Hotelzimmer im 25hours Bikini Berlin Hotel

Städtereise allein mit 2 Dreijährigen | 25hours Bikini Berlin

Letztes Wochenende habe ich das Abenteuer gewagt: Mama mit dreijährigen Zwillingen allein nach Berlin!

Es war toll und wenn man Mama so ganz für sich hat, dann klappt das auch entspannt. Sonnenschein und Prinzessin haben sich jedenfalls super geschlagen und wir hatten eine schöne Zeit. Ich habe es genauso wie sie genossen, denn diese Momente sind selten geworden, seit der Krümel da ist. Nur Mama und die zwei. <3

Geschlafen haben wir im 25hours Bikini Berlin. Und das war ein ganz besonderes Erlebnis. Ich kannte bisher nur das 25hours in der Hafencity. Zuletzt waren der Traummann und Krümel mit mir dort im Januar. Ich hatte entsprechend hohe Erwartungen und wurde nicht enttäuscht.

Ein Stadthotel kann man aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Es gibt noch mehr, aber ich habe unsere Perspektiven für euch aufgeschrieben:

  1. Die Sicht der Städtereisenden
  2. Die Sicht der Geschäftsreisenden
  3. Die Sicht der reisenden Mutter
  4. Die Sicht der reisenden Kinder
  5. Die unbestechliche Sicht der Kamera

Mitten im Großstadtdschungel: Das 25hours Bikini Berlin

Das sagt die Städtereisende:

Das Hotel ist super zentral im alten Westberliner Stadtzentrum zwischen Bahnhof Zoo und KaDeWe gelegen. Quasi im kurzen Schatten der Gedächtniskirche. Für Shopping und Sightseeing der perfekte Ausgangspunkt.

Aus den Zimmern blickt man entweder auf diesen geschichtsträchtigen Straßenzug oder über den Berliner Zoo und Tierpark bis hin zur Siegessäule. Da muss man fast gar nicht das Hotel verlassen, um zentrale Sehenswürdigkeiten zu fotografieren.

Ein wenig ist das Hotel selber schon eine Sehenswürdigkeit: Das Gebäude denkmalgeschützt und vom Team des Designers Werner Aisslinger zum Hotel umgestaltet. In meinen Augen ist das fast durchgängig gelungen und trifft meinen Geschmack. Ungünstig und auch ziemlich unattraktiv fand ich persönlich nur die dunklen Flure. Versucht da mal was in einer Handtasche zu finden!

Das Hotel steht quasi direkt auf den Dächern eines schicken Einkaufszentrums und bietet im zehnten Stock nicht nur eine im Berliner Nachtleben schwer angesagte Bar sondern mit dem Neni auch ein tolles Restaurant.

Wer darauf keine Lust hat oder einfach keinen Tisch mehr ergattern konnte, findet fußläufig reichlich Alternativen.

Das sagt die Geschäftsreisende:

WLAN im ganzen Hotel! Schon einmal der wichtigste Punkt für Nerds wie mich und Geschäftsreisende. Ansonsten gibt es nicht nur auf den Zimmern einen kleinen Arbeitsplatz, sondern auch in der Lounge reichlich nette Ecken zum quatschen oder eben arbeiten.

Es herrscht kein Mangel an Steckdosen (mit sowas kann man mich ja begeistern) und für Tagungen sind ebenfalls verdammt schicke Räumlichkeiten im Haus. Wer so krass drauf sein sollte, vor der Arbeit Sport treiben zu wollen, kann sich sogar geführten Joggingtouren anschließen. (auf die Idee käme ich persönlich niemals!) Da würde man mich eher schon nach dem langen Arbeitstag in der Sauna oder (noch wahrscheinlicher) der Monkey-Bar beim Cocktail finden.

Das sagt die Mama:

Das 25hours ist kein ausgesprochenes Familienhotel. Die Gäste sind eher hip, hiper und am hipstersten. Kinder und Familien sind aber ganz offensichtlich herzlich willkommen.

In Hamburg war gab es nicht nur ein Gitterbettchen für Krümel, sondern man war sogar so aufmerksam, für einen Windeleimer zu sorgen. In Berlin standen Buntstifte und Seifenblasen als kleine Überraschung auf dem Zimmer. Wir haben uns zu dritt sehr wohlgefühlt in unserer Bleibe und wurden im Hotel überall freundlich empfangen.

Meine Kinder haben gleich beim Abendessen im Neni mit ihren musikalischen Goodies vom Netflix-Event (Mikrophon, Tamburin und Mundharmonika) alles gegeben. Die Augen hat niemand verdreht. Im Gegenteil, wir schienen eher zu amüsieren. Live-Musik soll ja auch beim Essen für besondere Atmosphäre sorgen. 😉

Die leckeren Süßkartoffelpommes in Kombination mit dem grandiosen Ausblick haben die beiden auch schnell verstummen lassen. Beim Frühstück gab es Malstifte und Blätter, damit Mama noch ausgiebig mit Bloggerkollegin Anni über den dritten Kaffee hinweg quatschen konnte. Hochstühle standen ausreichend bereit, hätten wir welche benötigt.

Mit Krümel wäre es allerdings im Zimmer schwierig geworden. Eine zum Zimmer hin offene, ebenerdige Dusche ist mit mobilen Säuglingen und Kleinstkindern doof. Ich hätte die kaum nutzen können oder sofort trocknen müssen, denn Krümel wäre sonst sicherlich auf nass geworden.

Das sagen die Zwillinge:

Spannend! Aufregend! Ein riesiger Abenteuerspielplatz und das absolute Highlight war die Hängematte im Zimmer. Schaukelnd über den Baumwipfeln von Zoo und Tierpark. Das hat die Zwillinge beeindruckt. Sonnenschein fand das Waschbecken mitten im Raum sehr cool, bemängelte aber, dass der Hocker kippelig sei. Der war eher zum sitzen als zum stehen. In der offenen Dusche konnte man seiner Meinung nach toll „Verkaufer“ spielen und überhaupt war er schwer angetan.

Prinzessin ängstigte die dunkel geflieste Dusche eher. Nachts befürchtete sie, dass dort Monster lauern könnten. Mama musste den Vorhang vorziehen. Als Schutz gegen die Monster und Löwen (die gibt es bestimmt im Dschungel!) mussten Sonnenschein und ich außen schlafen. Prinzessin ruhte in der Bettmitte. Der dunkle Flur störte sie dagegen gar nicht. Nur die Zimmerdecken sind nicht schön. Die sind kaputt. Und kaputt ist nicht schön. (Da kann der Innendesigner gerne mit meiner Dreijährigen drüber diskutieren.)

Kulinarisch gab es nichts auszusetzen. Das Frühstück war ganz nach ihrem Geschmack bzw reichhaltig und vielfältig genug, um einiges für die beiden zu finden.

Das 25hours Bikini Berlin in Bildern

Fazit:

Ich würde mit und ohne Kinder gerne wiederkommen. Allerdings erst, wenn Krümelchen aus seiner Sturm-Drang-Entdecker-Phase heraus ist. (Stichwort: Dusche!) Das Hotel ist nicht gerade preiswert, aber zentral gelegen und für sich einfach ein Erlebnis, das eine Reise wert ist. Für mich ist die Unterkunft ein zentraler Bestandteil einer Reise und nicht nur schnöder Schlafplatz. Vielleicht ist mir beim nächsten Mal sogar ein Cocktail auf der Dachterrasse der Monkey Bar vergönnt?


Anmerkung: Ich wurde für diesen Beitrag nicht bezahlt. Übernachtung und Frühstück waren allerdings „auf Einladung des Hauses“. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

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