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Warum PEKiP-Tage die ganze Mama fordern

Heute war PEKiP. 
Ein ganz besonders toller Kurs mit extrem lieben Eltern süßester Kinder. 
Meine Kinder hatten Spaß und ich bin mal wieder fix und fertig. 
Aber ich hole jetzt zunächst einmal ganz umständlich aus.

Im Laufe unseres ersten gemeinsamen Jahres, das nun bald vorüber ist, habe ich mit dem Sonnenschein und der Prinzessin eine Vielzahl Kurse und Gruppen besucht:

  • Baby-Massage
  • Still-Café
  • Mama-Kind-Fitness
  • PEKiP
  • Baby-Schwimmen
  • 2 Krabbelgruppen

Wenn ich das so aufzähle, erscheint es auch mir sehr viel, aber die Kurse fanden nicht alle gleichzeitig statt. Ich hatte Lust auf diese Kurse oder habe mich zu dem ein oder anderen mitreißen lassen. Die Kinder fanden es toll und es war für mich keine Frage, dass es nicht klappen könnte.

Aber ich bin dann doch immer wieder darauf angesprochen worden, warum ich gerade mit Zwillingen mir sowas zumuten würde? Ja, warum denn nur?

Weil ich es nie als Zumutung empfand. Es waren zum größten Teil tolle Kurse und nette Gruppen und die Probleme/Stressfaktoren, die es dann natürlich immer mal wieder gab, waren wahrlich nicht zwillingsspezifisch.

Das ersten sechs Monate

In den ersten sechs Monaten war all das sogar sehr entspannt möglich. Unsere erste Anlaufstelle war das wöchentliche offene Still-Café. Man traf dort immer nette andere Mütter und konnte sich austauschen.

Ich fragte eine Bekannte, ob wir uns am nächsten Tag dort sehen würden. Ihre Antwort: „Nein, ich trau mich nicht mehr. Ich war einmal dort und die Maus hat 30min nur gebrüllt. Das war mir so unangenehm, dass ich gegangen bin. Nochmal mache ich das nicht!

Dabei ist gerade so ein Still-Treff doch eine wundervolle Möglichkeit, die ersten Ausflüge mit Kind(ern) anzutesten. In diesem geschützten Rahmen kann man stillen und wickeln und niemand schaut komisch, wenn das Kind brüllt oder irgendwas nicht ganz rund läuft. Alle in dem Raum kennen das selber nur zu gut. Man kann ganz prima üben, mit Kind und Kram außer Haus wieder am sozialen Leben teilzunehmen.

Für mich bot es zudem die Möglichkeit die Probleme beim Stillen mit der anwesenden Hebamme zu besprechen. Auch wenn meine regelmäßig bei uns vorbei schaute, so hat mir eben auch die Gruppe hier viel geholfen. Denn es klappte nicht so recht von Anfang an. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Ebenfalls recht früh bin ich zu einem Art Rückbildungskurs mit Kind gegangen. Dort lagen die beiden glücklich neben ihrer turnenden Mama und haben im Wechsel dann bei der ein oder anderen Übung „assistiert“. Es klappte wunderbar, da die Mäuse das ziemlich entspannt mitgemacht haben.

Grundsätzlich habe ich die Kinder, direkt bevor ich mich auf den Weg irgendwo hin gemacht habe, gestillt gefüttert. Sie hatten sehr schnell einen festen drei Stunden Takt verinnerlicht und so passte es idR, dass wir bequem in der Zeit wieder zurück sein würden. Alles stand schon bereit und alle Beteiligten waren fertig angezogen bis auf Jacken und Mützen. So ging es direkt nach dem Trinken in die Babyschalen. Man lernt sehr schnell, wie man die gleichzeitig tragen kann. Schließlich hat man zwei Arme und die Mäuse sind ja gerade in den ersten Monaten nicht so schwer. Verwunderte Blicke habe ich damit allerdings immer man wieder geerntet. Wickeltasche über die Schulter und zwei Maxi-Cosi an der Hand ging es zum Auto.

Zack in die Isofix-Base (Zwillingsmütter lieben alles, was einfache Handgriffe noch vereinfacht.) und los. Vor Ort half mir dann sehr, dass wir uns lange mit dem Thema Kinderwagen im Vorfeld beschäftigt haben. Unserer lässt sich ruckzuck aus dem Kofferraum holen und steht prompt bereit. Die Babyschalen aus dem Auto und mit einem Klick auf dem Wagen befestigt. So habe ich alle Wege von mehr als 100mFußweg bestritten, denn die Tragerei muss man nicht übertreiben. Dank des leichten und schmalen Wagens konnte ich in jeden Aufzug und durch jede Tür bis zu den Gruppenräumen vorfahren.

Wir waren nicht immer zu dritt

Bei dem ein oder anderen Kurs hatte ich Begleitung. Das traf zB auf die Babymassage zu. Zwar wäre es kein Problem gewesen, dass dann die kursleitende Hebamme eines meiner Kinder massiert statt der Vorführpuppe, aber wir waren zwei Zwillingsmütter im Kurs. Da ich das vorher wusste, habe ich meine Schwiegermutter gebeten uns zu begleiten. Oma hat sich gefreut und kam gerne mit.

Der andere Kurs mit Begleitung war das Babyschwimmen am Wochende. Hier tauchten schon die Einlings-Eltern im Doppel auf und mein Mann hätte sich das auch nicht nehmen lassen. Wir sind sogar immer zu dritt gegangen, denn die Räumlichkeiten waren eine Zumutung. Es gab keine Chance Kinder sicher abzulegen oder ähnliches. Alles war unglaublich beengt und so war es eine große Hilfe, wenn man eine dritte Person das fertig angezogene Kind abnimmt und man selber fix in die Klamotten steigen kann.

Baby-Kurse mit Zwillingen

Grundsätzlich habe ich vor jedem Kurs bei der Anmeldung gefragt, ob es möglich sei, den Kurs mit Zwillingen zu besuchen. Das war es immer problemlos der Fall. Bis auf das Schwimmen mussten wir immer nur den Kursbeitrag für ein Kind bezahlen. Während der Kurse helfen einem gerne die Kursleiter oder machen die Spiele mit einem der Kinder, so dass man sich auf einen Zwerg konzentrieren kann. Und auch die anderen Mütter haben immer ihre Hilfe angeboten. Gruppen mit Einlingsmüttern sind total entspannt im Vergleich zu Zwillingstreffs. Einlingsmütter haben die total tolle Angewohnheit (gerade wenn es das erste ist) kein Kind länger als zwei Sekunden quäken lassen zu können. So reagiert immer eine ganz schnell und nimmt sich dem zweiten Zwilling an, wenn gerade beide schlechte Laune haben sollten.

Das zweite halbe Jahr

Nach fünf oder sechs Monaten veränderte sich bei diesen Aktionen etwas und es wurde anstrengender. Nach dem Abstillen und mit Beikoststart pendelte sich bei uns ein fester Tagesblauf ein. Dieser passt zu der ein oder anderen Kurszeit nicht optimal. Improvisation ist natürlich möglich, aber im Doppelpack gleich komplizierter. Ich habe da leider zwei Exemplare, die sehr auf ihren Rhythmus bestehen und jede Abweichung bekommt man zu spüren.

Der Beikoststart brachte zudem eine recht aufwändige Fütterungsaktion mit sich, sodass ich in den ersten Wochen immer eineinhalb Stunden mit der Aktion beschäftigt war. Stillen oder Flasche gehen flotter. Unterwegs war da alleine nicht dran zu denken. Ich hätte die gesamte Kurszeit durchgängig gefüttert. Aber auch das ist ein gesondertes Thema und heute schon längst wieder Vergangenheit.

Außerdem werden die Kinder größer, schwerer und mobiler. Das hat je nach Blickwinkel und Entwicklungsstand Vor- und Nachteile. Ganz großartig fand ich, als beide ausreichend Körperspannung entwickelt hatten, dass man sich einfach links und rechts einen auf sie Hüfte setzen oder unter den Arm klemmen kann. Klar sind sie schwerer, aber zunächst erst einmal einfacher zu händeln. Schlicht robuster.

Durch die Mobilität kann man aber nicht mehr so einfach absetzen bzw ablegen. So kleine Wirbelwinde entwischen einem ziemlich schnell in zwei unterschiedlichen Richtungen.

PEKiP oder der anstrengendste Tag der Woche

Jetzt komme ich endlich auf den Punkt! Schon mal Dank an diejenigen, die bis hierher weiter gelesen haben!

Ich bin müde und platt von diesem Tag. PEKiP ist für mich immer ein besonderer Tag. Wir frühstücken wie üblich spätestens um sieben mit unseren Frühaufstehern. Danach muss ich schauen, dass Sonnenschein und Prinzessin recht fix ihr Morgennickerchen machen. Ohne diesen zweiten Schlaf am Tag kommen sie noch nicht aus. Und wenn dann noch PEKiP ansteht! Dringend notwendig!

Während die Mäuse also schon um halb neun wieder schlummern, packe ich die Wickeltasche mit der 2.-Frühstück-Banane und allen notwendigen Utensilien, springe schnell unter die Dusche und koche das Essen vor. Ich bin wahnsinnig schnell geworden in all diesen Dingen und wecke die zwei Chaoten eine Stunde später. Während die beiden mir zwischen den Beinen herumkrabbeln, bereite ich alles für unsere Rückkehr vor.

Jetzt startet der mühselige Teil. Eigentlich würde ich die Babyschalen mittlerweile liebend gerne im Auto lassen, denn nur die beiden zusammen wiegen ja schon 18 Kilo. Aber das geht nicht.

Ich habe mir dummerweise vor 8 Wochen die Schulter gebrochen und darf links gar nicht tragen. Also muss ich mit Schalen tragen, denn anders wäre das Treppenhaus nicht zu bewältigen (Stichwort Mobilität). Ich packe die Wickeltasche auf den Rücken und trage Absatz für Absatz die beiden im Wechsel nach untern und den Weg bis zum Stellplatz. Am Auto angekommen könnte ich direkt schon wieder duschen gehen.

Auf dem Parkplatz vor dem Kursgebäude stelle ich fest, dass ich zu früh bin. Offensichtlich brauche ich selbst für das mühsame häppchenweise Tragen nicht mehr so sehr lange. Was nun? Soll ich warten, bis die anderen Mütter eintrudeln und eine am Auto stehen bleiben kann, bis ich Kind 1 hochgetragen habe und Kind 2 holen kann? Nein, das dauert ja noch ewig! Die Zeit können wir besser nutzen, indem wir alleine losmarschieren.

Also nehme ich den Sonnenschein auf den Arm und gehe zur andere Seite des Autos. Tür auf. Prinzessin quietscht ungeduldig. Sonnenschein wird abgesetzt gestellt und hält sich an meinem Bein fest, während ich die Kleine aus dem Sitz hole. Beide Zwerge am Bein, auf ausreichend Abstand zur Tür achten und eben diese zuziehen. Da der Sonnenschein noch nicht so super an einer Hand läuft, kommt er wieder rechts auf den Arm und Prinzessin links an die Hand. Wir zuckeln los und schaffen die drei Meter ohne Probleme bis… ja bis zu der kleinen Treppe vor dem Eingang. Man an die habe ich nicht gedacht!

Hier stehe ich mit meinem beiden Lieben und vor uns geht es ganz gemein sechs Stufen runter. Während ich noch überlege, ob ich nicht vielleicht doch irgendwie mit einem Arm zwei Kinder tragen kann, kommen die Mamas der vorherigen Gruppe mit ihren noch viel jüngeren Kindern raus.

Prompt so lieb, mir Hilfe anzubieten, obwohl sie ja nicht einmal wissen können, dass ich eine kaputte Schulter habe (kein Verband und nix mehr zu sehen). Ich nehme erleichtert an und die Mama trägt Prinzessin sogar bis in den Kursraum, lässt ihr Baby in seiner Babyschale wohlbehütet bei den anderen Müttern zurück. Natürlich fällt auch ihr auf, dass sie gerade ein Leichtgewicht schleppt. Ja, an unserer Tochter ist leider immer noch nicht viel dran.

Wir kommen jedenfalls endlich an und haben schöne eineinhalb Stunden. Anders als in unserer wöchentlichen Krabbelgruppe fallen meine Wirbelwinde hier mit ihrer Mobilität und ihrem Entdeckungsdrang auch nicht so aus dem Rahmen. Ich kann den Kurs entspannt genießen. Immer steht einer bereit sie bei ihren Kletterversuchen aufzufangen, niemandem stört ihre forsche Art. Die zwei haben gegenüber anderen Kindern keine Berührungsängste und stürzen sich regelrecht ins Gewühl. Bei unserer Krabbelgruppe kostet es mich manchmal Nerven, wenn der Sonnenschein so stürmisch andere Kinder „begrüßt“, während die Prinzessin sämtliche Trinkflaschen im Raum durchprobiert. Hier sind alle Kinder so ähnlich und alle Eltern (sind nicht nur Mütter im Kurs) sehen es entspannt.

Aber irgendwann müssen wir auch wieder nach Hause. Mittlerweile ist es fast halb eins. Die beiden sind total müde und eigentlich gäbe es ja schon um zwölf Mittagessen und nicht nur eine Banane zwischendurch. Dank der Hilfe kommen wir vor Ort schnell ins Auto. Beide schlummern ein. Zu Hause angekommen muss ich mit zwei natürlich wieder wachen, trotzdem müden und vor allem hungrigen Kindern in den Babyschalen mich erstmal wieder in die Wohnung kämpfen. Mir ist nach Dusche und Sofa. Den Kindern ist nach Essen und zwar bitte schnell. Man hat schlechte Laune und ich beeile mich, dass wir zügig am Tisch sitzen.

Mittagessen ist nicht so schön, wenn man eigentlich viel zu müde zum Essen ist. Mittwochs macht es keinen Spaß.
Im Anschluss wird die Laune auf beim Wickeln und ausziehen nur minimal besser. Als endlich beide im Bett sind, kann Prinzessin natürlich nicht einschlafen. Wie denn auch? Alles aufregend und außerdem doof und überhaupt. Mit einer geduldigen Mama neben dem Bett, schafft sie es dann irgendwann doch.

Mama macht erst einmal Pause!

Und die Kurse? War das nun doch zu anstrengend im ersten Jahr?

Klares Nein! Den Kindern hat es ganz offensichtlich immer sehr gefallen. Trotzdem fällt meine Bilanz gemischt aus:

  • Still-Cafés oder Stilltreffs können nett sein ganz am Anfang. (Wie oben beschrieben) Schön ist auch die offene Art. Man ging halt hin, wenn man mochte und wirklich nicht jede einzelne Woche. Insgesamt war ich dort maximal fünf Mal.
  • Rückbildung mit Kind kann bestimmt toll sein. Vorausgesetzt, die Kinder sind entspannt und bestehen nicht nonstop auf Belustigung. In meinem Fall war das nicht das Problem, trotzdem war der Kurs grausam. Sport ok, aber die anwesenden Frauen? Kaum auszuhalten. Die Kursleiterin hat ununterbrochen jede Woche die gleiche Geschichte von ihrem wundertollen Sohn erzählt und ihren wahnsinnig tollen Körper bewundert. Die Mitturnenden waren teils sehr anstrengende Spielarten des Typus Mutter und mussten ihre Weltanschauung auch noch ständig mitteilen. Wir wurden keine Freundinnen.
  • Babymassage ist wirklich eine ganz schöne Art, sich mit dem Kind zu beschäftigen. Der Kurs hat uns allen viel Spaß gemacht. Leider kommt man dann im Alltag doch nicht dazu, die Kinder auch zu Hause ähnlich zu massieren.
  • Krabbelgruppen stehen und fallen mit den anwesenden Personen. Oftmals sind sie tatsächlich eine Mami-trifft-Mami-Kinder-spielen-nebenbei-Gruppe. Aber auch das kann toll sein. Ambitionierte Krabbelgruppentanten machen natürlich Programm, was den Mamis beim Quatschen herzlich egal ist. Kann man ja ausblenden.
  • Babyschwimmen ist sicherlich ganz toll. Unsere Kinder haben das Wasser auch geliebt. Unser Kurs war allerdings grottig (s.o.).
  • PEKiP ist in unserem Fall perfekt. Sonst würde ich mir diese Horror-Tage nicht mehr antun. Das liegt natürlich an den Eltern, Kindern und der Kursleitung. Aber ich fand es auch schön, in diesem ersten Jahr begleitet zu werden. Hier gab es soviele Anregungen zur Förderung der Kinder, hilfreiche Tipps und Anregungen, dass ich es nicht missen wollen würde. Das hat mir einiges an Ratgeber-Literatur erspart, die ich eh nicht lese.

Und wie ist das bei euch? Besucht ihr ähnliche Kurse und welche Hürden habt ihr dann regelmäßig zu bewältigen?

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

8 comments

  1. Wow! Ich bin beeindruckt…
    Still-Cafe gab es für mich nicht! Als ich nach dem Kaiserschnitt (10 Wochen ne offene entzündete Narbe) soweit war, dass ich alleine größere Ausflüge machen konnte, hatte sich das Stillen mangels Interesse der beiden Hauptdarsteller schon erledigt!
    Baby-Schwimmen > der einzige Kurs in unserer Altersgruppe, bei dem der Papa (Familie war weit weg) da war, sollte sonntags morgens um 8 Uhr in der Nachbarstadt sein… Nein nein nein! Auch, wenn es mir wichtig gewesen wäre, dafür wecke ich weder meine Kinder noch ihren Vater!
    Bei der Baby-Massage gab es ähnliche Terminschwierigkeiten, so dass ich völlig gefrustet nach PeKiP schon gar nicht mehr gesucht habe.
    Mit der Rückbildung konnte ich wegen der offenen Narbe erst sehr spät anfangen. Um nicht noch länger warten zu müssen, hatte ich dann einen Kurs pünktlich zum heimischen Abendbrot! Ich muss gestehen – ich habe es genossen! Die einzige Stunde die Woche für mich – mit einer super Hebamme als Kursleiterin und super tollen Mit-Mamis! Ich war traurig, als es vorbei war!
    Tja, und was habe ich mit den Murmels gemacht? Meine Hebamme ist selber Zwillingsmami und hat bei uns im Geburtshaus eine Zwillingsgruppe angeboten. Das war recht nett, schon allein, weil der Kontakt (und somit auch mögliche Tipps und Ratschläge) zu der für mich besten Hebamme noch länger bestehen blieb! Es war für mich hilfreich, da mein Mädchenkind schon ziemliche Schreikindtendenzen hatte. Ansonsten war es eher mäßig, weil der Altersunterschied zwischen den Kindern schon ziemlich groß war!
    Für mich war das wichtigste und schönste unsere Krabbelgruppe! Diese war privat von einer Tagesmutter organisiert. Tolles Haus, tolles Außengelände, super tolle Tagesmutter (Danke, liebe Heike), super tolle Mit-Mamis, alle Kinder im ähnlichen Alter und jedes mit dem Prädikat “zum Klauen herzig”! Ich bin vor über einem Jahr in die alte Heimat gezogen… Dieses Trüppchen fehlt mir immer noch! Außerhalb der Gruppe haben wir uns regelmäßig auf einem schönen Spielplatz getroffen, telefoniert, getextet… (letzteres auch heute noch). Die Murmels haben dort ganz gegen ihre üblichen Gewohnheiten nicht gefremdelt! Jeder (inkl. der ab und an teilnehmenden Väter) hat sich um jedes Kind gekümmert. Den Stressfaktor “alleine mit zwei Babies” gab es nicht! <3
    Und heute? Die Murmels gehen Vollzeit in die Kita und ich gehe Vollzeit arbeiten… Unsere Freizeitaktivitäten beschränken sich auf Einkaufen, Garten und den Besuch von Familie und Freunden! Aufgrund des von Dir geschilderten Müdigkeitsproblems, ist unter der Woche mehr einfach nicht drin! Das anstrengendste am Mami sein, sind müde Kinder!
    Hmmm… Eigentlich wollte ich Dir doch nur meinen Respekt aussprechen… Nach dem ich Deinen Roman gelesen habe, darfst Du jetzt den meinigen Lesen 😉

    1. Ganz herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar!

      Ich hatte natürlich auch Glück, dass ich früh nach der Geburt (für die verschwende ich bestimmt auch noch irgendwann ein paar Worte) wieder so fit war, einiges unternehmen zu können.

      Du hast ja durchaus ähnliche Erfahrungen gemacht. Es steht und fällt mit den Kursleitern und Mitteilnehmern. Deine Krabbelgruppe liest sich sehr sympathisch!

      Aktuell besuchen wir eben auch „nur“ noch Krabbelgruppe und PEKiP. Das reicht derzeit als Stressfaktor. 😉

      Danke, dass ich deinen Roman lesen durfte.

  2. Ich habe zwar nur ein Kind,aber auch ich finde immer die Anreise zu den Kursen am anstrengendsten. Ich bin nämlich viel mit Bus und Bahn unterwegs und mein Mäusebär leider kein pflegeleichtes Exemplar.
    Pekip finde ich wegen der anderen Mams gut. Manchmal klebt mein Kind so an mir,dass ich es mir auch sparen könnte. Den all ersten Kurs ab ca. neun Wochen fand ich zu früh. Da haben alle Babys fast nur geschrien.

    Unser Babyschwimmen ist toll mit einer super Trainerin. Ich finde es auch schön, weil der Papa das mit dem Mäusebär macht.

    Rückbildung fand ich anstrengend so kurz nach der Geburt,aber ich war froh über die Stunde für mich.

    Mehr habe ich leider nicht gemacht, was ich inzwischen ein wenig bereue.

    Weiterhin viel Spaß mit Sonnenschein und Prinzessin,Nina

  3. So ein schöner Ort um als neue Mutter mit Baby raus zu gehen.. alle sind da ja verständnisvoll.. NICHT! Wer ein sehr sensibles Kind hat, dem solche Kurs Situationen einfach zu viel sind, wer von der blöden Esoterik Hebamme im Rückbildungskurs raus geschickt wird weil sie nicht gegen dein Baby „anschreien“ möchte, das eben nicht eine Stunde einfach auf dem Boden geparkt werden möchte… Der bzw die bzw ich liest deinen Text etwas traurig…

    1. Liebe Lama,

      es kommt vermutlich immer darauf an, wie die Menschen bei diesen Kursen drauf sind. Bei uns gab es zB im Still-Café immer einige Babys, die viel weinten. Aber auch Kinderkrankenschwestern, die den Müttern dann mit viel Verständnis beiseite standen. Ich finde es sehr schade, dass du solche Erfahrungen machen musstest. 🙁

      Viele Grüße,
      Kerstin

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