Archive für Meinung

Alle Jubeljahre überkommt es mich wie im Fieberwahn und ich schreibe Meta-Texte, blogge über das Bloggen, twischter über Twitter, poste über Social Media Themen oder verrenne mich sonstwie in der Metakommunikation. Immer wieder nehme ich mir danach vor, das zukünftig nicht mehr (hier) zu machen.

Denn eigentlich halte ich doch recht viel von genauer Zielgruppenansprache und unterstelle jetzt mal, dass die meisten von euch hier nicht zwingend hinklicken, um Texte über Kommunikation in all ihren Facetten zu lesen.

Aber da ich gerade keinen anderen Blog zum Posten habe, grundsätzlich auf dem Chaos-Blog eh total inkonsequent mit meinen eigenen Vorgaben umgehe und es mir einfach gerade in den Fingerspitzen zuckt, müsst ihr dadurch oder ganz, ganz schnell diesen Link* klicken.

Online wütet der Mob im Hexenkessel

Erstaunlicherweise kommunizieren die meisten Menschen online oft sehr viel offener und direkter. Das zeigt sich täglich ganz gruselig exemplarisch bei den vielen kleinen und großen Scheißestürmchen auf den sozialen Plattformen. Da wird beleidigt und diffamiert, mit Worten umsich geworfen wie wild. Weiterlesen…

Seid Ihr schon über den Hashtag #DubistDemokratie gestolpert? Bea Beste vom Blog Tollabea.de und einige andere Blogger hatten die Idee eine Welle für die Demokratie und das Wahlrecht zu starten. Es sind in kurzer Zeit schon ein paar Beiträge veröffentlicht worden, die ich unten verlinke und regelmäßig aktualisieren werde.

Ich finde, dass das eine sehr sehr wichtige Sache ist und beteilige mich daher von Herzen gerne! In 2,5 Wochen findet in NRW die Landtagswahl statt. Im September wählen wir den neuen Bundestag. Es ist mir eine persönliche Herzensangelegenheit, möglichst viele Menschen an die Wahlurnen zu kriegen! Für die Demokratie! Für das Recht und die Freiheit mitzugestalten! Weiterlesen…

Alles nur Illusion?

Murmelmama —  11. Januar 2017 — 3 Kommentare

Die Perlenmama Janina hat einen ganz tollen Beitrag über Schein und Realität im Internet geschrieben.

Der Artikel hat mich angesprochen, ohne dass ich mich angesprochen gefühlt habe… Das ist doch mal ein Satz 🙂

Soll heißen, sie hat bei mir einen Nerv getroffen und ich musste beim Lesen ganz oft nicken. Ich fühle mich insofern NICHT angesprochen, da ich mich für ziemlich authentisch halte und eigentlich selber schon das Gefühl habe, über all das zu schreiben, was gerade irgendwie blöd ist und – zumindest hier auf dem Blog – dem Schönen viel zu wenig Raum zu geben. Weiterlesen…

So mein erster Beitrag 2017 und nebenbei der erste nach langer Abstinenz. Ich hatte ja zwischendurch immer wieder reichlich gute Vorsätze, mal wieder zu schreiben. Der Kopf platzt manchmal nachts vor Ideen, die niemand dann stenografiert und abtippt. (Was ich dringend abprangern möchte!)

Und ich wollte euch dringend noch was zu diesem 2016 schreiben, das vermutlich im Nachinein ein extrem wichtiges Jahr für mich gewesen ist. Zumindest gemessen an den übernatürlichen Kräften, die mir gewachsen sind, meiner neuen Stresstoleranz, einem neuen Müdigkeitsrekorden, wundervollen Begegnungen und hoffentlich bleibenden Freundschaften. Ich habe 2016 verdammt viel (kennen)gelernt.

Aber dann hätte ich auch unser für 2016 typisches Weihnachtsfest verbloggen müssen, für welches der Begriff Chaos gar nicht mehr ausreicht. (Bin mir aber eh nicht sicher, ob man unseren Jahreswechsel mit wieviel humorvoller Kreativität auch immer, als festlich bezeichnen könnte.) Scheiß was drauf, wir haben überlebt!

2017 wird alles besser!

Oder auch nicht. Aber es geht weiter und so schlecht war 2016 schließlich nicht. Naja… jedenfalls wollte ich unbedingt Andrea antworten, die sich verdammt einsam fühlt in ihrem Menschsein. Sie motzt ihre Kinder an. Sie will das nicht und sie weiß es selbstverständlich besser. Weiterlesen…

Ein paar total subjektive Gedanken zur Familienarbeitszeit aus dem chaotischen Kopf einer übermüdeten Mama dreier kleiner Kinder:

Manuela Schwesig schlägt eine Familienarbeitszeit vor. Die Idee ist nicht ganz neu, aber diese Woche hat die Ministerin ihren Vorschlag erneut ins Gespräch gebracht. Paare bei denen beide Elternteile vollzeitnah – im Gespräch sind 28 bis 36 Wochenstunden – arbeiten, sollen bis zu 300 Euro Familiengeld vom Staat erhalten. Auch Alleinerziehende und – oh Wunder – Selbstständige sollen davon profitieren können. Wie das so bei politischen Ideen ist, handelt es sich erst einmal um ein grobes Konzept, um einen Vorschlag. Und so sind die Details noch recht diffus, aber mir zuckte sofort durch den Kopf:

Richtig so! Warum?

In Deutschland ist es nachwievor so, dass die Arbeit in der und für die Familie und der Broterwerb zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt ist. Sehr ungleich. Wenn aus Frauen Mütter geworden sind, nehmen sie meist eine Auszeit und arbeiten im Anschluss deutlich weniger als zuvor. Irgendwer muss sich ja um die Kinder kümmern. Auf das volle Gehalt des Mannes, der oftmals mehr verdient, kann nicht verzichtet werden. Wer Auszeiten nimmt und Stunden massiv reduziert, der hat Probleme weiterhin gute Stellen zu bekommen, man ist nicht mehr flexibel genug und sowas wie Karriere wird schwierig. Gewollt oder ungewollt hat sich das mit dem Aufstieg erledigt, wenn kleine Kinder im Haus sind. Die Schere zwischen dem Einkommen der Väter und Mütter geht also weiter auseinander und das Ende vom Lied ist eine mickrige Rente. Weiterlesen…

Andrea von Runzelfüßchen hat die Tage über das Wort geschrieben, dass Eltern ab dem zweiten Lebenshalbjahr ihrer Kinder nahezu verfolgt: „NEIN“ Eltern verwenden es (inflationär) und Kinder nehmen es schon früh in ihren Wortschatz auf. Der Umgang mit diesem simplen Wort ist nicht einfach. Genau deswegen, hat sie es zum Gegenstand einer Blogparade gemacht, bei der auch ich mich berufen fühle, einen kleinen Beitrag zu schreiben.

Das erste Wort

Ich hatte ja schon bei den Zwillingen echt Sorge, dass ihr erstes echtes erkennbares Wort „Nein“ lauten würde. Sobald sie mobil wurden, krabbelten und sich hochzogen, habe ich es quasi in Dauerschleife verwendet. „Nein, nicht in der Steckdosen rumpuhlen.“ „Nein, nicht ständig auf die Heizungsrohre kloppen.“ „Nein, Blumenerde kann man eigentlich nicht unbedingt essen.“ „Nein, die Stereoanlage ist kein Spielzeug.“ „Nein, nicht …“

Man mag sich kaum selbst zuhören und ich brauche mich da gar nicht sonderlich bemühen, mich an diese Zeit zurück zu erinnern, denn ich höre mich derzeit genauso an. „Nein, Krümel, nicht die Fernbedienung anlutschen.“ „Nein, nicht die Treppen hochkrabbeln.“ „Nein, nicht die Puzzleteile aufessen.“ „Nein, nicht die Lampe runterreißen.“ Nein, nein, nein…

Kinder entdecken die Welt und ihre Eltern fangen an, Nein zu sagen. Sie setzen Grenzen. Sie müssen Grenzen setzen. Weiterlesen…

Liebe Mamas,

heute ist Muttertag. Euer Ehrentag. Und wenn ihr den denn als solchen begehen wollt, dann möchte ich euch einen wundervollen Tag mit euren Familien wünschen. Lasst es euch gut gehen und vielleicht auch richtig verwöhnen.

Ihr habt es euch verdient. Wir alle haben es uns verdient.

Rose in pink

Ich selbst kann mit diesem Tag nichts anfangen. Muttertag gab es bei uns zu Hause nicht. Er fand einfach nicht statt. Nicht, dass ich keine Mama hätte. Die habe ich. Eine ganz tolle sogar! ❤

Aber meine Mama war nie ein Fan dieses Tages und als wir dem Kindergartenalter entwachsen waren, verbat sie sich Geschenke zu diesem Tag. Sie erklärte uns, dass sie nicht einmal im Jahr ausschlafen und einen gedeckten Frühstückstisch möchte. Weiterlesen…