Archive für Mama

Habt ihr diese Wahnsinnsfrau da gerade gesehen? Sie marschiert gut gelaunt mit drei kleinen Kindern aus einem Schuhgeschäft. Das Kleinste wippt mit den Füßen im Kinderwagen und scheint seine neuen Schuhe zu bewundern. Die beiden Größeren erzählen wilde Geschichten.

Sie ziehen weiter und diskutieren beim Gemüsehändler heiter, welches Obst sie kaufen sollen. Das Mädchen möchte Erdbeeren, der Junge mag lieber Pfirsiche, sie kaufen beides und noch mehr. Ihre Mama scheint total entspannt und lächelt. Wie frisch sie aussieht! Wow!

Die vier gehen weiter, holen beim Bäcker Brot und verschwinden im Drogeriemarkt. Die Kinder kauen auf halben Brötchen und laufen durch die Fußgängerzone. Sie bewegen sich in unterschiedliche Richtungen, aber irgendwie kommen sie alle gemeinsam vorwärts. Weiterlesen…

Liebe Mamas,

heute ist Muttertag. Euer Ehrentag. Und wenn ihr den denn als solchen begehen wollt, dann möchte ich euch einen wundervollen Tag mit euren Familien wünschen. Lasst es euch gut gehen und vielleicht auch richtig verwöhnen.

Ihr habt es euch verdient. Wir alle haben es uns verdient.

Rose in pink

Ich selbst kann mit diesem Tag nichts anfangen. Muttertag gab es bei uns zu Hause nicht. Er fand einfach nicht statt. Nicht, dass ich keine Mama hätte. Die habe ich. Eine ganz tolle sogar! ❤

Aber meine Mama war nie ein Fan dieses Tages und als wir dem Kindergartenalter entwachsen waren, verbat sie sich Geschenke zu diesem Tag. Sie erklärte uns, dass sie nicht einmal im Jahr ausschlafen und einen gedeckten Frühstückstisch möchte. Weiterlesen…

Eltern werden nicht krank.

Kerstin —  15. April 2016 — 3 Kommentare

Es war irgendwann im Advent 2013, die Zwillinge waren kein halbes Jahr alt, da erwischte uns ein fieser kleiner Virus. Von jetzt auf gleich lag ich krümmend, wimmernd und fluchend danieder. Mein Lebtag hatte ich noch nicht so einen Magen-Darm-Infekt gehabt, wie damals. Da war ich mir sicher!

Mein Inneres drehte sich nach außen und mir fiel es schwer, aufrecht zu sitzen. Und ganz nebenbei war ich Mama von zwei Babys. Und stillte. Aus der Nummer kommt man nicht so fix raus. Da hilft kein Krankenschein. Notfalls wird Tadem gestillt mit Eimer vor der Nase.

Wir naiven, frischen Neueltern lernten auf die harte Tour, was es bedeuten kann, dass Elternschaft keine Pausen vorsieht. Denn kaum konnte ich mich mühsam wieder aufrecht halten, legte der Zwillingspapa los. Begleitend waren dann noch die nacheinander verdammt undichten Zwillingsbabys als zusätzliche Herausforderung zu versorgen.

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Es sind ganz besondere, im Wortsinne einmalige Momente und es gibt sie gerade im ersten Jahr mit einem Baby fast wie am Fließband: Erste Male.

Der erste Blick ist ganz besonders. Die erste Berührung vergisst man nicht. Die erste gemeinsame Nacht ist vermutlich immer schlaflos. Das erste Lächeln und die Eltern zerfließen. Das Baby greift zum ersten Mal zu. Die erste geglückte Drehung ist der Anfang aller Mobilität. So geht es das ganze Jahr und diese magischen Momente füllen ganze Buchseiten.

Krümels erste Male

Jetzt ist der Krümel unser Drittes. Und es ist unser zweites „erstes Jahr“, denn seine großen Geschwister haben als Zwillinge dieses aufregende und für Eltern nebenbei ja auch ziemlich anstrengende Jahr gemeinsam absolviert. Da sollte man meinen, dass man irgendwie nicht mehr alles so genau mitbekommt, schließlich lief schon die Schwangerschaft mehr so nebenbei.

Krümel krabbelt Weiterlesen…

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Manchmal träume ich davon, endlich mal wieder ausschlafen zu dürfen. So richtig. Ohne das Kindergeschrei in ansteigenden Eskalationsstufen im Hintergrund, das einem ein schlechtes Gewissen macht und doch wieder aus den Federn treibt.

Wenn ich meine Nägel lackieren kann, ohne den feuchten Lack gleich wieder beim Reparieren eines Miniautos zu ruinieren. Wenn ich mich duschen, föhnen und sogar auch noch eincremen kann, ohne dabei zwei bis drei Personen im Publikum zu haben, dann fällt das unter derzeit „ausgiebige Beauty-Behandlung“.

Das Mama-sein ist so. Das gehört wohl dazu.

Ich bin ein Bücherwurm auf Entzug, denn ich habe keine Zeit und Ruhe mehr zum Lesen. Ich würde so verdammt gerne mal wieder nachmittags auf dem Sofa liegen und nichts tun. Auch nicht parallel als Sprungkissen oder Kletterturm dienen. Die Zwillinge spielen zwar immer mehr auch ohne Erwachsenen schön miteinander, aber immer im selben Raum. Gehe ich auf Toilette, folgen sie mir. Lege ich mich auf das Sofa, hüpfen sie auf mir herum. Aber wir sind ja auch noch mitten drin im Gröbsten mit unseren drei Quälgeistern bezaubernden Kindern unter drei Jahren. Ich klammere mich an die Aussicht, dass es bald irgendwann besser wird. Weiterlesen…

Sind das die Hormone? Oder ist das alles noch normal?

Ich sitze gerade in meinem Sessel in meinem kleinen, stillen Büro an meinem Laptop mitten in meinem Chaos und schwanke zwischen Wut, Erschöpfung und dem Drang mal gepflegt zu heulen. Um mich herum liegt Bonbonpapier und zugeschnittener zerschnittener Stoff. Schlecht ist mir außerdem noch und ganz sicher wird irgendwer gleich „Mamaaa???!“ brüllen, bevor ich diesen Beitrag fertig getippt habe.

Chaos

Aber vielleicht sollte ich von vorne anfangen? Wo ist vorne?

Gestern war so ein toller Tag. Unerwartet sonnig, wenn auch frisch. Ich war eine Super-Vollzeit-Mutti. Ich bin seit drei Wochen wieder totale Vollzeit-Mama. Denn seit wir aus unserem Urlaub zurück sind, ist die Tagesmutter krank. Das tut mir vor allem für die Tagesmutter leid, die ein extrem schlechtes Gewissen hat und der es echt nicht gut geht. Ab und an tut es mir aber auch für mich leid. Das System Tagesmutter hat viele Vorteile – gerade bei so kleinen Kindern – gegenüber der Kindertagesstätte. Einen erheblichen Nachteil spüren wir die letzten Wochen. Weiterlesen…

Die liebe Lucie Marshall ruft zur Blogparade… Viele sind diesem Aufruf bereits gefolgt. Es wurden sehr viele tolle Beiträge unter dem Titel bzw. Hashtag #momsrock veröffentlicht. In vielen dieser Beiträge habe ich mich wieder gefunden… Viele Blogger-Mamis schreiben darüber, dass es ihnen leichter fällt, selber Kritik an sich zu üben, sich einzureden, nicht genug zu tun, nicht geduldig genug zu sein usw. usf. Und genau darum geht es bei #momsrock. Es geht darum uns selber oder anderen Müttern einfach mal auf die Schulter zu klopfen und uns zu sagen, DAS habe ich wirklich gut gemacht!

Momsrock

Als Zwillingsmutter fragt man sich vermutlich automatisch, ob man beiden Kindern gleichermaßen gerecht wird, besonders, wenn einer krank ist. Hinzu kommt, dass ich meist alleine mit ihnen bin, da der Murmelpapa aus gesundheitlichen Gründen nicht mit uns lebt. Vollberufstätig bin ich zu dem auch noch und die Murmels gehen “Vollzeit“ in die Kita. Ihr merkt schon, an Futter für ein schlechtes Mama-Gewissen mangelt es mir nicht. Ich muss gestehen, meist habe ich es auch wirklich… aus den vorgenannten Gründen!

Oft frage ich mich aber auch selber, warum eigentlich? Ich habe das große Glück, Menschen in meinem Umfeld zu haben, die voll des Lobes für mich und für das, was ich in ihren Augen “leiste“, sind. Und trotzdem denke ich meist, dass es nicht reicht, dass alles zu wenig ist – Zeit, Geduld, Aufmerksamkeit.

Eine schwangere Freundin machte mir kürzlich das beste Kompliment überhaupt: “Ich hoffe, mein Wurm wird genau so toll, wie die Murmels!“

Besser geht es nicht! Also muss ich auch was richtig gemacht haben 🙂

Ich habe wundervolle, fröhliche und liebevolle Kinder! Sie lachen, weinen, streiten, trösten und vertragen!

Eigentlich denke ich oft, dass ich in Bezug auf die Murmels einiges gut und richtig gemacht habe. Dafür brauche ich auch nicht die lobende Worte anderer – auch wenn es total gut tut, so was zu hören 😉 Dafür reicht es, meine Murmels zu beobachten und zu erleben. Zu sehen, wie sie miteinander spielen, wie sie sich gegenseitig trösten, wie sie mit anderen Kindern besonders mit jüngeren umgehen, wie toll sie sich entwickeln, wie schnell sie lernen, was für tolle Lieder sie singen und Geschichten sie mit unter 3 Jahren bereits erzählen, wie viel Liebe und Lachen sie geben haben… ich bin so wahnsinnig stolz auf meine beiden kleinen Wunder und ich denke schon, dass ich meinen Anteil dazu “leiste“.

Ich denke aber auch, dass es nicht schadet, mich diesbezüglich permanent selber zu hinterfragen… nur muss ich lernen, dass aus Hinterfragen nicht Klein-Machen wird! Ich darf mich nicht Klein-Machen, nur weil man was nicht läuft, wie ich es gerne hätte oder meine Geduld leider mal nicht gereicht hat! Meine Kinder dürfen wissen, dass auch Mami Fehler macht oder mal nicht so gut drauf ist oder einfach mal müde und nörgelig ist.

Grundsätzlich denke ich schon, dass es genug Gründe gibt, stolz auf mich zu sein 😉 ich muss es nur erst lernen 🙂

Danke, liebe Lucie, für diese tolle Parade! Es tut gut, sich selber mal auf die Schulter zu klopfen 🙂