ersten Jahr nicht auf ihren eigenen Beinen mit. Sie müssen mitgelaufen werden. 😉

Ich bin nicht die typische Tragemama, die statt zu schieben immer trägt. (Ich liebe meinen riesigen Kinderwagen.) Doch den Krümel habe ich von Anfang an ganz, ganz viel getragen. So hatte ich mein kleines Baby ganz nah bei mir und die Hände frei für meine großen Wirbelwinde. Aber Krümel ist ein Riesenbaby und verdammt schwer. Irgendwann wurde die Tragerei anstrengend, ja schmerzhaft.

Als ich bei der Blogfamilia die Produkte von BabyBjörn sah, musste ich daher unbedingt genauer hinsehen und mich informieren. Wir hatten ein total nettes und informatives Gespräch am Stand. Und das allerbeste (ich hätte mir das nicht erträumt): Ich durfte die neue Babytrage One Outdoors mitnehmen und in unserem Familienurlaub testen! Großartig!

Ein Trage-Baby macht Urlaub

Direkt nach meiner Rückkehr aus Berlin ging es an die Nordsee. Mit der neuen Babytrage im Gepäck und natürlich wurde sie gleich am ersten Tag getestet. Wir hatten zwar extra im Vorfeld einen Buggy von Bekannten ausgeliehen, um auf den großen Kinderwagen verzichten zu können, aber nun saß der Krümel in der Trage und war schwer begeistert. Ich auch, denn ich hatte keine Schmerzen in der Schulter.

Die Trage ist aus ganz leichtem, angenehmen Material. Ich habe kaum geschwitzt. Die Schulterriemen sind gut gepolstert und durch den breiten Bauchgurt verteilt sich das Gewicht optimal, obwohl ich den Krümel an diesem und den folgenden Tagen lange getragen habe. Er war schließlich echt glücklich in der Tragehilfe, hat dort geschlafen und sich ausgeruht, die Urlaubsumgebung bewundert und war ganz nah bei Mama.

Praktisch ist aber nicht nur das leichte Gewicht der Trage, die man so überall mit hin nehmen kann (den Buggy kann man echt gut zu Hause lassen), sondern auch das Material, das kaum verschmutzt und schnell trocknet, wenn es angesabbert wurde oder aus anderen Gründen nass geworden ist. 😉

Cuxhaven mit BabyBjörn (3)

Während des Urlaubs habe aber nicht nur ich getragen. Auch der Papa findet die Trage praktisch und hat seinen Riesenkrümel damit getragen. Die Outdoor-Trage gefiel sogar dem Opa so gut, dass er unbedingt auch mal tragen musste. Statt Rucksack wurde also der Enkel umgeschnallt, dem das nur Recht war. Ob im Bus oder auf dem Schiff, in der Bahn oder auf der Strandpromenade – das jüngste Familienmitglied wurde reihum von den uns dreien getragen.

Die Babytrage One Outdoors ist dank Säuglingseinsatz schon für Neugeborene geeignet und lässt für größere Babys mehrere Tragevarianten zu. Ich habe sie natürlich alle gestestet. BabyBjörn selbst empfiehlt das Tragen auf dem Rücken zwar erst ab 12 Monate, aber unser Krümel ist so schwer und groß wie viele Einjährige, sitzt schon lange frei, krabbelt seit er sechs Monate alt ist und läuft ja auch bereits. Ich habe mich also getraut und ihn auf den Rücken gepackt. Das geht erstaunlich einfach und lässt sich dann vor allem verdammt gut tragen.

DSC_0842

Mein Favorit bleibt aber das Tragen vor der Brust, denn da habe ich den Kleinen besser im Blick. Der Krümel favorisiert übrigens das Tragen nach Vorne mit dem Rücken zu Mama. Diese Trageweise ist ziemlich umstritten, ich weiß. Es fühlt sich auch ungewohnt an. Aber er war begeistert, so einen guten Blick zu haben und lachte die ganze Zeit. Nach 20 Minuten habe ich ihn wieder umgedreht und so konnte er sich wieder an meiner Brust ausruhen. Ich habe es seitdem immer mal wieder für kurze Zeit gemacht, wenn er unterwegs schlechte Laune bekam. Die Position ist schnell gewechselt und bisher hat es seine Laune immer beflügelt. 😉

Die Trage ist seit diesem Urlaub bei uns im Dauereinsatz. Den Buggy habe wir schon wieder zurückgegeben. Am Ende saß/lag meist eh nur der Sonnenschein darin. Der übrigens auch mal getragen werden wollte. Klappte auch – allerdings würde ich so große Kinder nur auf dem Rücken empfehlen. 😉

Eure Kerstin


Empfehlungen zur BabyBjörn One Outdoors:

  • Ab Geburt (3,5kg/53cm) bis drei Jahre (15kg/100cm) verwendbar
  • Mindestalter für die Trageweise nach Vorne: 5 Monate
  • Mindestalter für die Trageweise auf dem Rücken: 12 Monate

 

 

 

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Kerstin

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Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

6 Antworten zu Krümel getestet: die neue Outdoor-Babytrage von BabyBjörn

  1. 

    Es tut mir leid, aber ich muss meinen Senf dazu geben ;o)
    Sagen wir es so, dadurch, dass der Krümel schon sitzen kann, haben meine Kritikpunkte für den Krümel nicht ganz so viel Wichtung. ABER, da die Trage ja ab Geburt genutzt werden kann, möchte ich hier doch kurz anreisen, warum ich diese Trage nicht empfehlen würde:
    * der Steg zwischen den Beinen ist ziemlich schmal und nicht verstellbar
    * die Trage wirkt sehr steif und der Rückenteil geht ziemlich weit hoch –> hier kann ich mir nicht vorstellen, wie ein Baby einen runden Rücken drin machen kann
    * die beiden erst genannten Punkte lassen die Anhock-Spreiz-Haltung nicht wirklich zu
    * das mit dem Blick-nach-Vorne-Tragen hast du schon angesprochen, daher halte ich hier den Mund ;o)

    Mir erschließt sich z.B. auch nicht, warum das Auf-dem-Rücken-Tragen erst ab 12 Monate empfohlen wir? Gängige Empfehlung ist eigentlich das freie Sitzen, weil es darauf bei der Trageweise dann auch ankommt.

    Insgesamt habe ich von BabyBjörn den Eindruck, dass die zwar schon seit über 35 Jahren Tragen auf den Markt werfen, sich aber trotzdem noch nie mit physiologisch korrektem Tragen auseinandergesetzt haben (egal, was die in ihrer Werbung behaupten…)

    Trotzdem finde ich es gut, dass ihr euch mit dem Tragen im Urlaub so wohl gefühlt habt :o)

    Alles Liebe ♥
    Nadine

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    • 

      Hallo Nadine!

      Das mit dem Steg habe ich auch immer so gehört. Aber ich war erstaunt als ich sie sah! Kannst du es vielleicht auf dem Bild mit meinem Vater erkennen? Der Steg ist mindestens zwei Handlängen von mir breit. Breiter als zB beim Bondolino. Er kann allerdings verstellt werden, wenn man nach vorne trägt. Auf ca die Hälfte. Da scheint sich einiges zu alten Modellen verändert zu haben.

      Ansonsten muss man sich eh immer ansehen, ob die Trage zu einem passt. Idealerweise ausprobieren.

      LG Kerstin

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  2. 

    Ja, ich sehe schon, dass der Steg breiter geworden ist. Allerdings sollte er immer bis in die Kniekehlen vom Tragling gehen…
    Das der Steg verstellbar ist, finde ich gut. Auch stufenlos oder nur halbe Breite/ganze Breite?
    Ansonsten sehe ich das mit dem Steg bei Tragen nicht sooo kritisch, da gibt es auch andere (bessere ;o)) Tragen, wo man sich da mit Hilsfmitteln behelfen muss um den Steg einzustellen. Aber dieses Rückenpanell finde ich bei der BabyBjörn immer noch gruselig…

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    • 

      Der Rücken ist tatsächlich recht steif. Den Steg kann man stufenlos verstellen. Ich glaube, s ich ist auch eher etwas für größere Babys. Ich kenne kaum eine Tragehilfe, die auch bei den ganz kleinen schon wirklich toll ist und sich gut anfühlt. Vielleicht den Marsupi, der geht aber wiederum bei solchen Kalibern wie dem Krümel kaum noch angenehm.

      LG Kerstin

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  3. 

    Jo, ich glaube, damit bringst du’s ziemlich gut auf den Punkt ;o)
    Es gibt schon Tragen, mit denen man auch Neugeborene gut tragen kann (die Mei Tai Varianten der Tragetuchhersteller, Emeibaby, Jonobaby…), allerdings braucht man dann auch wirklich eine Babysize und die geht nur bis ca. 6 Monate. Ab dann entweder die nächste Größe bzw. dann halt die „klassischen“ Tragen (Bondolino, Manducca, Ergobaby…). Auch wenn letztere mit ihren Einsätzen schon theoretisch ab Geburt nutzbar sind, habe ich dabei noch kein gutes System gesehen…

    Das einzige, was man wirklich von Geburt bis Ende der Tragezeit einsetzen kann, ist ein Tragetuch :o)

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  4. 

    Die neue Generation der Baby Björn Trage kann tatsächlich so einiges – unter anderem ist der Steg viel breiter. Ich habe mir auch mal erklären lassen, warum das Baby nicht angehockt ist: die Bewegungsfreiheit, die durch die fehlende Anhockung entsteht, fördert die Durchblutung und somit die Entwicklung der Hüfte.
    Manchmal gibt es halt zwei Wege, die nach Rom führen…man sollte nicht alles glauben, was im Internet hundertfach wiederholt wird sondern mal direkt nachfragen 😉

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