Jahresrückblick 2017 FAMILIENBLOG

2017 – Eine Familiensaga in 12 Akten mit 3 Tiefpunkten.

Prolog

2017 begann bei uns schon am Heiligabend des Vorjahres, ohne dass ich mir dessen bewusst gewesen wäre. Vermutlich ist es sehr klug eingerichtet, dass die Menschheit bis heute unfähig ist, die Zukunft vorherzusagen, denn so gingen wir am besagten Tag fröhlich-besinnlich zum Krippenspiel. Die ganze chaotische Familie mit Oma, Opa und Onkel dazu. Die Zwillingen waren die kleinsten Engelchen im Chor und ich platzte beinahe vor Glückseligkeit und Stolz.

Wir waren kaum daheim, das Christkind hatte Geschenke ins Haus geschmuggelt, wir Erwachsenen den Sekt geköpft und sahen den Kindern beim Zerreißen der kunstvollen Verpackungen zu, da legte sich die Prinzessin auf das Sofa. Sie habe Bauchweh.

Kurz darauf krümmte sie sich nur noch glühend und wimmernd. 2017 begann mit einem Rettungswagen, einer Fehldiagnose und einem MD-Virus, den der Vater aus der Kinderklinik heimbrachte. Am ersten Weihnachtstag brachte ihn dann der Rettungswagen in die Klinik. Man kann sehr fix dehydrieren.

Er blieb vier Tage, die beiden Jungs entwickelten eine feine fiebrige Bronchitis, spuckten die Betten voll und die Lungenentzündung der Tochter (ich sagte es den Sanitätern doch schon Heiligabend, aber ich habe ja keine Ahnung)  hielt mich obendrein auf Trab.

Ich beschloss, dass diese Tage vorübergehen würden, dass sowas halt mal passiere, dass man Weihnachten auch am 30.12. feiern kann und dass alles halb so wild sei, wenn man sich nicht runterziehen lässt.

Das dachte ich. Ende 2016. Dann begann 2017.

Januar

Der Januar begann vielleicht nicht extrem fit, aber es schienen nur Nachwehen der fiebrigen Feiertage. Am ersten Kindergarten-Tagesmutter-Tag erwischte mich dann heißer Schüttelfrost. Aus dem Nichts. Am Tag darauf holt ich zwei kränkelnde Kinder Kindergarten und Tagesmutter ab.

Noch ein weiterer Tag und mich hatte die erste Lungenentzündung meines Lebens danieder gestreckt. Total. Prinzessin war ebenfalls wieder erglüht. Lungenentzündung. Der Krümel lochte mit seinem Vater gleich einen einwöchigen Premiumaufenthalt in der Kinderklinik. Gleiche Diagnose.

Meine Eltern nahmen die Zwillinge, meine Freundin zog wortlos bei mir ein und schulte auf Krankenschwester um. Keine Ahnung, wie sie die Tage freiräumte, aber nach drei Tagen hatten sich auch meine Eltern angesteckt und die Zwillinge zogen wieder bei mir und meiner Super-Krankenschwester ein.

Bei Prinzessin und mir schleppt sich die Genesung hin, es wird erstmal wieder schlimmer. Also geht es für uns beide in die Kinderklinik.

Warum ich und nicht der Mann?

Weil ich kaum Luft bekomme, starke Schmerzen habe und es mir unmöglich erscheint, den Alltag mit den beiden gesunden Jungs zu schaffen.

Januar 2017 Kurzfassung: Uns hat es umgehauen. Absoluter Stillstand.

Februar

Bei mir geht es endlich gesundheitlich aufwärts. Bei der Prinzessin nicht so recht. Ihr geht es immer schlechter. Es wird mein erster Tiefpunkt des Jahres. Mir geht die Kraft aus körperlich und seelisch drehe ich vor Sorge beinahe durch.

Also checken wir drei Tage früher als geplant in Kinderklinik Nummer drei des gar nicht mal so alten Jahres ein. Irgendwas ist das völlig eskaliert im zarten Körper meiner kleinen Tochter. Die Genesung wird sich lange ziehen und irgendwie vermuten nun alle Ärzte, dass da noch MEHR hintersteckt. Dieses diffuse Schreckgespenst wird uns ein halbes Jahr begleiten.

Nebenbei verfällt zum zweiten Mal meine Physiotherapie gegen meine Schmerzen, denn ich bin ja in der Kinderklinik…

Daheim flattert derweil unaufhörlich ganz reale Post aus der virtuellen Welt herein. <3

Februar 2017 Kurzfassung: Panische Angst.

März

Ich hoffe auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend und versuche meine Frustration loszuwerden. Denn auch wenn das Jahr weiterhin noch jung ist, hat mich der ständige Wechsel von Hoffnung und Rückschlag, der Schlafmangel, die Sorgen und die ganzen Bazillen mürbe gemacht.

Mein Optimismus hat Winterblues. Die Prinzessin beginnt im Laufe des Monats wieder zu essen, bekommt hochdosierte Medikamente und ich endlich meine Physio.

März 2017 in Kurzfassung: Hochdosierte Medikamente und totale Erschöpfung.

Samstag und der Versuch aus mir wieder einen zivilisierten Menschen zu machen. Der Traummann hat mich heute aus dem Haus gejagt, mir was Gutes zu tun. Ich war irgendwann im letzten Jahr zum letzten Mal beim Friseur. Von Frisur kann bei dem Gestrüpp auf meinem Kopf also keine Rede mehr sein und die grauen widerspenstigen Borsten #jasiehattatsächlichgrauhaare machen es auch nicht besser. In den letzten drei Monaten bin ich gefühlt um 10 Jahre gealtert. Auf einen Schlag. Die eigene Lungenentzündung, die Sorgen und die Erschöpfung… Ich höre quasi täglich "du siehst mitgenommen/müde/krank/geschafft aus." Langsam möchte ich das nicht mehr. Die ganzen Wochen blieb für solch trivialen Gedanke keine Zeit. Also bin ich total froh, dass ich hier noch zwischengeschoben werde. 😍 #instamum #wochenende #friseur

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April

Wir schnuppern Alltag. Einmal sind sogar alle drei Kinder eine ganze Woche lang ganz normal im Kindergarten bzw bei der Tagesmutter. Der wöchentliche Großeinkauf in der Apotheke nur für die Prinzessin, erzählt aber weiter vom Ausnahmezustand.

Ostern verbringen wir in Spanien mit der Großfamilie. Krümel fiebert passend zur Abfahrt und auch sonst wird alles ganz chillig  eine schwere Belastungsprobe für unsere Ehe. Mir wird von der Reisegruppe vielstimmig dringend nahelegt, mich gefälligst zu entspannen. Ich sei so überspannt, so nervös, so unlustig. Finde ich auch. Ich finde auch die Hinweise darauf sehr hilfreich. Nicht.

Prinzessin wird im Urlaub wieder zum hustenden Glühwürmchen und ich gebe das unentspannte Nervenwrack, bei dem alle die Augen rollen müssen.

Trotzdem ist der Urlaub schön. <3 Also zumindest bemühen wir uns darum und unter anderen Vorzeichen wäre er es ganz sicher sogar wirklich gewesen.

April 2017 in Kurzfassung: Die Sorgen sitzen tief. Die Ruhe ging mir schon lange aus.

Mai

Der Wonnemonat. Es ist mir eine Wonne nach Berlin zu fahren. BLOGFAMILIA! Ich genieße die Zeit dort sehr.  Endlich sehe ich soviele liebe Menschen wieder. Endlich komme ich raus!

Ansonsten kaue ich auf einer ausgewachsenen Schreibblockade herum, denn ich komme zu nichts. Prinzessin hat wieder „einen akuten Befund“ und auch sonst kommt es hier kaum zu einer normalen, alltäglichen Woche.

Ich würde gerne wieder so richtig arbeiten, aber das scheint 2017 auf einmal unmöglich. Da hilft auch nicht das HomeOffice, denn ich habe ohne meine Zustimmung auf Krankenschwester umgeschult.

Mai 2017 in Kurzfassung: Rückfall und Hoffnung. Oder anders herum.

Juni

Wieder Urlaub, wieder Großfamilie (wenn auch der andere Teil) und wieder wird es schwierig. Ich habe mich so auf die Zeit in Südholland gefreut. Wir waren schon einmal im gleichen Park, der Urlaub war herrlich entspannt. Dieser nicht.

Was vor allem daran liegt, dass uns irgendein verdammter Kackvirus heimsucht und ich in einer Woche nur einen einzigen Tag raus aus dem Ferienhaus komme, ansonsten selber kränkel oder mich um kranke Familienmitglieder kümmere, die Nächte kolossal bescheiden sind und ich vor Frust/Erschöpfung/Übermüdung nur noch schreien will.

Die Woche zwischen Urlaub und dem vierten Geburtstag der Zwillinge verbringe ich wieder mit Prinzessin in der Kinderklinik. Der Aufenthalt ist geplant, trotzdem scheiße belastend, auch wenn er uns am Ende von den bösen Schreckgespenstern befreit.

Juni 2017 in Kurzfassung: Mir geht die Geduld aus. Aber sowas von.

Juli

Die Zwillinge werden vier. Der erste Kindergeburtstag wird gefeiert!

Und ich ziehe mit der Brechstange das Blog um. Benenne es um. Will endlich verdammt nochmal das Dinge vernünftig machen.

In mir gehrt Frust. Nach der Angst und der Erschöpfung der ersten Monate hat der Frust überhand genommen, denn ich bekomme gefühlt kein Bein mehr an die Erde. Ich gehe unter und bin vollständig im Ausnahmezustand gefangen. Nach drei Wochen Urlaub der Tagesmutter, dem Klinikaufenthalt und zwei Tagen mit krankem Kind  daheim, folgen nun drei Wochen Kindergartenferien.

Nein, ich bin nicht in der Lage mich über die Zeit mit den Kindern zu freuen. Und schäme mich dafür.

Juli 2017 in Kurzfassung: Die Stimmung schlägt endgültig um.

Kindergartenferien. Tag 3. Uff. Die Nacht war schlaflos und ich fertig. Aber der Sommer gab alles und wir mit ihm. Krümelchen bei der Tagesmutter fuhren die Zwillinge kurz Fahrrad. Leider wurde aus der Tour nur eine kürzer Ausflug, denn mein Rad hatte einen Platten und zu Fuß komme ich den beiden nicht nach. Die ganze Warterei auf Mama war dann doof. Nachbars Pool umso besser. Bis die Spaßbremse von Mutter meinte, dass man nach Hause müsse, wenn Nachbars wegfahren und nicht mehr im Garten sind. Wie gemein. Nachmittags gab es das heimische Planschbecken, Besuch und ein angeschlagen-launigen Krümel. 😩 Nun hat das Gewitter die Gemüter und die Hitze abgekühlt. Hoffentlich wird die Nacht besser. Was habt ihr so getrieben? #Kindergarten #sommerferien #chaosferien #instamum #mamavon3 #Fahrrad

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August

An meinem Geburtstag eskaliert meine Stimmung zum absoluten Nullpunkt. Ich habe mich völlig verloren. Der Winter war schlaflos und bestimmt von der langen Krankheit. Der Frühling war nicht minder schlaflos, anstrengend und sehr sorgenvoll. Der Sommer nun fühlt sich einfach unfassbar anstrengend an.

Der Sonnenschein ist weiterhin nachhaltig durch den Wind nach den Sorgen um seine Zwillingsschwester, die er so stark spürte und die fehlende Aufmerksamkeit ihm gegenüber, die er nun massiv einfordert.

Und ich? Ich fühle mich verloren. Ich beginne über grundsätzliches Nachzudenken. Ich vermisse meine innere Ruhe, meine Ausgeglichenheit, meinen Optimismus. Ich mag meine mürrische Art nicht leiden und bin doch durch und durch unzufrieden. Auch damit, dass ich nun keine Arbeit mehr habe, eine Freiberuflerin ohne Aufträge bin.

Immerhin überstehen wir den ersten Erkältungsinfekt DANACH ohne Lungenentzündung. Was zwar eine gute Woche schlaflosen Ausnahmezustand bedeutet, aber ein Grund zum feiern ist.

August 2017 in Kurzfassung: Ich auf der Suche nach mir oder dem Sinn oder einfach nur meiner Ausgeglichenheit.

September

Der September fühlt sich zuversichtlich an. Wir bleiben vor Krankheiten verschont, erstmal dieses Jahr gehen die Kinder längere Zeit am Stück alle in Betreuung. Ich komme wieder zu was. Und bin voller Pläne.

Kurz: Der Monat läuft wundervoll, bis… bis Ende desselbigen plötzlich mein Körper streikt. Er ist mein Gesicht taub, dann fällt das räumliche Sehen auf dem rechten Auge aus, weitere Körperteile hören auf Gefühl an den Kopf zu senden und ich lande in der Klinik.

September 2017 in Kurzfassung: Eigentlich ein grandioser Monat, in dem sich das Leben wundervoll anfühlt.

Herbst. Nicht zu leugnen. Gestern war übrigens ein fast entspannter Nachmittag. Nein, nicht gemütlich, aber ohne Streit. Ich war selbst sehr fasziniert. Ich wollte ernsthaft nicht mit den dreien zum Fußball, weil ich Eskalationen befürchtete. Da sitzen die Schuhe nicht richtig, die falschen Snacks mitgenommen, nach dem Fußball ist man so müde und und und. Und gestern… da war alles anders. Begeistert haben sie sich ALLEINE umgezogen, nicht diskutiert, als Mama eine lange Hose vorschlug, nicht gestritten, nicht gejammert. Beim Training haben die Großen ständig Arm in Arm gestanden, der Krümel fröhlich am Rand gespielt. Soviel Idylle! Kaum auszuhalten. Ach manche Tage sind einfach schön. Andere sind so, wie der aktuelle Blogpost. 😉 #herbstzeit #Kleinkind #mamablogger_de #mamavon3 #instamum

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Oktober

Ein Monat, den ich in drei unterschiedlichen Kliniken verbringe. Ein Monat voller Angst. Ein gestohlener Monat. Ein Monat voller Menschen, die an uns/mich denken. Ein Monat, der keine Kurzfassung braucht. Aber vielleicht die Pointe, dass ich permanent gefragt wurde, ob ich in letzter Zeit Stress gehabt hätte…

POSITIVE VIBES ONLY | Ich bin bemüht. Habe mir in meinem kuscheligen (nicht) Dreibettzimmer nun ein Päuschen mit Schoki und lieben Grüßen liebster Internetmenschen verordnet. Ansonsten kann ich zwar nicht behaupten, total pessimistisch zu sein, aber eben auch nicht optimistisch. Ich bin halt total verunsichert. Optimistisch kann man sich daran festhalten, dass zahlreiche sehr unschöne Optionen bereits ausgeschlossen wurde. So richtig beruhigt mich das aber nicht. Also nur äußerlich. #mamavon3 #gesundheit #mamaistkrank #elternblogger #mamablogger UND DIE KINDER??? Die sind bei ihrem wundervollen Papa. Läuft. Der Alltag ist natürlich wilde Improvisation, aber es läuft fast besser als ohne mich. 😉 Ich vermute nur, dass der Traummann anschließend reif für eine Kur wäre. Aber das würde er ja niemals zugeben. #besterpapa #bestermann #besterfreund #großeliebe

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November

Ich werde kurz vor dem Monatswechsel entlassen. Viele sehr böse Schreckgespenster wurden ausgeschlossen, aber das mit einer schnellen Genesung wird nichts. Es geht immerhin in Mini-Schritten endlich aufwärts.

Ich bemühe mich um Geduld und um dieses bekloppte Ding mit der Entspannung. Fange wieder an zu häkeln, setze mich an die Nähmaschine, suche irgendwie meine Zuversicht und versuche zu Kräften zu kommen.

November 2017 in Kurzfassung: Ach ich weiß es doch auch nicht…

Dezember

Ich mag die Adventszeit, ich mochte sie schon immer. Mich muss niemand ermahnen, nicht in Stress zu verfallen. Nichts läge mir nach diesem Jahr ferner. Und doch bin ich traurig, dass es am Ende wieder für keine Weihnachtskarten reicht. Gerade nach diesem Jahr.

Wir haben auch schöne Feiertage (eingeigelt und von der virtuellen Außenwelt abgeschlossen), auch wenn uns dann der nächste heftige Erkältungsinfekt einholt. Nichts ungewöhnliches, aber bei der Tochter dann doch schwierig.

Es ist keine (noch) Lungenentzündung, wir kämpfen sehr. Sie hat nun seit Tagen hohes Fieber, hustet und spuckt viel. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden. Und das sagt über meinen aktuellen Zustand schon recht viel, denn diese Zuversicht ist nichtmehr selbstverständlich seit 2017.

Mir selbst geht es eher durchwachsen. Ich bin erschöpft und müde. Sehr, sehr müde. Meine Beschwerden sind noch nicht verschwunden, im Gegenteil. Das mit der Geduld ist nun auch nicht meine beste Disziplin und überhaupt… Aber ich habe wieder Zuversicht. Meistens zumindest.

2017

Du warst ein unglaublich hartes, langes und anstrengendes Jahr. Ein schmerzhaftes Jahr. Du hast uns nicht klein gekriegt. Beinahe vielleicht, aber du hast es nicht.

Du hast mich unendlich dankbar gemacht, denn um uns herum sind soviele wertvolle und tolle, hilfsbereite Menschen. Du hast mich zum Nachdenken gebracht, du hast uns entschleunigt. Zwangsweise.

Am Ende stehe ich da und hoffe, mein alter Optimismus kehrt bald in Gänze zurück. Ich hoffe auf nachhaltige Genesung aller Familienmitglieder. Ich wünsche mir ein wenig Ruhe und Zeit für Zweisamkeit mit den Traummann und die Verwirklichung eigener Ideen oder wesentlich kleiner gesprochen: Erfüllung ganz eigener Bedürfnisse. Wie zum Beispiel SCHLAF!!!

Ich wünsche mir 2018 wieder mehr schreiben zu können, meine Leichtigkeit wiederzufinden, etwas von der Unterstützung zurückgeben zu können.

Und ich wünsche mir so sehr ein dickeres Fell, dass mir die wenigen Stimmen, die mir ständig meinen nahelegen zu müssen, ich sei ein übertrieben nervöser Mensch, der total überdreht auf diese Ereignisse reagiere, seine Kinder überbehüte und überhaupt uncool, unentspannt sei, endlich wirklich völlig egal sind.

Ich wünsche euch ein wundervolles 2018!

Eure Kerstin

P.S.: Ich werde auch versuchen die Tage zwischen meinen Aktivitäten als Krankenschwester noch einen Rückblick auf das Blog-Jahr 2017 zu schreiben. Einfach aus Gründen der Transparenz.

Achso und noch eine Anmerkung:

Rückblickend liest sich 2017 noch fieser und lies sich auf fieser niederschreiben, als es währenddessen manchmal war. Oder anders ausgedrückt: Die Angst und die Erschöpfung war vermutlich jeweils größer, als ich sie gerade mit den Worten beschreiben kann.

Aber mein Frust ist mir im Nachhinein deutlich bewusster. Deswegen klang ich auch im Laufe des Jahres meist optimistischer als ich es war, denn erstens wusste ich ja nicht, was noch kam und zweitens kämpfte ich permanent gehen den immer größer werdenden Frust an. ICH WOLLTE NICHT FRUSTRIERT SEIN!!!

Aber ich war es. Ich muss es im Nachhinein auch klar schreiben. Alles andere wäre eine Lüge.

 

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

11 comments

  1. es ist gut, das man nicvt weiß was noch anstregendes kommt… ich wünsche euch, dass ihr 2018 zur Ruhe kommen und di Kraft tanken kannst und eure Wünsche in Erfüllung gehen.

  2. Liebe Kerstin,
    das mit dem Frust und der Umschulung zur Krankenschwester kommt mir so bekannt vor! Bei uns fing die Krankheitswelle mit den drei Kleinen schon Oktober 16 an und endete dann im Mai. Und seit 4 Wochen fängt es jetzt wieder an mit hohem Fieber, Bronchitis und Mandelentzündung, mit Nebenhöhlen und Magen Darm bei allen 6 Familienmitgliedern. Wann immer der Mann Urlaub hat wird er krank und/ oder ein bis alle Kinder, so dass es für uns als Familie selten Urlaub mit Erholungsphasen gab. Auch wenn ich dir keinen Optimismus von mir abgeben kann, weil ich selber grad sehr wenig davon hab, so hilft dir vielleicht der Gedanke, dass es anderen ähnlich geht, der Frust oft tief sitzt und einen diese Untätigkeit gepaart mit Erschöpfung und Schlaflosigkeit in die Verzweiflung treiben kann. Angst oder schwere Krankheiten hatten wir zwar nicht, aber ebenso schlaflose Nächte mit den kranken Zwillingen und einem weiteren Kleinkind. Ich wünsche dir und euch für 2018 vor allem Gesundheit und dass du für dich und deine Pläne wieder mehr Zeit und Energie findest!! Und vor allem: erholsamen Schlaf!!! 😉

  3. Ich bin eine stille Mitleserin und möchte dir einfach nur sagen, dass mich dieser ehrliche Jahresrückblick sehr bewegt hat. Ich glaube du bist eine liebevolle, fürsorgliche und sehr achtsame Mutter. Lass dich nicht verunsichern. Ich wünsche dir und deiner Familie wirklich ein ganz anderes unbekümmertes und gesundes 2018.
    Liebe Grüsse Margot

  4. Du darfst es ruhig laut sagen: 2017 war für euch ein dermaßen beschissenes Jahr, das kannst du getrost in die Tonne kloppen!

    Und ich möchte die Mutter sehen, die bei dieser Geschichte nicht gluckenhaft, angespannt und überbehütend reagiert! Du darfst all das sein, genauso wie mächtig frustriert. Dieses Jahr war einfach total frustriert für dich/euch, da kann keiner erwarten, dass du weiter den entspannten Sonnenschein gibst…

    Für 2018 wünsche ich euch neben gaaanz viel Gesundheit, dass es vor allem so toll wird, dass ihr 2017 ganz schnell abhaken könnt. Versucht so viel Zeit wie möglich mit Menschen zu verbringen, die euch gut tun :o)

    Alles Liebe,
    Nadine

    PS.: Du hast einen wunderbaren Schreibstil,von daher lese ich alle deine Texte total gerne, egal ob alltäglich, lustig, sarkastisch oder frustriert!

  5. Liebe Kerstin,
    auch ich habe Deinen Jahresrückblick mit einem Kloß im Hals gelesen – was Du alles geschafft hast und was ihr stemmen musstet!
    Du bist eine wirklich tolle Mutter und ich habe beim Lesen Deines Blogs schon oft mitgefühlt, mitgelacht, miterinnert,… (ich bin Mama von fast 4jährigen Zwillingen).

    Ich wünsche euch von Herzen ein schönes und möglichst gesundes neues Jahr. Ich lese weiter und wenn Du mal Zuspruch brauchst…. sag Bescheid.

    Ganz liebe Grüße, Mareile

  6. Liebe Kerstin,

    dein Beitrag hat mich sehr berührt und ich kann es so gut nachempfinden!Das klingt überhaupt nicht übertrieben nervös sondern einfach nach einem sehr harten Jahr an der Grenze der Belastbarkeit.Ich kann das gut nachvollziehen,dass man dann irgendwann auch anfängt an sich selbst zu zweifeln.Bei mir war 2016 so ein Jahr: 8 Monate mit Schreibaby gipfelten in einem Winter in dem wir von November bis Februar dauerkrank waren.Viele konnten es nicht verstehen warum man immer müde und irgendwann auch immer frustrierter ist.Aber es war einfach sehr sehr hart und das darf (und muss) auch raus.Ich freu mich noch mehr von dir zu lesen und dass ich auf deinen Blog gestoßen bin 🙂

  7. Oh Kerstin. Ich bin jetzt allein durch das Lesen so frustriert. Wer nach so einem Jahr behauptet, du seist überbesorgt oder was auch immer… Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. ICH wäre nach SO einem Jahr fertig mit der Welt! Auch wenn 2018 ähnlich angefangen hat, hoffe ich für euch, dass es aufwärts geht! ↗

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