Archive für Betreuung

Eigentlich hatten wir ein ziemlich normales Wochenende. Ok, es war kein normales AUGUST-Wochenende, weil in diesem Sommer ja das Wetter ein bisschen defekt ist, aber es wäre zum Beispiel ein prima Durschnitts-April-Wochenende gewesen.

Aber das war es nur oberflächlich. Selbst wenn wir das mit dem vergeigten Sommer mal gekonnt ignorieren.

Es war das letzte Wochenende vor einem neuen Lebensabschnitt für die Zwillinge und es war das Wochenende vor dem großen Umbruch unseres Alltags. Aber dazu komme ich bestimmt noch. Erstmal braucht es Bilder für so ein „Wochenende in Bildchen“-Posting. Bilder? Hammwa:

Samstag

Tiere Füttern

Morgens wollen die Zwillinge erst einmal spielen. Ein Favorit derzeit wirkt auf mich schon reichlich herbstlich, aber die beiden füttern gerne Tiere*.

Spinne - nicht im Bild

Dann verkrümel ich mich kurz ins Büro, wo ich von einer riesigen Spinne angegriffen werde, die seitdem im Stifteköcher unterm Sessel wohnt. Weiterlesen…

Werbung

Sonnenschein ist ziemlich traurig dieser Tage, denn sein Kumpel kommt nicht mehr zur Tagesmutter. Er geht nun in den Kindergarten und Sonnenschein darf noch nicht. Das ist natürlich echt doof. Wir haben einfach bisher keine Plätze in einer passenden Einrichtung bekommen und so gehen unsere Kinder noch zur Tagesmutter, bei der sie sich eigentlich bisher sehr wohl fühlen.

Aber nächsten Sommer werden auch unsere Zwillinge hoffentlich in eine KiTa gehen dürfen und sich dort austoben mit vielen anderen Kindern. Ich sehne die Zeit jetzt schon herbei. Die beiden sind wahnsinnig offen und haben überhaupt keine Berührungsängste bei fremden Kindern. Eher reagieren andere Kinder hin und wieder mit Überforderung auf die offene Art unserer beiden forschen Zwerge.

Ich mache mir überhaupt keine Gedanken, dass sie dort schnell Anschluss finden und sich wohl fühlen werden. Und ich freue mich darauf, wenn sie all die neuen Erfahrungen mit nach Hause bringen. Leider bin ich mir auch sehr sicher, dass sie vieles andere mit nach Hause bringen werden. 😉 Wo viele Kindern eng zusammen sind, da gibt es immer einen Grund für einen fiesen Aushang an der Tür: „Magen-Darm“ steht dann da drauf oder „Hand-Mund-Fuß“ oder irgendein anderes lustiges Viren-Volk. Ich muss zugeben, dass ich auf diesen Aspekt weniger Lust habe. Weiterlesen…

Thea vom Blog ratzefatze-pustekuchen und Steffen von papapelz haben vor einiger Zeit die Blogparade #papakanndas gestartet.

Im ersten Teil ging es um unsere eigenen Erfahrungen und Erlebnisse. Die Auswertung dazu findet ihr hier.

Mit „Lasst uns was daraus machen! leitet Steffen den zweiten Teil der Blogparade #papakanndas ein.

Er gibt uns hierfür die nachfolgenden Fragen an die Hand:

  1. Wie verhältst du dich, wenn dir diese Stereotypen aus den gesammelten Erfahrungsberichten begegnen? Wie würdest du dich gern verhalten, was hindert dich gegebenenfalls?
  2. Was ließe sich anders gestalten, offensiver kommunizieren, um Bemerkungen der „old school“ von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen?
  3. Welche Auffassungen in der Gesellschaft sollten sich ändern?
  4. Sollte sich auch in Politik und Wirtschaft etwas ändern, um mehr Selbstverständlichkeit von Elternschaft zu fördern? Wenn ja, was kannst du dir da vorstellen?
  5. Was kannst du selbst zu all diesen Punkten beitragen

Ich hatte bereits im ersten Teil der Blogparade #Papakanndas ausführlich geschrieben, wie es bei uns läuft bzw. lief und wie kritisch wir beäugt wurden.

Ich bin von jeher ein Mensch gewesen, der sich permanent selber hinterfragt oder in Frage stellt. Habe ich was falsch gemacht? Was habe ich falsche gemacht? Hätte ich es anders oder besser oder richtiger machen können? Ich nenne mich auch nach 3,5 Jahren noch immer „Mama in Ausbildung“. Jede Veränderung und Weiterentwicklung der Murmels stellt uns vor neue Herausforderungen. Weiterlesen…

Ich bin die, die (eigentlich) nie über die Kita schimpft. Ich bin die, deren Murmels (eigentlich) total gerne in die Kita gehen. Ich bin die, die immer ein großer Fan dieser Kita war.

Ich bin die, die seit dem ersten Elternabend im Elternbeirat ist. Ich bin die, die – trotz aller persönlichen und beruflichen Schwierigkeiten – den Streik der Erzieher immer unterstützt hat und auch weiter unterstützen wird.

Ich bin die, die erstmals wahnsinnig verärgert, traurig, wütend ist…

Jeder der Kinder hat, weiß, zu viele Veränderungen gleichzeitig sind für diese schwierig… Gestern begann mit dem Ende der Ferien das neue Kita-Jahr. Die Murmels sind seit gestern in ihrer neuen Gruppe. Sie gehören jetzt zu den Großen!

Der Gruppenwechsel war von langer Hand geplant und mit viel Zeit umgesetzt worden. Seit feststand, in welche Gruppe sie zukünftig gehen werden, sind sie schon immer regelmäßig zum spielen rüber gegangen, so dass es eigentlich schon fast ein fließender Übergang war. Ein System was ich grundsätzlich total prima finde. Dies erspart den Murmels und somit auch mir den harten Schnitt und eine neue Eingewöhnung.

Über einen Punkt bin ich mir allerdings bis gestern nicht im Klaren gewesen. Diese Punkt macht mich ärgerlich und traurig – sogar ein bisschen wütend. Weiterlesen…

Den berühmten Murphy zitiert man frei „Was schief gehen kann, wird schief gehen“.

Der olle Murphy war also ein ziemlicher Pessimist. Mit einem zudem nicht sehr freundlichen Menschenbild, denn die ganzen feinen Fehler, die zu all den möglichen (und vermeidbaren) Katastrophen führen, sind in der Regel menschengemacht. Ich hatte es nie so mit Murphy und seinem Fatalismus. Bis ich Mutter wurde.

Seitdem ist mein Leben unberechenbar und es folgt einer interessanten Gesetzmäßigkeit von einem Problem zum nächsten. Kinder machen es möglich. Wenn gerade alles super läuft, dann werden sie krank. Oder sie bekommen Phase. Ganz doll. Oder Zähne. Oder man selber fällt die Treppe runter, um sich die Schulter zu brechen oder die Betreuung fällt aus.

Dieses Gesetz geht auf dem Murphy seine Mutti zurück und ist Teil der arbeitgebereigenen Phobie vor berufstätigen Müttern. Die Mütter (korrekterweise müsste man von Eltern sprechen, machen die Arbeitgeber aber selten) sind nämlich eben wegen dieser Gesetzmäßigkeit in der einen Lesart unzuverlässig, in der anderen schlicht gezwungen ständig zu improvisieren. Als Eltern kannst du dich nicht auf ruhigen Zeiten ausruhen! Sei wachsam, die nächste Hürde kommt und erwartet von dir, dass du springst! Weiterlesen…

Meine naive These wäre, dass Wahlfreiheit bedeuten würde, dass ich als Mutter bzw wir als Familie die freie Wahl hätten. Diese Freiheit, ein Lebensmodell für seinen Familienalltag wählen zu können, wäre wünschenswert. Das bezieht sich nicht nur auf finanzielle Aspekte, sondern auch auf gesellschaftliche Anerkennung des eigenen Modells (klingelt das was, liebe CSU?).

Weiterlesen...

Meine liebe Gastgeberin Kerstin hat in ihrer “Liebeserklärung an die Familie“ die nachfolgenden Fragen gestellt:

Wie lebt ihr Familie? Habt ihr auch so eine enge Bindung oder seid ihr eher froh, wenn sie nicht in der Nähe sind?
Und könnt ihr loslassen? Eine Stunde entspannt abschalten, während der kleine Wurm von Familienmitgliedern betreut wird?

Als die Murmels geboren wurde, habe ich bereits seit einigen Jahren weiter weg von meiner Familie gewohnt. Die Gründe dafür waren vielfältig > Liebe auf den ersten Blick (mein Haus), kürzerer und weniger staulastiger Arbeitsweg, aber ehrlich gesagt auch die Familie… der ewige Zwist meiner Brüder, permanent zwischen die Fronten gezogen werden, vielleicht auch ein Stück weit weglaufen und Distanz schaffen nach dem Tod meiner Schwester! Auch wenn sie schon ewig nicht mehr bei uns im Ort gelebt hat, so gab es doch zu viele Erinnerungen. Weiterlesen…