Archive für Familienblog

Alle Jubeljahre überkommt es mich wie im Fieberwahn und ich schreibe Meta-Texte, blogge über das Bloggen, twischter über Twitter, poste über Social Media Themen oder verrenne mich sonstwie in der Metakommunikation. Immer wieder nehme ich mir danach vor, das zukünftig nicht mehr (hier) zu machen.

Denn eigentlich halte ich doch recht viel von genauer Zielgruppenansprache und unterstelle jetzt mal, dass die meisten von euch hier nicht zwingend hinklicken, um Texte über Kommunikation in all ihren Facetten zu lesen.

Aber da ich gerade keinen anderen Blog zum Posten habe, grundsätzlich auf dem Chaos-Blog eh total inkonsequent mit meinen eigenen Vorgaben umgehe und es mir einfach gerade in den Fingerspitzen zuckt, müsst ihr dadurch oder ganz, ganz schnell diesen Link* klicken.

Online wütet der Mob im Hexenkessel

Erstaunlicherweise kommunizieren die meisten Menschen online oft sehr viel offener und direkter. Das zeigt sich täglich ganz gruselig exemplarisch bei den vielen kleinen und großen Scheißestürmchen auf den sozialen Plattformen. Da wird beleidigt und diffamiert, mit Worten umsich geworfen wie wild. Weiterlesen…

Kennt ihr eigentlich Snapchat?

Die meisten werden vermutlich davon gehört haben. Der ein oder andere hat es dann auch auf seinem mobilen Telefon installiert, geöffnet und verwirrt wieder zugemacht. Snapchat ist die App, die Menschen über 30 angeblich nicht verstehen können. Sie ist halt etwas anders aufgebaut.

Ich selbst habe zwei/drei Anläufe gebraucht und ein paar Tritte Stupser von Djure. Als ich mich endlich einfach darauf eingelassen habe, intuitiv einfach ausprobiert habe, da stellte ich fest: Das ist ja durchaus ganz witzig.

Ich möchte an dieser Stelle eigentlich nicht erklären, wie genau man Snapchat nutzt. Oder gar eine Bedienungsanleitung für Snapchat schreiben. 😀 Erstens findet man davon zahlreiche im Netz und zweitens finde ich persönlich, dass es ohne viel besser klappt.

Ich möchte hier ganz einfach für diejenigen, die schon auf Snapchat rumturnen und diejenigen, die sich bald dahin wagen möchten, ein paar nette Elternblogger-Accounts sammeln, denen man folgen könnte. Nebenbei natürlich die Frage anreißen, ob man als bloggende Mutti (oder Vater) unbedingt snappen muss. Was bringt das überhaupt?!
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Ich könnte 2016 als verkorkst bezeichnen, wenn ich denn wollte. Ich könnte von einer Pechsträhne schreiben (oder es lassen). Vielleicht ist es auch nur eine Aneinanderreihung von Phasen, aber es ist wirklich ziemlich turbulent derzeit bei uns.

Wir sind schließlich auch mitten im ersten Jahr mit einem Baby. Das ist immer ein Ausnahmezustand. Wir haben nicht nur ein Baby sondern auch noch zwei Kleinkinder.* Es ist verdammt viel los derzeit. Ich bin mir sicher, das liegt nur wieder am Eltern-Murphy-Gesetz.

Ich hatte es nie so mit Murphy und seinem Fatalismus. Bis ich Mutter wurde. Seitdem ist mein Leben unberechenbar und es folgt einer interessanten Gesetzmäßigkeit von einem Problem zum nächsten. Kinder machen es möglich. Wenn gerade alles super läuft, dann werden sie krank. Oder sie bekommen Phase. Ganz doll. Oder Zähne. Oder man selber fällt die Treppe runter, um sich die Schulter zu brechen oder die Betreuung fällt aus.

Auf das chaotische Blog hat das in mehrfacher Hinsicht Auswirkungen:

Ich habe nicht nur zweihundertdreiundachtzig Beiträge in meinem Kopf, die ich verdammt gerne mal schreiben und mit euch teilen würde (Aber wer kommt schon dazu zu schreiben, wenn entweder drei Kinder zurecht volle Aufmerksamkeit haben wollen oder man – sollten diese abends schlafen – vor Müdigkeit sabbernd aufm Sofa wegschnarcht.), sondern auch noch einige offene Baustellen hier. Da wäre zum Beispiel das Projekt „endlich selber hosten“ bzw „endlich Blog vernünftig aufsetzen“, das immer wieder verschoben wird. Praktischerweise fiel nun auch eine Woche lang unser Internet zu Hause aus. Wir haben in sowas ja gewissenermaßen Routine. Und so konnte ich wenigstens nicht noch unnötig Zeit mit dem Beantworten von E-Mails oder Kommentaren verschwenden.

Da flackerte bei mir der Gedanke auf, das Bloggen einzustellen.

Screenshot März 2016 Weiterlesen…

Leicht verspätet meine Lieblinks aus der Elternbloggerwelt im Februar:

Von überragenden Vätern und normalen Müttern

schreibt Andrea auf Runzelfüßchen und spricht dabei sicherlich nicht nur mir aus der Seele. Warum ist jeder Handgriff eines Vaters ein wahres Wunder, dass es zu bestaunen gilt? Leuchtet auch mir nicht so recht ein.

Ja, auch der Zwillingspapa ist ein moderner Papa, der nie lange überlegt hat, ob er sich aktiv am Haushalt und eben auch der Kinderbeziehung beteiligen sollte. Wir machen das gemeinsam. Nicht immer ist es exakt gleich verteilt und aktuell entsprechen wir in Teilen der klassischen Rollenaufteilung, aber das liegt dann an vielen Dingen und nicht am Geschlecht. Der Zwillingsvater geht mit seinen Kindern zum Arzt, er bringt sie ins Bett, er kocht für sie, er kam mit zum PEKiP,…

Und tatsächlich ist es dem Umfeld wie von Andrea beschrieben oft ein Lob wert. Wie toll er das macht! Und so selbstverständlich! Und so sicher im Umgang mit den Kindern! Und er putzt sogar noch Fenster! Schockierend. Und was macht seine Frau? Die Mutter der Kinder? Weiterlesen…

Es ist jetzt einen Monat her, da habe ich meinen Schreib-Urlaub unterbrochen, um die tollsten Beiträge der Elternblogs 2014 zu sammeln und zu teilen. Es gab ja so viele!

Ja, das war eine einmalige spontane Aktion. Aber 2015 gibt es nicht weniger Perlen zu lesen als im Jahr zuvor und so habe ich mich dazu entschieden, euch meine liebsten Texte des Monats hier kurz zu verlinken. Ich bin mir sicher, ihr findet sie alle ebenso lesenswert wie ich!

Mein Kopf, der Arsch

Rike Drust schreibt sich ihre Wut auf ihren hundsgemeinen Kopf von der Seele, denn dieses Arsch redet ihr ständig ein schlechtes Gewissen ein. Ihr Kopf behauptet, sie sei eine echt miese Mutter und biete ihren Kindern soviel weniger als all die anderen perfekten Mamis um sie herum. Ihr ist schon klar, wohin das einmal führen wird: „Dann müssen wir zum Elterngespräch und es wird festgestellt, dass mein Kind immer nur rumliegt, Kakao trinkt und pädagogisch minderwertige Hörspiele hört, Menschen bepöbelt und deshalb mindestens zur Spieltherapie muss oder am besten gleich zu Pflegeeltern mit Klavier und Bastelkiste.“ Aber vielleicht ist ihr Kopf auch einfach doof und es ist nur eine Momentaufnahme. Denn an manchen Tagen, da hat Mama halt keinen Nerv für pädagogisch wertvolle Unterhaltung und an anderen Tagen ist sie die allerbeste Mama der ganzen weiten Welt. Und das ist schon ok so… so sind wir Mamas. Danke, Rike.

Mein Baby ist doof

Andrea Harmonika geht es nicht viel besser. Ausgerechnet sie hat ein total doofes Baby erwischt und niemand hat sie vorher gewarnt! Herrlich offen und dabei so wunderbar eloquent wie immer beschreibt sie die Schuldgefühle und Enttäuschung in den ersten Wochen nach der Geburt ihres ersten Kindes. Das hatte sie sich anders vorgestellt! „Ja, ich fand mein Baby tatsächlich doof. Wenn es z. B. stundenlang schrie und ich nicht wusste, was ich außer tragen, stillen, singen, wickeln und föhnen noch machen sollte. Wenn ich bis zum Umfallen erschöpft war und dachte, ich sei die einzige Mutter auf der Welt, die den Hungerschrei nicht vom Furzschrei unterscheiden konnte.“ Auch später ist das Leben mit Kinder nicht immer ein Ponyhof, aber es ist doch wunderschön und voller Liebe. Man darf trotzdem auch zugeben, dass man manchmal echt… ich habe auch manchmal doofe Kinder. Wenn wir einkaufen gehen zB. Aber ich liebe sie von Herzen!

Kommt ein Mann zum Arzt…

Nils Pickert schreibt über einen Arztbesuch mit Baby. Soweit so gewöhnlich und doch scheint es ungewöhnlich und aufsehenerregend, dass das Baby ohne Mama zum Arzt kommt. Mama arbeitet! Ein Skandal? Warum irritiert es heute noch soviele Mitmenschen, wenn ein Vater ganz selbstverständlich mit seinem Säugling unterwegs ist? Alleine… ohne Aufsicht von der Mutter? Sollte es nicht ganz normal sein?

„Routiniert macht der Mann alles gleichzeitig: Schneeanzug ausziehen, Mütze mit den Zähnen aufbinden, sich der Wickeltasche entledigen, Versichertenkarte auspacken, die Leute hinter ihm böse anfunkeln. Er «darf dann schon mal im Wartezimmer Platz nehmen». Uii, er darf. Wenn er kein Baby in den Händen hätte, würde er sich vor Begeisterung Luft zufächeln.“

Am Ende rettet ein älterer Herr mit Bart den Tag. Der fragt nämlich nicht danach, wo denn die Mama zu dem unglücklichen Kind hin ist. Der findet einfach, dass Papa das ganz toll macht.

Immer dieses Theater mit Mama

Paula ist eigentlich eine coole Mama. Da hat sie schließlich gleich ihr Blog nach benannt. Aber ihr Sohnemann hat da aktuell berechtigte Zweifel anzumelden. Wieso kommt Mama auf einmal auf so bekloppte Ideen, wie sich im Bad einzuschließen? Dass Oma und Opa da sind, ist doch nun wirklich kein vernünftiger Grund. Oder?

Manchmal ist sie echt ein wenig absonderlich – die Mama. „Heute Morgen war es wieder so weit. Sie hat die Schubladen in ihrem Büro zugeknallt, dabei weiß sie doch ganz genau, dass sie das nicht machen soll und der Überhammer war, sie hat geflucht. „Verflixt, noch einmal!“, hat sie gerufen.“ 

Mir geht’s Januar. Und Dir?

Mama Notes hat Winterblues. Aber ganz arg. Mögen den manche im November haben, sie hat ihn genau jetzt. Wie immer zu Jahresanfang. „Der Januar ist die Midlife-Crisis unter den Monaten. So viel Schönes liegt schon hinter Dir (Weihnachten, leckeres Essen, Silvester), was kann da noch kommen? Minimalismus in Deko und Ernährung?…“

Offener Brief an die Frauen

Andreas Lorenz ruft die Frauen zu mehr Ehrlichkeit und direkten, klaren Ansagen auf. Einfach mal klar sagen, was wir wollen? Das ist doch so schwer… Ich gebe es zu, ich fühle mich angesprochen und auch ein wenig erwischt.

Ich bin jetzt nach der Lektüre schlauer und vergebe in Zukunft klare Arbeitsanweisungen. Denn mein Exemplar der Gattung Mann sieht auch nie, was gemacht werden müsste! Da müsste zB dringend mal das Bad geputzt werden und was macht er? Der schrubbt die Fenster…


Auf diesem Blog hier erscheinen hin und wieder auch halbwegs lesbare Artikel. Falls ihr euch in Zukunft darüber ein Urteil erlauben wollt, dann abonniert das Blog doch einfach. Alternativ könnt ihr mir auf Facebook oder Twitter folgen, ein paar Kekse essen und mit einem anständigen Pils auf mich anstoßen! Dann freue ich mich auch. 🙂

Ach… und weitersagen nicht vergessen. 😛

100 Tage Chaos²

Kerstin —  25. September 2014 — 1 Kommentar

Wir haben die 3-Monats-Koliken überstanden. Das Chaos ist seit 100 Tagen online!

In diesen 100 Tagen ist viel passiert. Auf diesem Zwillingsblog wurden 22 Beiträge veröffentlicht. Ich habe begonnen mein analoges Schwangerschaftstagebuch für euch abzutippen, habe mich über den Status als Kleinkind-Mama gefreut, ich habe Tipps für werdende und frischgebackene Zwillingseltern notiert, habe zwischendurch einen Monat geschwiegen und dann über Väter und Tagesmütter geschrieben und der Kopf ist noch voller Ideen. Weiterlesen…