Sabbernd, verschnoddert, verrotzt, erkältet,…

Kerstin —  15. Oktober 2014 — 5 Kommentare

Stress ist relativ. Ganz klar.

Stress hat die Karrierefrau, die zwischen den Meetings noch ihr Lunch und den Termin bei der Kosmetikerin einplanen muss. Oma Irmi muss auch noch einkaufen, der Fensterputzer kommt heute und dann hat sie morgen auch noch Kaffeeklatsch!

Stress und Termindruck kennt jeder und viele stöhnen darüber. Kinder zeigen einem aber ganz neue Dimensionen von Stress unter Extrembedingungen. Meine Favoriten diese Woche:

  • Wenn die Tage schon vollgepackt sind bis zum Anschlag, wird man sicher krank. Aber kranke Eltern gibt es nicht! Eltern müssen funktionieren. Immer! Bisher habe ich noch nicht herausgefunden, wie ich die beiden dazu bringen kann, sich ihre Butterbrote selber zu schmieren und auf die Toilette gehen sie dummerweise auch noch nicht. Also darf ich nicht ausfallen.
  • Wenn man besonders viel Arbeit hätte und zudem auch noch wichtige Deadlines, dann fällt ganz sicher die Betreuung aus. Plötzlich sind Herbstferien oder eine Fortbildung oder die Tagesmutter/Oma ist krank. Die hohe Kunst an dieser Stelle: Lerne mit quengelndem Kleinkind am Bein, dich zu konzentrieren oder organisiere aus dem Nichts eine Betreuungs-Alternative, die dir keine Bauchschmerzen bereitet.
  • Wenn man eigentlich zuviel Arbeit hat und zudem noch an einem Männerschnupfen leidet (Ich werde bei Schnupfen leider echt zum Mann), dann werden ganz sicher die Kinder krank. So verbringt man die Nächte auf dem kalten Fußboden vor den Kinderbetten, um alle halbe Stunde einen Hustenanfall mit sanftem Streicheln erträglicher zu machen. Ein Zombie sieht frisch aus im Vergleich zu mir und ich fühle mich fit wie eine schleimige Nackschnecke nach dem Anstieg auf dem nächsten Balkonkasten.

Eine kleine Erkältung kann so unfassbar viel Rotz produzieren und ich lerne derzeit, dass man immer noch mehr sabbern kann. Die Zwerge zahnen nicht nur wild, sie sind total verschnoddert und ich könnte die Halstücher nach 10min austauschen. Mittlerweile bin ich schon auf große Mullwindeln als Sabberbremse umgestiegen.

Im Alltag reicht normalerweise ein kleines Tuch als Sabberbremse.

Im Alltag reicht normalerweise ein kleines Tuch als Sabberbremse.

Kränkliche kleine Zwerge sind anhänglich und wollen mit ihrer Schnoddernase am liebsten den ganzen Tag kuscheln. So süße niedliche kleine Kuschelmäuse! Aber ich besitze derzeit keine Kleidungsstücke mehr, ohne glänzende Rotzspuren und muss gestehen, dass ich nicht immer so wahnsinnig erfreut bin, ständig Küsschen zu bekommen. Die Küsschen der Zwillinge sind aktuell echt glibberig und man muss schon eine sehr gute Mutter sein, um sich darüber zu freuen, damit bedacht zu werden.

Und warum erzähl ich euch diesen glibberigen Rotz?
Ganz einfach… Diese schnodderige Phase hält mich gerade effektiv vom Bloggen ab. 😉

Ich wünsche euch allen eine erkältungsfreie Restwoche!
Bleibt gesund! Eure Kerstin

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Kerstin

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Kerstin ist Mitte 30, seit Sommer 2013 Mutter von einem Zwillingspärchen. Der Sonnenschein, seine Zwillingsschwester die Prinzessin und das kleine Krümelchen (2015) halten sie gut auf Trab, wenn sie nicht gerade arbeitet, bastelt, backt, liest, im Netz rumwühlt,… Gerne macht sie auch alles gleichzeitig. Der beste Ehemann der Welt passt schon auf, dass das Chaos nicht ausartet.

5 Antworten zu Sabbernd, verschnoddert, verrotzt, erkältet,…

  1. 

    Gute Besserung! Was eloquenteres fällt mir jetzt nicht ein, aber ich drücke schwesterlich Deine Hand mit der Rotzfahne…

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  2. 

    Gute Besserung und hoffentlich bekommt der Mann nicht auch diesen fiesen Schnuppen (dann wird es ja WIRKLICH kritisch😜).

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