Sie schreit…

Murmelmama —  13. Juni 2017 — 20 Kommentare

Es ist Sonntag Abend… Die Murmels liegen im Bett. Der Schlaf scheint allerdings noch weit entfernt. Ich bin müde. Ich mag nicht mehr.

Viele andere Blogger – so auch Kerstin – sitzen gerade vor dem Rechner und lassen ihr Familienwochenende als #wib „Wochenende in Bildern“ Revue passieren. Ich sitze hier und versuche die letzten Tage wegzuatmen.

Ich schrieb des Öfteren darüber, dass es mit der Maus nicht immer einfach ist. Sie schreit. Seit ihrer Geburt.  Anfangs redete ich mir ein, sie kann sich nicht anders bemerkbar machen. Wenn sie erst mal spricht. Wenn sie erst mal besser spricht. Sie spricht. Sie hat, wie ich finde, einen unglaublich Wortschatz und ist sehr schlagfertig – wenn sie nicht vorher anfängt zu schreien. Sie schreit immer noch. Mittlerweile habe ich den Glauben daran verloren, dass es jemals aufhören wird.

Wir hatten mal wieder ein besonderes Wochenende mit meiner geliebten Maus. Schuld war wie immer die Mama. Weil die Mama nämlich IMMER Schuld ist. Mama macht nämlich IMMER alles falsch.

Hier eine kleine Auswahl:

  • Die (ohne mein Wissen) eingeladenen Kita Freundinnen erscheinen nicht. Die Mütter sind nicht erreichbar.
  • Das neu bestellte Planschbecken-Spielzeug kommt nicht Samstag an.
  • Zimmer aufräumen. Mama macht nie was und sitzt immer nur faul rum.
  • Ausflug mit Oma und Opa. Erst am Nachmittag und nicht SOFORT nach der telefonischen Ankündigung.
  • Meine Eltern wollen Bilder von dem Hotel sehen, wo wir im September hin fliegen. Maus ist untröstlich, weil wir nicht SOFORT fliegen.
  • Der Nasenbär liegt beim kuscheln (angeblich) auf der falschen Seite.
  • Der Kater mag sich nicht streicheln lassen.
  • Zoo-Besuch ist erst am  Montag und nicht schon Sonntag.
  • Der Planschnachmittag mit den Freunden endet schon um 19.30 Uhr.
  • tbc.

Zumindest habe ich an diesem Wochenende das richtige Essen gekocht und den richtigen Nachtisch gemacht – auch das mach ich nämlich oft genug falsch. Aber dafür habe ich beim Frühstück einiges falsch gemacht und die angebotenen Süßigkeiten am Nachmittag waren natürlich auch falsch.

Meine Eltern waren – nach dem Ausflug – mehrmals kurz davor zu gehen, da sie das Geschrei nicht mehr aushielten.

5 Jahre und 3 Monate. Ich reagiere zunehmend empfindlicher. Es fällt mir immer schwerer, ihre Wutausbrüche „wegzuatmen“. Ich bin so unglaublich müde…

Und trotzdem hat meine Tochter recht. Es ist meine Schuld. Ich bin nicht stark genug sie aufzufangen. Ich finde nicht den richtigen Umgang mit ihr. Überraschungen und Unvorhergesehenes sind nichts für sie. Langfristige Planungen aber auch nicht. Zu viel Aufregung verträgt sie nicht. Unser Alltag muss möglichst strukturiert und ohne unplanmäßige Umwege verlaufen. Alles was nicht unserer Struktur entspricht überfordert sie, Reiz überflutet sie. Nur lässt sich das nicht vermeiden. Ich kann uns nicht von der Außenwelt abschotten. Wir können nicht auf Ausflüge, Einladungen, Verabredungen komplett verzichten. Wir wollen auch mal Urlaub machen.

Von daher stellt sich mir eher die Frage, wie erkenne ich ihre Überforderung oder Reiz-Überflutung möglichst schnell und wie fange ich sie am besten auf? Es gibt nichts, was ich nicht versucht habe. Trösten, reden, ernst nehmen, einfach nur da sein, ablenken, aber auch selber die Geduld verlieren…

Und das ist mittlerweile das größte Problem. Nach mehr als 5 Jahren habe ich keine Puste mehr. Alle anderen (können) gehen, wenn sie loslegt. Ich bleibe. Ich muss bleiben.  Es bleibt kein anderer. Ich kriege regelmäßig ihre volle Wut und Enttäuschung und Überforderung ab. Ich bin froh und dankbar, dass sie nicht mehr körperlich ausrastet. Es gab Zeiten, da ist sie körperlich auf ihren Bruder und (hauptsächlich) mich losgegangen. Schlagen, treten, boxen, beißen waren an der Tagesordnung.

Positiv denken. Sie eskaliert nicht mehr körperlich… und irgendwann schaffe ich es, meiner geliebten Tochter der ruhende Pol zu sein, den sie braucht… wenn mich nicht vorher die Puste verlässt.

Meine Tochter ist so wundervoll. Sie ist so begeisterungsfähig und fröhlich. Sie ist so wissbegierig, neugierig. Sie kann lachen und strahlen, da geht einem das Herz auf. Ich liebe sie von ganzem Herzen. Ihre Augen funkeln beim Erzählen. Alles was sie tut, tut sie mit voller Leidenschaft – lachen genauso wie schreien. Und außerdem ist sie das schönste und wundervollste Mäuse-Kind, dass ich jemals gesehen habe. ❤ und genau deswegen, darf mir meine Puste nicht ausgehen. Ich will dieses wunderbare Mädchen auf ihrem Weg begleiten. Ich will sie halten, wenn sie es braucht. Sie fliegen lassen, wenn sie es will. Ich will ihr genau die Mama sein, die sie für ihren Weg im Leben braucht.

Niemals sollen sie und ihr Bruder Zweifel an meiner tiefen Lieben haben! ❤

Eure Tanja

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Murmelmama

Beiträge

Mein Name ist Tanja. Ich bin alleinerziehende, getrennt lebende, berufstätige Mama eines fünfjährigen Zwillingspaares - meine Murmels. Auf Twitter findet Ihr mich unter @Murmelmum und hier im Blog hat die liebe Kerstin mir ein kleines Dauergast-Apartment eingerichtet :-)

20 Antworten zu Sie schreit…

  1. 

    Hallo große Murmelmama, DU BIST NICHT SCHULD.
    An nichts. Punkt. Dein Kind ist, wie es ist. Ignorier es in solchen Momenten einfach. Oder machs wie die Oma Generation und streichel übers Köpfchen und lache drüber. Fertig. Wir beschweren uns heute soviel über die Omas, die Gefühle nicht spiegeln wollen, nicht den Kindern zuhören etc. aber manchmal bewundere ich sie auch. Meine Schwiegermutter macht das super. Die lässt sowas überhaupt nicht an sich ran und kann immer gar nicht verstehen, warum der Kleene mich so fertig macht. denn wir machen heute viel zu viel Gedöns drum rum. Kinder ticken gerne mal aus, und man muss nicht allen Gefühlen freien Lauf lassen, Das forciert man nur noch, wenn man drauf eingeht.
    Und ich habe auch so einen wirren Schrei-Wurm. Und über 1 Jahr Psychotherapie hinter mir. Ich hab nämlich schon mit dem Gedanken gespielt, mein Kind die Treppe runterzuwerfen. Und das ungefähr 1000 mal. Ich habe mich so elend und Hilflos gefühlt und so schuldig. An diesem ganzen nervtötenden Geschrei, das ich nichts richtig mache etc. muss ich dir nicht alles erzählen, weißt du prima selbst.
    Mein Großer ist dafür der totale Sonnenschein, immer ruhig und ausgeglichen, von daher liegts nicht an mir.

    Und jetzt mal ganz salopp gesagt: du bist ein gute Mama, auch wenn du dein Kind mal mega scheiße findest. Das darfst du sogar laut sagen. Ist nicht schlimm. Die haben dich immer lieb. Du musst dich nicht rechtfertig und nichts umplanen.

    Drück dich

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    • 

      Hallo Katharina,
      ich muss gestehen, ich finde Deinen Kommentar gerade echt schwierig… Auch wenn Du ihn bestimmt gut gemeint hast.
      1. Ich will meine Maus und ihre Gefühle nicht ignorieren!
      2. Egal, wie anstrengend es manchmal ist, ich hatte nie das Bedürfnis ihr körperlich was anzutun. Mir vielleicht… ihr nie! Wegrennen würde ich manchmal gerne – wenigstens für kurze Zeit. Zum durch atmen, zum Kraft tanken – Aber mehr auch nicht. Ich finde es sehr gut, dass Du da psychologische Hilfe in Anspruch genommen hast.
      3. Ich finde nicht immer gut, was sie tut – aber ich fand meine Tochter NIE „scheiße“! Sie ist ein ganz wundervolles Kind. Sie hat ein unglaublich großes Herz ❤ Sie und ihr Bruder sind meine große Liebe!
      Meine Schuld sehe ich auch nicht in der Verursachung sondern in der mangelnden Fähigkeit, sie dann richtig aufzufangen.
      Ich wünsche Dir alles Gute!
      Tanja

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  2. 
    Babywearingmom 13. Juni 2017 um 12:54

    Hallo Murmelmama, ich verstehe deine Not und Ohnmacht. Es ist schwer – aber ich bin mir sicher es wird besser werden – im Buch vom gewünschten Wunschkind endet die Autonomiephase im siebten Lebensjahr.- es besteht Hoffnung! Ich möchte Katharina wieder sprechen. Sicher bevor man jemandem weh tut ist es der bessere Weg den Raum zu verlassen , aber sonst solltest du bleiben, da sein denn du bist der ruhende Pol . Glaube mir auch wenn du selbst das gefühl hast deiner Tochter nicht helfen zu können durch – egal was du machst. Du hilfst ihr schon damit das du da bist, das du sie in ihrer Not wahr nimmst. Ich drücke dich aus der Ferne !

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  3. 

    Ich glaube auch nicht, das es um die große Schuldfrage geht. Letztlich ist es doch auch egal. Ihr habt eine Situation, die für Dich zunehmender anstrengender wird. Und das sollte nicht sein.
    Ich kann ganz gut nachempfinden, wie es Dir geht, meine Tochter (anscheinend ziemlich gleichalt mit Deiner, denn auch 5,3) bringt mich auch noch seehehr oft an meine Grenzen. Bei ihr war eher das „Problem“, mit vorgegebenen Dingen umzugehen. Z.B. Aufstehen oder ins Bett gehen, wenn ich es sage, keine Kleinigkeiten zwischen den Mahlzeiten zu essen (weil sie dann kaum noch zur Mahlzeit gegessen hat) und und und. Ich habe mir dann überlegt, wie ich die momentanen Situationen gestalte und was man anders machen könnte, welche anderen Strategien man „fahren“ kann.
    Vielleicht gibt es bei euch Änderungen, die an den Rahmenbedingungen gemacht werden können, die Deiner Tochter helfen, anders zu reagieren?
    Ad hoc fällt mir allerdings keine Lösungsstrategie ein, leider.

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    • 

      Ich danke Dir!
      Alters- und entwicklungsbedingt verändern sich ja immer irgendwelche Dinge bzw. Abläufe.
      Um so klarer die Struktur, um so einfacher für sie.

      Gefällt mir

  4. 

    Hallo!
    Puh, es ist, als würde ich in meine Zukunft blicken 🙂 Unser Mädchen ist leider auch sehr laut, jetzt schon. Und sie ist erst 15 Monate alt. Aber es wird jeden Tag lauthals geschrien, der Kopf wird auf die Fliesen (den Schrank….) gehauen und ich weiß ganz oft nicht, was ich tun soll. Ich fühle mich genauso hilflos und unfähig wie Du und allllleeeeee möglichen Tipps machen es nicht besser.
    Jedenfalls will ich Danke sagen, für Deine Ehrlichkeit. Denn so fühlt man sich ja irgendwie nicht ganz so schlecht. 😉

    Liebste Grüße,
    Katja

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  5. 
    beatriceconfuss 13. Juni 2017 um 16:56

    Liebe Murmelmama,
    meine Mitte schreit auch noch immer. Also, sie wird jetzt bald 5. Und ich glaubte auch einst, wenn sie sprechen könnte, würde sie halt sagen was sie hat. Das tut sie mitunter, allerdings schreiend, so dass man sie kaum verstehen kann. 😀 Es ist seehehr anstrengend. Ich glaube, ganz so krass, wie dein Mädchen, ist mein Mädchen nicht. Aber anstrebend genug, um auch immer wieder an meine Grenzen der guten Geduld zu kommen. Sie braucht auch die klare Struktur. Nicht zu eng, aber auch nicht zu weit und ICH muss immer KLAR sein in meinem Handeln. Ansonsten…Totalausfall! 😀 Und dieses KLARSEIN ist eben für mich besonders schwer, wenn ich mal müde bin. So generell müde. Müde müde müde von ALLEM. Ich weiß auch keine Lösung. Außer durchhalten und lieb haben. Ich fahre übrigens gut, wenn ich 2 Dinge zur Auswahl stelle (rechtzeitig, damit sie noch Zeit hat nachzudenken) und dann wird ohne Wenn und Aber danach gehandelt. Es bedeutet aber IMMER einen Schritt voraus zu sein. Und welche Mama kann das schon? Vor allem, wenn da noch anderen Kinder sind.
    Halte durch. Irgendwie. Zur Not mit einem Bierchen am Abend. Das entspannt mich hin und wieder, BEVOR ich die Kinder ins Bett bringe. 😀

    Gefällt 1 Person

  6. 

    Liebe Tanja,

    Ich kenne deine Tochter natürlich nicht persönlich und kann nur nach dem gehen, was du berichtest, ich möchte auch keine Ferndiagnosen stellen. Aber als Sonderpädagogin klingelte es gerade direkt bei mir. Vielleicht hilft es deiner Tochter, wenn sie zeitliche Abläufe auf Tages- oder Wochenplänen etc. nachvollziehen kann, sie scheint ein großes Bedürfnis nach Struktur zu haben. Zum Thema Strukturierung findet man unter dem TEACCH-Ansatz viele hilfreiche Tipps, die nicht nur für autistische Kinder hilfreich sein können. Vielleicht ist da was für euch dabei.
    Ich hoffe, der Kommentar kommt nicht typisch internetklugscheißerisch daher, so ist er nämlich wirklich nicht gemeint!

    Liebe Grüße
    Ina

    Gefällt 1 Person

  7. 

    Hallo Murmelmama,

    ich kann so gut mit der fühlen. Mein Sohn ist genauso. Als Baby hat er geschrien. Jetzt schreit er mit 3 Jahren immer noch. Ich versuche ihn dazu zu bewegen mit mitzuteilen was nicht stimmt. Aber oft kann er in seiner Wut nicht anders. Oder ich verstehen ihn durch das brüllen nicht richtig. Dann brüllt er noch mehr.
    Wie du schon schreibst, alles muss seine Ordnung haben, der Struktur entsprechen.
    Am ersten warmen Frühlingstag „musste“ mein Sohn mit Unterhemd, T-Shirt, Langarmshirt und Jacke zum KiGa. Haben wir ja schließlich den ganzen Winter so gemacht. Als es nun wirklich zu warm für eine Jacke war, hat er gebrüllt bis wir im Kindergarten waren. Er wollte seine Jacke anziehen. Kurze Hosen haben wir uns auch noch nicht mit angefreundet. Im Herbst müssen wir das ganze dann andersherum ertragen.
    Das ist nur ein Beispiel, die Liste mit Dingen lässt sich wie bei dir fortführen.
    Manchmal kann ich auch nicht mehr wegatmen. Vor allem wenn seine (sehr unstrukturierte) Zwillingschwester die Wut abbekommt.
    Ich arbeite jeden Tag an mir und meiner Geduld und hoffe einfach das es irgendwann besser wird.

    Wenigstens weiß ich, dass es nicht an mir liegt, sondern das es auch andere Kinder gibt, die so sind!
    Vielen dank für diesen Beitrag!
    Alles Liebe!

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  8. 
    beatriceconfuss 13. Juni 2017 um 20:40

    Liebe Murmelmama, darf ich dir noch einen link anhängen? Mein Sirenchen heißt ja nicht umsonst Sirenchen und für sie habe ich auch eine eigene Kategorie auf meinem Blog, weil es ist einfach besonders mit ihr. Und ich schreibe das alles auf, auch damit sie es später einmal lesen kann und versteht in welcher Situation ich immer steckte. Vielleicht kannst du auch eher drüber lachen, wenn du es bei anderen liest. Lachen hilft ja so ungemein Spannungen abzubauen. Mir hilft das darüber Schreiben auch schon.
    http://beatrice-confuss.de/2016/01/11/mutterliebe-und-mama-folter/
    Sei feste gedrückt!
    LG Beatrice

    Gefällt 1 Person

  9. 

    Klingt nach high need Kind. Sie annehmen wie sie ist, ist wohl das Einzige was du tun kannst. Solange du hoffst und ‚wartest‘, das es aufhört wird ihre Stimme laut bleiben. Vlt darf sie dir einfach helfen bei dir selbst hinzuschauen. Hinter diesem Funkeln in den Augen liegt der Schatz der wohl auch in dir selbst vergraben liegt.
    Alles ❤️
    Katie

    Gefällt 1 Person

  10. 

    Unsere Tochter ist jetzt vier. Und wir haben hier ein ähnliches Problem. Sie war ein Schreibaby, schon damals war ihr alles zu viel. Ein Einkauf, zu viele Geräusche, Besuch, alles konnte sie nicht verarbeiten, also sie schrie sie um es los zu werden.

    Irgendwann begann sie schlechter zu essen. Der Kiga begann und wir bemerkten das der Geräuschpegel sie fertig machte. Sie schrie, tobte, weinte wenn sie heim kam. Sie konnte nicht mehr. Alles ist zu viel für die Maus. Ein Auflauf aif die Kirmes ein Dorffest, Urlaub, alles außerplanmäßige macht sie fertig.

    Wir begannen Hilfe zu suchen da sich genau das, also die Überforderung, der Frust, die eskalierende Stimmung so auswirkte das sie nichts mehr aß. Einmal waren wir beim Firmenfest des Mannes, das Kind flippt aus und schrie an diesem Tag über vier Stunden lang.

    Wir versuchen sie fern zu halten von Dingen die ihr zu belastend sind. Wir bereiten Sie vor wenn zB ein Geburtstag ansteht oder ein Fest und wir lesen sie sehr genau mitlerweile. Wir kennen die ersten Anzeichen die eine Krise ankündigen und egal was wir tun oder wo wir sind wir schaffen das Kind umgehend raus aus der Situation. Sie kann es noch nicht regulieren, wir müssen da für sie entscheiden und helfen.

    Wir tasten uns voran. Wir waren beim Therapeuten und das war genau richtig. Auditive Störung, man muss sensibilisieren aber das braucht Zeit und ganz ganz viel hat auch das alter damit zu tun. Es wird besser wurde uns gesagt. und durch all die schlimmen und frustrierende Erlebnisse davor war ihre Hemmschwelle bei Null bei ihr. Im Grunde war schon eine Autofahrt oder ein Besuch im Zoo zu viel für sie. In der Situation geht es aber am abend daheim da flippt sie aus.

    Was ich damit sagen will, das Schreien ist unerträglich zumal man die Gründe nicht nachvollziehen kann. Für uns Lapalien, für das Kind die Welt. Ich habe nur einen Ratschlag der lautet annehmen, da sein und trösten. Ich weiß genau wie einem oft die Nerven fehlen und man es einfach nicht mehr erträgt und wie es ist wenn das GeschwisterKind darunter leidet. Aber im Grunde hat man keine Wahl. Man kann nicjt immer stark sein. Ich saß oft daneben und heulte mit vor lauter Erschöpfung und Ratlosigkeit. Und das tut auch gut, zusammen weinen und einfach zeigen dass auch eine Mama nicht immer alles aushalten kann.

    Ich wünsche Euch alles Gute. Ubd ich hoffe ihr findet einen Weg, euren Weg.

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    • 

      Liebe Ami, danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst ❤
      Ich muss gestehen, dass das noch deutlich heftiger klingt, als mit der Maus. Fühl Dich herzlich umarmt.
      Alles Liebe Tanja

      Gefällt mir

  11. 

    Liebe Tanja,

    ich musste erst kurz schmunzeln, da Snowqueen vom gewünschesten Wunschkind vor ca. einem halben Jahr ein ähnliches Problem mit ihrer Tochter hatte und schließlich sogar uns Wunschbrief-Leser*innen um Rat gefragt hat…
    Sie haben zwar auch ein paar Tagesstrukturen an das Ruhebedürfnis der Tochter angepasst, aber der wichtigere Punkt war wahrscheinlich, dass die Tochter mit ca. 6 den Entwicklungsschritt der Selbstberuhigung geknackt hatte.

    Auch bei meinem eigenen Sohn kann ich das beobachten. Er ist jetzt 6 und seit einiger Zeit ist er zum einem viel kompromissbereiter und wenn ihn was wütend macht, dann tickt er nicht mehr völlig aus. Er wird schon noch wütend und es knallen auch öfters die Türen, aber er braucht mich nicht mehr zum begleiten. Meist stapft er in einen ruhigen Raum, reagiert sich ab und wenn er sich beruhigt hat, können wir drüber reden oder zur Tagesordnung übergehen.

    Ich kann gut nachvollziehen wie sehr das zehrt, hier hat der Sohn zwar den Sprung geschafft, allerdings gibt sich die Tochter mit ihren fast 4 Jahren gerade redlich Mühe, in die Wutstapfen ihres großen Bruders zu treten ;o)

    Von daher durchhalten, ich bin mir sicher, dass deine Tochter den Entwicklungsschritt auch (bald) hinbekommt!

    Alles Liebe und weiterhin starke Nerven,
    Nadine

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