Von Adventskalendern und gebrannten Mandeln | #WiB 48/2017

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Und auf keinen Fall soll es bitte stressig werden dieses Adventsgedöns. Wir geben uns alle Mühe und hoffen auf eine entspannte Adventszeit. Heute gibt es ein paar wenige Bilder des ersten Adventswochenendes.

Der Samstagmorgen beginnt sehr früh. Krümel hat von 21:30 Uhr bis 4:30 Uhr mit vier Unterbrechungen geschlafen. Na danke auch.

Die Kinder plündern ihre Adventskalender. Wir hatten spontan am Abend vor dem 1. Dezember ein paar Butterbrottüten mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllt. Wirklich kleinen!

Pinterestig-liebevoll sieht der Kalender nicht aus, erfüllt aber seinen Zweck.

Jetzt bloß keinen Stress aufkommen lassen und erst einmal in Ruhe Kaffee trinken. Unser Adventsgesteck gefällt mir. Wir haben es nach einer Idee von Leonie am Vortag gebastelt. Es war wirklich kein Aufwand und das Material bei uns weitestgehend vorhanden.

Nach dem Frühstück verschwindet der Traummann mit dem Sonnenschein zum Weihnachtsmarkt. In unserer Kleinstadt gibt es an einem Wochenende eine kleine „Bürger-für-Bürger“-Variante in der Altstadt und der Kindergarten hat dort zwei Stände.

Krümel und Prinzessin packen jeweils ihre Übernachtungstaschen, denn heute Abend sollen sie bei den Omas nächtigen, damit wir Großen Ausgang haben.

Wir erledigen auch noch etwas Haushalt. Es wird kurz gesaugt und die Küche aufgeräumt. Krümel hilft engagiert mit.

Im Anschluss trifft die Familie in der Stadt wieder kurz zusammen. Ich trete meine erste Schicht am Stand mit Bastelsachen, Keksen und gebrannten Mandeln an, während der Traummann mit den Kindern nach Hause fährt, um die Tasche des Sonnenscheins zu packen.

Um Viertel nach eins sammeln sie mich am Rathaus wieder ein. So eine oldschool-Verabredung mit fester Uhrzeit und festem Ort ist notwendig, denn ich habe mein Handy abgeschossen. Dreimal falsche PIN eingegeben. Ähm ich habe es nicht so mit Zahlen.

Aber auch so altmodische Dinge wie feste Verabredungen sind praktikable Lösungen. Wir fahren zu fünft erst zu meinen Eltern, um einen Kaffee zu trinken und die Zwillinge dort zu lassen. Sie freuen sich riesig auf einen Weihnachtsmarkbummel mit Oma und Opa.

Wir fahren weiter und liefern den Krümel bei den Schwiegereltern ab, die ich leise um ihre Nachtruhe bedauere.

Als Nebeneffekt existieren keine Bilder des Tages, denn mit dem Handy habe ich auch die Kamera außer Funktion gesetzt.

Aber ich kann die historische Kulisse des winterlichen Stadions „Rote Erde“ im Schatten des Westfalenstadions festhalten. Hier sind wir nämlich auf eine Geburtstagsfeier eingeladen und verbringen ein ziemlich netten Abend nicht ganz zu zweit, aber als Paar. Sogar auf der Tanzfläche! (Also da eher solo, aber immerhin.) YEAH!

So richtig ausgeschlafen haben wir am Sonntag nicht, aber immerhin durchgeschlafen. Sollten sich unsere Kinder mal ein Beispiel dran nehmen.

Wir stehen auch um 11 Uhr wieder an den Ständen. Ich preise gebrannte Mandeln an und der Traummann kassiert am Reibekuchenstand. Es ist arschkalt und ich friere trotz Bommelmütze und dicken Socken. Was macht man nicht alles für die lieben kleinen Kinder…

Zu Bildbeweisen komme ich nicht. Auch nicht als ich Anschluss alleine losfahre, die Kinder abzuholen, denn der Traummann legt eine Doppelschicht ein. Irgendwer ist nicht zum Dienst erschienen und so brät er fröhlich weiter Reibekuchen, während ich erst den Krümel einsammle (der angeblich 12 Stunden am Stück allein in seinem Bett geschlafen hat und vermutlich dauerhaft zu Oma umziehen sollte), um dann die Zwillinge einzupacken.

Ja, ihr lest richtig. Seit wenigen Tagen fahre ich wieder (tagsüber) Auto. So langsam sehe ich nämlich wirklich wieder besser und habe nur in der Dunkelheit noch Schwierigkeiten.

Ich darf dann auch gleich alleine weiter zu meiner Cousine fahren, die uns eingeladen hat. Der Traummann kommt später nach und stinkt wie eine komplette Frittenbude.

Unsere Gastgeber behaupten tapfer, der Geruch mache nichts. Die Kinder stellen das Wohnzimmer auf dem Kopf, Krümel spielt mit seinem gleichaltrigen Großcousin und wir haben eine wirklich schöne Zeit.Wir sind recht spät zu Hause und der Traummann muss erstmal unter die Dusche. Das duldet jetzt keinen Aufschub mehr.

Es gibt Nudeln mit Tomatensoße. So klappt das auch an so aufregenden Tagen mit einem halbwegs entspannten Abendessen.

Ich wünsche mir und uns eine ruhige Nacht und euch allen eine entspannte Adventszeit. Es klappt bestimmt, wenn auch der Adventskalender eher trivial anmutet und es Tomantensoße aus dem Glas statt Schmorbraten gibt.

Wobei… so Kartoffelklöße und Rotkohl fände ich trotzdem fein. Mal schauen.

Eure Kerstin


Mehr Wochenende in Bilder findet ihr bei geborgen-wachsen.

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

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