Tag: Familienblog

idyllisches Familienleben auf Mamablogs

Sie sollte 55 Fragen ehrlich beantworten, doch was diese authentische Mamabbloggerin dann schrieb, wird dich weinen lassen!

Regine war auf der Blogfamilia. Ich auch. Wir trafen uns sogar. Auf dem Klo. Vor dem Spiegel. Den Lippenstift in der Hand.

Aber das ist hier kein eleganter Einstieg in den Text. Eigentlich wollte ich nur einleitend darauf verweisen, dass sie im Anschluss eine lange Liste an Hausaufgaben aufgegeben hat. Ich habe das Arbeitsblatt nun durch.

Es geht um bloggende Eltern, schreibende Muttis, um Erfolg und Neid, um Netzwerke, Freundschaft und Lästern.


1. Sind Elternblogs politisch?

Aktuell gilt vermutlich bubble-intern die Antwort: „Selbstverständlich, denn das Private ist politisch!“

Ich würde es aber nicht unbedingt ganz so allgemein formulieren. Es gibt sicherlich Texte mit mehr politischem Gewicht oder mehr Brisanz und andere mit völlig unpolitischem Inhalt. So wie es Blogs gibt, die sehr klare Kanten zeigen, laute Stimmen haben und andere, bei denen familienpolitische Fragen eher weniger markant auftauchen.

Ein Rezept für einen Marmorkuchen ist nicht politisch. Möglicherweise könnten wir da noch ein rückwertsgewanntes Frauenbild hineininterpretieren, wenn ich Ommas Kuchen verblogge. Aber da kennt ihr meine Omma schlecht. Darum geht es im Text auch nicht. Es ist nur ein Rezept.

Ein Text über Schwierigkeiten mit den Familienrollen ist dagegen ziemlich brisant.

2. Wenn ja, welcher deiner letzten Posts hatte politische Relevanz?

Mein Text über Kinderarmut.

3. Muss jeder Elternblog politisch sein?

Nein. Ein Rezept für ein Marmorkuchen oder ein Näh-Tutorial, eine Kinderbuch-Vorstellung oder Bastelideen für den Sommer dürfen gerne absolut unpolitisch sein. Sie müssen auch gar nicht mehr sein oder mehr Aussage haben.

Aber es wird darüberhinaus kaum gelingen Familie zu erzählen, ohne politisch relevante Themen anzufassen. Das muss dann ja nicht das Label Politik tragen, um eben genau das zu sein.

4. Wie wichtig ist es dir persönlich, gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen?

Für mich wird es immer relevanter, meinen Blog eben auch ganz bewusst dazu zu nutzen, Öffentlichkeit herzustellen. Ich wünsche mir nicht direkt Einfluss, sondern einfach Wahrnehmung der Themen, Aufmerksamkeit und damit vermutlich indirekten Einfluss. Das Blog ist für mich ein Platz für meine Themen. Die sind gerne unterhaltsam, aber eben oftmals nicht unpolitisch, denn mich bewegen viele Fragen.

5. Hast du jemals eine Kooperation im Nachhinein bereut?

Nein. Aber ich habe auch wenige gemacht bis heute. Absolut toll war nicht jede, aber keine die ich bereue.

6. Welches Unternehmen wäre dein Traumpartner für eine Kooperation?

Kein konkretes. Aber ich träume heimlich von festen Sponsoren, die das Blog ein wenig finanzieren. Unternehmen mit denen man sich gerne dauerhaft in Verbindung bringt, weil es einfach passt. Dummerweise suche ich selbst aktiv überhaupt nicht danach und so wird sich das höchstwahrscheinlich niemals rein zufällig ergeben.

Falls das der perfekte Kooperationspartner für das Chaos hier liest, darf er mich anschreiben. 😉

7. Liest du selbst gerne Werbung auf Blogs?

Gerne ist ein schwieriges Wort in dem Zusammenhang. Mich stört die Werbung auf den Blogs nicht, aber es ist nicht unbedingt jede Werbung auch unterhaltsamer Content, den ich gerne lese. Der berühmte Mehrwert für den Leser geht oftmals völlig ab. Manchmal ärgert es mich auch tatsächlich ein wenig, wenn die Werbung so beliebig wirkt. Heute die Windelmarke, morgen die. Diesen Monat ist diese Pflegemarke der Hit, nächsten Monat jene. Einmal wird in Texten behauptet auf Nachhaltigkeit zu achten und im nächsten Moment erscheint Werbung für Kindergetränke in Einweg-Plastik-Flaschen. Da leidet dann die Glaubwürdigkeit massiv und ich bleibe dann als Leser auch gerne mal weg. Aber das machen ja selbstverständlich kaum Blogger so.

8. Was macht deinen Blog besonders?

Einzigartig ist das Chaos-Blog nicht, aber ich denke, dass meine meist ellenlangen, oft doch angemessen unterhaltsamen Texte recht markant sind. Das Chaos hat einen sehr fröhlich-optimistischen und eher entspannten Tenor. Ich maße mir an, dass meine Schreibe relativ eigen ist. Das macht das Blog weniger massentauglich, aber eben besonders. Ich mags, wie es ist.

9. Was kannst du besonders gut?

Schreiben. Ja, ich glaube tatsächlich, dass ich gut schreiben kann. Und Social Media habe ich drauf, auch wenn man es nicht unbedingt allen meinen Accounts hier ansieht. 😉 Tatsächlich hüte ich zwischen meinen Ohren ein ziemlich umfangreiches Wissen, dass sich netterweise auch ganz praktisch abrufen und umsetzen lässt.

Dafür bin ich ein Vollpfosten in Sachen Bildbearbeitung.

55 ehrliche Antworten rund um Mamablogs
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10. Wem würdest du gerne entfolgen, traust dich aber nicht?

Ich folge niemandem, weil ich mich nicht traue, ihm zu entfolgen. Ich sortiere tatsächlich immer mal wieder aktiv aus. Aber auf Twitter zB mute ich oftmals statt zu entfolgen, wenn ich zu den Personen einen direkten Bezug habe. Ich bin zwar ehrlich und sage durchaus direkt meine Meinung, ich muss aber niemanden vor den Kopf knallen und ihn unnötig verletzten, dass mich seine Tweets aktuell langweilen/nerven/runterziehen. Davon hat dann ja keiner von uns beiden was. Zumal sich das bei mir auch gerne mal wieder ändert.

12. Würdest du im Nachhinein sagen, dass du deinen Blog naiv angegangen bist?

Nein. Absolut nicht. Ich wüsste auch nicht, auf welchen Aspekt bezogen. Ich habe mir vorher ziemlich genaue Gedanken gemacht, ob ich über Familie bloggen möchte, wie ich mit privaten Themen umgehe und weiß aus beruflichen Gründen schon sehr genau, welche Arbeit es macht, ein gewisses Level zu erreichen.

Ich finde daher auch immer Blogger-Workshops sehr absurd, die nebenbei bloggenden Eltern (neben Familie und oftmals Beurfstätigkeit) erzählen, was sie alles auf welchem Social Media Kanal wie optimal bespielen müssten, damit sie erfolgreich sind.

Das Optimum kann man nicht in wenigen Stunden die Woche rausholen. Der Gedanke ist absurd. Warum haben denn Firmen ganze Teams für die Betreuung ihrer Social Media Accounts. Wenn man hauptberuflich und erfolgreich bloggen will, dann ist das eben kein Teilzeit-Job sondern eine Selbstständigkeit, die mehr als 40 Stunden die Woche abverlangt.

13. Rezepte, Mode und Schminktipps – darf man als emanzipierte Frau über diese Themen bloggen?

Klar. Als emanzipierte Frau darfst du dich doch für Mode und Co interessieren oder gerne backen/häkeln/stricken. Emanzipation bedeutet ja nicht Desinteresse an leckeren Gerichten, kurzweiligen Hobbys oder der eigenen Optik, diese Dinge sollten vielleicht nicht dein einziger Lebensinhalt sein. 😉

Es ist doch Grundvoraussetzung für tolle Blogs, dass man über etwas bloggt, was in den eigenen Interessen liegt. Wenn Make-Up ein Teil deiner Interessen ist: Hau raus!

Ein Beauty-Blog spiegelt doch nur diesen einen Aspekt, dieses eine persönliche Interesse wieder. Ein kleiner selektiver Ausschnitt einer vielschichtigen Persönlichkeit.

14. Und überhaupt: Vermitteln wir ein einseitiges Frauenbild, wenn wir als Mütter rund ums Muttersein bloggen?

Wer kann besser über Mama-Sachen schreiben als eine Mama?

Und Blogs bedienen meist Teilaspekte und niemals die komplette Bandbreite. Wenn man sich alle existierenden Elternblogs mal ansieht, dann ergibt sich dort ein sehr buntes Bild mit vielen Schattierungen. Es gibt tiefschwarze Blogs mit schweren Gedanken, es gibt kantige Blogs mit lauter Sprache, es gibt quere Blogs in schillernden Farben und es gibt strahlendweiß-stylische Mutti-Blogs. Vermutlich gibt es in dieser bunten Vielfalt einen pastellfarbenden Schwerpunkt, aber jeder Leser darf sich seinen Lesestoff doch nach seinen Lieblingsfarben aussuchen.

15. Denkst du manchmal abschätzig über Kollegen und Kolleginnen?

Niemand ist frei von innerlichem Augenrollen und es wird niemand immer alle anderen mögen. So mag auch nicht jede Blogger*in jede einzelne andere Blogger*in. Ich auch nicht.

Aber ich erwische mich selten bei „abschätzigen“ Gedanken. Es gibt Blogs, die ich gerne lese und andere, die für mich belanglos sind. Die lese ich dann einfach nicht. Viel weiter gehen meine Gedanken da gar nicht.

16. Was denkt dein Partner über deinen Blog?

Er findet es gut. Er hat eh eine ziemlich abdrehte Meinung über mein Schreibtalent und Social Media Wissen. Besser als meine eigene.

Aber er liest hier nicht mit. Meine Texte sind ihm zu lang und der Inhalt für ihn nicht spannend. Die meisten Storys kennt er vorher schon zu gut.

17. Wer unterstützt dich beim bloggen?

Vermutlich die meisten meiner Freunde und Familienmitglieder, die auf dem Schirm haben, dass ich blogge. Irgendwie zumindest. Oben drauf kommt die wundervolle Gemeinschaft online auf Instagram oder Twitter.

Mal hilft mir einer mit Antworten auf (technische) Fragen, mal verschafft mir jemand eine Stunde kinderfreie Zeit zum Schreiben, mal tritt mich jemand in den Popo, wenn ich wieder alles doof finde und keine Motivation mehr finden kann.

18. Welche Unterstützung würdest du dir wünschen?

Keine Ahnung.

19. Welche Themen kommen in Elternblogs zu kurz?

Kaum zu beantworten, denn die Gesamtheit aller Blogs, die man in diese Schublade quetschen könnte, bietet Beiträge zu jedem denkbarem Thema.

Allerdings sind die Blogs schreibender Baby/Kleindkind-Mütter mit relativ klassischen Familienmodell zahlenmäßig klar überrepräsentiert. Trotzdem gibt es die anderen Blogs mit größeren Kindern, aus Regenbogenfamilien, von Alleinerziehenden oder mit besonderen Kindern. Leider hat nicht jede Nische ihre Sichtbarkeit.

20. Warum greifst du diese Themen nicht auf? (Oder tust du das?)

Ich kann als Mutter, die mit Mann und drei kleinen Kindern in einem Reihenhäuschen lebt, nicht aus persönlicher Perspektive Erfahrungen mit der Pubertät oder ähnliches schreiben. Ich habe aber zB eine alleinerziehende Dauer-Co-Autorin und versuche auch Themen aufzugreifen, die mich nicht persönlich betreffen wie zB Kinderarmut. Alles kann ich hier nicht beliebig unterbringen, denn über Regenbogenfamilien, schreiben andere deutlich authentischer, weil sie es leben. Man kann nur immer wieder auf andere Themen/Blogs verweisen, sie in den Fokus rücken.

21. Hast du schon einmal jemanden getroffen, den du im Netz toll fandest und persönlich unsympathisch?

Interessanterweise, nein.

22. Oder umgekehrt?

Das schon eher, wobei es dann nicht so war, dass ich die Person vorher absolut blöd fand. Meist war es eher, dass ich sie vorher nur am Rande wahrgenommen habe und für mich als uninteressant einfach nicht weiterverfolgt habe. Plötzlich merkt man aber bei einem persönlichen Treffen, dass dahinter eine irre coole Type steckt und schon nimmt man online deutlich mehr und bewusster wahr.

23. Bist du manchmal neidisch auf den Erfolg anderer Blogger?

Wenn es neidisch ist, dass ich mir schon einmal gedacht habe: „Warum wird XY in diesem Zusammenhang erwähnt/herausgehoben (und ich nicht)?“ oder „Was finden denn alle an diesem Text. Der ist nun wirklich nicht so sonderlich YEAH?!“, dann ja. Manchmal denke ich dann auch, dass ich etwas deutlich besser schreiben könnte, sowie ich manchmal denke „Boah so spitz und klug hättest du das nie schreiben können! Hut ab!“.

Und es gab schon Momente, bei denen ich mich geärgert habe, dass jemand etwa über ein Thema schrieb, das lange in meiner Kopfschublade vergeblich auf Niederschrift wartete und riesige Resonanz erfährt. Das nervt selbstverständlich. Sauer bin ich dann aber vor allem auf mich, dass ich schlicht nicht vorher das Thema umgesetzt habe. Diesen Moment habe ich in den letzten zwei Jahren um die achthundert mal gehabt, denn ich schreibe nur 1% meiner Textideen auf, komme einfach nie zu mehr, bin zu unorganisiert oder was auch immer. Dabei hätte ich das in jedem einzelnen Fall unbedingt sehr viel pointierter geschrieben als jeder andere. Natürlich.

24. Sind Blogaufrufe ein Indikator für Qualität und Kreativität von Blogs?

Nein. Blogaufrufe sind ein Indikator für Content, der eine breite Zielgruppe bedienen kann. Ein Indikator für gefällige Schreibe, angenehme Textlänge, für populäre Bildsprache. Ein Indikator für gute Social Media Arbeit, passende Visuals, griffige Teaser und gute Handwerksarbeit.

Texte für mäßige DIY, die man so auf hundert anderen Blogs ebenso finden könnte, können dank toller Bilder, guter Arbeit auf Pinterest und einem hoch infektiösen Posting auf Facebook viral gehen, irre Blogaufrufe generieren und bleiben doch mäßig kreativ.

Sie sind also allenfalls dann ein Indikator für gute Vermarktung.

Darüber hinaus gibt es extrem gute/wichtige/interessante Blogs, die niemals nie eine irre Reichweite erreichen werden, weil ihre Themenschwerpunkte schlicht nicht für die breite Masse interessant sind. Dafür erreichen sie aber punktgenau ihre ganz konkrete, klar umrissene Zielgruppe.

25. Wirst du manchmal für deinen Blog belächelt?

Das ist mir bewusst noch nie passiert. Ich vermute aber, dass auch in meinem persönlichen Umfeld und der erweiterten Familie nicht alle es ernsthaft als tolle Arbeit oder sinnvolle Freizeitbeschäftigung ansehen.

26. Wenn ja: Offen oder hinter deinem Rücken?

Siehe oben. 😉

27. Jetzt mal ganz ehrlich: Bist du immer authentisch?

BUZZWORD-Alarm!!! Klar sind wir Blogger*innen immer total authentisch. Und ich bin sowas von real und absolut echt und krass und voll authentisch und so.

Und in etwas ernsthafteren Worten verweise ich auf meinen älteren Text zu exakt dem Thema: Wie authentisch muss es denn sein? Sowie die Tatsache, dass ich einen wahnsinnig persönlichen Text zwar veröffentlicht habe, dafür aber sechs Monate Zeit brauchte.

Hier ist tatsächlich nichts gestellt und es gibt einige Bekannte, die mir schon gesagt haben, dass mein Blog erstaunlicherweise genauso ist wie ich. Oder ich einfach in echt so bin wie auf dem Blog. Nur dass das Blog nicht alles von mir zeigt oder alles von mir hier auch immer sofort und unverzüglich steht. Ich nehme mir heraus, privat noch mehr Kerstin zu sein, als hier in Worten steht. Alles andere würde jeden Leser auch überfordern.

27. Geht das überhaupt?

Siehe oben.

28. Und wollen deine Leser das?

Die Leser haben meinen Mitmenschen im realen Leben daheim gegenüber einen entscheidenden Vorteil: Sie können mich und meine Worte wegklicken. Somit in erträglichen Dosen genießen. 😉

Und über mein kleines Blog hinaus: Ganz sicher suchen sich auch Blogleser manchmal ganz bewusste Blogs zur Lektüre aus, die eine wundervolle Traumwelt beschreiben. Etwas heiles, sauberes, ruhiges. Eine Pause vom eigenen Alltag.

Ich finde das nicht verwerflich.

29. Was muss passieren, damit du aufhörst zu bloggen?

HAHAHA!!! Allein diesen kleine Chaos-Blog stand schon oft zitternd vor seiner Chef-Bloggerin, die es niedermachen wollte,
weil sie die komplizierten DSGVO-Vorgaben nicht in der ganzen Bandbreite umsetzen wollte/konnte,
weil sie das Ding einfach nur schlecht und mittelmäßig, ja belanglos fand,
weil sie Gedankenstau im Kopf hatte und Schreibblockaden,
weil sie soviele Texte schreiben wollte und ihr immer alle gefühlt zuvor kamen,
weil sie keine Zeit fand, überhaupt an den Rechner zu kommen,
weil es ihren Ansprüchen nicht genügte,
weil es frustrierte,…

Und ich schreibe immer noch. Hier.

30. Gibt es Posts, die du im Nachhinein bereust?

Nein. Es gibt Beiträge, die ich nicht gut geschrieben finde und einige, die ich heute nicht mehr schreiben würde. Aber sie gehören dazu und ich bereue keinen.

31. Was fehlt der Eltern-Blogger-Szene?

Ich denke, die Nische der Elternblogger ist mittlerweile gute vernetzt und teilweise hoch professionell aufgestellt. Ich fände einen konkreten Kodex sinnvoll und begrüße ansonsten die Entwicklung der zunehmenden Vernetzung. Das stärkt generell die Möglichkeiten, Familie in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu schieben.

Wie authentisch sind Mamablogs? Sind sie politisch relevant?
PIN it, baby!

32. Networking ist alles – bist du dabei aktiv genug?

Genug wofür? Vermutlich wäre die Antwort aber „nein“.

33. Vernetzt du dich gerne mit anderen Bloggern oder tust du es, weil es einfach dazu gehört?

Ich kommuniziere mit den Menschen, mit denen die Kommunikation Freude macht. Reicht das als Antwort?

34. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?

Ich verweise auf einen ganz konkreten Text zu diesem Thema.

35. Wird es deinen Blog in drei Jahren noch geben?

Ich hoffe es.

36. Und in zehn Jahren?

Da wäre ich mir ziemlich unsicher. Ganz sicher nicht so wie er hier steht. Er wird sich weiterentwickelt, ich werde immer schreiben. Aber ob ich das hier mache oder auf einem anderen Blog oder einer ganz anderen Plattform, wer weiß.

37. Was kommt nach dem Blog?

Für mich? Die Weltherrschaft.

Oder vielleicht eine Festanstellung, die mich so ausfüllt, dass ich einfach keine Zeit/Lust und vor allem überflüssige Energie für das Blog über habe. Das wäre mal ein guter Grund, das Ding plattzumachen. Wobei es kein ausreichender wäre. Also warten wir mal ab.

38. Glaubst du, dass Blogs langfristig eine Zukunft haben?

Blogs als Plattform, auf der jemand hauptberuflich für ein erträgliches Einkommen eigene Texte publiziert? Vermutlich, wenn es sich auch sicher schnell sehr verändern wird in seinen Erscheinungsformen.

Aber der nicht von klassischen Massenmedien oder Organisationen publizierte Content hat Zukunft, ganz sicher auch finanziell. Wir sind noch mitten in der Entwicklung, dass jeder in seinem Wohnzimmer Inhalte für Massen (auch gegen Geld) zur Verfügung stellen kann.

39. Würdest du gerne aus einer Social Media Plattform (Instagram, Facebook und Co.) aussteigen?

Nein. Aber ich verwende phasenweise auf einige diese Plattformen schlicht ganz wenig Energie.

40. Was hält dich davon ab?

Nichts.

41. Realität oder Inszenierung – Was möchtest du auf Instagram sehen?

Ich mag schöne Bilder und sehe sie mir gerne an. Ich bewundere Instagramer, die einen tollen Blickwinkel auf alltägliche Dinge haben und sie fotografieren können, dass wunderschöne und ästhetisch ansprechende Kunstwerke entstehen. Ich folge auch Accounts, die einfach nur gute Geschichten erzählen, aber auf Instagram bin ich vorwiegend ein visueller Konsument.

Allerdings mag ich keine reinen Inszenierungen im Sinne von gestellten Bildern. Das einzelne Bild auf dem eigens für für Fotos erworbenen Backround stört mich weniger, aber wenn es ständig die Kaffeetasse in der perfekt manikürten Hand auf dem weißen Bettlaken neben dem aufgeklappten ApfelSchlepptop sein muss, dann steige ich mangels Interesse irgendwann aus. Ich brauche keine #Istamums, die sich mit weißen Overknees auf weißen Sofas räkeln und im geschlossenen Raum eine hippe Beanie dabei tragen. Ich habe nichts gegen weiße Sofas, besaß sogar selber eines (und hätte es gerne noch), aber die Feeds dieser Instagramer sind für mich uninteressant.

42. Wie lange noch, bis der nächste „heiße Scheiß“ Insta und Pinterest ablösen wird?

Nicht lange. Haste schon nen Podcast gestartet?

43. Würdest du dich über eine neue Social Media Plattform freuen?

Freuen ist zuviel gesagt, aber sowas interessiert mich immer.

44. Oder hättest du Angst davor?

Nein. Niemals. Aber ich mache beruflich „was mit Social Media und so“ und das allein aus den beiden Gründen, dass ich es erstens kann und es mich zweitens extrem interessiert.

45. Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?

Um zu erzählen, wie wundervoll und überhaupt nicht schrecklich Zwillinge sind. Um Ängste zu nehmen und zu unterhalten. Und um zu schreiben. Auf meinem eigenen kleinen Plätzchen im Netz.

46. Bist du stolz auf das, was du tust?

Ja.

47. Machst du dir manchmal Sorgen um deine Daten und um die deiner Familie?

Selten. Ich versuche damit sehr bewusst umzugehen.

48. Welcher Kollege / welche Kollegin fasziniert dich (als Blogger und als Mensch)?

Das ist die Frage, bei der ich immer traurig bin, wenn mich niemand erwähnt. Sehr. ZUM HEULEN!!! Selber finde ich es dann immer schwer, korrekt zu antworten, denn nicht jeder ist immer in meinem Bewusstsein ganz vorne, wo er hingehört. Faszination ist übrigens ein faszinierendes Wort.

Mich fasziniert, wie konsequent Anni ihr Blog zu einem erfolgreichen und sehr reichweitenstarken Blog aufgebaut hat.

Mich fasziniert, wie Katharina mit vier kleinen Kindern daheim, so regelmäßig und in hoher Frequenz Content auf allen Kanälen generieren kann.

Ich bewundere die schönen Bilder von Leonie auf Instagram und die Qualität der Texte von Lisa, ich bewundere die erfolgreiche Arbeit von Bea auf Facebook und die spitzen Tweets von Bettie. Ich bewundere das Engagement von Markus und die Arbeit von Christine. Es gibt da aber noch viel mehr, die ich für ihre Texte/Bilder/Arbeit/Engagement sehr bewundere. Die Aufzählung wird immer unvollständig sein.

Echt auf ganzer Linie faszinierend ist dann vermutlich Nina. Die ist auf so vielen Ebenen faszinierend, dass man an ihr auch einfach alles toll finden muss. Eigentlich ein Skandal.

49. In welchem Bereich würdest du dich gerne weiterbilden?

CSS.

50. Was würdest du gerne an deinem Blog verändern?

Die Schriftgröße im Footer ist mir viel zu groß, aber ich habe nicht die Muße, mich daran zu setzen. Überhaupt gibt es Optimierungspotential im Webdesign. Aber wenn es nicht so technisch gemeint ist: ich würde gerne wesentlich häufiger und wesentlich mehr schreiben.

Außerdem wäre ein Vorrat von praktischen Symbolbildern sinnvoll, damit ich meine Texte einfach mit einem Bild versehen kann und raus damit. Diese Auswahl eines Beitragsbildes verzögert bei mir jeden Text um das Zwanzigfache seiner Bearbeitungszeit.

51. Hast du Texte im Entwurfsordner, für deren Veröffentlichung dir der Mut fehlt?

Man beachte meinen letzten Text. Auch wenn es dort nicht vorwiegend mangelnder Mut war, der ihn so lange in die Entwürfe verbannte.

52. Liest du Blogs aus persönlichem Interesse oder aus strategischen Gründen?

Ich habe kaum Zeit andere Blogs zu lesen und dann mache ich das immer aus Interesse. Immer.

53. Welche Elternblog hast du selbst als erstes gelesen?

Nieselpriem. Ist der, der mir besonders im Kopf blieb und bleibt. Ansonsten muss ich grübeln, wen ich in den Anfangstagen am meisten gelesen habe: Daily-Pia, Hebammenblog, Weddingerberg, Andrea Harmonika, Familienbetrieb, Einer schreit immer, Flavius und Brutus, Frische Brise, Das Nuf, Lucie Marshall, Grummelmama, der kleine Muck², das zweite Kind sind Zwillinge, Dachbuben,…

54. Liest du diesen Blog auch heute noch?

Nein. Nicht alle. Manche schon. Manche schreiben aber aktuell auch seltenst oder existieren nicht mehr (in der alten Form).

55. Oder gibt es ihn vielleicht gar nicht mehr?

Teilweise…


Sollte jemand ernsthaft alle 55 Fragen und ihre Antworten durchgelesen habe, hoffe ich doch, dass niemand weinen musste.

Eure Kerstin

Bilder aus der Fotobox von der Blogfamilia 2018

Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Kerstin? 05/2018 #BLOGFAMILIA

Ich weiß ja auch nicht wirklich, was ich immer so alles treibe. Meistens sitze ich abends auf dem Sofa und habe NIX geschafft und bin davon extrem platt. Deshalb antworte ich ja immer gerne, wenn Frau Brüllen fragt #wmdedgt. Dieses Mal in einer Special-Edition von der BLOGFAMILIA in Berlin.


03:00 Uhr // Tanja aka Murmelmama ist wach. Also ich weiß davon nichts, obwohl ich (hoffentlich nicht schnarchend) im selben Hotelzimmer liege. Ich verpenne das. Aber sie spielte mir diese Information im Laufe des Tages zu. Ich aber schlafe.

07:30 Uhr // Tanja ist immer noch wach und regt an, ob ich es ihr nicht nachmachen wolle. Also das mit dem Aufwachen. Mache ich gleich. Erstmal überlasse ich ihr die Dusche und mir das Bett.

08:00 Uhr // Ich bin so ein bisschen wach und meine Zimmermitbewohnerin bereits aus dem Zimmer geflogen. Ich muss mich selbst zur Dusche überreden. Mache ich auch brav und nicht sonderlich murrend, denn gleich geht es zur Blogfamilia und darauf freue ich mich. Bisschen Fassadenfarbe auftragen und anziehen kommt auch gut.

08:30 Uhr // Ich habe den Zustand erreicht, in dem man so ein Hotelzimmer verlassen kann und folge Tanjas Spuren, um sie einzusammeln.

09:00 Uhr // Am Hauptbahnhof gegenüber holen wir uns ein Brötchen und einen Kaffee aus ToGo. Und ein Taxi. Weil wegen Tanja und wegen Rücken und wegen man ist ja nicht mehr die jüngste Zwillingsmutti. 😉

09:15 Uhr // Wir schlagen im Hotel Aquino auf. Einchecken oder Akkreditieren und so. Ich habe die erste Reizüberflutung. Sooo viele Menschen, die man lange nicht gesehen hat und viel zu lange nicht gedrückt hat.

Und Luftballons. Die gibt es auch. Viele Luftballons.

09:30 Uhr // Einlass. Von den Massen (es sind vermutlich nur gefühlte Massen oder Minimassen) mitreissen lassen und ständig neue Leute, die einen drücken, die man drücken will, mit denen man redet und die man wieder aus den Augen verliert. Dazwischen latsche ich dann elegant unserer Familienministerin Dr. Franziska Giffey in den Weg, die gerade mit Mitarbeitern und Veranstaltern eine Runde zwischen den Sponsorenständen dreht.

Nicht rot werden! Lächeln. Hand ausstrecken und „Schön, dass Sie da sind.“ Gut, wenn dann zurückgelächelt wird und das ganze absolut nicht peinlich verläuft. Dafür hätte ich ja auch durchaus Talent. (verlinkt ist oben übrigens tatsächlich ein Foto dieser eleganten Aktion von mir)

10:00 Uhr // Die Blogfamilia wird hochoffiziell eröffnet. Die Bundesministerin berlinert fein und hat für den Fall der Fälle Feuchttücher im Auto. Nein, so unpolitisch bleiben die Grußworte nicht, aber so locker im Ton. Es passt zur Atmosphäre.

10:30 Uhr // Die Keynote von Teresa Bücker schließt sich daran an. Eine tolle Rede einer klugen Frau. Dazwischen Kinder, die umherrennen. Übrigens auch das der Bundesministerin (gelebte Vereinbarkeit).

11:00 Uhr // Ich ergattere dank Nina (juramama) einen Kaffee und marschiere Richtung Workshop. Ich habe mir einfach die für mich am unterhaltsamsten erscheinenden Workshops ausgesucht, denn ich hatte kein Thema dieses Jahr, bei dem ich unbedingt etwas dazulernen wollte. Ich bin nur hier, um Spaß zu haben und Leute zu treffen. (netzwerken deluxe)

11:30 Uhr // Ich bin im Tigerentenclub gelandet oder zumindest bei Johannes Zenglein im Workshop „Gut rüberkommen im Bewegtbild.“ Der Johannes vergisst das mit dem Duzen ständig und erzählt uns, dass wir mal einfach ein bisschen blöder sein sollten. Und nicht so kontrolliert. Wenn also demnächst RTL2 anruft oder ich mitten in der Nacht plötzlich beschließen sollte einen YouTubeChannel aufzumachen, kann ich nun ganz blöd locker in die Kamera gucken. Ach nein! Man soll nicht in die Kamera gucken. Zumindest nicht beim Fernsehen. Bei YouTube schon. Ich glaube, das ist mir zu kompliziert. Ich bleibe besser bei blöd gucken in Insta-Stories. Aber lustig war es. 😉

12:30 Uhr // MITTAGSPAUSE! Essen! Yeah! Mir ist dummerweise so gar nicht nach Nahrungsaufnahme. Aber ich quatsche mich erstmal mit Pippa und Juli als Zwillingsmutti-Connection im Hof fest, schaffe dann drei Blatt Salat, um in den nächsten tollen Gesprächen zu landen. Da verquatsche ich gleich auch noch den Auftritt der Heavysaurus auf dem Hof, denn ich muss noch kurz mit Jette und Bea, mit Regine und Natalia, mit Sassi und Sandy, mit Jessi und Lisa, mit Hinz und Kunz und überhaupt allen reden. (An dieser Stelle habe ich beschlossen, nicht zu versuchen, alle zu erwähnen oder zu verlinken. Ich habe mich so unfassbar über sehr viele Menschen gefreut, so tolle Gespräche gehabt. Ich würde garantiert mehrere vergessen zu erwähnen, die es wert wären, erwähnt zuwerden.)

14:30 Uhr // Ich lasse mich bzw wir lassen uns von den wiederholten, charmanten Aufforderungen Jannis in das Gebäude zurücklotsen. Die Schlagfertigkeitsqueen Nicole Staudinger spricht und schlagfertig wäre ich auch gerne mal. Ach was.

Ich würde mir saugern ein Buch von ihr signieren lassen, aber die Schlange ist mir zu lang und der nächste Workshop ruft. DAS bleibt aber am Ende des Tages als dickes SCHADE hängen. 🙁 Hätte ich mal! Sie war mir nämlich verdammt sympathisch.

15:15 Uhr // Der nächste Workshop! Mit dem Fake-Influencer Frederik Feig und viel Selbstironie. Ich empfehle euch übrigens ALLEN die Reportage mal anzusehen.

16:45 Uhr // Wir haben irgendwie etwas überzogen. Was vermutlich weniger an dem Fake-Frederik liegt, sondern mehr an dem dazwischenquasselnden Teilnehmern. Jedenfalls ist die Kaffepause schon um und es geht direkt zur Podiumsdiskussion über Digitale Familienpolitik. Die ist gut. Und interessant. Und wichtig.

Und ich bin müde. Überspannt. Reizüberflutet. Hungrig und mental abwesend. Machen wir einen Haken bei ICH BIN DURCH und nicht mehr aufnahmefähig. Ach und der Traummann hat schon zweimal versucht anzurufen und ich komme nicht dazu, zurückzurufen. Aber gleich. Auf jeden Fall.

17:45 Uhr // Aber erstmal wird der Blogfamilia Award verliehen und ich bleibe sitzen. Weil ich ihn wichtig finde. Und alles andere auch unhöflich wäre. Und ja, ich freue mich für die Preisträger 22 Monate (hier muss ich dann auch tatsächlich heulen, aber es hat ja keiner gesehen), Minimenschlein und Lächeln und Winken. Aber erwähnte ich, dass ich durch bin. Ich kann nicht mehr.

18:30 Uhr // Ich bleibe höflich sitzen bei der Verabschiedung. Weil ich die Blogfamilia toll war und man allen herzlich danken sollte. Und weil ich zu platt bin um aufzustehen. Viel zu platt.

Aber die Bar wird eröffnet!

Man staune! Ich kann wieder gehen! Und tatsächlich irgendwann auch wieder reden.

Wir sitzen auf dem Hof, ich bin so klug mir noch eine Kleinigkeit am Foodtruck zu kaufen, denn ich habe heute kaum gegessen. Es ist so ein bunter und lustiger Abend. Die Blogfamilia ist eine ziemlich einzigartige Veranstaltung, denn es ist einfach nur schön, wie gut man sich unterhalten kann. Wie nah einem Menschen sind, die man noch nie gesehen hat oder nur einmal im Jahr. Ich mag wahnsinnig naiv sein, aber mir begegnen in Zickerein oder Konkurrenz. Mir begegnen da einfach nur unheimlich tolle Menschen. Kluge Menschen. Laute Menschen. Leise Menschen. Mit den unterschiedlichsten Gesichten und riesigen Herzen.

Der Tag hätte ewig so gehen können, auch wenn ich nicht mehr gehen kann. Bin nämlich völlig durch und sitze um Mitternacht völlig verfrohren und hundemüde noch draußen in einer Berliner Lokalität mit eben diesen wundervollen Menschen. Doch mein Bett ruft!

Am Ende des Tages bleibt für mich als inhaltliches Fazit der Blogfamilia 2018:

Öffentlichkeit für die Themen rund um Kinder und Familie, Beruf und Vereinbarkeit ist wichtig. Blogs sind ein lautes und starkes Instrument, diese Öffentlichkeit herzustellen und Aufmerksamkeit für familienpolitische Themen zu genrieren. Wo ist das Private so politisch wie in der Familie? Dieser Gedanke zog sich von der Begrüßung bis zur abschließenden Diskussion am späten Nachmittag durch den ganzen Tag. Zumindest begegnete er MIR immer wieder in allen Facetten und Formulierungen.

Und in mir bekräftigt das meine Motivation zu schreiben. Ich will weiter schreiben und dabei lauter werden.

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Danke

Danke an das Team der Blogfamilia. Von ganzen Herzen. Es ist eine so wunderbare Veranstaltung. So entspannt und bunt, so familiär und jaaaa auch laut (hey, da laufen wahnsinnig viele Kinder rum! und ich.) Was ihr da jedes Jahr auf die Beine stellt, ist grandios. Eine für die Teilnehmer kostenlose Veranstaltung, zum Weiterbilden und Netzwerken, zum Kennenlernen und Wiedersehen. Mit Kinderbetreuung und rundum Verpflegung. DANKE.

Danke an Bundesministerin Franziska Giffey. Auch wenn das Familienministerium die Veranstaltung schon länger unterstützt, bringt das persönliche Erscheinen der Ministerin der Konferenz zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit. Ihr Erscheinen bringt also unseren Themen, die Themen der vielfältigsten Familien, deren Problemen und Anliegen Aufmerksamkeit. Öffentliche Wahrnehmung.

Ich hatte den Eindruck, Sie fühlen sich auf der Blogfamilia wohl. Sie wirkten offen und sympathisch. Danke, dass Sie da waren.

Danke an alle Referenten. Von der insprierenden Keynote über die Workshops bis zur Abschlussdiskussion: das Programm war gelungen. Ich hätte gerne noch mehr Workshops mitgemacht und bedauere bei einigen, dass ich mich immer noch nicht zweiteilen kann (Alter, ich bin Zwillingsmutti, warum kann ich das nicht?). Dabei war meine Aufnahmekapazität schon so völlig erschöpft.

Danke an alle Sponsoren. Ohne die Sponsoren wäre die Veranstaltung so nicht möglich. Die Sponsoren bestücken nicht nur die Goodiebags, sie bezahlen die ganze Konferenz, die für uns alle kostenlos ist. Die Räumlichkeiten, die Verpflegung, die Kinderbetreuung. Sie ermöglichen auch Familienbloggern mit wenig Geld, an diesem Tag dabei zu sein. Auch ganz konkret durch Reisekostenzuschüsse. Deswegen DANKE


TOMYRossmannBund der Freien WaldorfschulenHPAXAdas Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendrabach kommunikationBetreut.deJugendherbergen zwischen NORDSEE und SAUERLANDdie Verlagsgruppe Beltzscoyophaeno und der Kosmos Verlag.


Danke an alle Teilnehmer. Ohne euch wäre die Blogfamilia ziemlich MÖÖÖÖP und eine stinknormale Konferenz. Hab euch lieb!

Eure Kerstin

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Protokoll eines Tages im Leben einer Mutter

Wo geht es hin mit dem Chaos?

Aus der Kur kehrte ich hochmotviert zurück. Auch was meine kleine Passion das Bloggen angeht. Dann fiel direkt am zweiten Tag die Tagesmutter des Krümels aus… für nun wohl einige Wochen. Keine Zeit mehr für „überflüssiges“. Improvosation ist weiterhin Alltag im Chaos und ich musste wieder darüber nachdenken, welche Priorität hat das Blog für mich. Lohnt es sich überhaupt, die Zeit und Energie aufzubringen, das Ding hier fristgerecht fit für das Inkrafttreten der Datenschutzverordnung umzubauen? Sollte ich es nicht einfach ganz lassen?

Dann tauchten die ersten vereinzelten Kooperationsanfragen auf. Die ersten seit Monaten. Und beim Schreiben der Antworten ist mir bewusst geworden, dass ich für mich schon vor langer Zeit (unbewusst) beschlossen habe, dass das Blog keine relevante Einnahmequelle für mich werden soll. Das liegt weniger daran, dass ich generell monetarisierte Blogs ablehne. Es gibt sogar hoch professionelle Familienblogs von BloggerInnen, die ihr Blog als Haupteinnahmequelle betreiben, die ich sehr schätze und auch gerne mal lese. Aber ich will das für mich nicht.

Ich will nicht bloggen müssen. Ich will auch nicht das Blog unter den Gesichtspunkten des möglichst gut verkäuflichen, des klickbaren, des gefälligen Inhalts betreiben. Ich will nicht immer daran denken müssen, welchen Content ich reichweitenstark platzieren könnte. Ich will Instagram weiterhin einfach mögen dürfen und es nicht so nutzen müssen, dass ich endlich mal annehmbare Zahlen dort habe. Nochmal: Ich bewundere es durchaus bei anderen, wie gut und professionell sie dies machen. Ich will es nur selber nicht.

Aber was will ich denn?

Ich will schreiben. Denn ich liebe es zu schreiben. Meine Cousine fragte mich gestern noch, ob es schwer wäre, immer neue Themen und Texte zu finden. Ich habe gelacht. Nein. Ideen habe ich im Überfluss und Gedanken, die niedergeschrieben werden wollen. Ich komme nur zu selten dazu. Ich wünsche mir für mich mehr Zeit, meine Ideen umzusetzen und meine Texte zu schreiben. Ich für mich.

Ich will unterhalten. Ich will ein Schmunzeln im Gesicht meiner Leser. Ich wünsche mir, dass ich im Kopf bleibe als eine Seite unter den Milliarden im Netz, die man gerne liest, weil man lachen muss und manchmal weinen, weil sie Spaß macht und Geschichten anders erzählt. Geschichten, die man überall im Netz finden kann, denn ich erfinde die Themen nicht neu, ich würde sie nur gerne anders erzählen.

Ich will Ängste nehmen. Das war mein eigentliches und erstes Ziel auf diesem Blog zu schreiben. Ich will allen erzählen, dass Zwillinge doppeltes Glück bedeuten, dass man keine Angst vor einer Zwillingsschwangerschaft haben muss. Ich will Mut machen und Lust auf Familie. Ich will die schlaflosen Nächte und die Wutanfälle nicht schönreden, ich will herausschreiben, warum sie es wert sind.

Ich will Öffentlichkeit herstellen. Ich bin ein politischer Mensch. Ein interessierter und aufmerksamer Mensch. Gleichzeitig bin ich ein müder Mensch und einer, der sich ungern heftig empört. Ich höre gerade bei kontroversen Themen mehr zu und neige zur Kompromisssuche. Mein ehemaliger Deutschlehrer nannte mich rethorisch gewandt und beinahe krankhaft harmoniesüchtig. Ja, ich kann reden (und schreiben), aber ich bin nicht der Typ für Aufreger. Trotzdem will ich mehr Meinung hier zulassen, politischer werden. Nicht krawallig. Eher spiegelnd.

Ich wünsche mir mehr Aufmerksamkeit für die Themen, die Familien bewegen. Ich wünsche mir mehr Sichtbarkeit für die Probleme und Hürden im Alltag des kunterbunten Lebens mit Kindern.

Ich wünsche mir Relevanz. Ja, wir sind bei meinen egozentrischen Wünschen. Aber wenn ich in mich hereinlausche, dann wünsche ich mir tatsächlich kein Blog, das annehmbare Summen pro sponsored Post generiert. Ich wünsche mir keine zehntausend Instafollower. Ich brauche keine irren Klickzahlen. Ich wünsche mir, dass jemand sagt „Die Kerstin schreibt gute Beiträge.“ „Die Kerstin schreibt wichtige Texte.“ „Lest mal bei der Kerstin, die hat da was richtig toll zusammengefasst.“ Ja, das sind meine dunklen Wünsche. Ich wünsche mir tatsächlich weniger den kommerziellen Erfolg oder die breite Reichweite, ich wünsche mir schlicht als relevant wahrgenommen zu werden.

Für mich wäre es ein kleiner Traum, wenn DU demnächst deiner Freundin von Herzen empfehlen würdest, das Blog zu lesen oder einen konkreten Text. Weil du hier gut unterhalten wurdest, weil meine Texte dich eventuell sogar aufbauen, weil du die Themen hier wichtig findest und weil du es einfach für empfehlenswert hälst. DAS ist meine Motivation.

Und in diesem Sinne freue ich mich mit gemischten Gefühlen auf die Blogfamilia am Wochenende. Ich bin dieses Mal merkwürdig nervös.

Eure Kerstin

Ich freue mich, wenn du dir meinen Beitrag auf Pinterest merkst.

1. Anmerkung: Ich hoffe, dass ich die Tage auch dazu komme, Teil drei der Kur-Tagebücher zu veröffentlichen, denn der Text ist geschrieben… allein fehlte die Zeit für das Redigieren, Kürzen, Formatieren,… und dieser Text war mir wichtiger. 😀

2. Anmerkung: Ich werde das Blog nicht konsequent monetarisieren und lehne derzeit auch alle Kooperationsanfragen ab. Aber ich habe in der Vergangenheit schon einzelne Kooperationen gehabt, die ich richtig gut fand und die ich so auch nochmal wieder machen würde. Ich suche nur nicht danach. Aber ja, für den Campingplatz auf dem ich eh Urlaub mache und den ich gut finde, würde ich auch in Zukunft wieder bezahlte Werbung machen. 😉 (So als kleines Beispiel.)

Jahresrückblick 2017 FAMILIENBLOG

2017 – Eine Familiensaga in 12 Akten mit 3 Tiefpunkten.

Prolog

2017 begann bei uns schon am Heiligabend des Vorjahres, ohne dass ich mir dessen bewusst gewesen wäre. Vermutlich ist es sehr klug eingerichtet, dass die Menschheit bis heute unfähig ist, die Zukunft vorherzusagen, denn so gingen wir am besagten Tag fröhlich-besinnlich zum Krippenspiel. Die ganze chaotische Familie mit Oma, Opa und Onkel dazu. Die Zwillingen waren die kleinsten Engelchen im Chor und ich platzte beinahe vor Glückseligkeit und Stolz.

Wir waren kaum daheim, das Christkind hatte Geschenke ins Haus geschmuggelt, wir Erwachsenen den Sekt geköpft und sahen den Kindern beim Zerreißen der kunstvollen Verpackungen zu, da legte sich die Prinzessin auf das Sofa. Sie habe Bauchweh.

Kurz darauf krümmte sie sich nur noch glühend und wimmernd. 2017 begann mit einem Rettungswagen, einer Fehldiagnose und einem MD-Virus, den der Vater aus der Kinderklinik heimbrachte. Am ersten Weihnachtstag brachte ihn dann der Rettungswagen in die Klinik. Man kann sehr fix dehydrieren.

Er blieb vier Tage, die beiden Jungs entwickelten eine feine fiebrige Bronchitis, spuckten die Betten voll und die Lungenentzündung der Tochter (ich sagte es den Sanitätern doch schon Heiligabend, aber ich habe ja keine Ahnung)  hielt mich obendrein auf Trab.

Ich beschloss, dass diese Tage vorübergehen würden, dass sowas halt mal passiere, dass man Weihnachten auch am 30.12. feiern kann und dass alles halb so wild sei, wenn man sich nicht runterziehen lässt.

Das dachte ich. Ende 2016. Dann begann 2017.

Januar

Der Januar begann vielleicht nicht extrem fit, aber es schienen nur Nachwehen der fiebrigen Feiertage. Am ersten Kindergarten-Tagesmutter-Tag erwischte mich dann heißer Schüttelfrost. Aus dem Nichts. Am Tag darauf holt ich zwei kränkelnde Kinder Kindergarten und Tagesmutter ab.

Noch ein weiterer Tag und mich hatte die erste Lungenentzündung meines Lebens danieder gestreckt. Total. Prinzessin war ebenfalls wieder erglüht. Lungenentzündung. Der Krümel lochte mit seinem Vater gleich einen einwöchigen Premiumaufenthalt in der Kinderklinik. Gleiche Diagnose.

Meine Eltern nahmen die Zwillinge, meine Freundin zog wortlos bei mir ein und schulte auf Krankenschwester um. Keine Ahnung, wie sie die Tage freiräumte, aber nach drei Tagen hatten sich auch meine Eltern angesteckt und die Zwillinge zogen wieder bei mir und meiner Super-Krankenschwester ein.

Bei Prinzessin und mir schleppt sich die Genesung hin, es wird erstmal wieder schlimmer. Also geht es für uns beide in die Kinderklinik.

Warum ich und nicht der Mann?

Weil ich kaum Luft bekomme, starke Schmerzen habe und es mir unmöglich erscheint, den Alltag mit den beiden gesunden Jungs zu schaffen.

Januar 2017 Kurzfassung: Uns hat es umgehauen. Absoluter Stillstand.

Februar

Bei mir geht es endlich gesundheitlich aufwärts. Bei der Prinzessin nicht so recht. Ihr geht es immer schlechter. Es wird mein erster Tiefpunkt des Jahres. Mir geht die Kraft aus körperlich und seelisch drehe ich vor Sorge beinahe durch.

Also checken wir drei Tage früher als geplant in Kinderklinik Nummer drei des gar nicht mal so alten Jahres ein. Irgendwas ist das völlig eskaliert im zarten Körper meiner kleinen Tochter. Die Genesung wird sich lange ziehen und irgendwie vermuten nun alle Ärzte, dass da noch MEHR hintersteckt. Dieses diffuse Schreckgespenst wird uns ein halbes Jahr begleiten.

Nebenbei verfällt zum zweiten Mal meine Physiotherapie gegen meine Schmerzen, denn ich bin ja in der Kinderklinik…

Daheim flattert derweil unaufhörlich ganz reale Post aus der virtuellen Welt herein. <3

Februar 2017 Kurzfassung: Panische Angst.

März

Ich hoffe auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend und versuche meine Frustration loszuwerden. Denn auch wenn das Jahr weiterhin noch jung ist, hat mich der ständige Wechsel von Hoffnung und Rückschlag, der Schlafmangel, die Sorgen und die ganzen Bazillen mürbe gemacht.

Mein Optimismus hat Winterblues. Die Prinzessin beginnt im Laufe des Monats wieder zu essen, bekommt hochdosierte Medikamente und ich endlich meine Physio.

März 2017 in Kurzfassung: Hochdosierte Medikamente und totale Erschöpfung.

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Samstag und der Versuch aus mir wieder einen zivilisierten Menschen zu machen. Der Traummann hat mich heute aus dem Haus gejagt, mir was Gutes zu tun. Ich war irgendwann im letzten Jahr zum letzten Mal beim Friseur. Von Frisur kann bei dem Gestrüpp auf meinem Kopf also keine Rede mehr sein und die grauen widerspenstigen Borsten #jasiehattatsächlichgrauhaare machen es auch nicht besser. In den letzten drei Monaten bin ich gefühlt um 10 Jahre gealtert. Auf einen Schlag. Die eigene Lungenentzündung, die Sorgen und die Erschöpfung… Ich höre quasi täglich "du siehst mitgenommen/müde/krank/geschafft aus." Langsam möchte ich das nicht mehr. Die ganzen Wochen blieb für solch trivialen Gedanke keine Zeit. Also bin ich total froh, dass ich hier noch zwischengeschoben werde. 😍 #instamum #wochenende #friseur

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April

Wir schnuppern Alltag. Einmal sind sogar alle drei Kinder eine ganze Woche lang ganz normal im Kindergarten bzw bei der Tagesmutter. Der wöchentliche Großeinkauf in der Apotheke nur für die Prinzessin, erzählt aber weiter vom Ausnahmezustand.

Ostern verbringen wir in Spanien mit der Großfamilie. Krümel fiebert passend zur Abfahrt und auch sonst wird alles ganz chillig  eine schwere Belastungsprobe für unsere Ehe. Mir wird von der Reisegruppe vielstimmig dringend nahelegt, mich gefälligst zu entspannen. Ich sei so überspannt, so nervös, so unlustig. Finde ich auch. Ich finde auch die Hinweise darauf sehr hilfreich. Nicht.

Prinzessin wird im Urlaub wieder zum hustenden Glühwürmchen und ich gebe das unentspannte Nervenwrack, bei dem alle die Augen rollen müssen.

Trotzdem ist der Urlaub schön. <3 Also zumindest bemühen wir uns darum und unter anderen Vorzeichen wäre er es ganz sicher sogar wirklich gewesen.

April 2017 in Kurzfassung: Die Sorgen sitzen tief. Die Ruhe ging mir schon lange aus.

Mai

Der Wonnemonat. Es ist mir eine Wonne nach Berlin zu fahren. BLOGFAMILIA! Ich genieße die Zeit dort sehr.  Endlich sehe ich soviele liebe Menschen wieder. Endlich komme ich raus!

Ansonsten kaue ich auf einer ausgewachsenen Schreibblockade herum, denn ich komme zu nichts. Prinzessin hat wieder „einen akuten Befund“ und auch sonst kommt es hier kaum zu einer normalen, alltäglichen Woche.

Ich würde gerne wieder so richtig arbeiten, aber das scheint 2017 auf einmal unmöglich. Da hilft auch nicht das HomeOffice, denn ich habe ohne meine Zustimmung auf Krankenschwester umgeschult.

Mai 2017 in Kurzfassung: Rückfall und Hoffnung. Oder anders herum.

Juni

Wieder Urlaub, wieder Großfamilie (wenn auch der andere Teil) und wieder wird es schwierig. Ich habe mich so auf die Zeit in Südholland gefreut. Wir waren schon einmal im gleichen Park, der Urlaub war herrlich entspannt. Dieser nicht.

Was vor allem daran liegt, dass uns irgendein verdammter Kackvirus heimsucht und ich in einer Woche nur einen einzigen Tag raus aus dem Ferienhaus komme, ansonsten selber kränkel oder mich um kranke Familienmitglieder kümmere, die Nächte kolossal bescheiden sind und ich vor Frust/Erschöpfung/Übermüdung nur noch schreien will.

Die Woche zwischen Urlaub und dem vierten Geburtstag der Zwillinge verbringe ich wieder mit Prinzessin in der Kinderklinik. Der Aufenthalt ist geplant, trotzdem scheiße belastend, auch wenn er uns am Ende von den bösen Schreckgespenstern befreit.

Juni 2017 in Kurzfassung: Mir geht die Geduld aus. Aber sowas von.

Juli

Die Zwillinge werden vier. Der erste Kindergeburtstag wird gefeiert!

Und ich ziehe mit der Brechstange das Blog um. Benenne es um. Will endlich verdammt nochmal das Dinge vernünftig machen.

In mir gehrt Frust. Nach der Angst und der Erschöpfung der ersten Monate hat der Frust überhand genommen, denn ich bekomme gefühlt kein Bein mehr an die Erde. Ich gehe unter und bin vollständig im Ausnahmezustand gefangen. Nach drei Wochen Urlaub der Tagesmutter, dem Klinikaufenthalt und zwei Tagen mit krankem Kind  daheim, folgen nun drei Wochen Kindergartenferien.

Nein, ich bin nicht in der Lage mich über die Zeit mit den Kindern zu freuen. Und schäme mich dafür.

Juli 2017 in Kurzfassung: Die Stimmung schlägt endgültig um.

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Kindergartenferien. Tag 3. Uff. Die Nacht war schlaflos und ich fertig. Aber der Sommer gab alles und wir mit ihm. Krümelchen bei der Tagesmutter fuhren die Zwillinge kurz Fahrrad. Leider wurde aus der Tour nur eine kürzer Ausflug, denn mein Rad hatte einen Platten und zu Fuß komme ich den beiden nicht nach. Die ganze Warterei auf Mama war dann doof. Nachbars Pool umso besser. Bis die Spaßbremse von Mutter meinte, dass man nach Hause müsse, wenn Nachbars wegfahren und nicht mehr im Garten sind. Wie gemein. Nachmittags gab es das heimische Planschbecken, Besuch und ein angeschlagen-launigen Krümel. 😩 Nun hat das Gewitter die Gemüter und die Hitze abgekühlt. Hoffentlich wird die Nacht besser. Was habt ihr so getrieben? #Kindergarten #sommerferien #chaosferien #instamum #mamavon3 #Fahrrad

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August

An meinem Geburtstag eskaliert meine Stimmung zum absoluten Nullpunkt. Ich habe mich völlig verloren. Der Winter war schlaflos und bestimmt von der langen Krankheit. Der Frühling war nicht minder schlaflos, anstrengend und sehr sorgenvoll. Der Sommer nun fühlt sich einfach unfassbar anstrengend an.

Der Sonnenschein ist weiterhin nachhaltig durch den Wind nach den Sorgen um seine Zwillingsschwester, die er so stark spürte und die fehlende Aufmerksamkeit ihm gegenüber, die er nun massiv einfordert.

Und ich? Ich fühle mich verloren. Ich beginne über grundsätzliches Nachzudenken. Ich vermisse meine innere Ruhe, meine Ausgeglichenheit, meinen Optimismus. Ich mag meine mürrische Art nicht leiden und bin doch durch und durch unzufrieden. Auch damit, dass ich nun keine Arbeit mehr habe, eine Freiberuflerin ohne Aufträge bin.

Immerhin überstehen wir den ersten Erkältungsinfekt DANACH ohne Lungenentzündung. Was zwar eine gute Woche schlaflosen Ausnahmezustand bedeutet, aber ein Grund zum feiern ist.

August 2017 in Kurzfassung: Ich auf der Suche nach mir oder dem Sinn oder einfach nur meiner Ausgeglichenheit.

September

Der September fühlt sich zuversichtlich an. Wir bleiben vor Krankheiten verschont, erstmal dieses Jahr gehen die Kinder längere Zeit am Stück alle in Betreuung. Ich komme wieder zu was. Und bin voller Pläne.

Kurz: Der Monat läuft wundervoll, bis… bis Ende desselbigen plötzlich mein Körper streikt. Er ist mein Gesicht taub, dann fällt das räumliche Sehen auf dem rechten Auge aus, weitere Körperteile hören auf Gefühl an den Kopf zu senden und ich lande in der Klinik.

September 2017 in Kurzfassung: Eigentlich ein grandioser Monat, in dem sich das Leben wundervoll anfühlt.

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Herbst. Nicht zu leugnen. Gestern war übrigens ein fast entspannter Nachmittag. Nein, nicht gemütlich, aber ohne Streit. Ich war selbst sehr fasziniert. Ich wollte ernsthaft nicht mit den dreien zum Fußball, weil ich Eskalationen befürchtete. Da sitzen die Schuhe nicht richtig, die falschen Snacks mitgenommen, nach dem Fußball ist man so müde und und und. Und gestern… da war alles anders. Begeistert haben sie sich ALLEINE umgezogen, nicht diskutiert, als Mama eine lange Hose vorschlug, nicht gestritten, nicht gejammert. Beim Training haben die Großen ständig Arm in Arm gestanden, der Krümel fröhlich am Rand gespielt. Soviel Idylle! Kaum auszuhalten. Ach manche Tage sind einfach schön. Andere sind so, wie der aktuelle Blogpost. 😉 #herbstzeit #Kleinkind #mamablogger_de #mamavon3 #instamum

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Oktober

Ein Monat, den ich in drei unterschiedlichen Kliniken verbringe. Ein Monat voller Angst. Ein gestohlener Monat. Ein Monat voller Menschen, die an uns/mich denken. Ein Monat, der keine Kurzfassung braucht. Aber vielleicht die Pointe, dass ich permanent gefragt wurde, ob ich in letzter Zeit Stress gehabt hätte…

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POSITIVE VIBES ONLY | Ich bin bemüht. Habe mir in meinem kuscheligen (nicht) Dreibettzimmer nun ein Päuschen mit Schoki und lieben Grüßen liebster Internetmenschen verordnet. Ansonsten kann ich zwar nicht behaupten, total pessimistisch zu sein, aber eben auch nicht optimistisch. Ich bin halt total verunsichert. Optimistisch kann man sich daran festhalten, dass zahlreiche sehr unschöne Optionen bereits ausgeschlossen wurde. So richtig beruhigt mich das aber nicht. Also nur äußerlich. #mamavon3 #gesundheit #mamaistkrank #elternblogger #mamablogger UND DIE KINDER??? Die sind bei ihrem wundervollen Papa. Läuft. Der Alltag ist natürlich wilde Improvisation, aber es läuft fast besser als ohne mich. 😉 Ich vermute nur, dass der Traummann anschließend reif für eine Kur wäre. Aber das würde er ja niemals zugeben. #besterpapa #bestermann #besterfreund #großeliebe

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November

Ich werde kurz vor dem Monatswechsel entlassen. Viele sehr böse Schreckgespenster wurden ausgeschlossen, aber das mit einer schnellen Genesung wird nichts. Es geht immerhin in Mini-Schritten endlich aufwärts.

Ich bemühe mich um Geduld und um dieses bekloppte Ding mit der Entspannung. Fange wieder an zu häkeln, setze mich an die Nähmaschine, suche irgendwie meine Zuversicht und versuche zu Kräften zu kommen.

November 2017 in Kurzfassung: Ach ich weiß es doch auch nicht…

Dezember

Ich mag die Adventszeit, ich mochte sie schon immer. Mich muss niemand ermahnen, nicht in Stress zu verfallen. Nichts läge mir nach diesem Jahr ferner. Und doch bin ich traurig, dass es am Ende wieder für keine Weihnachtskarten reicht. Gerade nach diesem Jahr.

Wir haben auch schöne Feiertage (eingeigelt und von der virtuellen Außenwelt abgeschlossen), auch wenn uns dann der nächste heftige Erkältungsinfekt einholt. Nichts ungewöhnliches, aber bei der Tochter dann doch schwierig.

Es ist keine (noch) Lungenentzündung, wir kämpfen sehr. Sie hat nun seit Tagen hohes Fieber, hustet und spuckt viel. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden. Und das sagt über meinen aktuellen Zustand schon recht viel, denn diese Zuversicht ist nichtmehr selbstverständlich seit 2017.

Mir selbst geht es eher durchwachsen. Ich bin erschöpft und müde. Sehr, sehr müde. Meine Beschwerden sind noch nicht verschwunden, im Gegenteil. Das mit der Geduld ist nun auch nicht meine beste Disziplin und überhaupt… Aber ich habe wieder Zuversicht. Meistens zumindest.

2017

Du warst ein unglaublich hartes, langes und anstrengendes Jahr. Ein schmerzhaftes Jahr. Du hast uns nicht klein gekriegt. Beinahe vielleicht, aber du hast es nicht.

Du hast mich unendlich dankbar gemacht, denn um uns herum sind soviele wertvolle und tolle, hilfsbereite Menschen. Du hast mich zum Nachdenken gebracht, du hast uns entschleunigt. Zwangsweise.

Am Ende stehe ich da und hoffe, mein alter Optimismus kehrt bald in Gänze zurück. Ich hoffe auf nachhaltige Genesung aller Familienmitglieder. Ich wünsche mir ein wenig Ruhe und Zeit für Zweisamkeit mit den Traummann und die Verwirklichung eigener Ideen oder wesentlich kleiner gesprochen: Erfüllung ganz eigener Bedürfnisse. Wie zum Beispiel SCHLAF!!!

Ich wünsche mir 2018 wieder mehr schreiben zu können, meine Leichtigkeit wiederzufinden, etwas von der Unterstützung zurückgeben zu können.

Und ich wünsche mir so sehr ein dickeres Fell, dass mir die wenigen Stimmen, die mir ständig meinen nahelegen zu müssen, ich sei ein übertrieben nervöser Mensch, der total überdreht auf diese Ereignisse reagiere, seine Kinder überbehüte und überhaupt uncool, unentspannt sei, endlich wirklich völlig egal sind.

Ich wünsche euch ein wundervolles 2018!

Eure Kerstin

P.S.: Ich werde auch versuchen die Tage zwischen meinen Aktivitäten als Krankenschwester noch einen Rückblick auf das Blog-Jahr 2017 zu schreiben. Einfach aus Gründen der Transparenz.

Achso und noch eine Anmerkung:

Rückblickend liest sich 2017 noch fieser und lies sich auf fieser niederschreiben, als es währenddessen manchmal war. Oder anders ausgedrückt: Die Angst und die Erschöpfung war vermutlich jeweils größer, als ich sie gerade mit den Worten beschreiben kann.

Aber mein Frust ist mir im Nachhinein deutlich bewusster. Deswegen klang ich auch im Laufe des Jahres meist optimistischer als ich es war, denn erstens wusste ich ja nicht, was noch kam und zweitens kämpfte ich permanent gehen den immer größer werdenden Frust an. ICH WOLLTE NICHT FRUSTRIERT SEIN!!!

Aber ich war es. Ich muss es im Nachhinein auch klar schreiben. Alles andere wäre eine Lüge.

 

Kaffeepause bei der Wubttika

WUBTTIKA | Was Blogger so machen, wenn sie unter sich sind.

Ok, das ist jetzt nun ein Beitrag, der vielleicht nicht für die breite Masse der Leserinnen (Ja, es lesen auch Männer mit. Fühlt euch mit angesprochen und herzlich gegrüßt.) interessant ist, aber eben für einige wenige. Dann schreibe ich heute eben nur für einige wenige. Auch mal fein.

Versorgung bei der Wubttika / Elternbloggerkonferenz
Foto von Tanja (Murmelmama)

#WUBTTIKA 2017 | Ein Treffen für Blogger & Twitterer in Wuppertal

Hin und wieder gehe ich gerne zu solchen Blogger-Treffen-Workshops-Konferenzen. Warum?

Die sind oft sehr unterhaltsam und ich lasse mich gerne unterhalten. Theoretisch kann man da auch was lernen; vor allem trifft man dort aber all die Nasen, die man sonst nur virtuell kennt. Ich wohne ja leider nicht in Berlin oder Hamburg und gehe zudem extrem selten zu den schicken Blogger-Events, zu denen Unternehmen ihre Influencer gerne einladen. Also nutze ich diese Chance.

Die Wubttika ist dabei eine besondere Perle. Klein, fein und für mich ja quasi nebenan. Ich war schon letztes Jahr dabei.

Organisatorinnen der Wubttika / Elternbloggerkonferenz
Die Organisatorinnen (ohne JuSu dafür mit Petra) | Foto von Tanja

Organisation

Organistiert wird die Wubttika von den vier bezaubernden Damen JuSu aka Mama Schulze, Miriam aka Frau Chamailion, Susanne aka Frau NullPunktZwo und Janina aka die Perlenmama. Danke euch herzlich dafür, denn so ein Event ist ziemlich organisatorisch Aufwand und ihr habt etwas wirklich wundervolles geschaffen!

Workshop bei der Wubttika / Elternbloggerkonferenz
Foto von Tanja (Murmelmama)

Workshops

Das Treffen in Wuppertal ist vor allem deswegen so besonders, weil sich dort nur eine recht kleine Gruppe trifft und man ehrlich die Chance hat, mit fast allen ins Gespräch zu kommen. Es ist gemütlich und vor allem auf den Austausch ausgelegt. Es geht hier weniger um die genialen Workshops, damit die Mutti ihre Blogskills optimieren kann. Trotzdem gab es auch dieses Mal am Vormittag zwei wirklich spannende Workshops.

Rüdiger Frankenberger und Bloggerin Dörthe Meyer  sprachen über die Social Media Trends. Was unterm Strich unterhaltsam aber nicht unbedingt (für mich) revolutionär war. Am Ende dann auch sehr Pinterest-lastig, was nicht unbedingt mein spezielles Thema ist. Aber nett war es auf jeden Fall.


Solltet ihr euch aber für Tailwind (im Vortrag so nett erwähnt) interessieren, hinterlasse ich euch mal meinen Einladungslink oder wie man das nett schimpfen mag. Der hat einfach die Funktion, dass der werbende (ich) und der geworbene (du) im Fall der Fälle einen kostenlosen Monat bekäme, wenn er denn nach der Testphase Tailwind nutzen mag.

Workshop Versorgung während der Wubttika / Elternbloggerkonferenz
Foto von Susanne (NullZwo)

Der anschließende Vortrag aka Workshop mit Flo von nextpr über Videos und das bewegte Bild war allerdings extrem amüsant und für mich auch echt informativ. Ich fürchte, wir haben alle sehr engagiert teilgenommen und mitunter möglicherweise den Ablauf etwas umgestaltet. Aber ich habe auf einmal richtig Lust auf Videos. Keine Ahnung, was ich filmen möchte und worum es gehen soll, aber ich brauche unbedingt dieses DJI Osmo Mobile!!! (falls mir jemand ein tolles Geschenk machen möchte*) und ein Mikrofon. Dann lege ich los!

*Bitte nein! Nehmt mich nicht ernst und tut das nicht!!!

Verpflegung

Gut, dass danach Mittagspause war. Ich musste erstmal wieder zu mir finden und es gab echt sehr leckeres Essen von WorkEat Wuppertal und noch viel wichtiger: ganz leckeren Kaffee vom Coffee-Bike Wuppertal.  Übrigens war das auch die Attraktion für die Kinder, die den halben Tag auf diesem Fahrrad rumgeklettert sind (und klettern durften!), wenn sie nicht gerade in der Kinderbetreuung wild bastelten. Die Kinderbetreuung war übrigens laut der Murmelzwillinge super, die waren nämlich mit und fanden es großartig.

Ich auch, denn ich habe schon echt gruselige Veranstaltungen über Stunden OHNE KAFFEE und mit veganem, zuckerfreiem, fotogenen aber total ungenießbarem Fingerfood in Zwergengröße mitmachen dürfen.

Kaffeepause bei der Wubttika
Foto von Susanne (NullZwo)

Quatschen und Töttern

Der Nachmittag stand ganz unter dem Zeichen des miteinander bei Kaffee und Kuchen quatschen. Ach das ist so wunderbar entspannt!

Tanja war mit und ich habe endlich wieder Juli getroffen, die fast nebenan wohnt, einen sehr witziges Blog schreibt und nebenbei noch Zwillingsmama ist. Zwillinge und Humor hat übrigens auch Pluripara.

Jessi war da und die höchst unterhaltsame Frieda,  ich habe mich ein wenig in die Münstermama (und ihr Kleid) verliebt, mit Inkanina gequatscht, zu wenig mit Melanie gesprochen, endlich mal die ÖkoHippieRabenmutter live getroffen, wahnsinnig viel Schokolade genascht und vergessen Fotos zu machen. Stellt euch vor, dieses Treffen war so lustig, dass ich am Ende kaum Fotos hatte. Ich durfte mir netterweise welche von Tanja und Susanne ausborgen. 😉 (DANKE!)

Wubbtika / Elternbloggerkonferenz
eines der wenigen Bilder von mir zeigt bezeichnenderweise Jessis Kamera

Aber eine Seifenblasenkanone! Und lachende Kinder. Und viel Kaffee. Und tolle Gespräche. Und ganz viele nette Menschen, die ich vergessen habe, zu erwähnen.

Am Ende habe ich mir nun dann doch noch ein Ticket für die westfam gesichert, damit ich diese Menschen (und andere, die ich viel zu lange nicht mehr gesehen habe) möglichst bald wiedersehe!

Sponsoren

Goodiebag der Wubttika / Elternbloggerkonferenz
auf dem Bild hat sich Tanja versteckt 😉 | Foto von Susanne (NullZwo)

Ohne Sponsoren würde so eine Veranstaltung (vor allem zu diesem PREIS!) nicht funktionieren. Anders als bei vielen Veranstaltungen dieser Art, halten sich die Sponsoren hier aber sehr fein zurück und unterstützen „nur“, ohne wirklich selber vor Ort zu sein.

Und deswegen geht hier ein ganz dickes Danke an:

Toy, scoyo, MIFUS.de, Engel&Bengel, me&i, lillydoo
Pilot, Mama Ocllo, Wuppertal Marketing, Fiete von Ahoiii, tausenkind, Freche Freunde, Amigo, Social Hub mag, littlehipstar, Voelkel und isle of dogs!

Mini-Verlosung aus der Goodiebag

So. Ihr sollt aber auch etwas von der #WUBTTIKA haben und deswegen schaut doch einfach mal die nächsten Tage auf Facebook oder Instagram vorbei, da werde ich nämlich einen Teil der Goodiebag verloren.


Eltern- und Familienblogger- Konferenzen

Zum Abschluss nochmal für alle eine kleine Übersicht über die mir bekannten einschlägigen Treffen für die ganzen bloggenden Mamas und Papas. Vielleicht sieht man sich ja bei dem ein oder anderen Termin!

  • Blogfamilia: Die Mutter aller Muttiblogger-Konferenzen (Mai in Berlin)
  • denkst: spannende Workshops & Vorträge im Süden der Republik (April/Mai in Nürnberg)
  • WUBTTIKA: das kleine charmante Treffen zum Netzwerken (Spetember in Wuppertal)
  • westfam: eine weitere Familienblogger-Konferenz im Westen am 23.09.2017 in Münster
  • FamilyCon: Die Konferenz im Rhein-Main-Gebiet  am 14.10.2017 in Mannheim
  • Swiss Blog Family: Die Schweizer Elternblogger-Szene trifft sich am 11.11.2017 in Basel
  • K3 – Kinder, Karriere, Kooperationen: Die österreichische Familienbloggerkonferenz  am 25.11.2017 in Salzburg

Ich würde übrigens wahnsinnig gerne zu ungefähr jedem dieser Treffen gehen, aber mir mangelt es da ein wenig an Zeit und Geld. 😉

Habe ich welche vergessen?

Eure Kerstin

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