Archive für Arbeit

Thea vom Blog ratzefatze-pustekuchen und Steffen von papapelz haben vor einiger Zeit die Blogparade #papakanndas gestartet.

Im ersten Teil ging es um unsere eigenen Erfahrungen und Erlebnisse. Die Auswertung dazu findet ihr hier.

Mit „Lasst uns was daraus machen! leitet Steffen den zweiten Teil der Blogparade #papakanndas ein.

Er gibt uns hierfür die nachfolgenden Fragen an die Hand:

  1. Wie verhältst du dich, wenn dir diese Stereotypen aus den gesammelten Erfahrungsberichten begegnen? Wie würdest du dich gern verhalten, was hindert dich gegebenenfalls?
  2. Was ließe sich anders gestalten, offensiver kommunizieren, um Bemerkungen der „old school“ von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen?
  3. Welche Auffassungen in der Gesellschaft sollten sich ändern?
  4. Sollte sich auch in Politik und Wirtschaft etwas ändern, um mehr Selbstverständlichkeit von Elternschaft zu fördern? Wenn ja, was kannst du dir da vorstellen?
  5. Was kannst du selbst zu all diesen Punkten beitragen

Ich hatte bereits im ersten Teil der Blogparade #Papakanndas ausführlich geschrieben, wie es bei uns läuft bzw. lief und wie kritisch wir beäugt wurden.

Ich bin von jeher ein Mensch gewesen, der sich permanent selber hinterfragt oder in Frage stellt. Habe ich was falsch gemacht? Was habe ich falsche gemacht? Hätte ich es anders oder besser oder richtiger machen können? Ich nenne mich auch nach 3,5 Jahren noch immer „Mama in Ausbildung“. Jede Veränderung und Weiterentwicklung der Murmels stellt uns vor neue Herausforderungen. Weiterlesen…

Die phantastische MamaOTR ruft zur Blogparade „MeTime“ … Die liebe Séverine ist in meinen Augen eine ultimative Powerfrau – aber auch Powerfrauen geht manchmal die Puste aus.

Ursächlich für ihren Aufruf zur Blogparade ist ihr „aktueller Zustand“. Ein Zustand der mir so wahnsinnig bekannt vorkommt. Über diesen Zustand habe ich im Prinzip schon öfter geschrieben, zuletzt im Rahmen der Blogparade #worklifefamily der lieben A-Lu.

Bereits vor einigen Monaten habe ich aus meinem Twitter-Profil „lacht gerne und möglichst viel“ entfernt. Nicht, dass ich nicht mehr gerne lache, aber es fällt schwer, wenn man sich meist fühlt, als hätte einen irgendwas Schweres überfahren.

Im Großen und Ganzen gelingt es mir, die allgemeinen Anforderungen an mich und mein Leben als Mutter und Arbeitnehmerin zur erfüllen, aber dennoch bleibt etwas ganz wichtiges dabei auf der Strecke > ICH!

Ab und an gelingt es mir #jbimd (jetzt bin ich mal dran) / #jfmm (just for me moments) Situationen/Momente zu nehmen und festzuhalten, wie z. B. mein Mittagsschlaf am Wochenende. Die Frage ist nur, sind das wirklich Luxusmomente für mich oder ist meine „Siesta“ eher die Befriedung eines Grundbedürfnisses, das unter der Woche zu kurz kommt? Bestandsaufnahme am vergangenen Freitag: Ich habe früher Feierabend und werde zu Hause erstmal „Siesta“ halten. Aber warum? Ich stehe montags bis freitags gegen 5 Uhr auf. Ich schaffe es selten vor 23 Uhr ins Bett. Wenn man den ganzen Tag unter Strom steht, ist das jetzt eh nicht so viel Schlaf. Weiterlesen…

Ich bin die, die (eigentlich) nie über die Kita schimpft. Ich bin die, deren Murmels (eigentlich) total gerne in die Kita gehen. Ich bin die, die immer ein großer Fan dieser Kita war.

Ich bin die, die seit dem ersten Elternabend im Elternbeirat ist. Ich bin die, die – trotz aller persönlichen und beruflichen Schwierigkeiten – den Streik der Erzieher immer unterstützt hat und auch weiter unterstützen wird.

Ich bin die, die erstmals wahnsinnig verärgert, traurig, wütend ist…

Jeder der Kinder hat, weiß, zu viele Veränderungen gleichzeitig sind für diese schwierig… Gestern begann mit dem Ende der Ferien das neue Kita-Jahr. Die Murmels sind seit gestern in ihrer neuen Gruppe. Sie gehören jetzt zu den Großen!

Der Gruppenwechsel war von langer Hand geplant und mit viel Zeit umgesetzt worden. Seit feststand, in welche Gruppe sie zukünftig gehen werden, sind sie schon immer regelmäßig zum spielen rüber gegangen, so dass es eigentlich schon fast ein fließender Übergang war. Ein System was ich grundsätzlich total prima finde. Dies erspart den Murmels und somit auch mir den harten Schnitt und eine neue Eingewöhnung.

Über einen Punkt bin ich mir allerdings bis gestern nicht im Klaren gewesen. Diese Punkt macht mich ärgerlich und traurig – sogar ein bisschen wütend. Weiterlesen…

„Kerstin, wie schaffst du das eigentlich immer alles?“

Gute Frage…

Ich bin eine so langsam kugelrunde hochschwangere Mutter von zweijährigen Zwillingen, die ausgesprochene Wirbelwinde sind. Nebenbei übernehme ich meinen nicht unerheblichen Anteil am kleinen Familienbetrieb, den man auch ohne Euphemismus schlicht „Haushalt und Organisation des Familienalltags“ nennen könnte. Ich bin Freiberuflerin, die theoretisch sogar arbeitet. Ich habe ziemlich viele Interessen, die aber gar nicht alle den Ausdruck Hobby verdienen. Letztens ist mir sogar aufgefallen, dass ich einen Ehemann habe und Freunde, Bekannte, Einladungen,… soziale Verpflichtungen eben. Puh!

Und wie schaffe ich das alles? Tipps soll ich geben. Klar gerne!

Mein Geheimnis verraten. Mache ich. Sofort.

Aber die erste Antwort auf die Frage wäre: Ich weiß es nicht. Es läuft halt. Mal läuft es ganz gut und mal gar nicht. Womit wir beim ersten Teil des großen Geheimnisses wären:

Ich schaffe gar nicht immer alles!

Seit ich Kinder habe, muss ich Mut zur Lücke haben und mich damit abfinden, dass am Ende des Tages, der Woche, ja des Monats nicht alles erledigt ist, was vielleicht theoretisch hätte erledigt werden sollen. „Isso“ würde der Sonnenschein sagen. Ich kann es nicht ändern. Weiterlesen…

Hallo Ihr Lieben,

lange Zeit war es hier ruhig um uns. Unser Leben ist an sich schon sehr stressig und aufreibend und wurde durch den Kitas-Streik leider auch nicht ruhiger im Gegenteil!

Nach drei Wochen sind wir auf gut deutsch „DURCH“. Wir sind müde und gereizt. Die Murmels sind nicht ausgelastet und das ständige Home-Office (zum Glück habe ich die Möglichkeit) wird meinen Schreibtisch-Bergen auch nicht gerecht. Zu dem darf ich noch seit einer Woche Urlaubsvertretung machen. Von den Vernachlässigungserscheinungen meines Haushaltes mag ich gar nicht erst reden.

Die Murmels besuchen seit gestern eine Notbetreuung, die über meinen Arbeitgeber organisiert und bereitgestellt wird! Wer selber vom Streik betroffen ist, kann vermutlich die Dankbarkeit erahnen, die ich im Moment für meinen Arbeitgeber hege! Worte vermögen nicht es auszudrücken! (Und auch nicht, dass ich mich dabei wie eine „Streikbrecherin“ fühle)

Seit gestern sitzen nun endlich (zu Beginn der 4. Streikwoche) die Tarifparteien wieder an einem Tisch. Ich habe kaum noch daran geglaubt!

Egal wie sehr uns der Streik gebeutelt hat, versteht diesen Beitrag nicht als Kritik an den Erziehern! Meine Solidarität gehört nach wie vor den Menschen, die in unseren Kinder- und Jugendeinrichtungen so eine wertvolle Arbeit leisten! Uneingeschränkt!

Im nachfolgenden möchte ich Euch meinen Brief an unseren Bürgermeister zeigen, den ich gestern versandt habe. In diesem Brief geht es nicht um juristische Korrektheit (auch wenn eine befreundete Juristin ihn gut fand – ohne Überprüfung der Rechtslage -). Dies ist einfach nur ein Brief einer müden und verärgerten Mutter! Weiterlesen…

Es war gar nicht so angekündigt, oder? Aber wir hatten wieder traumhaftes Draußen-Wetter am Wochenende! Die Zwillinge genießen es in vollen Zügen und melden schon morgens beim Aufstehen an, dass sie in den Garten wollen. Sofort! Ohne Anziehen, ohne Frühstück, Garten!!! JETZT!

Wir lieben die Gartenzeit ja auch, aber als nervtötend vernünftige Erwachsene haben wir noch das ein oder andere am Wochenende im Kopf gehabt. So war für mich der Umstand, dass die Socken der Zwillinge schon direkt nach dem Frühstück wieder bedrohlich schwarz unter den Sohlen waren ein dezenter Hinweis, dass Wischen im Haus möglicherweise überfällig sein könnte.

Während die Minis mit Papa also zu ihrem Samstagsausflug in die Stadt abdüsen, drehe ich das Erdgeschoss auf links. Frühjahrsputz!

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Ich will mich ja nicht selber loben. Wer macht das schon gerne? Eigenlob stinkt und gehört sich nicht, brachte man mir bei.

Vielleicht bräuchte ich mich gar nicht selber zu loben, ich müsste nur mal denen zuhören, die das für mich machen.

Ich bin Zwillingsmutter und aktuell drehe ich Tag für Tag meine Runden im Hamsterrad. Ich strampel, ich rotiere, ich mühe mich ab und schaffe nichts. Der erste Advent ist vorbei und die Adventsdekoration weist eklatante Lücken auf. Ich habe bisher nicht einmal die Fenster geputzt. Eine gute Hausfrau putzt die Fenster, bevor sie diese dekoriert! Aber ausgerechnet die Fenster im Kinderzimmer sind noch völlig kahl und leer; und man kann zwischen den ganzen schmierigen Fingerabdrücken prima den Garten sehen.

Ich würde gerne Adventsgebäck produzieren, denn ich liebe es zu backen. Ich wollte eine Mütze für Mama Eva häkeln (jetzt ist es raus), Nikolausstiefel für meine Kinder nähen, einen Loop für meinen kleinen, großen Bruder, die unbewältigten Wäscheberge stressen mich und da sind noch die Weihnachtskarten, die gebastelt werden müssten. Mein Büro bräuchte dringend einen direkten Kontakt mit dem Staubsauger und vor allem meine Anwesenheit. Ohje, die Zwerge sind ständig krank und ich arbeite viel zu wenig. Das geht gar nicht. So unbefriedigend, wenn man seine Arbeit nicht erledigt bekommt und und und…

Ich bekomme Schnappatmung.

Wie soll ich das jemals alles schaffen? Wieso schaffen das alle anderen? Wieso ich nicht? Was mache ich falsch?
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