Titelbild zu den besten Elternblogposts

Was Mama schreibt und Papa tippt: #ElternBlogPost2015 im Januar

Es ist jetzt einen Monat her, da habe ich meinen Schreib-Urlaub unterbrochen, um die tollsten Beiträge der Elternblogs 2014 zu sammeln und zu teilen. Es gab ja so viele!

Ja, das war eine einmalige spontane Aktion. Aber 2015 gibt es nicht weniger Perlen zu lesen als im Jahr zuvor und so habe ich mich dazu entschieden, euch meine liebsten Texte des Monats hier kurz zu verlinken. Ich bin mir sicher, ihr findet sie alle ebenso lesenswert wie ich!

Mein Kopf, der Arsch

Rike Drust schreibt sich ihre Wut auf ihren hundsgemeinen Kopf von der Seele, denn dieses Arsch redet ihr ständig ein schlechtes Gewissen ein. Ihr Kopf behauptet, sie sei eine echt miese Mutter und biete ihren Kindern soviel weniger als all die anderen perfekten Mamis um sie herum. Ihr ist schon klar, wohin das einmal führen wird: „Dann müssen wir zum Elterngespräch und es wird festgestellt, dass mein Kind immer nur rumliegt, Kakao trinkt und pädagogisch minderwertige Hörspiele hört, Menschen bepöbelt und deshalb mindestens zur Spieltherapie muss oder am besten gleich zu Pflegeeltern mit Klavier und Bastelkiste.“ Aber vielleicht ist ihr Kopf auch einfach doof und es ist nur eine Momentaufnahme. Denn an manchen Tagen, da hat Mama halt keinen Nerv für pädagogisch wertvolle Unterhaltung und an anderen Tagen ist sie die allerbeste Mama der ganzen weiten Welt. Und das ist schon ok so… so sind wir Mamas. Danke, Rike.

Mein Baby ist doof

Andrea Harmonika geht es nicht viel besser. Ausgerechnet sie hat ein total doofes Baby erwischt und niemand hat sie vorher gewarnt! Herrlich offen und dabei so wunderbar eloquent wie immer beschreibt sie die Schuldgefühle und Enttäuschung in den ersten Wochen nach der Geburt ihres ersten Kindes. Das hatte sie sich anders vorgestellt! „Ja, ich fand mein Baby tatsächlich doof. Wenn es z. B. stundenlang schrie und ich nicht wusste, was ich außer tragen, stillen, singen, wickeln und föhnen noch machen sollte. Wenn ich bis zum Umfallen erschöpft war und dachte, ich sei die einzige Mutter auf der Welt, die den Hungerschrei nicht vom Furzschrei unterscheiden konnte.“ Auch später ist das Leben mit Kinder nicht immer ein Ponyhof, aber es ist doch wunderschön und voller Liebe. Man darf trotzdem auch zugeben, dass man manchmal echt… ich habe auch manchmal doofe Kinder. Wenn wir einkaufen gehen zB. Aber ich liebe sie von Herzen!

Kommt ein Mann zum Arzt…

Nils Pickert schreibt über einen Arztbesuch mit Baby. Soweit so gewöhnlich und doch scheint es ungewöhnlich und aufsehenerregend, dass das Baby ohne Mama zum Arzt kommt. Mama arbeitet! Ein Skandal? Warum irritiert es heute noch soviele Mitmenschen, wenn ein Vater ganz selbstverständlich mit seinem Säugling unterwegs ist? Alleine… ohne Aufsicht von der Mutter? Sollte es nicht ganz normal sein?

„Routiniert macht der Mann alles gleichzeitig: Schneeanzug ausziehen, Mütze mit den Zähnen aufbinden, sich der Wickeltasche entledigen, Versichertenkarte auspacken, die Leute hinter ihm böse anfunkeln. Er «darf dann schon mal im Wartezimmer Platz nehmen». Uii, er darf. Wenn er kein Baby in den Händen hätte, würde er sich vor Begeisterung Luft zufächeln.“

Am Ende rettet ein älterer Herr mit Bart den Tag. Der fragt nämlich nicht danach, wo denn die Mama zu dem unglücklichen Kind hin ist. Der findet einfach, dass Papa das ganz toll macht.

Immer dieses Theater mit Mama

Paula ist eigentlich eine coole Mama. Da hat sie schließlich gleich ihr Blog nach benannt. Aber ihr Sohnemann hat da aktuell berechtigte Zweifel anzumelden. Wieso kommt Mama auf einmal auf so bekloppte Ideen, wie sich im Bad einzuschließen? Dass Oma und Opa da sind, ist doch nun wirklich kein vernünftiger Grund. Oder?

Manchmal ist sie echt ein wenig absonderlich – die Mama. „Heute Morgen war es wieder so weit. Sie hat die Schubladen in ihrem Büro zugeknallt, dabei weiß sie doch ganz genau, dass sie das nicht machen soll und der Überhammer war, sie hat geflucht. „Verflixt, noch einmal!“, hat sie gerufen.“ 

Mir geht’s Januar. Und Dir?

Mama Notes hat Winterblues. Aber ganz arg. Mögen den manche im November haben, sie hat ihn genau jetzt. Wie immer zu Jahresanfang. „Der Januar ist die Midlife-Crisis unter den Monaten. So viel Schönes liegt schon hinter Dir (Weihnachten, leckeres Essen, Silvester), was kann da noch kommen? Minimalismus in Deko und Ernährung?…“

Offener Brief an die Frauen

Andreas Lorenz ruft die Frauen zu mehr Ehrlichkeit und direkten, klaren Ansagen auf. Einfach mal klar sagen, was wir wollen? Das ist doch so schwer… Ich gebe es zu, ich fühle mich angesprochen und auch ein wenig erwischt.

Ich bin jetzt nach der Lektüre schlauer und vergebe in Zukunft klare Arbeitsanweisungen. Denn mein Exemplar der Gattung Mann sieht auch nie, was gemacht werden müsste! Da müsste zB dringend mal das Bad geputzt werden und was macht er? Der schrubbt die Fenster…


Auf diesem Blog hier erscheinen hin und wieder auch halbwegs lesbare Artikel. Falls ihr euch in Zukunft darüber ein Urteil erlauben wollt, dann abonniert das Blog doch einfach. Alternativ könnt ihr mir auf Facebook oder Twitter folgen, ein paar Kekse essen und mit einem anständigen Pils auf mich anstoßen! Dann freue ich mich auch. 🙂

Ach… und weitersagen nicht vergessen. 😛

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

4 comments

  1. Oh sehr cool. Vielen Dank. =D
    An dieser Stelle möchte ich gerne noch einmal darauf hinweisen, dass ich meine Kinder wirklich, wirklich, wirklich, wirklich liebe, auch wenn ich das Baby „doof“ genannt habe. Wirklich. 😉

  2. Herzlichen Dank fürs Verlinken!
    Mittlerweile hat sich die Situation entspannt. Die Großeltern haben das Weite gesucht, ähm, sind wieder nach Hause gefahren und die Klotüren sind wieder offen. Sohnemann ist zufrieden.

    Danke noch für den tollen Lesestoff! Kannte noch nicht alle Artikel und habe sie sehr gerne gelesen.
    Liebe Grüße
    Paula

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