Neujahrsvorsätze

Murmelmama —  3. Januar 2017 — 5 Kommentare

Bevor ich mit meinen Neujahrsvorsätzen anfange, möchte ich erstmal Euch allen eine gesundes und schönes neues Jahr wünschen! Möge sich Eure Träume, Wünsche und Erwartungen erfüllen ❤

Ich bin nie der Mensch gewesen, der irgendwelche großartigen Neujahrsvorsätze gefasst hat… Sport? Och nö… Abnehmen? Och nö… Oder gar so eine tolle und beeindruckende Liste wie Séverine von Mama on the Rocks? Ne… wenn ich mir diese Liste anschauen, komme ich mir sowieso extrem anspruchslos vor.

Am 1. Januar waren wir bei meinen Eltern zum Kaffee trinken. Von dort haben wir dann gemeinsam mit meiner Cousine in Italien telefoniert. Telefonate, die in letzter Zeit viel zu selten geworden sind. Besuche erst recht. Im vergangenen Jahr haben wir uns einen Nachmittag gesehen. Das ist viel viel zu wenig. Die mangelnden Besuche sind natürlich der Entfernung von über 1.000 Kilometern geschuldet. Aber das hat ja mit dem Telefonieren nichts zu tun. Meine Cousine und ich sind beides Menschen, mit einem sehr vollen Alltag, wenn die eine Zeit hat, hat die andere diese gerade nicht. Irgendwas ist halt immer!

Zumindest haben wir in diesem Telefonat einen gemeinsamen Neujahrsvorsatz gefasst – wir wollen mindestens einmal im Monat miteinander telefonieren! Ich bin gespannt, ob wir das schaffen!

Dieses Telefonat und auch die Liste von Séverine haben bei mir bewirkt, dass ich am Abend des 1. Januar auf dem Sofa saß und mir über Neujahrsvorsätze so meine Gedanken gemacht habe. Keine Angst, es folgt jetzt keine Liste mit Dingen, die ich nicht mache bzw. einhalte…

Ich habe nämlich nicht über Neujahrsvorsätze nachgedacht, sondern auch über Dinge die mir bzw. mir und meiner Familie im vergangenen Jahr gut getan haben. Ich habe viele tolle Leute kennen gelernt. Ich habe Zeit – wenn auch zu wenig – mit Menschen verbracht, die mir wichtig sind, die mir gut tun. Im Vergleich zu den vorherigen Mama-Jahren, habe ich es wieder geschafft, etwas mehr zu lesen. Last but not least habe ich einen tollen neuen Job.

So sehr alle (auch ich) über 2016 meckern, so hatte das Jahr auch wirklich tolle Momente und Ereignisse für mich!

Was mache ich nun mit diesen Gedanken?

Ich verabschiede mich auf meine alten Tage von dem Vorsatz KEINE Neujahrsvorsätze zu fassen. Allerdings wird meine Liste vermutlich vielen von Euch eher klein und unbedeutend erscheinen… Eigentlich steht nur ein Punkte auf dieser Liste!

ZEIT 

Zeit mit Menschen verbringen, die ich mag und die mir gut tun ❤

Zeit zum Lesen

Zeit, wieder ein bisschen mehr einfach nur „Tanja sein“

Nicht besonders spektakulär, denkt Ihr jetzt… aber für mich ist das echt groß! Zum einen, da ich – wie bereits geschrieben – eigentlich keine Neujahrsvorsätze fasse und, weil ich mich selber mit diesem Vorsatz wieder stärker in den Vordergrund rücken. Einfach mal fünfe gerade sein lassen, für Menschen und Dinge, die ich mag, die mir gut tun.

Lange Zeit drehte sich alles darum, über all und für alle und alles 100 % und mehr zu geben. Gelungen ist es mir nie. Es war immer irgendwie nicht genug. Es ging soweit, dass mich im Dezember eine verschleppte Erkältung komplett umgeworfen hat und ich drei Wochen nicht arbeiten konnte.

Mich selber wieder mehr in meinen eigenen Fokus zu setzen, bedeutet gleichzeitig auch von diesen 100 % Abschied zu nehmen.

Vielleicht schreit der ein oder andere jetzt was von EGOISMUS… soll er/sie doch.

Mein Leben wird in absehbarer Zeit nicht stressfreier, leichter oder ruhiger. Das Tempo der letzten Jahre kann und will ich nicht mehr. Ich bin dabei auf der Strecke geblieben. Ich nütze weder meinen Kindern, meiner Familie, Freunden oder Arbeitgebern, wenn ich zusammen klappe. Dann lieber über all etwas weniger, etwas gelassener und etwas für mich, zum ICH sein.

Unterm Strich, werden alle davon profitieren! Ich bin geduldiger, ausgeglichener, entspannter (hoffe ich), so dass ich all den Anforderungen (so der Plan) wieder besser gerecht werden kann.

UND ein ganz wesentlicher Punkt: ich mag mich dann selber (hoffentlich) wieder lieber. Diese ständig gestresste und genervte Hippe kann ich nämlich selber auch gar nicht ausstehen.

Jetzt bin ich nur gespannt, ob ich das auch schaffe 🙂

Alles Liebe Eure Tanja

 

Ps. Bisher läuft die Umsetzung sehr gut… Gestern hatten wir einen wundervollen Nachmittag mit meiner lieben Freundin und Gastgeberin Kerstin und ihrer bezaubernden Familie. Heute Abend bin ich mit meinem besten Freund verabredet!

 

 

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Murmelmama

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Mein Name ist Tanja. Ich bin alleinerziehende, getrennt lebende, berufstätige Mama eines fünfjährigen Zwillingspaares - meine Murmels. Auf Twitter findet Ihr mich unter @Murmelmum und hier im Blog hat die liebe Kerstin mir ein kleines Dauergast-Apartment eingerichtet :-)

5 Antworten zu Neujahrsvorsätze

  1. 

    Hallo Du Liebe, ich kann Deine „Liste“ gut verstehen. Die will ich auch. 🙂 Ich habe im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass ich leider nicht allen Ansprüchen gerecht werden kann, wenn ich normal bleiben will. Ich werde nicht ausgeglichener, leistungsfähiger oder flexibler, wenn ich mich wieder mehr um mich selbst kümmere. Zum „mich um mich selbst kümmern“ gehört nämlich leider auch, dass ich Abstriche mache. Bei den anderen. Dass ich nicht mehr für alle(s) da bin, dass ich manchmal sogar schlechtere Ergebnisse abliefere, dass ich mich an manchen Stellen weniger einbringe oder dass ich andere Dinge sogar ganz weglasse. Das ist die Kehrseite, um mich wieder wohler zu fühlen und mehr Zeit für das zu haben, was mir wichtig ist.
    Das ist also immer auch eine Gratwanderung zwischen „gut sein“ und „gut genug sein“. 🙂

    Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Suche nach dem „Weniger ist mehr“. Und werde mich in diesem Jahr auch auf die Suche begeben. 🙂
    Martamam

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    • 

      Danke, für Deine lieben Worte.
      Es wird nur nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ gehen.
      Ich hoffe darauf, dass ich – auch wenn ich in der Abstriche mache – besser bin, weil ich mich wohler fühle. Ansonsten wäre das „mehr für mich“ on top und das funktioniert nicht, bei meinen eh sehr sehr vollen Tagen.
      Also, abwarten, Prosecco trinken (mit lieben Menschen) und warten, was passiert 🙂
      Alles Liebe und gedrückte Daumen!
      Tanja

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  2. 

    Hallo Tanja,

    ich habe mir gerade dein Neujahrspost durchgelesen und ich unterschreibe jede Zeile davon. Kann dich so gut verstehen, denn ich kam letztes Jahr zu selben Entschluss. Für die weitere Umsetzung wünsche ich Dir von Herzen die nötige Energie und Kraft- und lass Dir noch einen lieben Gruss da- 😉

    Servuus
    ebenfalls -Tanja 🙂

    Gefällt 1 Person

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  1. Manchmal bin ich echt fies. Isso. « Chaos² – Familienwahnsinn im Doppelpack - Januar 4, 2017

    […] Inspiriert von Tanja: Mehr ICH zwischen all dem geliebten WIR zu leben. […]

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