Archive für Dies & Das

Eine meiner liebe Twitter-Freundinnen, die Esther Uiuiui, bloggt seit kurzem. Sie nimmt uns mit, auf wunderbare Gedankenspaziergänge. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei ihr mal vorbei zu schauen.

Kürzlich veröffentlichte sie einen Beitrag zum Thema „Ziele“. Überschrieben ist dieser Beitrag zwar mit „Erziehungszielen“, um die es natürlich auch geht, aber auch um Ziele und Lebensziele im Allgemeinen.

Ich fand den Artikel überaus spannend und interessant und musste ganz ganz viel nicken. In meinen Kommentar schrieb ich dies dann auch und überlegte direkt, selber dazu zu schreiben.

Esther und ich haben uns auch schon bei verschiedenen Gelegenheiten im „real life“ getroffen. So dass wir uns auch über Twitter hinaus kennen und schätzen. Auf meinen Kommentar äußerte sie, dass ich ihr „oft so zielgerichtet“ vorkomme. Vom Grundsatz hat sie recht und unrecht zugleich… Weiterlesen…

Es war ein ganz durchschnittlicher Tag in den letzten Wochen. Wir fahren Auto. Die ganze Familie. Ein Schrei! von der Rückbank: „Daaaaa! Papa! Daaaaa! Da ist die Hanne LOREKraft!“

Der Traummann reißt die Augen auf, das Bein zuckt kurz über der Bremse, er hebt irritiert die Augenbraue. „Wie bitte?“ fragt er seine wild mit den Armen wedelnde Tochter.

„Da ist die Hanne Lorekraft! Da!“

Jetzt gilt der Blick und die hochgezogene Augenbraue des Fahrers seiner Beifahrerin. Mir. Woanders kann sie das herhaben. Tja, also das war so:

Ein weiterer durchnschnittlicher Tag auf der Rückfahrt vom Kindergarten. Die Zwillinge erzählen überschreien sich gegenseitig mit den Erlebnissen aus dem Kindergarten. Doch das hält nicht lange an. Die beiden sind schließlich neugierige, aufmerksame Dreijährige und seit einiger Zeit ist unsere Fahrtstrecke vollgepflastert mit lustigen Bildern.

„Mama, wer ist das?“ Diese Frage kenne ich. Zu gut. Ich muss die Namen aller Personen auf Fotos, in Kinderbüchern, auf Zeitungen und auch in Katalogen und Prospekten herausrücken. Immer. Einzig bin ich kurz irritiert, um wen es gerade geht. „Wen meinst du, Sonnenschein?“

„Den da!“ Er meint das Wahlplakat. „Das ist Armin Laschet.“

„Und wer ist das?“ will nun seine Zwillingsschwester wissen. „Das ist Hannelore Kraft.“ 

„Und warum hängt die Hannelore da?“ Ähm… ja… gute Frage: „Es ist Wahlkampf. Das ist ein Wahlplakat.“

„Was ist Wahlkampf?“ Warum? Warum treffen mich solche Diskurse immer so unvorbereitet? Uff.

„Also das ist so,“ beginne ich mich unbeholfen um Kopf und Kragen zu reden: „die Erwachsenen haben Bestimmer und Chefs. Die Hannelore Kraft ist gerade Chef hier gemeinsam mit anderen.“ Ich werde in meinem sehr kruden Versuch den Begriff einer Regierung zu erklären zum Glück unterbrochen. Solange kann ein Dreijähriger eben nicht ohne neue W-Frage zuhören: „Was bestimmt die Hannelore denn?“ 

Ich habe die volle Aufmerksamkeit meiner beiden Erstgeborenen und komme ins Schwitzen. Darauf bereitet einen ja auch keiner vor! Wie erklärt man das?

„Also die Regierung und das Parlament – so heißen die Bestimmer – legen die Regeln fest. Sie machen Gesetze und schaffen den Rahmen für unser Zusammenleben.“ Ok, das war vielleicht zu wild? Aber im Rückspiegel sehe ich die Prinzessin bedächtig nicken. Sie denkt auf meinen Worten rum.

„Mama, warum hängt die Hallore denn jetzt da?“ findet Sonnenschein die nächste W-Frage. „Es sind Wahlen. Die Erwachsenen dürfen bestimmen, wer demnächst Chef sein darf. Die Hannelore und der Armin wollen wie viele andere, dass wir sie aussuchen.“ Das leuchtet ein. Die Zwillinge wollen auch gerne Bestimmer sein. 

„Wer ist denn das?“, kurz bin ich erleichtert, dass wir von den grundsätzlichen Fragen über die parlamentarische Demokratie hinweg sind (abgefragte Namen widergeben ist klar die einfachere Aufgabe für eine unvorbereitete Mutter), als ich den letzten Blick auf das Plakat erhasche, um das es geht: „Ähm das ist… äh? Bianca?“… „Bianca? Wie heißt die Bianca genau?“… „Das weiß ich nicht. Das steht da nicht.“ Wer bitte denkt sich orangene Plakate mit orangener Schrift aus und lässt Bianca auch noch eine orange Bluse tragen? Das einzige, was ich im Vorbeifahren lesen kann ist das höhnische „Besser Bianca!“ und der spontane Gedanke meinerseits: „Besser eine neue Agentur beauftragen?“

Bianca bleibt namenlos, ich sehne da Ende der Fahrt herbei und erkläre nebenbei, warum der Pirat auf dem Plakat so böse guckt, wer ihn geärgert hat und warum ich denn von dem auch schon wieder den Namen nicht weiß.

Zeit, die Bestimmer mitzubestimmen

Wir sind mitten in einem dieser sogenannten Superwahljahre. An diesem Wochenende sind hier in NRW Landtagswahlen. In Zeiten, in denen sich nicht nur Europa scheinbar politisch neu orgientiert, je nach Sichtweise revolutioniert oder verliert. Die Kräftegefüge in der Parteienlandschaft werden durchgerüttelt und selten waren Wahlprognosen so wenig wert wie aktuell.

Ich gehe morgen wählen. Wir alle werden zusammen wählen gehen. Die komplette Familie. Denn nicht nur die Zwillinge wissen, dass man es ausnutzen muss, wenn man den Bestimmer bestimmen kann. 

Die Zwillinge sind noch zu klein, um mit ihnen wirklich über Politik zu reden. Wir bleiben auf dem Niveau der Plakat-WerIstDas?-Fragen. Das große Weltgeschehen darf und soll noch ohne sie stattfinden. Aber wir bestimmen/wählen für sie mit. Als Eltern geben wir auch ihren Bedürfnissen eine Stimme, denn es geht um ihre ganz konkrete Gegenwart (Familienpolitik!) und die Gestaltung ihrer Zukunft.

Ich habe fest vor, ihnen alle Fragen, die sie im Laufe ihres Lebens haben werden, nach meinem Vermögen und für ihr Alter angemessen zu erklären. Auch wenn sie mich damit JETZT schon so übel ins schwitzen bringen. Ich erinnere mich an unzählige Abende, an denen ich mit meinem Vater die Tagespolitik diskutiert habe. Da war ich schon deutlich älter als meine eigenen Kinder heute, aber es bleibt mir im Kopf als Vorbild.

Ich wünsche mir Kinder, die auch als Jugendliche und Erwachsene weiter neugierig bleiben und nachfragen. Ich möchte meine Kinder zu politischen Menschen mit eigener Meinung erziehen. Menschen, die eine Stimme haben, sie nutzen und auch bei Wahlen abgeben. Ich werde mich bemühen, ein Vorbild zu sein.

Ich gehe wählen.

Eure Kerstin

Die liebe Anette vom Blog Mutterseelesonnig hat dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #48stundenalleinerziehend unseren Alltag zu schildern.

Auslöser hierfür war eine Einladung aus der Politik an Anette, für zwei Tage nach Berlin zu kommen. Anette ist alleinerziehende Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern. So sehr sie sich über diese Einladung gefreut, so sehr stellt sie vor eine organisatorische Mammutaufgabe.

Da sie ihren Aufruf bis zum 9. Mai befristet hat, muss ich mich langsam sputen, wenn ich noch teilnehmen will.

Heute ist Sonntag, der 7. Mai. Es ist bereits nach 21 Uhr. Der Tatort läuft, ebenso wie die Waschmaschine und die Spülmaschine. Weiterlesen…

Seid Ihr schon über den Hashtag #DubistDemokratie gestolpert? Bea Beste vom Blog Tollabea.de und einige andere Blogger hatten die Idee eine Welle für die Demokratie und das Wahlrecht zu starten. Es sind in kurzer Zeit schon ein paar Beiträge veröffentlicht worden, die ich unten verlinke und regelmäßig aktualisieren werde.

Ich finde, dass das eine sehr sehr wichtige Sache ist und beteilige mich daher von Herzen gerne! In 2,5 Wochen findet in NRW die Landtagswahl statt. Im September wählen wir den neuen Bundestag. Es ist mir eine persönliche Herzensangelegenheit, möglichst viele Menschen an die Wahlurnen zu kriegen! Für die Demokratie! Für das Recht und die Freiheit mitzugestalten! Weiterlesen…

5 ist ein faszinierendes Alter bei Kindern ❤ besonders mit der Maus verändern sich derzeit massiv die Gesprächsthemen. Es ist wunderschön und schwer zugleich.

Kennt Ihr Judith Holofernes? Sie hat kürzlich ihr neues Solo-Album veröffentlicht. Ein Album, welches ich sehnsüchtig erwartet habe und was mich vollends begeistert. Es läuft in meinem Auto quasi in Dauerschleife. Wenn nicht, fordern die Murmels „die Judith“ ein.

NEIN. KEINE WERBUNG. KEIN SPONSORED POST.

Nur eine kleine Geschichte über meine Mäuse-Tochter, meine Eltern, Großeltern, Judith und mich. Weiterlesen…

Die liebe Mo vom Blog 2Kindchaos hatte mich bereits im Februar für den Liebsten Award nominiert.

Liebe Mo,
es tut mir leid. Ich hatte es in der Hektik der letzten Wochen und Monate echt verpeilt.

Mo hat mir und einigen (vielen) anderen 11 Fragen gestellt. Die soll ich nun beantworten und 11 eigene Frage formulieren und bis zu 11 Blogger für die Beantwortung nominieren… alle Klarheiten beseitigt?

Die Fragen von Mo beantworte ich sehr sehr gerne. Sie hat ganz tolle und, wie ich finde, sehr persönliche Fragen gestellt. Allerdings werde ich keine neuen Fragen verteilen. Warum? Ich habe da gerade nicht den Kopf zu. Mir fällt nicht ein, was ich wen fragen könnte… so einfach. In meinem Kopf herrscht einfach im Moment zu viel Chaos. Aber da der Liebste Award ja eine Schneeballschlacht ist, wird er an mir sicherlich nicht scheitern. Weiterlesen…

Tante Emma hat zu einer Blogparade gerufen, in der es um das Verhältnis zwischen uns und unseren Eltern geht, seit wir selber Eltern sind. Auslöser hierfür war eine Twitter-Unterhaltung, der ich nur am Rande als stiller Leser gefolgt bin. Besonders berührt hat mich der Beitrag von Mo auf 2kindchaos. Es ist beeindruckend, unter was für Umständen Menschen dennoch herzliche und empathische Wesen bleiben können.<3 Herz und Empathie gibt es bei der lieben Mo nämlich reichlich.

Ich bin nicht auf einem Ponyhof groß geworden. Im Vergleich zu meinen älteren Geschwister hatte ich aber zumindest relativ entspannte (oder mittlerweile abgestumpfte) Eltern. Weiterlesen…