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Die gleiche Kindergartengruppe für Zwillinge? | Kerstin und das Chaos

Zwillinge: ein Jahr Kindergarten | gemeinsam statt getrennt

Die Sommerferien sind jetzt schon eine Weile vorbei und der Kindergarten-Alltag hat wieder begonnen. Endlich! Wurde aber auch Zeit! 😀

Die Zwillinge gehen jetzt seit genau einem Jahr gemeinsam in den Kindergarten und ich dachte, ich schreibe euch ein klein wenig über unsere Erfahrungen.

Zwillinge: gemeinsam oder getrennt in den Kindergarten?

Es gibt da ja ganz unterschiedliche Wege und Überlegungen, ob man seine Zwillinge gemeinsam in die gleiche Kindergartengruppe gibt oder sie trennt. Nachvollziehbare Gründe gibt es sicherlich für beides.

Für uns war aber immer klar, dass wir unser Doppelpack nicht unbedingt trennen möchten. Bauchgefühl. Sonnenschein und Prinzessin waren sich immer nahe und wir hatten nie das Gefühl, dass sie sich gegenseitig im Weg stehen würden oder einander zu stark dominieren.

Ja, das Pinnzesschen hat hier das Sagen. Eindeutig. Und ja, sie ist der dominierende Zwillinge und die dominierende große Schwester. Gleichzeitig ist sie aber theoretisch immer die Schüchterne gewesen. Zumindest schien es uns so. 😀

Sonnenschein war schon immer offensiver und offener. 

Mir sind Kindergärten suspekt, die eine Trennung von Zwillingen mit „das machen wir immer so“ begründen, ohne das sie Einzelfälle betrachten. Unser Kindergarten sagte damals, dass sie Geschwister und Zwillinge meistens trennen würden, aber diese Entscheidung im Gespräch mit den Eltern fällen.

Es gäbe auch gute Gründe, das nicht zu machen und oft sei das sogar der richtige Weg. Diese Einstellung war uns sympathisch.

Die gleiche Kindergartengruppe für Zwillinge? | Kerstin und das Chaos

Sonnenschein & Prinzessin gehen in die blaue Gruppe

Die Entscheidung fiel recht schnell: Beide Kinder kommen in eine Gruppe.  Dafür sprach zum einen unser Bauchgefühl und der Wunsch, dass beide bei ihrem neuen Lebensabschnitt einen Gefährten dabei haben. Zum anderen aber auch das Argument, dass Krümel ihnen folgen soll. Und da waren die Erzieher sich einig:

Es würde schwierig, wenn er später in eine Gruppe eines Zwillings käme, also bei einem Geschwisterkind sei und beim anderen nicht. Da wäre es einfacher, er käme entweder zu den Zwillingen oder eben nicht zu den Zwillingen in die Gruppe.

Da der Kindergarten sehr klein ist und nur zwei Gruppen hat, wird es vermutlich so aussehen: Die Zwillinge in die eine, den Krümel später in die andere Gruppe.

War die Entscheidung gut?

Ja.

Wir kriegten schnell die Rückmeldung, dass beide sich ihren eigenen Weg suchen würden und unabhängig voneinander spielen. Sie achteten aber sehr aufeinander und wenn der eine weine, sei der andere schnell bei ihm.

Gerade anfangs suchten sie ab der Mittagszeit immer die Nähe des anderen, denn dann waren sie einfach müde. Schön, wenn man dann einen Zwilling hat. <3

Auch später bestätigte sich das Bild. Die anderen Kinder würden die beiden auch nicht als Zwillinge wahrnehmen bzw nicht als untrennbares Doppelpack. Es sei klar, dass Sonnenschein und Prinzessin zusammengehören, aber eben anders als die eineiigen Zwillinge, die im gleichen Kindergarten übrigens getrennte Gruppen besuchen.

Die Sache mit den Freundschaften

Ich hatte es mal erwähnt, dass es trotzdem etwas Anlaufschwierigkeiten gab. Während Prinzessin extrem schnell integriert war und zahlreiche „Freundinnen“ fand, fiel es dem Sonnenschein schwer, feste Spielpartner zu finden. Irgendwie fand er sich nicht so recht rein.

Das hatte aber wenig mit der Tatsache zu tun, dass er ein Zwilling ist. Oder seine Zwillingsschwester dabei hatte. Er orientierte sich einfach an den Ältesten seiner Gruppe, die ihn mal mitspielen ließen, mal auch nicht, ihn aber nie als ebenbürtig ansahen. Er war ja der Kleine. Einer der Jüngsten seiner Gruppe.

Das Problem ist mein Sonnenschein, der sich irgendwie nicht recht einfindet. Nein, er ist nicht schüchtern. Er kann sogar ein echter Draufgänger sein. Aber er ist ein total sensibles Kind, das leicht zu verunsichern ist. Anders als seine Zwillingsschwester, die ganz in sich ruht und mich sich immer im Reinen zu sein scheint.

Ich bin verdammt froh, dass sich das Problem in Luft aufgelöst hat, denn seit die Maxi-Kinder nun eingeschult wurden, hat sich die Gruppe neu gemischt. Sonnenschein hat Freunde gefunden, die er sogar zum Spielen nach Hause einlädt, die diese Einladungen annehmen und die ihn selber zu sich einladen!

Ein Zwilling ist ein wundervolles Geschenk

Ich trotzdem so froh, dass die beiden einander haben. Sie besuchen ihre Kindergartenfreunde bewusst getrennt. Ja, wenn hier jemand zu Besuch ist, spielen sie gemeinsam, aber Einladungen nehmen wir getrennt an.

Bewusst.

Das ist Sonnenscheins Freund und den besucht dann nur der Sonnenschein. Die Prinzessin darf genauso alleine ihre Freundin besuchen. Diese besondere Zeit tut ihnen immer sehr gut und sie genießen das sehr.

Gleichzeitig erwische ich sie übrigens immer wieder beim „Training“ (einmal die Woche gehen wir zum Fußball-Kindergarten) wie sie dort mitten in der Gruppe Arm in Arm stehen, sich einanderhalten. So schön, wenn man in einer großen Gruppe einen Zwilling dabei hat, der einem Sicherheit gibt. <3

Wie sieht das bei euch aus? Gehen eure Zwillinge/Geschwister in die gleichen Gruppen oder habt ihr bewusst eine andere Entscheidung getroffen? DURFTET ihr sie treffen oder gab es Vorgaben?

Eure Kerstin

Wie ähnlich sind sich (zweieiige) Zwillinge?

Es war ein Foto unter vielen auf diesem Blog – Ende April in einem bebilderten Wochenende. Es zeigte die Füße meiner Kinder. Zwillinge. Zweieiig. Ein Pärchen.

Zwillinge

Ziemlich unterschiedlich, oder? – Das fand auch unsere Leserin Silke auf Facebook:

Ist aber doch interessant, wie trotz Zwillingen die Gene unterschiedlich verteilt werden. Sind ja eigentlich auch „nur“Geschwister, mit dem Unterschied, dass sie am selben Tag geboren wurden. Würdest Du denn sagen, dass sie eine engere Bindung zueinander haben, als andere Geschwister(mit geringen Altersunterschied)?

An dem besagten Tag waren meine Antworten recht kurz, doch das Thema ist wirklich sehr spannend. Gestern erst stand ich mit den beiden in der Metzgerei und irgendwann kam die mittlerweile wirklich selten gewordene Frage: „Sind das eigentlich Zwillinge?“

Die Dame hatte wohl lange gegrübelt, bevor sie fragte. „Der Junge sind irgendwie älter aus.“ Ja, sieht er tatsächlich. Er hat viel mehr Haare und ist ein oder sogar zwei Kilo schwerer. Die Prinzessin neben ihm ist ein zartes Püppchen und könnte auch durchaus zwei oder drei Monate jünger sein. Aber sicher keine neun. Da war die Dame beim Metzger nicht die erste verwirrte Passantin.
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