ein erfolgreiches Jahr als Bloggerin und Speakerin

Jahresrückblick 2018 und alle so YEAH!

Ein Jahresrückblick gehört zu einem Blog dazu. Man kann seine Geschichten noch einmal verlinken, Erfolge bejubeln und Entwicklungen nachzeichnen. Super Sache!

Doch mir fällt der Blick zurück dieses Jahr schwer; er lässt sich nicht schreiben und kostet unfassbar viel Zeit. Warum?

2018 war das Jahr danach. Also das Jahr nach 2017. Jenes 2017, das bei uns in der Familie eher nicht so ganz super lief. 2018 sollte besser werden.
Und 2018 wurde besser, irgendwie, irgendwann. Der Anfang war zäh… und da der Anfang sich so lange zog, dass das Jahr auch halb schon vorüber war mit der immer gleichen Litanei, löschte ich den chronologischen Jahresrückblick wieder.

Je länger ich Monat für Monat das Jahr aufschrieb, desto deprimierender erschien es mir. Und das fühlte sich falsch an. 2018 war nicht deprimierend. 2018 war vielleicht anstrengend und ein langer Weg, aber es war ein gutes Jahr mit gutem Ende.
Daher nun ein neuer eher resümierender Versuch:


Blog, Social Media & Co

das geschriebene Wort

2018 war das Jahr mit den wenigsten Texten hier auf dem Blog. Es waren selten im Monat mal eine Hand voll. Es war auch vermutlich das Jahr mit den schlechtesten Zahlen.

Im Mai schrieb ich konkret für mich auf, warum ich eigentlich blogge und dass aus dem Chaos niemals eine relevante Einnahmequelle werden wird, werden soll. Im Laufe des Jahres wurde immer deutlicher, wie sehr sich meine Art zu Bloggen verändert hat und dass ich mittlerweile mit Formaten wie dem „Wochenende in Bildern“ sehr hadere bzw es nicht mehr zu mir passt.

Ich kämpfte mit der DSVGO, notierte meine Gedanken zu Mamablogs und schrieb über die Kennzeichnungspflicht werblicher Inhalte auf Instagram, obwohl ich mir früher mal schwor nicht auf so einer zielgruppenfernen Metaebene zu schreiben.

Ich bastelte viel an der Seite herum und schuf einzelne Themenseiten zu unseren Reisen, der Mutter-Kind-Kur oder auch Zwillingen. Mit sowas kann ich mich stundenlang beschäftigen. Mir schwirren gleichwohl noch viele Baustellen im Kopf herum.

Ich bin stolz wie Bolle, dieses Jahr wieder in zwei Ausgaben der DAD vertreten gewesen zu sein. Ich mag dieses Blatt und finde es ein grandioses Produkt, dem ich 2019 von Herzen noch mehr Erfolg wünsche.

Das Blog und die Menschen hier drumherum tun mir gut, ich mag den Austausch, liebe das Schreiben. Es verändert sich, muss sich verändern. Ich verändere mich auch.
Wohin es gehen wird, werden wir sehen. Doch das Schreiben wird auch 2019 bleiben.

die diversen Kanäle

Aktuell und vermutlich schon länger öden mich privat viele Social Media Kanäle oder genauer gesagt die einschlägige Filterblase ein wenig an. Mich langweilt der Einheitsbrei, mich nerven die ewig gleichen Bilder, künstlichen Aufreger und optisch gleich anmutenden Strategien.

Ich kann das aus professioneller Sicht teilweise verstehen, in seltenen Fällen sogar bewundernd wertschätzen, meist halte ich es jedoch für fatal. Spannender ist aber, dass es mich privat nun gar nicht unterhält und ich mir 2018 vorgenommen habe, mich dann mit sowas nicht aufzuhalten.

So bin ich oft ewig „abwesend“, wenn mir nicht danach ist, die Familie und Freunde wichtiger sind. Dafür muss ich dann eben akzeptieren, dass der Algorithmus egal welcher Plattform es mir übel nimmt nicht konstant den geilsten Content rauszuschleudern, mich im Anschluss beleidigt unterschlägt und meine Zahlen drückt. Für mich ist das ok, meine Prioritäten sind andere.

das gesprochene Wort

Es bleibt ein Jahres-Highlight für mich: Die Blogfamilia. Ich habe dieses Mal extrem gemerkt, dass ich dort bin wegen der Menschen, wegen der (familien)politischen Debatten und unterhaltsamen Programmpunkte. <3

Die Blogger-Workshops sind für mich eher uninteressant. Und das meine ich nicht abwertend gegen die Konferenz oder deren Programm. Ich fand dort unterhaltsame Sessions und hatte Spaß. Inhaltlich merkte ich auch in den Gesprächen am Rand: Was Neues lerne ich hier zu Social Media/Bloggen/Schreiben eher nicht und der Grund bin eher ich bzw mein Wissen und weniger das Angebot.

Schon während der Konferenz und in den Tagen danach stand die Frage im Raum „Warum machst du nicht selbst mal eine Session?“ Ja, warum eigentlich nicht?
Ich kam bisher nie auf die Idee. Das ist schon alles, was mir an vernünftigen Gegenargumenten einfällt.

Und so stand ich gemeinsam mit Juli auf der Wubttika, sprach über den richtigen Fokus beim Blog-Marketing und es fühlte sich großartig an. Ja, mir macht das Spaß; ich habe eine irre Wissensbank und teile das Know How gerne. 2019 darf es mehr davon geben.

Beinahe hätte es 2018 noch einmal beim Blogger@Work Camp in Frankfurt geklappt. Doch dieses Jahr ging ja nicht immer alles glatt und so warfen mich die Folgen eines Autounfalls vom Vortag einfach mal aus der Konferenz. So schade, aber nächtes Jahr dann eben.

Ich nehme aus 2018 mit, meine Stärken nicht mehr zu relativieren.

#KommaKaffee

Ein wunderbares kleines Projekt, dass dieses Jahr aus einer Freundschaft heraus entstand. Es steht viel Energie darin und noch viel mehr Herzblut darin. Mein Blick darauf ist aktuell eher wehmütig.

Tatsache aber ist, dass das Co-Working dahinter vieles sortiert und in frustrierenden Momenten Motivation gebracht hat. Es hat uns beide in einer Zeit des Umbruchs begleitet und uns geholfen. Nun stehen sowohl Juli als auch ich an ganz anderen Stellen als vor einem halben Jahr. Vielleicht brauchen wir #KommaKaffee nicht mehr, sind ihm entwachsen, ich selbst vermisse es trotzdem.

Es war eine schöne Zeit.


Kerstin & die Chaoten

die lieben kleinen Chaoten

Die Zwillinge sind mittlerweile Vorschulkinder und unfassbar groß (Das sogar auch in Zentimetern gemessen – Zwillinge müssen nicht immer klein/zart sein.). Seit einer Woche bewundern wir hier auch den ersten Wackelzahn!

Sie fahren Inliner und besuchen Freunde, sie spielen im Sommer allein ums Haus herum und fahren auf dem Hof Rad, sie schreiben erste kleine Worte und werden immer selbstständiger.

Krümel hat seit jeher eh den Turbomodus und schaffte vor/um den dritten Geburtstag Windel und Mittagsschlaf ab, gewöhnte sich im Eiltempo im Kindergarten ein und setzte sich auf das Fahrrad.

Ja, so langsam wird es leichter. Eindeutig. Unsere Nächte sind meist halbwegs ok und die Tage erfordern kein permanentes Unterhaltungsprogramm mehr.
Wir haben planbaren Alltag, der so kurios einfach ist, denn alle drei Kinder gehen in den gleichen Kindergarten! Ist es zu fassen? Was das ausmacht!

2018 ist das Jahr, dass bei der Tochter wieder gesundheitliche Stabilität und damit für uns auch einen guten Teil Normalität brachte. Doch das Jahr begann verhalten und im mühsamen Kampf.

Wie geht es dir, Kerstin?

Das Blog steht weitestgehend still im Januar. Ich hatte es mir selbst auferlegt, denn ich wollte nicht frustriert sein müssen, wenn ich nicht zum Schreiben komme. Komme ich auch nicht.:

Wie es mir damit geht, schreibe ich zwar auf, werde es aber Monate später erst veröffentlichen. Ich stehe unter Druck. Es ist zwar besser als Anfang 2017, aber nicht alles gut ist. Die Tochter nicht schwer krank ist, doch weit weg von gesund. Solange wie es möglich sei, solle sie bitte nicht in den Kindergarten. Zu ihrem Schutz. Solange es mir möglich ist, soll ich zurückstecken, möglich machen, dass sie zu Hause bleibt. Es ist mir lange möglich.

Mir selbst geht es auch nicht so recht grandios. Mein Körper macht weiter Zicken, man weiß nicht recht wieso. Im Zweifel wird es die Psyche sein. So eine dreifach-Mutter hat ja schließlich viel Stress! Und ja, das alles schlägt mir auf die Psyche. Frustriert. Macht Angst. Aber ich will mich nicht unterkriegen lassen.

Ich besinne mich auf das Glück in meinem Leben. Aber mit dem Modell Vollzeitmama kann ich mich nicht anfreunden. Es wird sich irgendwann ändern müssen. Bis es soweit ist, habe ich beschlossen mitzuspielen und es zu genießen. Es gelingt mir nicht immer selten, aber an manchen Tagen fühlt es sich sogar ganz gut an. rIch muss über mich selbst lachen, wie ich auf die Kindergartenferien mit Überkompensation meines Hausfrauendaseins reagiere.

Ein Zufallsbefund bei meinem Bruder bringt mir den entscheidenden Hinweis. Zöliakie tritt nämlich durchaus familiär gehäuft auf und Geschwister sollten sich dringend testen lassen. Ich muss mich zwingen, wieder zum Arzt zu marschieren, doch ich trete damit eine Kette ziemlich klarer Befunde in Gang.

Offensichtlich habe ich nicht erst seit gestern ein kleines, größeres Problem in meinem Darm, das am Ende meinen ganzen Körper hat leiden lassen.

Wichtige Texte 2018 für mich:

bunte Alltagsgeschichten 2018:

Die Mutter-Kind-Kur

  • Die Gedanken vorab, der Antrag und die Entscheidung nicht mit 3 Kindern zu fahren.
  • Das Kur-Tagebuch mit Berichten aus der ersten, zweiten und dritten Woche. Gerade der erste Teil zieht reichlich Unmut der Insulaner nach sich, denn ich habe angeblich als verwöhnte Mutti/Hausfrau zu undankbar über meinen kostenlosen Premiumaufenthalt an der Küste geschrieben. *augenroll*
  • Ich schrieb noch einen Beitrag über die Zeit danach und unsere Bahnreise.

nachdenkliche Beiträge aus 2018:

Happy End

2018 brauchte bis in den Herbst um sich zu drehen, aber dann wurde mir die Stabilität der Tochter bewusst, der Familienalltag vereinfachte sich durch Kindergartenstart und Selbstständigkeit der drei Chaoten massiv, ich bekam endlich eine Diagnose und damit selbst die Möglichkeit der Genesung. 2018 brachte mir die Klarheit, dass ich absolut nicht die perfekte Hausfrau&Mutter-Besetzung bin, dass ich raus aus der Freiberuflichkeit und rein in die Festanstellung möchte, dass ich immer schreiben will und werde, aber auch mein umfangreiches Wissen über die digitale Kommunikation in Zukunft noch mehr teilen möchte.

2018 brachte mir dann auch im November die Festanstellung und die neuen Herausforderungen in Sachen Vereinbarkeit. Doch bisher fühlt es sich nicht nach einer Herausforderung an. Sondern einfach gut und faszinierend entspannt. Ich mag meinen Job, die Kollegen und den neuen Alltag. Die organisatorischen Rädchen greifen hier nahtlos ineinander und die Kinder scheinen unbeeindruckt. Der Advent verläuft bei uns mit Krippenspiel und Kerzenschein, dem üblichen Chaos, ohne Dramen. Uns geht es gut.

2018 war ein gutes Jahr. Das Jahr nach 2017.
Ein Jahr das lange sehr anstrengend und belastend war,
aber auch das Jahr, das die Wende brachte.
Ich freue mich auf 2019!

Euch allen ein gesundes und glückliches neues Jahr!
Vielleicht begleitet ihr mich ja auch 2019 noch ein Stückchen.
Eure Kerstin

Auf Twitter findet ihr ebenfalls ein paar Highlights des Jahres:

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

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