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17 Jahre

Kerstin —  8. Februar 2017 — 13 Kommentare

Unfassbar, wenn ich das so ausschreibe.

Und ein wenig bin ich erschrocken, wie die Zeit vergangen ist. Diese Zahl „17 Jahre“ lässt mich gerade echt perplex zurück. So alt bin ich schon? Sind wir schon? Dass wir seit 17 Jahren ein Paar sind?

Es hätten noch mehr sein können, aber das gute Ding und die Weile. Wir sind nicht unbedingt von der schnellsten Sorte möchte man meinen. Es brauchte neun Jahre bis wir geheiratet haben. Noch einige mehr, dass wir uns für dieses Ding mit den Kindern entschieden haben.

Stürmische Zeiten

Es ist 17 Jahre her, dass mir irgendwann bewusst wurde, dass ich den Mann fürs Leben schon längst kenne. Dass ich ihn nicht gehen lassen darf, wenn ich es nicht ein Leben lang bereuen will. Dir ging es anscheinend ähnlich und so kamen wir trotz allem zusammen.

Trotz allem, denn wir passten so gar nicht zusammen. Da konnte man fast jeden fragen und ich hätte zugestimmt. Du auch. Aber ich wollte es trotzdem und du wolltest es trotzdem, denn da war dieses Gefühl. Gut, dass wir darauf vertraut haben.

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Hallo! Kennt ihr mich noch? 😉

Ich bin es tatsächlich mal wieder und eigentlich wollte ich ein Wochenende in Bildern für euch verbloggen. Aber dann war mir am Sonntag nicht danach und auch gestern nicht und am Ende würde eine Bildergeschichte diesem Wochenende mit wunderbaren Menschen nicht gerecht. Also lassen wir das besser sein und versuchen es anders:

Ein verhindertes Wochenende in Bildern

Da wäre zum einen dieser Mann in meinem Leben, den ich schon ewig kenne und seit einigen Jahren meinen Mann nennen darf. Dieser Umstand ist echtes Glück.

Das zeigt sich umso mehr, wenn man Eltern geworden ist und jeden Morgen ein bisschen weniger taufrisch aussieht, um im Laufe des Tages den Zustand eines müden Häufchen Elends zu erreichen. Dann stellt sich dieser Traummann mit mir gemeinsam in die Küche, um bei kiloweiser Produktion von gebrannten Mandeln mit einem Glas Rotwein und tollen Gesprächen einen schönen Auftakt ins Wochenende zu zelebrieren.

Genau diese Mandeln hat er dann am Samstag mit seinen drei Kindern zum Stand des Kindergartens auf dem Weihnachtsmarkt gebracht. Ohne mich. Denn ich hatte anderes zu tun, aber da brechen wir gerade die Chronologie des Wochenendes.

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Kerstin, wie schaffst du das eigentlich immer alles?war schon die Ausgangsfrage vor knapp 2 Wochen und ich hatte versprochen weitere große Geheimnisse zu lüften. Und da drängt sich eines massiv auf:

Ich bin nicht allein!

Ich muss gar nicht immer alles alleine schaffen, weil es andere mit mir zusammen schaffen. Allen voran mein Ehemann!

Unser Wochenende in Bilder enthüllt es jedes Mal aufs Neue: Der Zwillingspapa schnappt sich gefühlt jeden Samstag das Doppelpack, um über den Markt zu bummeln oder auch mal tatsächlich einen Wocheneinkauf zu erledigen. Vor einer Woche war es ein kleiner Marathon mit Betriebshof, Baumarkt, Supermarkt und Drogerie.

Es soll Mütter geben, die werden hysterisch bei dem Gedanken, sie müssten größere Einkäufe mit Kind erledigen. Unser Zwillingspapa kann das. Und er macht das. Freiwillig. Und nicht nur samstags. Er nimmt die Minis mit, wenn er etwas zu erledigen hat und ich habe zu Hause freie Bahn.

Wir haben eine durchaus gar nicht so ungewöhnliche Rollenverteilung, wenn man es ganz platt betrachtet. ER ist der Hauptverdiener und SIE managt das Haushalts-Kinder-Ding. Die Rollenverteilung ist aber so temporär, dass sie nicht so recht in unserem Selbstverständnis angekommen ist. Ich bin nicht allein für Haushalt und Kinder zuständig, ich habe nur vermeintlich mehr Zeit dafür. Was ich alleine nicht mit den Kindern schaffe, dass müssen wir gemeinsam abends und am Wochenende schaffen. Oder auch nicht. Weiterlesen…

Was bisher geschah… UND – so absurd es jetzt klingt – ein Weg, den ich auch ohne den Murmelpapa nicht geschafft hätte!

Aber bis wir soweit waren, war es ein steiniger Weg. Irgendwann haben wir es endlich geschafft zu telefonieren. Ich war bereits mit meiner Schwiegermutter im Gespräch, da wir beide sehr in Sorge waren.

Das ganze Verhalten, seine Reaktion, all das passte nicht zu ihm. Er liebt seine Kinder und er liebt auch mich. Wir haben auf den Tag genau 4 Monate vor dem unsäglichen Abend aus Liebe geheiratet!

Wir – also meine Schwiegermama und ich – waren uns schnell sicher, dass es psychische Ursachen geben könnte. Wir dachten an so was wie Nervenzusammenbruch oder Burnout.

Den meisten von Euch muss ich nicht erklären, wie aufreibend der Alltag mit einem schlafverweigernden Baby ist. Und wir hatten zwei davon! Auch wenn er von Anfang viel mit geholfen hat – er musste, da ich 10 Wochen eine offene Kaiserschnittnarbe hatte -, so hat ihm doch die Routine gefehlt, die ich mir über Monate aneignen konnte. Weiterlesen…

Was bisher geschah… „Ich ertrage das Geschrei keine Sekunde länger! Ich ziehe aus!“

Mit diesen wenigen Worten verkündete der Murmelpapa, dass er sich aus unserem gemeinsamen Leben, aus unserer kleinen Familie verabschiedet.

Reden machte keinen Sinn mehr. Ich drang nicht mehr zu ihm durch! Reden, schreien, toben, wüten, drohen… alles sinnlos.

Ich war verletzt! Extrem sogar! Ich bin aber auch ein sehr realistischer Mensch und so erschloss sich mir, neben dem persönlichen Schmerz, dass ich ein Problem hatte.

Ich hatte ein Problem! Ein verdammt großes Problem. Es war ja nicht nur so, dass ich soeben von meinem Mann und Vater meiner Kinder verlassen wurde.

Meine Kinderbetreuung der nächsten Monate war ad hoc weg! Es schlich sich zu dem auch das Begreifen ein, dass auch die zukünftige Betreuungsplanung (im Anschluss an die Elternzeit des Murmelpapas) zum Scheitern verurteilt war. 30 Stunden/Woche bei einer Tagesmutter funktionieren nur im Schichtbetrieb beider Eltern!

Ich habe noch am selben Abend (es war mittlerweile gegen 22 Uhr) meine Eltern angerufen. Weiterlesen…

Ich bin mittlerweile seit mehr als zwei Jahren mit den Murmels alleine. Wir haben uns ein schönes neues Zuhause eingerichtet, mit den Murmelgroßeltern und der Besten in unmittelbarer Nähe. Unser Alltag ist zwar hin und wieder recht anstrengend, aber es läuft.

Ich kann (dank einiger Stunden Home Office die Woche) Vollzeit arbeiten. Wir gehen nicht im Chaos unter und haben Zeit für uns. Da es den Murmelpapa im Moment relativ gut geht, haben wir sogar relativ viel Familienzeit.

Eigentlich läuft es richtig gut für uns!

Und trotzdem sind die kleinen fiesen Monster tief in mir drin unzufrieden und hadern mit dem Status quo! Weiterlesen…

Was bleibt von einem SELBST?

Kerstin —  5. September 2014 — 5 Kommentare

Kinder sind etwas wundervolles, Muttersein ist der Wahnsinn, Elternwerden ein Abenteuer.

Wir hatten sogar doppeltes Glück und ich bin seit nunmehr einem guten Jahr stolze Mutter von Zwillingen! Um nichts in der Welt würde ich es anders, niemals würde ich meine Zwillinge missen wollen und das Leben wäre ohne sie kein Leben, das ich Leben wollte.

Aber Kinder verändern das Leben. Sie drehen es auf den Kopf. Das war mir vorher durchaus bewusst und ist einer der Gründe, warum ich immer Kinder wollte, es aber nie eilig hatte. Einiges bleibt schlicht auf der Strecke und man muss aufpassen, dass man es nicht selber ist – oder die Partnerschaft.

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