Familienurlaub unter Palmen | Camping Las Palmeras

Kerstin —  26. Mai 2017 — 2 Kommentare

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Ich fange dieser Beitrag gleich mit einer Erklärung an: Über dem Text steht „Werbung„, denn es handelt sich um eine bezahlte Kooperation. Den Urlaub haben wir allerdings unabhängig davon gebucht (und bevor wir überhaupt wussten, dass ich darüber schreiben werde). Die Schwiegereltern fahren eh schon Jahrzehnte ganz unkooperativ auf diesen Platz ohne darüber zu bloggen. Und viel wichtiger:

Auch wenn unsere Anreise bekanntlich eher ein Höllenritt war, hatten wir einen ganz tollen und vor allem entspannten Urlaub mit der Familie. Das lag nicht zuletzt an dem schönen Platz und seiner familiären Atmosphäre. Ich kann euch also ruhigen Gewissens und von Herzen einen Urlaub auf diesem Campingplatz empfehlen:

Urlaub unter Palmen. Mit Sonne. Strand. Und Meer! Ein traumhafter Familienurlaub!

Camping Las Palmeras an der Costa Brava

Der Platz

Ich bin – ich wiederhole mich – kein erfahrener Camper; ich mag Camping nicht einmal sonderlich und habe wenig Erfahrung wie so ein durchschnittlicher Campingplatz aussieht, aber hier habe ich mich direkt wohl gefühlt und nicht wie auf einem überdimensionalen Parkplatz zwischen Kolonnen von Wohnwägen mit ihren Vorzelten.

Las Palmeras ist überschaubar, ruhig und familiär. Der Platz ist nicht sonderlich groß und als nach Ostern viele Gäste abreisten, hätte man von einem Ende zum anderen sehen können, wenn die Wege denn schnurgerade liefen. Laufen sie aber nicht. Und das mag ich persönlich.

Es gibt keine geraden, asphaltierten Wege. Dafür muss es einem im Gegenzug dann egal sein, dass die Füße immer staubig sind. Klebt ja eh ständig der Sand vom letzten Strandbesuch dran. Überall auf dem Platz wachsen Palmen und Olivenbäume, die Parzellen sind nicht durch mannshohe Hecken vor den Blicken anderer geschützt, alles wirkt recht offen, was beim Urlaub mit Kindern den nicht zu unterschätzenden Vorteil hat, dass man ihre Köpfe immer wieder zwischen den Hecken auftauchen sieht und halbwegs auch zwei Kurven weiter noch im Blick hat.

Die Gebäude auf dem Campingplatz passen zum mediterranen Stil und sind vor allem sauber (ganz wichtig!). Ich mag auch die Bepflanzung der Beete drumherum, die nicht nur aus klassischen Ziersträuchern und Blümchen sondern netterweise auch aus Küchenkräutern besteht. Da könnte man gleich auf dem Weg vom Waschhaus eine Handvoll Basilikum mitnehmen, wenn man sich brav die Hände vorher gewaschen hat.

Camping für Anfänger – Unterkünfte

Es muss nicht jeder ein Zelt dabei haben oder den eigenen Wohnwagen heranziehen. Wir haben uns auch auf dem Platz ein Mobilheim gemietet. Der Platz bietet unterschiedliche Mobilheime an, die alle mit einfachen Ferienhäuschen vergleichbar sind.

Wir hatten zum Beispiel – auf natürlich ziemlich komprimiertem Raum – einen Wohn-Essraum mit Küchenzeile, eine Terrasse, eine (richtige!) Toilette, ein Bad mit Dusche und Waschbecken, zwei Schlafräume mit zwei Einzelbetten und eines mit Doppelbett.

Natürlich sind die Gänge zwischen den Betten so schmal, dass man gerade eben durch kann. Es erinnert alles ein wenig an einen überdimensionalen Wohnwagen. Über Hellhöhrigkeit der Unterkunft darf man aber bei einem Campingurlaub ganz sicher nicht nachdenken.

Es gibt Staufächer über den Betten, aber auch schmale Kleiderschränke, keine Deko-Schnickschnack, aber einen wirklich großen Kühlschrank und eine vernünftig ausgestattete Küche. Uns hat nichts gefehlt und wir haben unsere kompletten Prötteln verstaut bekommen. Also hätten wir theoretisch. Wenn jemand (vermutlich ich) ständig auf- und weggeräumt hätte. So war der Essplatz irgendwie unser großer gemeinsamer Kleiderschrank im Haufenprinzip. Gefrühstückt haben wir eh immer auf der Terrasse.

Neben den Mobilheimen gibt es auch noch einige (wenige) Appartements und die schicken Cabanas auf dem Campingplatz. Diese Holzhütten mit Zeltdach finde ich persönlich extrem cool, allerdings sind sie in Sachen Komfort und Ausstattung eher mit Zelturlaub als mit Mobilheimen zu vergleichen. (Und für unsere fünfköpfige Familie auch leider zu klein.) Es gibt zwar ebenfalls zwei getrennte Schlafräume und eine Küchenzeile, aber zum Beispiel kein Bad.

Duschen mit der Familie als Event

Letzteres fände ich auf diesem Platz nicht so schlimm, denn direkt neben den Cabanas liegt das kleinere der beiden Waschhäuser und die sind hier echt ok. Ich habe unsere Dusche im Mobilheim kein einziges Mal benutzt, denn die größeren in den Waschhäusern fand ich super. Dabei bin ich ein ziemlicher Pingelkopp und gerade die Vorstellung von Gemeinschaftsduschen etc hat mich im Vorfeld gegraust. Zu Unrecht.

Es in bei beiden Waschhäusern neben dem Bereich für Männlein und Weiblein auch einen Raum dazwischen mit Familienduschen und zwei Babywannen nebst Wickeltischen. Die Kinder fanden sie großartig. Die Zwillinge passen in die Wannen auch noch gut rein. Ich fand es dann doch wesentlich entspannter dort in diesem großen Bereich alle drei Kinder in Ruhe fertig zu machen

Denn man hat dort alles was man braucht und vor allem viiiiieeel Platz. Mehr Platz als in jedem Hotelbadezimmer, das ich bisher gesehen habe. Mit drei wilden Kindern, die lieber planschen als sich zu waschen, ist Platz LUXUS. In dem winzigen Bad unseres Mobilheims haben wir nur morgens die Zähne geputzt, denn da passen nicht fünf Personen gleichzeitig rein (nicht einmal zweieinhalb) und unsere Kinder sind Rudeltiere. (Dürft ihr etwa alleine in ein Bad? Nein, oder?)

Camping-Las-Palmeras_Babywanne-und-Wickeltisch_Familienurlaub

Ganz unromantisch muss ich anmerken, dass es auf dem Campingplatz neben sowas wie Fahrradverleih, Autowaschplatz und Geldautomat auch einen Raum mit Waschmaschinen gibt. Das ist im Familienurlaub eine essentielle Information und echte Erleichterung. Allerdings kostet ein Waschgang mit 4,50 Euro für mein Empfinden recht viel und mit den Flecken auf den Shirts meiner drei Kleckerprofis ist die Maschine auch nicht so richtig klar gekommen.

Das leibliche Wohl

Für das obligatorische Baguette zum Frühstück, die essentiellen Lebensmittel und was man so eben gerade braucht, gibt es den kleinen Supermarkt direkt am Campingplatz. Da der Platz in Strandnähe und etwas abseits der Ortschaft liegt, kann man auch nicht mal eben zu Fuß woanders einkaufen, mit dem Fahrrad wäre es allerdings eine Option. Das kleine Städtchen Sant Pere Pescador liegt ganz in der Nähe. Hier gibt es mindestens einen größeren Supermarkt, eine Drogerie, Metzger und Bäcker. Man kann in Sant Pere Pescador sogar ganz nett bummeln. In den schmalen Gassen gibt es ganz tolle Boutiquen und kleine Cafés. Ich habe mir zum Beispiel mein neues Lieblingskleid und güldene Schläppchen dort gekauft. 😉 Mittwochs ist zudem Markttag.

Für den Großeinkauf muss man allerdings definitiv das Auto satteln, dann kann man auch gleich zu einem der bekannten Discounter (gibt in Spanien die gleichen wie hier) nach Escala oder Figueres fahren. Kleiner Tipp: Wenn ihr unter vier Stunden Zeit mit dem Erwerb von Lebensmitteln verbringen wollt, nehmt meine Schwägerin nicht mit. Gleiches gilt für jedes andere Geschäft wie zB den blauen Sportdiscounter, in dem man (zumindest Teile unserer Familie) offensichtlich einen ganzen Urlaubstag verbringen kann.

Essen (gehen)

Bekanntlich koche ich im Urlaub ja nicht gerne. Diese Leidenschaft tobe ich zu Hause aus. Im Urlaub habe ich darauf keine Lust. Das ist im Campingurlaub nicht anders. Wir haben also das ein oder andere Mal mit der Familie auf deren Parzelle gegrillt, aber an den anderen Tagen waren wir grundsätzlich essen.

Da trifft es sich gut, dass die Bar bzw das Restaurant am Platz total gemütlich ist. Die Pächterin des Lokals ist ein echter Schatz und wir haben uns dort immer verdammt wohl gefühlt. Das Essen ist lecker, die Tageskarte wechselt tatsächlich täglich und die Kinder haben mehr als nur immer Pommes zu essen gefunden. Leider haben sie auch gerne mir meine komplette Portion weggefuttert. Da hilft es nicht einmal, wenn man Minestrone bestellt. Irgendwie hat ihnen dort selbst Gemüsesuppe geschmeckt.

Die einzige Herausforderung an den lauschigen Abenden dort war unser Krümel, aber das ist ja quasi ein mitgebrachtes „Problem“. Mit dem ist ein Restaurantbesuch aktuell nämlich eher ungemütlich bis anstrengend. Zumindest für denjenigen, der ihm hinterherlaufen muss. Egal wo wir waren, wenn der Jüngste nicht gerade begeistert Nahrung in sich hereinstopfte, war er auf Entdeckungstour. In der Küche. Unter den Billardtischen. In den Toiletten. Hinter der Bar. Am Pool. Im Pool. (Ja, er ist verdammt schnell!)

Eine echte Empfehlung ist auch die Marlin Beach Bar (Burger, Spare Rips und Tapas in chilliger Athomaspäre am Strand), das L’Esculapi (Pizza und Tapas zwischen den historischen Mauern St. Martins) oder im Stadt Zentrum von Sant Pere Pescador die Rostisseria Ole.

Natürlich kann man sich auch an der Bar einige Gerichte zum Mitnehmen holen und es gibt mindestens eine Pizzeria (Pizza Eric) am Ort, die bis auf die Parzelle liefert.

Die Lage & das Drumherum

Der Platz liegt nur ein paar hundert Meter (nein, ich kann das nicht genauer schätzen) vom breiten Sandstrand entfernt in der Bucht von Rosas. Wir hatten sogar über Ostern so gutes Wetter, dass wir auch zwei reine Strandnachmittage eingelegt haben. Die Bucht ist  touristisch mehr als gut erschlossen und egal was ihr unternehmen wollt, ihr kämt auf eure Kosten. Ich habe mich aber dazu entschlossen, zumindest die Ausflugstipps in einen anderen Beitrag auszulagern, denn auch so werde ich Mühe haben, unter 2000 Wörtern bei diesem Post zu bleiben. Und wer liest denn bitte solch irre langen Texte? Ihr?

Unterhaltung & Kinderkram

Ihr müsst den Campingplatz auch eigentlich gar nicht verlassen oder große Langeweile fürchten. Camping ansich scheint für meine Kinder schon ein großes Abenteuer zu sein, mit den Cousins hatten sie direkt Spielkameraden dabei und es gibt neben den Parzellen schon einiges zu entdecken, wenn die Wasserstation mit dem Spülbecken nicht mehr ausreicht. Letztere war gerade für den Krümel ein magischer Anziehungspunkt. (Kinder sind so einfach zu unterhalten)

Es gibt auf dem Platz einen großen Bereich für Bewegungsfanatiker und Sportler mit Tennisplatz, Kunstrasenplatz zum Pöhlen, Basketballkörbe, Tischtennisplatten, Billardtische und Kicker. Die Kinder diverser Altersklassen sollten sich also reichlich austoben können. Unsere Minis stehen eher auf die drei Spielplätze. Die Cousins waren dafür jeden Abend Fußball spielen.

Angeblich soll es sogar einen Fitnessraum geben. Behaupten meine Schwägerinnen. Aber vielleicht waren die auch gar nicht trainieren, sondern nur in Sportklamotte Kaffee trinken. Wer weiß… 😉

Ganz zentral und unfassbar wichtig sind natürlich die Pools des Platzes. Wer kein Bock hat, die paar hundert Meter zum Meer zu laufen, der kann dort rein hüpfen. Direkt neben der Bar gibt es eine Liegewiese (also eine Wiese mit Liegen drauf) mit einem Babyplanschbecken und zwei größeren Wasserbecken. Eines der Schwimmbecken ist für so Frierfrösche wie mich sogar beheizt. Yeah!

Beheizt hin oder her, ich habe mir nur sagen lassen, die Wassertemperatur sei ganz angenehm und mir die Testpersonen lieber vom Rand aus angesehen. Mit einem leckeren Café con leche vor mir. Auf der Terrasse der Bar. Eine muss ja den Überblick behalten.

Camping-Las-Palmeras_Liegewiese-am-Pool_Familienurlaub

Während der Saison gibt es hier auf der Liegewiese sogar sportliche Animation. Für die Kinder wird nachmittags ein Kinderclub (an den Sportplätzen) angeboten, bei dem die Zwillinge dann auch interessante (=nicht wirklich deutbare) Figuren getöpfert haben.

Wir hatten einen echt entspannten Familienurlaub und wenn nur der lange Weg nicht wäre, ich könnte tatsächlich schon wieder losfahren. Solltet ihr noch Fragen zum Platz haben: Nur her damit in den Kommentaren! Oder schaut direkt auf die Seite des Platzes. Ich habe mir zwar redlich Mühe gegeben, alles niederzuschreiben, was so für die Planung eines Urlaubs relevant sein könnte, aber Mühe geben ist ja nicht immer von Erfolg gekrönt. 😉

Sonnige Grüße (endlich haben wir ja auch HIER Sommer),
Eure Kerstin


Kommenden Mittwoch reiche ich euch dann noch einen klitzekleinen Text zu den Ausflugstipps in der Umgebung von Sant Pere Pescador nach.

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Kerstin

Beiträge

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

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  1. Einmal Camping für Anfänger, bitte. « Chaos² – Familienwahnsinn im Doppelpack - Mai 26, 2017

    […] Schwiegereltern fahren seit unzähligen Jahren jedes Jahr wochenlang auf den immer gleichen Camping-Platz nach Spanien. Die Schwägerin mit ihrem Freund auch. Der Schwager mit seiner Familie ebenso. Mein Mann fuhr als […]

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  2. Was haben wir an der Costa Brava so getrieben? « Chaos² – Familienwahnsinn im Doppelpack - Mai 31, 2017

    […] der gemeinsamen Urlaubsplanung, der harmonischen Anreise und dem Großfamilien-Leben unter Palmen. Die Details zum Campingplatz gab es dann nochmal gesondert zum Nachlesen, aber auch da hätte es den Rahmen gesprengt noch die […]

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