Archive für Eltern

Tante Emma hat zu einer Blogparade gerufen, in der es um das Verhältnis zwischen uns und unseren Eltern geht, seit wir selber Eltern sind. Auslöser hierfür war eine Twitter-Unterhaltung, der ich nur am Rande als stiller Leser gefolgt bin. Besonders berührt hat mich der Beitrag von Mo auf 2kindchaos. Es ist beeindruckend, unter was für Umständen Menschen dennoch herzliche und empathische Wesen bleiben können.<3 Herz und Empathie gibt es bei der lieben Mo nämlich reichlich.

Ich bin nicht auf einem Ponyhof groß geworden. Im Vergleich zu meinen älteren Geschwister hatte ich aber zumindest relativ entspannte (oder mittlerweile abgestumpfte) Eltern. Weiterlesen…

17 Jahre

Kerstin —  8. Februar 2017 — 13 Kommentare

Unfassbar, wenn ich das so ausschreibe.

Und ein wenig bin ich erschrocken, wie die Zeit vergangen ist. Diese Zahl „17 Jahre“ lässt mich gerade echt perplex zurück. So alt bin ich schon? Sind wir schon? Dass wir seit 17 Jahren ein Paar sind?

Es hätten noch mehr sein können, aber das gute Ding und die Weile. Wir sind nicht unbedingt von der schnellsten Sorte möchte man meinen. Es brauchte neun Jahre bis wir geheiratet haben. Noch einige mehr, dass wir uns für dieses Ding mit den Kindern entschieden haben.

Stürmische Zeiten

Es ist 17 Jahre her, dass mir irgendwann bewusst wurde, dass ich den Mann fürs Leben schon längst kenne. Dass ich ihn nicht gehen lassen darf, wenn ich es nicht ein Leben lang bereuen will. Dir ging es anscheinend ähnlich und so kamen wir trotz allem zusammen.

Trotz allem, denn wir passten so gar nicht zusammen. Da konnte man fast jeden fragen und ich hätte zugestimmt. Du auch. Aber ich wollte es trotzdem und du wolltest es trotzdem, denn da war dieses Gefühl. Gut, dass wir darauf vertraut haben.

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Hotellobby

Schlechtes Gewissen, dein Name ist Mama

Da sitze ich nun. In einer Hotel-Lobby in unserer bewegten Hauptstadt. Berlin. Arm soll sie sein und sexy. Mir ist sie vor allem vertraut. Von Kindheit an.

Heute ist sie aber vor allem über 500 km von zu Hause entfernt und damit von meinen Kindern. Ich bin zur Blogfamilia angereist und ich habe die Kinder zu Hause gelassen. Bei ihrem Vater. Ich Rabenmutter.

Warum habe ich sie nicht mitgenommen? Schließlich ist die Blogfamilia eine Konferenz der Elternblogger, zu denen auch ihre Kinder herzlichst eingeladen sind?

Die Antwort darauf ist relativ simpel. Ich glaube einfach, dass es so für (fast) alle am besten ist. Der kleine Krümel ist nun mobil. Er hat nur noch bedingt Lust darauf, den ganzen Tag im Wagen oder der Trage zu verbringen. Weiterlesen…

Das hier darf niemand lesen, der mich aus der Zeit vor meinen Kindern kennt. Der glaubt das nicht.

Ich gelte gemeinhin als entspannt.
Also wir gelten als entspannt.
Der Zwillingspapa und ich.
Entspannte Eltern.

Bei mir verwundert das, denn es gibt wenig Eigenschaften, die man früher mit mir weniger in Verbindung gebracht hätte als die des Entspanntseins. Meine Kinder haben mich (teilweise) entschleunigt und entspannt. Mit der Geburt der Zwillinge kam eine innere Ruhe und Gelassenheit, die überhaupt nicht allgegenwärtig ist, aber wohl doch auffällig.

Entspannte Babies – Entspannte Eltern

Mit unseren beiden Babys waren wir von Anfang an auf Achse. Besuchten Freunde und Babykurse, gingen spazieren und lebten. Und immer wieder hörten wir, dass unsere Babys so entspannt und zufrieden seien, dass wir so entspannt und gelassen seien. Doch was war zuerst da?

Sind die Babys so entspannt, weil wir es sind?
Oder sind wir einfach nur so entspannt, weil wir so pflegeleichte Babys haben?
Gibt es pflegeleichte Babys? Weiterlesen…

Heute widme ich einer der größten Lügen der Elternschaft. Auch ich bin darauf reingefallen. Früher. Bevor ich selber Kinder hatte:

„Eine Mutter weiß, was das Baby hat. Sie erkennt am Schreien, was ihm fehlt.“

Ahja? Ist das so? Dann haben wir auf ganzer Linie versagt als Eltern.

Wir haben mittlerweile seit drei Monaten das dritte Exemplar des Modells „Baby“ zu Hause in Betrieb. Es ist ein im Wesentlichen eine aktuellere Version seiner Vorgängermodelle gleicher Baureihe. Also ein Basis-Modell für Einsteiger in einfacher Ausführung.

Wir gelten nicht mehr als völlig unerfahrende Eltern. Trotzdem sind wir immer wieder erstaunlich überfragt. Aber ich habe schon vor zwei Jahren die These ausgestellt, dass das alles Lug und Trug ist. Egal wie vollgepumpt ich mit Hormonen war, wie glückselig ich im Babyduft schwelgte, mich ereilten nicht plötzlich diese mütterlichen Diagnose-Fähigkeiten. Weiterlesen…

Was bisher geschah… UND – so absurd es jetzt klingt – ein Weg, den ich auch ohne den Murmelpapa nicht geschafft hätte!

Aber bis wir soweit waren, war es ein steiniger Weg. Irgendwann haben wir es endlich geschafft zu telefonieren. Ich war bereits mit meiner Schwiegermutter im Gespräch, da wir beide sehr in Sorge waren.

Das ganze Verhalten, seine Reaktion, all das passte nicht zu ihm. Er liebt seine Kinder und er liebt auch mich. Wir haben auf den Tag genau 4 Monate vor dem unsäglichen Abend aus Liebe geheiratet!

Wir – also meine Schwiegermama und ich – waren uns schnell sicher, dass es psychische Ursachen geben könnte. Wir dachten an so was wie Nervenzusammenbruch oder Burnout.

Den meisten von Euch muss ich nicht erklären, wie aufreibend der Alltag mit einem schlafverweigernden Baby ist. Und wir hatten zwei davon! Auch wenn er von Anfang viel mit geholfen hat – er musste, da ich 10 Wochen eine offene Kaiserschnittnarbe hatte -, so hat ihm doch die Routine gefehlt, die ich mir über Monate aneignen konnte. Weiterlesen…

Was bisher geschah… „Ich ertrage das Geschrei keine Sekunde länger! Ich ziehe aus!“

Mit diesen wenigen Worten verkündete der Murmelpapa, dass er sich aus unserem gemeinsamen Leben, aus unserer kleinen Familie verabschiedet.

Reden machte keinen Sinn mehr. Ich drang nicht mehr zu ihm durch! Reden, schreien, toben, wüten, drohen… alles sinnlos.

Ich war verletzt! Extrem sogar! Ich bin aber auch ein sehr realistischer Mensch und so erschloss sich mir, neben dem persönlichen Schmerz, dass ich ein Problem hatte.

Ich hatte ein Problem! Ein verdammt großes Problem. Es war ja nicht nur so, dass ich soeben von meinem Mann und Vater meiner Kinder verlassen wurde.

Meine Kinderbetreuung der nächsten Monate war ad hoc weg! Es schlich sich zu dem auch das Begreifen ein, dass auch die zukünftige Betreuungsplanung (im Anschluss an die Elternzeit des Murmelpapas) zum Scheitern verurteilt war. 30 Stunden/Woche bei einer Tagesmutter funktionieren nur im Schichtbetrieb beider Eltern!

Ich habe noch am selben Abend (es war mittlerweile gegen 22 Uhr) meine Eltern angerufen. Weiterlesen…