Archive für Das erste Jahr

Unsere Tage sind derzeit aufregend. Da komme ich nicht viel dazu, über irgendetwas ins Sinnieren zu verfallen. Natürlich kam mir immer mal wieder flüchtig der Gedanke, dass sich die Geburt des Jüngsten irgendwann jähren würde, aber das war graue Theorie. Der Krümel ist seit geraumer Zeit kein richtiges Baby mehr. Ich wurde schon viel früher um mindestens drei Monate Babyzeit betrogen.

Aktuell habe ich alle Hände und noch funktionstüchtige Synapsen damit zu tun, den Alltag angenehm zu gestalten. Die neue Situation mit dem vormittäglichen Besuch des Kindergartens seitens der großen Geschwister hat uns einen neuen Rhythmus verpasst, in den wir uns noch eingrooven müssen. Aktuell steppen wir gerne mal am Takt vorbei und zwei bis vier Familienmitglieder fallen regelmäßig aus dem vorgegebenen Rhythmus raus. Wir rocken das Ding täglich grandios, aber es fordert volle Konzentration. Ist es da verwunderlich, dass mich der Geburtstag dann doch irgendwie überraschte?

Wie man einen 1. Geburtstag plant

Donnerstag fiel der Supermutti auf, dass ihr Kind bald Geburtstag habe. Ich sah den Mann an und wir fragten uns kurz, wer von uns gegebenenfalls der ein oder anderen relevanten Person von dem Großereignis im Vorfeld berichtet habe. Wir einigten uns darauf, dass dieser Tag bei den einzuladenen Personen vermutlich eh im Kalender stünde und wir vermutlich auch mal erwähnt hätten, dass wir gedenken ihn zu zelebrieren. Sowas sei ja im Allgemeinen üblich.

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Mein kleiner Krümel wird 1!

Kerstin —  3. September 2016 — 5 Kommentare

Mein kleiner Krümel, mein Baby!

Heute vor einem Jahr wurdest du geboren! Mein kleines Baby! ❤ Wir haben uns so auf dich gefreut, wir haben so auf dich gewartet und die letzten Wochen waren aufregend.

Acht Wochen vor deinem errechneten Geburtsttermin wurden wir angezählt. Früher und viel deutlicher als bei deinen großen Geschwistern verkürzte sich der Gebärmutterhals drastisch. Obwohl die beiden damals zu zweit waren. Aber damals lag ich auch viel, schonte mich und vor einem Jahr wusste mein Frauenarzt selber, dass es eine hohle Phrase war, wenn er mir zur Schonung riet. Ich rannte ununterbrochen zwei wilden Zweijährigen hinterher.

So blieb sechs Wochen vor Termin dein Papa bei uns zu Hause. Wir alle warteten auf dich. Weiterlesen…

Wir haben die am schlechtesten schlafenden Kinder der ganzen Welt. Mindestens unseres Bekanntenkreises. Wirklich!

Also zumindest sind wir oft davon überzeugt. Nach über drei Jahren durchgängigem Schlafmangel sind wir mürbe und zweifeln verdammt oft an uns und unseren Kompetenzen als Eltern. Alle anderen Kinder scheinen doch auch durchzuschlafen? Zumindest schlafen sie alle besser als unser Krümel!

Damals bei den Zwillingen war das doch auch schon so bescheiden und die Nächte schlaflos. Es muss an uns liegen. Die Verwandtschaft leidet mit uns, wenn sie unsere fahle Gesichtsfarbe und die tiefen Augenringe sieht. Die Schwiegermutter fragte sich schon, was heute nur los sei, früher hätten die Kinder doch besser geschlafen. Also nicht unsere. Sondern die Kinder, der vorherigen Generationen.

Aber dann fiel dem Schwiegervater ein, dass sie als drittes ja ein ausgesprochen umtriebiges und nachtaktives Kindchen hatten. Ich soll ebenfalls ein Baby zum Abgewöhnen gewesen sein. Zumindest nachts. Und abends. Sagte man mir. Morgens schlief ich friedlich. Denn ich bin eine Eule und war es damals schon. Weiterlesen…

Das ist doch Betrug!

Kerstin —  29. Juli 2016 — 4 Kommentare

Über Krümels erstes Jahr (und seine Taufe)

So Leute, jetzt wollte ich euch hier eigentlich einen fluffigen Text über unsere herrlich, entspannte Familienfeier zu Krümels Taufe servieren, aber dann kam mal wieder alles anders.

Ich fühle mich nämlich betrogen! Man hat mich um das mir zustehende erste Jahr mit meinem Baby gebracht. Mir wurde ein Zeitraffer-Modell ausgeliefert im letzten September und so hocke ich nun hier als Mama eines Kleinkindes (und zweier großer Kindergartenkinder) weit vor offiziellem Ablauf des Babyjahres! Das ist hochgradig unfair! Denn aktuell sieht es so aus, als wäre dies auch mein letztes Babyjahr gewesen. Ich habe zumindest kein weiteres auf meiner mittelfristigen Agenda eingeplant.

Krümel wird getauft

Mein kleines Riesenbaby, das nun wirklich kein Baby mehr sein will, marschierte auf seinen eigenen kurzen Stummelbeinchen in die Kirche. Unterwegs fischte er sich interessante Andenken aus dem Schirmständer im Eingangsbereich und kletterte unter den ersten Bänken durch. Die Planscherei mit dem Wasser beim Gottesdienst fand er eher ziemlich erheiternd und nur die Predigt eher langatmig. Diese Meinung teilten aber alle Gemeindemitglieder. Weiterlesen…

Das erste Jahr mit Zwillingen und dem Glück im Doppelpack bringt sovieles mit sich:

Viel Neues. Viel Tolles. Viel Verstörendes. Was waren eure Erfahrungen? Was hat euch geprägt? Was hat euch überfordert? Was hat euch zu Tränen gerührt? Welche Erlebnisse bleiben im Gedächtnis hängen? Was sind die besten Bilder?

Einerschreitimmer hat dieser besonderen Zeit gerade eine ganze Blogparade gewidmet und auf dem letzten Drücker versinke ich denn auch mal in Erinnerungen. So kurz vor dem dritten Geburtstag unserer Zwillinge. ❤

Was bleibt vom ersten Jahr mit den Zwillingen in Erinnerung?

noch keine 12 Wochen alt

Stolz, Glück und Müdigkeit

Mein erster Gedanke war Stolz. Stolz auf meine beiden wunderbaren Kinder, auf diese kleinen perfekten Wesen. Der Stolz der Eltern. Stolz Zwillingseltern zu sein. Ja, da war tatsächlich ganz viel Stolz den Zwillingswagen durch die Straßen zu schieben. Zwillinge sind eben etwas besonderes und als Zwillingseltern haben wir uns auch ein kleines bisschen wie etwas besonderes gefühlt. Ganz besonders gesegnet.

Und da ist dann auch das zweite Gefühl des ersten Jahres: Das Glück. Das doppelte Glück oder vielleicht schon eine hormonumnebelte Glückseligkeit. Kurz dahinter oder auch gleich auf mit diesem Glück lag über allen Dingen diese unfassbare Müdigkeit. Augenringe tief wie der Marianengraben schob ich grenzdebil grinsend stolz meinen Zwillingskinderwagen vor mich her. So ungefähr muss das gewesen sein.

Aber das kann doch nicht alles gewesen sein. Es war ein so unfassbar intensives und besonderes Jahr. Weiterlesen…

Es sind ganz besondere, im Wortsinne einmalige Momente und es gibt sie gerade im ersten Jahr mit einem Baby fast wie am Fließband: Erste Male.

Der erste Blick ist ganz besonders. Die erste Berührung vergisst man nicht. Die erste gemeinsame Nacht ist vermutlich immer schlaflos. Das erste Lächeln und die Eltern zerfließen. Das Baby greift zum ersten Mal zu. Die erste geglückte Drehung ist der Anfang aller Mobilität. So geht es das ganze Jahr und diese magischen Momente füllen ganze Buchseiten.

Krümels erste Male

Jetzt ist der Krümel unser Drittes. Und es ist unser zweites „erstes Jahr“, denn seine großen Geschwister haben als Zwillinge dieses aufregende und für Eltern nebenbei ja auch ziemlich anstrengende Jahr gemeinsam absolviert. Da sollte man meinen, dass man irgendwie nicht mehr alles so genau mitbekommt, schließlich lief schon die Schwangerschaft mehr so nebenbei.

Krümel krabbelt Weiterlesen…

Wir haben heute den 3. März 2016.

Heute vor vier Jahren war ich zwar schon weit mehr als eine Dekade mit dem Traummann liiert und auch schon ziemlich lang verheiratet (nimmt man durchschnittliche Maßstäbe dieser eher schnelllebigen Zeit an), aber Kinder waren allenfalls ein ziemlich hypothetisches Thema. Die haben andere. Die sind ganz niedlich. Mögen wir. Passen wir auch gerne drauf auf. Wir selber? Vielleicht mal irgendwann. Mal gucken.

Heute vor drei Jahren war ich unübersehbar schwanger. Mit Zwillingen. Die Schwangerschaft nahm gerade so richtig Fahrt auf und steuerte auf das Bergfest zu. Wir freuten uns auf dieses wunderschöne Abenteuer. Auch wenn wir keinen blassen Schimmer hatten, was uns da erwarten wird. (Ungeplant bzw unerwünscht war mein dicker Bauch übrigens keinesfalls. So schnell kann das gehen. 😉 )

Heute vor zwei Jahren waren die Zwillinge gerade 8 Monate alt. Wir waren Zwillingseltern. Stolze Zwillingseltern. Und abgesehen von ein paar dummen Viren, mit denen wir damals gerade genau zu dieser Zeit einen schlimmen Kampf ausfochten, fühlte sich alles perfekt an. Klar, wir kamen kaum dazu zu schlafen, oder zu essen, aber das erste halbe Jahr hatten wir schon mit Bravour und ohne größere Nervenzusammenbrüche gerockt. Dieses Familiending fühlte sich toll an und wir wussten beide seit einigen Monaten, dass unsere Familien wahrscheinlich noch weiter wachsen wird. Weiterlesen…